Nach der Vorstellung der Nachzuchten gab es den Vortragsteil, bei dem es immer um Themen zur Besamung geht.
Dienstag, 26. Oktober 2021
Besamerstammtisch 2021 - Teil 2
Samstag, 23. Oktober 2021
Besamerstammtisch 2021 - Teil 1
Mittwoch, 20. Oktober 2021
Anwelksilage
- zur Übersicht der Fütterungsserie -> hier -
Anwelksilage (AWS) ist das Rinderfutter schlechthin. Umgangssprachlich Grassilage oder Gras genannt.
Die klassische Anwelksilage wird vom Grünland gewonnen, enthält also auch Klee und Kräuter. Daneben gibt es auch von verschiedensten Arten Ackerfutter: Gräser wie Welsches Weidelgras oder Rohrschwingel, Kleegras mit Rotklee dabei, Luzerne oder Landsberger Gemenge (Welsches Weidelgras, Inkarnatklee, Wicke). Und auch Grünroggen zählt eigentlich dazu, wenn auch selten als AWS bezeichnet.
Die Gemeinsamkeiten sind der Erntezeitpunkt vor dem Ähren/Rispenschieben bzw. in der Knospe, kurz bevor die Pflanze von Wachstum auf Fortpflanzung umschwenkt und am meisten Energie und Eiweiß enthält. Dann das Anwelken um Wasser zu verdunsten und in einen Bereich der Trockensubstanz zu kommen in dem die Silierung problemlos funktioniert. Und noch die Bedeutung in der Fütterung als Eiweißquelle und Rohfaser für die Pansenfunktion.
Zwischen den Arten gibt es Unterschiede, so haben die Weidelgräser mehr Energie aber weniger Eiweiß als Rohrschwingel und Luzerne. Und der Schnittzeitpunkt hat auch einen großen Einfluss, der erste Schnitt im Frühjahr hat den höchsten Energie- und Eiweißgehalt. Die Folgeschnitte haben dann weniger und mehr Rohfaser.
Einordnung: Grundfuttermittel, proteinreich.
Sonntag, 17. Oktober 2021
Nach Gülpe
Zur Versammlung des Besamungsverein letzte Woche gab es auch eine Exkursion und zwar zur Agrargenossenschaft Gülpe.
Gülpe ist der dunkelste Ort Deutschlands, Städte und Inustrie gibt es im näheren Umkreis nicht sodass die Lichtverschmutzung recht gering ist und eine gute Sicht auf den nächtlichen Sternenhimmel bietet. Dafür ist der Sternenpark Westhavelland eingerichtet worden, vor allem mit speziellen Straßenlampen und Verdunklung zu bestimmten Anlässen, auch in den Ställen.
Die AG Gülpe hat auch für Brandenburger Verhältnisse recht ungünstige Standortbedingungen: Der Ackerbau auf märkischem Sand und vom Grünland 95 % im Naturschutzgebiet und davon noch ein Teil Überflutungsflächen der Havel.
Hauptstandbein ist die Direktvermarktung über die Landfleischerei Gülpe, über die sämtliche Schweine und ein Großteil der Rinder in mehreren eigenen Geschäften verkauft werden. Die gesamte Verarbeitung erfolgt selbst bloß die eigentliche Schlachtung erfolgt im Schlachthof, da sich ein eigenes Schlachthaus bei dem ganzen Auflagenwahn nicht rechnet.
Donnerstag, 14. Oktober 2021
Endlich wieder unterwegs!
Montag, 11. Oktober 2021
Schwester für Perle
Freitag, 8. Oktober 2021
Nach Tangermünde
Daneben noch die Feuerwache mit den Umkleiden, Schulungsräumen und Mini-Museum. Ein rundum gelungener Ausflug und auch eine gute Motivation nach den anderthalb Jahren Zwangspause; der Dienst hatte erst wieder nach den Sommerferien angefangen.
Benjamin
Dienstag, 5. Oktober 2021
Roter Uckermärker
Samstag, 2. Oktober 2021
Traubenlesen 2021 - Teil 2
Mittwoch, 29. September 2021
Traubenlesen 2021 - Teil 1
War ein wirklich schöner Spätsommertag. Seit meiner "aktiven" Zeit beim Traubenlesen, d.h. dass ich Traktor gefahren bin und beim Keltern geholfen habe, das war ab 2008, ging es sehr häufig nur in den frühen Morgenstunde weil es tagsüber zu warm war und die Trauben sofort begannen zu gären. Diesmal war es morgens sehr frisch und da brauchte man schon die Heizung im Grapeliner. Nachmittags waren es dann Temperaturen knapp an die 20 Grad. Bei der Weinlese ist es da als gerade am Wechsel von Sommer zu Herbst:
Benjamin
Sonntag, 26. September 2021
Lampertheim, Herbst 21
Da mein Weinleseurlaub zu früh angefangen hatte musste ein Alternativprogramm her. Fremde Kühe gehen natürlich immer und so war ich auch wieder in Lampertheim, zum dritten Mal in diesem Jahr.
Donnerstag, 23. September 2021
Hausbau - Teil 5
Die letzten Tage war ich mal wieder auf Urlaub in der Alten Heimat. Eigentlich als Weinleseurlaub geplant wie vor zwei Jahren. (siehe auch die Posts vom 19.09.2019, 22.09.2019, 28.09.2019 und 01.10.2019) Aber ich hatte mich mit dem Zeitpunkt verspekuliert. Ich verlängere als ein freies Wochenende mit ein paar Urlaubstagen. Bei der Urlaubsplanung Anfang des Jahres entschied ich mich für das Wochenende vom 18./19. September statt dem 2./3. Oktober, weil der Haupteil der Lese als im September stattfindet. Bloß dieses Jahr war es auch da unten ein langer Winter und die ganze Vegetation recht spät.
Den Fortschritt beim Hausbau meiner Eltern habe ich auch begutachtet. Von außen sieht man auf den ersten Blick nicht so viel. Die Außenwände wurden gestrichen. Und im Hof die Anschlüsse für die Regenrohre gelegt und an der Straßenseite unter dem Gehweg der Hausanschluss mit Abwasser, Wasser und Strom. Telefon vorerst noch nicht weil die Telekom als Monopolist sehr gemütlich ist und für die Verlängerung des Kabels um einen Meter drei Monate bräuchte:
Im Inneren ist die Elektroinstallation und der Estrich fertig. Im Oktober geht es an den Trockenbau für die Decken, im Badezimmer und eine Zwischenwand.
Die Straßenseite ist die Nordseite, daher sind dort die Nebenräume untergebracht und die Fassade wirkt etwas karg. Die Rückseite zeigt nach Süden und ist mit den großen Fenstern des Wohnzimmers viel ansehlicher:
In den Hausflur kommen einige Fliesen aus dem alten Haus. Typ extra-unverwüstlich wie es damals üblich war. Hersteller ist Villeroy & Boch aus Mettlach. Die waren im Südwesten mal Marktführer, bis die wiederholten Besetzungen des Saarlandes den Handel beeinträchtigten.
Benjamin
Sonntag, 19. September 2021
Futterkonservierung
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Futtermittel müssen auch konserviert werden, denn zumindest im Winter können sie nicht frisch verfüttert werden.
Bei der Konservierung geht es darum die ganzen Mikroben die für den Verderb sorgen das Leben schwer zu machen.
Für Lebensmitteln ist es üblich zu Kühlen oder Einzufrieren. Dadurch ist es dann zu kalt und die Lebensmittel verderben nicht mehr. Bei zig tausenden Tonnen Futter ist das aber viel zu aufwändig.
Zwei Verfahren sind in der Landwirtshhaft wichtig:
Trocknung. Es wird so viel Wasser entzogen, dass für den Verderb nicht mehr genug da ist. Klassisches Beispiel ist die Bodentrocknung von Heu durch Sonne und Wind auf dem Grünland. Daneben z.B. die künstliche Trocknung in Grünfuttertrocknungen oder die Getreidetrocknung.
Das zweite Verfahren ist die Silierung. Hauptanteil hat daran die Milchsäuregärung durch Milchsäurebakterien, daneben noch etwas Essigsäuregärung. Zuerst muss der ganze Sauerstoff durch Verdichtung entfernt werden. Dadurch sind schon mal alle Organismen die Sauerstoff verbrauchen aus dem Rennen. In den dann anaeroben Bedingungen ("ohne Luft") müssen die Milchsäurebakterien möglichst schnell die Oberhand gewinnen. Sie verstoffwechseln den Zucker oder Stärke im Futter zu Milchsäure. Dadurch sinkt der pH-Wert so stark ab und die restlichen Mikroben können nicht mehr leben. Die Silage ist danach stabil.
Silage hat vor allem zwei Vorteile: Kein Energieaufwand für künstliche Trocknung und ein reduziertes Wetterrisiko, weil nicht so lange Schönwetterperioden für die Ernte benötigt werden.
Benjamin
Donnerstag, 16. September 2021
Aktuelles von Perle
Perle ist nun etwas über zehn Monate alt.
Im Vergleich zu den anderen Färsen ihrer Gruppe ist sie als eine der jüngsten eher klein. Und ihren "kompakten" Typ (Größe 78) sieht man neben den Hochgewachsenen immer deutlicher.
In Brunst habe ich sie noch nicht gesehen, aber da geht es in der Gruppe als schon rund.
Man unterscheidet zwischen Geschlechts- und Zuchtreife. Die Geschlechtsreife ist erreicht wenn der ganze Fruchtbarkeitszyklus abläuft und die Färse fortpflanzungsfähig ist. Die Zuchtreife dagegen erst wenn die Trächtigkeit ohne Probleme für Kuh und Kalb abläuft.
Das ist Alles hauptsächlich gewichts- und nicht altersabhängig. Die Geschlechtsreife ist zwischen 200 und 250 kg erreicht, die Zuchtreife erst mit um die 400 kg, 60 % vom ausgewachsenen Gewicht. Bei normalem Wachstum kalben sie dann erstmals mit 90 % vom Endgewicht und sie mit vier Jahren komplett ausgewachsen. Manche Betriebe fangen schon bei 380 kg mit der Besamung an, andere wiederum mit 420 - 430 kg, wie es sich bewährt hat. Auf das Alter umgelegt sagt man landläufig ab 15 Monaten, mit der heute intensiven Aufzucht sind sie teilweise schon mit 12 bis 13 Monaten soweit. Teilweise noch früher. Damit habe ich keine Erfahrungen, aber von Kollegen habe ich gehört, dass 12 Monate vor allem eine psychologische Barriere sind und unter 10 Monaten (!) wären trotz passendem Gewicht die Eierstöcke noch nicht weit genug.
Benjamin
Montag, 13. September 2021
Mikeschs Geburtstag
Freitag, 10. September 2021
Sonntagsfrage
In zwei Wochen steht ja die Bundestagswahl an und bezüglich der künftigen Politik allgemein und speziell für die Landwirtschaft bin ich da pessimistisch wie selten.
Also etwas Galgenhumor und ein lustige Anekdote mit Kuhbezug:
Das Datum hatte ich mir damals nicht aufgeschrieben aber es dürfte im Sommer 2017 gewesen sein. Auf dem Telefon im Stallbüro schaut man ab und zu die verpassten Anrufe nach. Meistens ist es die Verwaltung, wenn man nicht ans Handy geht weil man wieder in einem Funkloch ist wird im Büro versucht. Zurückrufen braucht man da eigentlich nicht, die melden sich wieder wenn sie was wollen.
Da wurde aber eine mir unbekannte Nummer angezeigt, noch zu einer ungewöhnlichen Uhrzeit, kurz nach zwei Uhr nachts. Auch wenn der Hof 17 Stunden am Tag besetzt ist, da mitten in der Nacht dann doch nicht. Als sich das paar Mal wiederholte mit den verpassten Anrufen nachts wurde ich neugierig wer das sein könnte. Also klassische Rückwärtssuche woher die Vorwahl stammt. Aus München und da mir niemand einfiel mit dem wir aus München Geschäftsbeziehungen haben rief ich die Nummer an. Und landete bei Infratest Dimap. Die waren sehr freundlich und als ich sagte, dass es ein geschäftlicher Telefonanschluss wäre und der nicht zu ihren Umfragen passt antworteten sie mir die Nummer wird dann aus ihrem System rausgelöscht. Das könnte bis zu 24 h dauern und wenn sie in dieser Zeit trotzdem anrufen würden bräuchte man einfach nicht ran zu gehen. Eher unwahrscheinlich bei deren üblichen Uhrzeiten.
Danach dachte ich mir, dass man doch teilweise seltsame Telefonate führt und dann habe ich mich total geärgert. Ich hätte doch sagen können: "Wir haben hier 800 Kühe und die wählen alle stramm braun weil sie Angst haben ihre Arbeitsplätze an neuseeländische Kühe zu verlieren." Und da die Wahlumfragen immer so eine Grundgesamtheit von 1200 rum haben wäre das eine Zweidrittelmehrheit. Der nächste ARD Deutschlandtrend hätte im politischen Berlin ein Erdbeben ausgelöst bei dem sich die meisten Politiker um ihre Wiederwahl besorgt vielleicht wieder auf ihre eigentlichen Aufgaben besonnen hätte.
Leider ist da nichts draus geworden. War ich auf eine solche Situation einfach zu schlecht vorbereitet.
Benjamin
Dienstag, 7. September 2021
Grünfutter
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Als zweites Futtermittel kommt die ganze Gruppe dran die man landläufig unter Grünfutter versteht. Frischfutter kann man auch dazu sagen, das verdeutlicht auch den Unterschied zu konserviertem Futter (Heu, Silagen).






















