Freitag, 8. Mai 2026

Schwergeburten Kreuzungskälber

In der aktuellen Ausgabe der Blickpunkt Rind (1. 2026/ April 2026) ist ein Artikel über Auswertungen zu Kalbungen bei Mastanpaarungen mit Fleichrassen vom VIT.
Zur Thematik Mastanpaarung/Masthybriden/Beef-on-Dairy siehe auch den Post vom 10.08.2021.
Posts zu einzelnen Rassen:
Uckermärker: 04.08.2021 
Speckle Park: 02.10.2023
Zum Beef-on-Dairy-Zuchtwert siehe im Post vom 20.08.2025.
 
Der Anteil von Mastanpaarungen bei Milchkühen beträgt mittlerweile 25 %. Den Trend des ansteigenden Anteils gibt es seit vielen Jahren, da kann ich mich an November 2017 erinnern, als ich zu unserer Tieräztin sagte, dass das deutlich zunehmen wird. Als einen Grund, der dann nicht so großes Einfluss hatte sah ich damals die Wolfsproblematik, die die Mutterkuhhaltung reduzieren und Mastplätze für Kreuzungskälber freimachen würde.
 
Es wurden über 2 Millionen Kalbungen der Jahre 2016 bis 2024 ausgewertet. 
Grafik zum Risiko von Schwerkalbungen bei der Kreuzung mit Fleischrassen, nicht enthalten sind die Rassen Fleckvieh und Blonde d' Aquitanie, die auch in den Beef-on-dairy-Zuchtwert einfließen:


 









 

Das sind mal aussagekräftige Zahlen, weil persönlich hat man eher ein verzerrtes Bild aufgrund der geringeren Kälberzahlen. Da fällt mir sofort ein, dass Belgier schwere Geburten machen un Fleckviehkreuzungen nicht saufen wollen.

Eine weitere Grafik war über die Abgangswahrscheinlichkeit von Kühen nach einer Kalbung mit einem Kreuzungskalb während der folgenden Laktation. Diese reichte von leicht höher als von reinrassigen Holsteins bei INRA95 bis zu verdoppelt bei Charolais.
Fazit des Artikels war mehr auf den Beef-on-Dairy-Zuchtwert zu schauen, der die Streuung innerhalb der Rassen abbildet und auch die rasseübergreifende Auswahl von Bullen mit guten Kalbewerten ermöglicht.

Benjamin

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