Sonntag, 21. Februar 2021
Euterinjektoren anwärmen
Montag, 15. Februar 2021
Marktforschung
Am Freitag habe ich an einer Videokonferenz zur Marktforschung teilgenommen. War eine Marktforschungsfirma aus Hamburg, die das im Auftrag eines Agrarchemieunternehmens durchgeführt hat. Waren ganze vier Teilnehmer, hätte da deutlich mehr erwartet, die Kontakte und Verbindungen sind doch eigentlich das Kapital dieser Branche. Also ich hätte selbst bestimmt 20 Teilnehmer zusammenbekommen.
Neben mir war es noch ein weiterer Milchbauer aus Brandenburg, den ich gut kenne und zwei Mutterkuhhalter aus Sachsen und Sachsen-Anhalt.
Es ging um den Einsatz von Ureaseinhibitoren in Ställen. Urease ist ein Enzym, das Harnstoff in Ammoniak und Kohlendioxid umwandelt. Und somit Ammoniakemissionen und Stickstoffverluste verursacht. Die Ureaseinhibitoren werden schon bei Harnstoff als Dünger eingesetzt um den Abbau im Boden zu verlangsamen und die Nährstofffreisetzung an das Pflanzenwachstum anzupassen. Im Stall sollen rund 40% reduziert werden können. Ich sehe vor allem die Erschließung eines neuen Marktes...
Folgende Punkte ergaben sich in der Diskussion:
1. Relevanz: Wie hoch sind die Ammoniakemissionen im Stall überhaupt. Sind bei der Güllelagerung oder der Gülleausbringung nicht viel größere Ansatzpunkte? Bei Schieberentmistung auf planbefestigten Böden ist die Gülle innerhalb kurzer Zeit im Kanal (bzw. Biogasanlage).
2. Wirtschaftlichkeit. Können so viele Stickstoffverluste reduziert werden, dass es sich über den somit höheren Düngewert rechnet?
3. Technische Umsetzbarkeit. Die vorgeschlagene Variante eines Roboters der durch den Stall fährt und die Flüssigkeit mit dem Inhibitor versprüht ist bestimmt schlecht umsetzbar. Eine Konstruktion am Mistschieber die dann hintendran sprüht für den nächsten fallenden Kuhfladen würde den harten Stallalltag nicht lange überstehen.
Danach gab es noch einige Fragen zu gewünschten Vertriebswegen, Werbung und Informationsbereitstellung.
Es wurde auch gefragt, was für einen Ruf die Chemiefirmen haben. Im Gegensatz zu den Traktoren gibt es da halt keine "Markenfetischisten". Das sind die Geschäftsbeziehungen vor allem durch wirtschaftliche Gründe bedingt. Bei mir ist das unabhängig davon als gebürtiger Rheinhesse bei der BASF was Besonderes, wo auch mein Urgroßvater "bei der Anilin" gearbeitet hat. Und Bayer hat für mich einen Ruf sich mit der Übernahme von Monsanto ziemlich gedämlich angestellt zu haben, wo die als Erzfeind der globalen Empörungsindustrie ein Pulverfass sind.
Zusammenfassend würde ich sagen, dass das Projekt einen Dämpfer bekommen hat. Wenn es bis zur Marktreife kommt berichte ich im Kuhblog darüber.
Benjamin
Montag, 8. Februar 2021
Perle - Teil 11
Freitag, 5. Februar 2021
Perle - Teil 10
Dienstag, 2. Februar 2021
Perle - Teil 9
Heute wurde Perle abgesetzt.
Gestern haben wir sie so zwischendurch mal noch gewogen, weil ich doch ihr Gewicht wissen wollte. Kann man halt nicht so genau schätzen wie man es gerne hätte.
Sie wog 106 kg, da sie noch ihr Halsband anhatte muss man das natürlich abziehen. Sind somit 105,5 kg. Dabei geht die Waage aber nur in 0,5 kg Schritten, was ich schon relativ ungenau finde, bei allen anderen sind 0,1 kg Auflösung üblich.
Sie hatte ein Geburtsgewicht von 43,2 kg, damit sind das in 85 Tagen eine Zunahme von 62,3 kg oder 733 g Tageszunahme. So toll ist das zwar nicht, aber liegt in unserem Durchschnitt und auch dem der Holsteinpopulation allgemein. Im Testherdenprogramm erfassen wir zwar nicht die Absetzgewichte, aber bei den Betrieben die es machen wird das dann auf 80 Tage standardisiert und da hätten die Kälber so um die 100 kg.
Benjamin
Sonntag, 31. Januar 2021
Wieder richtiger Winter
Dieser Winter ist mal wieder ein "richtiger" geworden. Am Freitag Mittag sollte es anfangen zu schneien, mit vorhergesagter Niederschlagsmenge und -wahrscheinlichkeit hatte ich auf 10 cm geschätzt. Nachmittags fing es mit feinen Flocken an, dann wurde es irgendwann dunkel und Samstagfrüh waren es tatsächlich 10 cm. Soviel auf einmal gab es zu meiner Brandenburger Zeit noch nicht und laut meinen Nachbarn letztmals 2011.
Da denkt man an die 1930er Anlagen, alles unter einem Dach und mit Warmluftheizung. Natürlich mit Braunkohle, war schließlich der Energieträger schlechthin und die DDR hat zeitweise die Hälfte der weltweiten Förderung gemacht. Den Geschichten nach sind zusammen mit dem Notstrom die Anlagen im legendären Jahrhundertwinter 1978/79 bei wochenlangen Stromausfall fast normal weitergelaufen. Hatte natürlich seinen Preis mit der Ausstattung, auf heutige Preise umgerechnet kostete der Stallplatz über 14.000 €; ob da die Hochsilos und Güllelagunen mit dabei waren weiß ich nicht, aber das ist jetzt eher nicht so wichtig.
Ansonsten: Bei dem Wetter muss natürlich Gülleneujahr morgen ausfallen, mal sehen wann es stattdessen losgehen kann.
Auch wenn ich beruflich von Schnee und Frost wegen dem damit verbundenen Ärger nichts halte, privat macht es dann doch Spaß in den Weiten der Brandenburger Landschaft spazieren zu gehen:
Benjamin
Donnerstag, 28. Januar 2021
Fuchs am Tränkeautomat
Heute geht es mal um eine Kuriosität und zwar nicht bei mir sondern bei meinem Bruder in Bingen und das ist auch schon eine Weile her, war Anfang Dezember.
Füchse gibt es natürlich auch hier in Brandenburg (siehe auch Posts vom 26.03.2016 und 13.04.2016) und sie haben eine wichtige Funktion bei der Schadnagerbekämpfung und zwar außerhalb der Anlagen auf den Wiesen und Feldern. In den Anlagen sind die Katzen zuständig (Schadnagerbekämpfungsbrigade), wobei ab und zu auch mal ein Fuchs über den Hof läuft.
Der St. Wendelinhof der TH Bingen liegt am Stadtrand von Bingen, auf der einen der stadtabgewandten Seite schließen sich die Weinberge an, das nördliche Ende des größten deutschen Weinanbaugebiets Rheinhessen. Zur Stadt hin ist ein bewaldter Abhang, die äußerste Kante des Rheintals, wären da keine Bäume könnte man quer drüberblicken zum Niederwalddenkmal mit der Germania.
Das hat der Fuchs mehrere Nächte hintereinander gemacht. Zwei Kälber und täglich ein neuer Nuckel!
Benjamin
Freitag, 22. Januar 2021
Perle - Teil 8
Dienstag, 19. Januar 2021
Kälberdrencher
Freitag, 15. Januar 2021
Jahresstatistik 2020
Jetzt kommt noch die Jahresstatistik 2020 vom Kuhblog. Mit dem neuen Blogger (siehe Post vom 21.10.2020) sind die Statistiken feiner geworden. Da kann man besser sehen was der Datenkrake so alles gesammelt hat.
2. Letzte Pegeltour (12.12.2014)
3. Neue Milchtankstelle (09.09.2017)
4. Transponderlesegerät (02.01.2017)
5. Verlängerte Laktation - Teil 1 (11.06.2020)
Nicht weit dahinter kommen zwei Dauerbrenner, die in den wöchentlichen Statistiken häufig aufgeführt sind:
Montag, 11. Januar 2021
Perle - Teil 7
Zu Perle fehlten bisher in der Serie ihre genomischen Zuchtwerte.
Naja, so toll sind die nicht...
Und ganz wichtig bei der Zucht ist der Grundsatz: Genotyp ungleich Phänotyp. Genotyp ist die Genetik und Phänotyp was zum Schluss draus wird, wie sich der Genotyp unter den Umwelteinflüssen ausprägen kann. Da sieht es bei Perle gut aus, dass sie vor allem in den wichtigen ersten Monaten viel mitnehmen kann. Stichwort metabolische Programmierung, wo das Wachstum der wichtigen Organe noch durch Zellvermehrung und nocht nicht durch Zellwachstum entsteht. Bisher säuft sie ordentlich, an Silvester rum ist sie bei 11,5 Liter in den limitierenden Bereich der Tränkekurve gekommen. In der Woche lag sie bei um die 80 Liter Tränkeaufnahme. Jetzt ist sie mitten im Abtränken bei 9 Liter. Wenn man sieht was für ein kräftiges, glattes Kalb sie geworden ist muss ich dran denken, dass sie bei der von mir immer als schlechtes Beispiel der Frühentwöhnung mit acht Wochen schon vor einer Woche abgesetzt worden wäre.
Perles Zuchtwerte, ein Screenshot aus dem Netrind vom vit:
Benjamin
Freitag, 8. Januar 2021
RBB-Überraschungspaket
Wieder ein Foto auf meinem Schreibtisch mit dem ausgebreiteten Inhalt des Überraschungspakets:
Dienstag, 5. Januar 2021
120 Jahre - Teil 2
Freitag, 1. Januar 2021
Start in 2021
Allen Lesern des Kuhblogs wünsche ich ein Gesundes Neues Jahr 2021! Und denen mit Kühen auch Gesundheit für diese, denn wenn die Kühe gesund sind kommt der ganze Rest von alleine.
Und wie jedes Jahr gibt es auch diesmal kein winterliches Foto, da bleibt mir nur der Verweis auf "Bullen im Schnee" - siehe Post vom 05.02.2015. Gut sechs Jahre ist das mittlerweile her, damals hatte ich dafür zwei Plus auf Google+ bekommen, gibt es schon nicht mehr...














