Freitag, 30. Oktober 2015

Versteckte Werbung

Heute kann ich ganz stolz unser neues Arla-Stallschild in Boberow präsentieren.
Das hat diese Woche der Milchfahrer mitgebracht.
Nach der erfolgreichen Auditierung für das Arlagarden-Programm (siehe Post vom 04.06.2015) durften wir das Schild an der Milchkammertür anbringen. Zwar ist bei Arla als wichtigsten Geschäftspartner der Milchbauern in der Gegend kein Geld für eine Spende an den Rinderzuchtverein da, aber für die Stallschilder mit ihrem großen Werbeeffekt, Corporate Identity halt. Auch wenn das Stallschild wohl kaum jemand sehen wird, denn wie für Arlagarden gefordert steht an der Hofeinfahrt zum Seuchenschutz ein Schild, dass niemand unbefugt das Gelände betreten darf (siehe Post vom 27.01.2015).

Benjamin


Donnerstag, 29. Oktober 2015

Embryotransfer - Teil 5

Im Februar wurde Hedda ja für Embryonen gespült.
(Siehe Posts vom 07.02.2015; 14.02.2015; 18.02.2015 und 23.03.2015).
Nun kommen die Kälber zur Welt; eines davon ist Destin (nach seinem Vater Deyja benannt). Das genaue Geburtsdatum weiß ich nicht, weil er unbemerkt draußen auf der Koppel geboren wurde. Im Herdeprogramm wird als nur das Übertragungsdatum angezeigt, dass die Embryonen zu diesem Zeitpunkt schon sieben Tage alt sind wird nicht berücksichtig, dazu war er knapp drei Wochen zu früh dran. Seine Mutter (also Träger) Michaela (nun Stallnr. 1593) - übrigens eine Stallgefährtin von Gisela im Boberower Kälberstall - war zu diesem Zeitpunkt noch auf der Weide und noch nicht im Stall zur Anfütterung.

Benjamin

Mittwoch, 28. Oktober 2015

Mortellaro-Monitoring - Teil 2

Gestern waren unsere Kühe in Pinnow zur zweiten Runde im Mortellaro-Monitoring der Universität Halle-Wittenberg im Rahmen des Projektes Kuh-L (siehe Post vom 08.10.2015) dran. 
Der Gesundheitsstatus hat sich in den letzten drei Wochen nicht verbessert, aber nach den allerersten Auswertungen nach der ersten Runde mit rund 6.000 Kühen wäre abzusehen, dass man passende Genorte für die Mortellaro-Anfälligkeit finden kann.

Benjamin


Montag, 26. Oktober 2015

2000er-Serie

Nachdem in Boberow so wenig Kühe waren wie seit ganzen zwei Jahren nicht mehr sind heute 15 Kühe aus Garlin hinzu gekommen. 
Hieß es also wieder die Halsbänder zu wechseln und besonders wichtig die Schwänze zu kürzen. Bei zweien hatte es schon mit Nekrosen angefangen, so schmutzig waren die.
Wie die Daten auf den Boberower Computer übertragen waren habe ich eine erste Einschätzung ihrer bisherigen Leistung anhand der ersten Milchleistungsprüfung gemacht. Neun sind in Boberow geboren und die liegen im Schnitt bei der prognostizierten Jahresleistung um 420 kg über den sechs aus Pinnow und Garlin!

Wie beim Umzug ins neue Melkhaus in Pinnow angedacht (siehe Post vom 28.07.2015) werden nun seit einigen Wochen alle Halsbänder für Erstkalbende bzw. bei Reperaturen auf vierstellige Nummer umgestellt. Nachdem Anfang Oktober Nr. 1205 ihr Halsband verloren hatte und ein neues mit 2205 bekam sind diese Jungkühe nun die erste größere Gruppe die Halsbänder der 2000er-Serie mit der führenden 2 bekommen:

Benjamin



Sonntag, 25. Oktober 2015

Saure Milch

Es wird allerhöchste Zeit, dass die Behörden endlich mal in die Gänge kommen und den Stallneubau in Pinnow genehmigen, denn die alten Anlagen fallen schon nicht mehr nur langsam auseinander. Heute Nacht hat sich am größeren der beiden Boberower Milchtanks die Platine des Temperaturfühlers verabschiedet und die Regelung der Kühlung fiel aus. Vom Geschmack her war die Milch in Ordnung, aber viel zu warm. Nach Rücksprache brachte ich eine Probe ins Molkereilabor nach Karstädt. Die Temperatur betrug 19 Grad und der Säuregrad lag bei 9,2, was schon im alkalischen Bereich ist und von der gegenläufigen Analytik bedeutet, dass die Milch schon angefangen hat sauer zu werden. 
Um jedes Risisko einer Verunreinigung bis hin zu einem ganzen Stapeltank in der Molkerei auszuschließen habe ich dann die Milch in den Gulli laufen lassen. Gerade passend zur Zeitumstellung war es heute auch noch die Menge von 25 h. Geschätzt 4.950 l im Wert von 1.350 €; alles total unnötige Verluste, die Milchproduktion in Boberow könnte schon längst eingestellt sein...

Benjamin

Samstag, 24. Oktober 2015

Aktuelles Foto der Wagyus

Ein aktuelles Foto vom 2015er-Jahrgang der Wagyus. Links Hokkaido (mittlerweile knapp 4 Monate) rechts Yamamoto (3,5 Monate). Seit die Kreuzungskälber in eine eigene Bucht im Kälberstall verlegt wurden haben die beiden das Großraumiglu für sich alleine:

Benjamin


Freitag, 23. Oktober 2015

Überbleibsel - Teil 2

- zur Übersicht der Überbleibsel-Serie -> hier - 

Das Überbleibsel im zweiten Teil der Serie ist doch recht klein. Und zwar einzig der Herstellername auf dem Feuerlöscher neben meinem Boberower Büro. Ein ganz normaler 6kg-ABC-Pulverlöscher.
Herstellungsdatum ist laut der Prägung auf der Oberseite 1989.
Hersteller war das VEB Feuerlöschgerätewerk Neuruppin, der damalige Name der Feuerlöscherfabrik in Neuruppin, von uns aus auf dem halben Weg nach Berlin gelegen.
Die Fabrik wurde 1905 gegründet war zwischenzeitlich ein VEB und heißt heute FLN Feuerlöschgeräte Neuruppin; der Schriftzug auf den Feuerlöschern und das Logo sind immer noch gleich:
http://www.fln-neuruppin.de/

Benjamin 




Montag, 19. Oktober 2015

Weizen Webcam - Teil 1

Vor langer Zeit gab es das letzte Foto der Raps-Webcam. 
Zwischenzeitlich ist schon die Folgefrucht ausgesät - und zwar (Winterweich)Weizen (Triticum aestivum).

Nach dem vielen Regen in der letzten Woche sind die Pflanzen schon gut gewachsen; aktuell zwei Blätter und 5 - 8 cm Wuchshöhe.
19.10.2015; 12:54 Uhr:

Benjamin











 
 
 
Nachtrag: Dies ist der Übersichtspost der Weizen-Webcam.
Weitere Posts der Serie:
Weizen unter Schneedecke, Post vom 19.01.2016 
Sonderfolge mit Fuchs, Post vom 20.03.2016
Ährenschieben, Post vom 31.05.2016 
Stoppelsturz und Düngung, Post vom 26.07.2016
Ausfallweizen, Post vom 13.08.2016 

Sonntag, 18. Oktober 2015

Stille Brunst

Als Stillbrünstigkeit wird bezeichnet, wenn eine Kuh im Inneren normal rindert, aber nach Aussen keine Verhaltensänderungen zeigt. So standen letzte Woche in Boberow sechs Kühe zur Sterilitätsuntersuchung an, sie waren jetzt 2 bis 3 Monate in Milch und bisher nicht brünstig gewesen.   In solchen Fällen wird dann die Ursache dafür abgeklärt; vier von ihnen waren aber gerade brünstig und konnten auch gleich besamt werden. Mein Problem dabei: Dass gerade passend zur Untersuchung vier von sechs brünstig sind ist ein ziemlicher Zufall und lässt keine Rückschlüsse zu.  Einziger Anhaltspunkt ist, dass die Kühe leistungsmässig mit 36 - 39 kg zu diesem Zeitpunkt leicht unterdurchschnittlich waren. Werde daher nun versuchen einige Kühe mit ähnlichem Verlauf auf Verdacht zur Besamung vorstellen, sodass das mit dm Zufall genauso gut funktioniert.

Benjamin

Freitag, 9. Oktober 2015

Schnappschuss

Am Quergang des Melkhauses kann man halt nicht gemütlich auf der Mauer sitzen wenn gerade eine Gruppe Kühe reinkommt:

"Hallo!"


Donnerstag, 8. Oktober 2015

Mortellaro-Monitoring

Im 500. Post des Kuhblogs geht es wieder um die große Forschung. Im Rahmen des Projekts Kuh-L, "Kuh-Lernstichproben zur Implementierung genombasierter Selektionsstrategien auf Basis Hochdurchsatztypisierungen beim Milchrind" (siehe auch Post vom 02.12.2014) wird ein Monitoring der Mortellaro-Erkrankungen an den Kühen der brandenburger und mecklenburger Testherden durchgeführt. Dafür war heute als erster von drei Terminen zur nachmittaglichen Melkzeit ein Team der Universität Halle-Wittenberg da, die zwischen den Melkern am Karussell standen und die Klauen aller (melkenden) Kühe einstuften. Die genauen Ergebnisse habe ich noch nicht; aber dass es genug zu finden gab wusste ich schon vorher.

Benjamin

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Überbleibsel - Teil 1

 
Im ersten Teil der Überbleibselserie geht es um die Milchkannen.
In Boberow werden ausschließlich diese benutzt und in Pinnow stehen noch einige als Reserve.


TGL bedeutet Technische Normen, Gütervorschriften und Lieferbedingungen und ist der Vorläufer der Normen des Deutschen Instituts für Normung (DIN). In der TGL 8611 waren Vakuumpumpen, Pulsatoren und auf Blatt 4 auch die Milchkannen genormt: 20 l, Aluminium, eloxiert. In neuwertigem Zustand müssen die bestimmt schön geglänzt haben, aber nach Jahrzehnten ist die Oberfläche abgestumpft und bei manchen auch Dellen drin.
Von wann genau die Norm stammt weiß ich nicht, dürfte in den 1960ern gewesen sein, wenn auch die meisten der Kannen deutlich jünger sind.

20 Liter, gestrichen voll sind es eher 22, reichen bei den frischmelkenden Kühen in den ersten 5 Tagen nach der Kalbung zu 99,5 %. Da ist selten eine Kuh dabei wo es knapp wird.
Wegen der geringen Größe und dem leichten Aluminium ist es sehr komfortabel mit den Kannen zu arbeiten.

Der Hersteller war das VEB Impulsa in Elsterwerda, das aus der Elfa - Elsterwerdaer Fahrradfabrik - hervorging und für das gesamte RGW-Gebiet Melktechnik herstellte und bei der Entwicklung damals immer vorne dabei war, wie beim Serienbau von Melkkarussellen und der Nachmelkautomatik.
Nach der Wende kaufte der Melktechnikhersteller Gascoigne-Melotte das Werk in Elsterwerda; bestimmt für 1 DM... Als Anfang der 2000er BouMatic Gascoigne-Melotte übernahm wurde Impulsa über ein Management-Buy-Out wieder selbstständig.
http://www.impulsa-ag.de

Benjamin



Samstag, 3. Oktober 2015

Neue Serie

Heute zum 25. Jahrestag der Deutschen Einheit fand die Feier der Bundesregierung in Frankfurt/Main statt. Bei uns in der Prignitz - nur wenige km von der ehemaligen Blockgrenze entfernt - wurde bei allerschönstem Wetter das Ackergras gehäckselt (siehe Post vom 02.10.2015). Ich habe den Feiertag als Wochenenddienst im Stall verbracht, ganz bewusst der Tatsache, dass ich ohne Wiedervereinigung solche beruflichen Möglichkeiten niemals gehabt hätte.

Und als "Westimport" fallen mir auch jetzt noch immer Dinge auf, die aus LPG-Zeiten stammen. Daher kommt in den nächsten Monaten eine Serie an Posts mit den gesammelten Fotos von Überbleibseln. Der Anfang macht meine Milchplantafel. Die hatte ich irgendwann mal reaktiviert, weil es auf den Milchviehanlagen in Garlin und Pinnow auch Tafeln gibt - auf denen zwar nur die Tage stehen - und die täglich abgeholte Milchmenge notiert wird.
Von wann die genau stammt weiß ich nicht, schätzte mal aus den 1970ern. Und nach welchem Schema die Mengen darauf notiert wurden weiß ich auch nicht, habe es mir so zurecht gelegt wie ich es für plausibel halte. Den Plan habe ich einfach nach Gefühl festgelegt; 360 Kühe Bestand zu 8.750 kg abgelieferte Milch im Jahr.

Benjamin














 
Nachtrag: Dies ist der Überichtspost der Überbleibsel-Serie.
Weitere Posts der Serie:
Milchkanne des VEB Impulsa Elsterwerda; Post vom 07.10.2015 
Feuerlöscher des VEB Feuerlöschgerätewerk Neuruppin; Post vom 23.10.2015 
Milchbehälter des VEB Apparatebau Burg, Post vom 02.11.2015 
Belarus MTS 82, Post vom 26.11.2015
Kälberregister vom Vordruckbetrieb Demos Osterwieck, Post vom 11.12.2015
Zeitschaltuhr des VEB Zeitschaltelektronik Frauenstein, Post vom 20.12.2015 
Fahrzeugwaage des VEB Oschatzer Waagenfabrik, Post vom 27.12.2015 
Schaltkästen des VEB Elektroschaltgeräte Grimma, Post vom 04.02.2016 




Freitag, 2. Oktober 2015

2-Jahres-Plan erfüllt

Wie ich vor etwas mehr als zwei Jahren als Herdenmanager in Boberow angefangen habe hiess es, dass mittelfristig die Kühe nach Pinnow in den geplanten Stall umziehen sollen. Den Stichtag setzte ich nach damaligem Stand auf den 25. September 2015. Da ich es irgendwie unpassend fand meine Aufgabe in der Abwicklung der Herde zu sehen stellte ich das Ziel auf, die Kühe und mich in diesen zwei Jahren fit zu machen.

Der 25. war nun letzte Woche. Der Umzug ist nicht viel näher gerückt, das neue Melkkarussell läuft schon aber mit dem Stallbau wurde dank deutschem Behördenwahnsinn noch gar nicht begonnen.

Mein Ziel ist aber trotzdem erreicht.
Ich selbst bin längst fit für die Herde in Pinnow, bin ich doch seit vier Monaten deren Leiter.
Und die Kühe sind auch fit, der Abstand zwischen den Herden ist soweit geschrumpft, dass man es auf die Unterschiede in den Haltungsbedingungen und dem genetischen Niveau zurückführen kann.

Die Kennzahlen aus den Milchleistungsprüfberichten, einmal aus Boberow vom Juni 2013 und September 2015 und zum Vergleich Pröttlin (also die Herden Garlin und Pinnow zusammen) vom September 2015.

Leistung im 12-Monats-Schnitt 
                 Kühe         Milch-kg      Fett-%      Fett-kg     Eiweiß-%  Eiweiß-kg Fett+Eiweiß-kg          
Jun. 2013    352           8.835            4,02            355           3,51          310                 665
Sep. 2015    351           9.543           3,95             377          3,56          340                  717
Pröttlin         945           9.789            3,95            387          3,58           350                 737
Sep. 2015

Lebensleistung + Nutzungsdauer des lebenden Bestand zum Kontrolltag:
                 Kühe         Milch-kg    Fett-kg   Eiweiß-kg   Milch je     Milch je       Nutzungs-  
                                                                                 Futtertag   Lebenstag   dauer        
Jun. 2013    347         17.856       713           617              24,2            11,5         24,2
Sep. 2015    331         24.129       947          842               26,1            13,6        30,4
Pröttlin         933         22.693       887          806               27,6            13,5        27,0
Sep. 2015

Lebensleistung + Nutzungsdauer der in den letzten 12 Monaten abgegangenen Kühe:
                 Kühe Abgangsrate Milch-kg Fett-kg Eiweiß-kg  Milch je   Milch je      Nutzungs-  
                                                                                        Futtertag Lebenstag dauer        
Jun. 2013   139      39,2 %      21.507      876        742           23,0          12,2        30,8
Sep. 2015     98      27,8 %      25.887   1.017        909           24,6          13,7       34,6
Pröttlin        357      37,8 %      28.237   1.132     1.010           26,1          14,5        35,6
Sep. 2015


Benjamin

Große Weiten - Teil 3

Das Ende Juli gesäte Gras (siehe Post vom 11.08.2015) wurde nun gemäht. Der erste Schnitt Ende September: jetzt an den letzten schönen Tagen in diesem Jahr mit dichtem Nebel morgens aber dann strahlendem Sonnenschein am Nachmittag. Nach neun Wochen hat sich der Bestand zwar gut etabliert aber viel Masse wird es nicht geben und zudem noch recht jung, d.h. mit viel Protein und wenig Rohfaser.
Gestern habe ich die Trockensubstanz bestimmt, denn unser Häcksler ist aktuell in der Maisernte, sodass das Gras mit einem Miethäcksler ohne Feuchtesensor gehäckselt werden soll.

Benjamin



Montag, 28. September 2015

Maiszeit

Letzte Woche hat die diesjährige Silomaisernte begonnen und ist schneller in Fahrt gekommen als letztes Jahr. Das erste Silo wird in Boberow befüllt; gewalzt wird wieder mit dem Xerion und dem Magnum (siehe Post vom 12.05.2015), der jetzt ein schwereres Heckgewicht bekommen hat. Und auch wenn ich nicht mehr so viel vor Ort bin passt es aber zumindest nachmittags eine Trockensubstanzbestimmung zu machen als Feedback zum Nahinfrarotsensor auf dem Häcksler. Dazu die ganzen und nur angeschlagenen Maiskörner in den Proben zählen, ob die Einstellung des Crackers passt:

Benjamin


Samstag, 26. September 2015

Auf Seminar

Diese Woche war ich wieder auf Seminar und zwar mit meinem Kollegen von der Produktionsleitung bei der Brandenburger Landwirtschaftsakademie bezüglich Melken und Eutergesundheit.
Zuerst Dr. Kreher aus Bad Liebenwerda über Controlling der Eutergesundheit zur Mastitistherapie mit Arzneimitteleinsparungen und auch am Rande über das von ihm entwickelte "Stalllabor", bei dem direkt Bakterienkulturen angesetzt werden, die dann der Tierarzt noch vor der Behandlung auswerten und entsprechend reagieren kann. Womit kein blindes Behandeln mehr nötig ist um keine Zeit zu verlieren. Über das Verfahren wurde in der TopAgrar vom August 2014 berichtet.
Als zweiter Teil Prof. Geidel von der HTW Dresden über Melktechnik und -arbeit. Wo ich mich stellenweise gefragt habe was man denn im Studium dazu überhaupt gelernt hatte; dort ging es um Melkstandsbauformen inklusive Trigon- und Polygonmelkstand sowie Zitzengummis in unterschiedlicher Form. Aber mal die Hintergründe von Technik und Physiologie kurz und komplett zusammengefasst hat schon was gebracht. Dazu die Arbeitswirtschaft beim Melken, eine Herangehensweise die ich bisher auf wissenschaftlichem Niveau noch nicht gemacht hatte. "1 Minute   braucht man pro Kuh, weniger geht nicht, es sei denn man rationalisiert und automatisiert Arbeitsschritte." Als Ergebnis schätze ich das Karussell in Pinnow als verfahrenstechnisch genau richtig ein, wobei da der Zufall schon seinen Anteil hat.

Benjamin

Freitag, 25. September 2015

Am Umziehen

Aktuell wird in Boberow in die wieder aufgebaute Futterhalle umgezogen. Im Laufe der nächsten Tage werden die noch vorhandenen Futterkomponenten in der Behelfshalle verfüttert und alle jetzt angelieferten schon in die neue Halle eingelagert, sodass in vielleicht zwei Wochen umgezogen werden kann mit den kleinen Sachen (Mineralfutter usw.)
Komplett fertig gestellt ist es doch ein Fortschritt zur ehemaligen Inneneinrichtung, die Beleuchtung der gesamten Halle ist besser und auch die Befahrbarkeit mit den verschobenen Buchtenabtrennungen. 
Bloß in die Buchte mit den Trockenschnitzeln passen nur 15 t rein und rollen dann auch schon ziemlich weit raus. Wird es sich zeigen, ob es so dann im Fütterungsalltag funktioniert oder die Abtrennungen wieder abgerissen und an die ursprünglich geplanten Stelle verlegt werden müssen.

Benjamin

Kaspar & Truxi

Am Mittwochmorgen hat Truxa zum dritten Mal gekalbt und es gab Zwillinge, wobei die Tragezeit kaum kürzer war, um gerade einmal drei Tage.
Wie bei dem überwiegendem Teil der Zwillinge ist es ein Pärchen und damit ist das weiblich höchstwahrscheinlich (so zu 98%) eine unfruchtbare Zwicke. 
Grund dafür ist das Anti-Müller-Hormon, das der männliche Embryo gebildet hat, um die stets angelegten Müller-Gänge, aus denen mal die weiblichen Geschlechtsorgane enstehen zurückzubilden. Dieses Hormon gelangt übers Blut zum weiblichen Embryo und beeinträchtigt dann dort die Entwicklung der Geschlechtsorgane.
Entsprechend gibt es dieses Problem bei zwei weiblichen Zwillingen nicht.

Kaspar, entsprechend seinem Vater Kayne benannt:






















Und Truxi, entsprechend nach Truxa:

Benjamin

Montag, 21. September 2015

Aktuelles Foto von Kira

Wie versprochen für Kira ein aktuelles Foto von Kira. Sie ist jetzt knapp dreieinhalb Monate alt; wie schwer sie ist habe ich nicht gemessen, schätzte aber mal auf um die 120 kg.

Benjamin

 

Schelle

Am vorletzten Sonntag hat eine meiner Lieblingskühe, 1408 Schecke, zum dritten Mal gekalbt. Sie gehörte zur ersten Färsengruppe, die in meiner Boberower Zeit erstmals kalbte. Nun war sie von diesen die erste zur dritten Kalbung. Nach zwei Bullenkälbern war es jetzt endlich ein Kuhkalb. Vater ist der Bulle Empire von der RinderAllianz, nichts Besonderes, ein Gesamtzuchtwert von 138 ist in den heutigen Zeiten nicht mehr herausragend; aber einer ohne Schwächen. Da wird es mit dem Zuchtfortschritt wahrscheinlich gering ausfallen und aus Scheckes 13.000 l in der ersten Laktation bei 2,8% Fett nicht viel mehr werden.

06 434 AGB Schelle, von der Fellzeichnung her eindeutig von Schecke abstammend:

Benjamin



Schwester für Braunie

Gestern war ich wieder zum Melken auf meinem Stammbetrieb, der LVAV Neumühle. In Braunies Familie gab es einige Veränderungen: Ihre bisher jüngste Schwester Latte ist am vorletzten Donnerstag wegen Unfruchtbarkeit (hatte sie immer Probleme mit) abgegangen. Aber dafür gab es eine neue Schwester, denn ihre Mutter Leoni hat Ende August zum nunmehr neunten Mal gekalbt und es gab endlich mal wieder ein Kuhkalb. Nach ihren Vater Ellmson und Leoni nenne ich sie vorläufig Elle.

Benjamin



Beim Traubenlesen

Jetzt in meinem Urlaub war ich auch wieder beim Traubenlesen, wenn man schon mal in Rheinhessen ist. Wegen der Trockeinheit in diesem Jahr begann die Lese recht spät, so war erst am 19. September Start.
Als erstes war fast schon traditionell der größte Wingert mit Müller-Thurgau dran. Mengenmäßig war es in Ordnung und von der Qualität mit 76° Oechsle, was dann Rheinhessischer Qualitätswein (QbA = Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete) gibt.
Die Sorte Müller-Thurgau wurde von Hermann Müller Ende des 19. Jahrhunderts im Thurgau gezüchtet und war in den 1970ern die meistgepflanzte Rebsorte in Deutschland und daher auch heute noch vor Riesling die Sorte mit der größten Rebfläche in Rheinhessen.
Geerntet wurde mit der betagt-robusten Technik aus Vorwende-Zeiten: Dexheimer Allrad 345 (50 PS, Bj. 82) mit der Krieger K3 (Bj. 89) und zum Transport der Deutz D 5506 (52 PS, Bj. 72) mit Beinlich BTM 6000E (6 m³, Bj. 78).

Benjamin



 

Montag, 14. September 2015

Doppelrekord

Heute gab es in Boberow gleich einen doppelten Rekord beim Melken:
1. Rekord im Tagesgemelk mit 31,95 kg und damit fast ein halbes Kilo über dem Rekord von 31,48 kg am 14.07.2015 (siehe Kommentar zum Post vom 12.07.2015).
2. Rekord bei der abgelieferten Milch mit 9.228,3 l und damit fast 200 l über dem bisherigen Rekord von 9.033,3 l am 09.09.2015 (siehe Post vom 09.09.2015) der damit keine Woche gehalten hat.
Hinzu kommt, dass Boberow aktuell in der Leistung - sowohl absolut als auch energiekorrigiert - ein gutes Stück über Pinnow liegt, auch wenn der tatsächliche Vorsprung sich wegen den Problemen mit der Milchmengenmessung am Karussell nur schlecht abschätzen lässt.

Benjamin

Beim Dampfpflügen

Gestern war wieder Kulturprogramm angesagt und zwar zum Grünen Wochenende in Iden bzw. den Altmärker Dampfpflugfest.
Es gab sehr viel zu sehen:
Das LLFG für Technik und Tierhaltung mit den Forschungs- und Lehrställen und die Räume der Technikausbildung, inklusive der großen Halle für Bodenbearbeitung unter Dach.
Dann Dreschvorführungen mit rund 25 verschiedenen Dreschmaschinen unterschiedlicher Größe und Alter und allen möglichen Antriebsarten vom Göpel bis Elektromotor.
Im alten Kuhstall des Gutes die landtechnische Sammlung (Agraneum Iden) mit Maschinen die zum größten Teil aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stammen.
Höhepunkt war ganz klar die Vorführung des Dampfpflugsatzes des Agrarbildungszentrum Schönbrunn in Landshut. Mit Baujahr 1928 eher jüngere Exemplare und auf jeweils 220 PS gedrosselt. Aber die Altmärker Wische mit dem schweren Minutenböden ist angestammtes Dampfpfluggebiet und so es war nach dem Regen auch zu nass. Ein Traktor hätte bestimmt eine Riesensauerei gemacht, aber die Pfluglokomotiven stehen ja am Feldrand. 
Als Dampfmaschine mit gleichmäßiger Verbrennung ist es nicht besonders laut, aber alles vibriert unter Last extrem und wenn der Untergrund rutschig ist zieht sich die Pfluglokomotive mal selbst einen halben Meter zur Seite in den Boden rein. Bei über 20 t Eigengewicht.
An das Eindrucksvolle eines Dampfpflugs kommt nun mal keine moderne Landtechnik ansatzweise heran:

Benjamin



Auf der Mela

Die Mecklenburger Landwirtschaftsausstellung (Mela) in Mühlengeez ist immer der Höhepunkt im Herbst ("Das Beste im September"). Letztes Jahr war ich nicht dort, weil ich wegen Terminen auf Urlaub in der alten Heimat war.
Dieses Jahr war die Jubiläums-Mela, da nun die 25.. Ich war am Donnerstag mit meinen Kollegen gleich am ersten, noch ruhigen, Messetag dort.
Die landwirtschaftliche Branche im Nordosten ist halt doch recht überschaubar, sodass man viele Bekannte traf und von den Geschäftspartnern sehr gut verpflegt wurde. 
Im krassen Gegensatz dazu stand Arla, die uns keinen Kakao spendieren wollten; wo sie den eigenen Genossen mit ihrem Arlagarden-Programm so viele Knüppel zwischen die Beine werfen und wir den Größenwahn der dänischen Bonzen im Vorstand auch dieses Jahr mit mehreren hunderttausend Euro sponsern. Also solch ein Verhalten verbirgt sich  hinter dem tollen Gehört-uns-Milchbauern-Siegel http://www.arlafoods.de/uber-uns/arla-milchbauern/

Bei der RinderAllianz wurden die neuen Zuchtwerte vorgestellt, die als erste aus einer ganzen Reihe aus den Daten des ProFit-Testherdenprogramms entwickelt wurden und nun fast nach 10 Jahren die ersten Ergebnisse für die Zucht liefern. Damit haben RinderAllianz und RBB nun einen großen Vorsprung gegenüber den anderen Zuchtverbänden, die aktuell sich gerade Gedanken über Testherdenprogramme machen.
http://rinderallianz.de/news/aktuelles/news-detailseite/getarticle/detail/neue-zuchtwerte-fuer-gesuendere-kuehe/
Das diesjährige Tier der Mela war die Deutsche Holstein. Und da die Anbindehaltung in den neuen Bundesländern seit Jahrzehnten gar keine Bedeutung mehr hat wurden die Kühe nun nicht wie auf Schauen üblich angebunden sondern in einem ganz normalen Stallabteil gezeigt. Jede mit einem Halsband markiert für die Zuordnung zu den Infotafeln. Und für die ausgestellten Kälber gab es einen Tränkeautomat; man muss halt bei der Tierpräsentation nicht im 19. Jahrhundert stehenbleiben.

Benjamin





Bei den Para-Transen

Die Trockensteherfütterung erfolgt in zwei Phasen: Zuerst Energiereduziert, dass die Kühe bei verringerten Bedarf ohne Milchproduktion nicht verfetten und dann als zweite Phase wieder mit etwas mehr Energie als Übergang zu den melkenden Kühen und Calciumreduziert, um die Kühe in einen leichten Calciummangel zu bringen, was dann Milchfieber vorbeugt.
Da es ein Übergang von normaler Trockensteherfütterung zur Fütterung der melkenden Kühe ist nennt man es auch Transit-Fütterung; diese Transit-Gruppe, die in der Abkalbebucht steht nennen wir im Alltagsbetrieb kurz Transen.
Einmal wöchentlich werden mittwochs Nachmittags im Trockensteherstall ("V-Halle") die Kühe, die in den nächsten 13 - 19 Tagen kalben sollen, als Transen aussortiert und in die Abkalbebucht ("Bullenstall") gebracht. 
Letzte Woche war auch Truxa dabei, Besonderheit bei ihr ist, dass sie auf der anderen Stallseite in die spezielle Bucht für Paratuberkolose-positive Kühe kam. Weil sich die Kälber nur im ersten halben Jahr über Milch und Kot anstecken können wird deshalb in der Abkalbebox zwischen unbelastetem und belastetem Mist unterteilt, um das Ansteckungsrisiko zu verringern.

Benjamin



Mittwoch, 9. September 2015

Endlich: 9.000 l geknackt!

Sehr lange hatte ich darauf gewartet, dass an einem ganz normalen Tag ohne besondere Vorkommnisse im Melkablauf mehr als 9.000 l Milch abgeholt werden.
Der bisherige Rekord lag bei 8.948 l am 22.07.2013 (siehe Post vom 22.07.2013) und über die 9.000 l zum kommen war ein großes Ziel, die meiste Zeit aber sehr unrealistisch.
Die letzten Tage war die Leistung sehr gut (etwas über 30 kg) und nach den vielen Abkalbungen der letzten Monate auch entsprechend viele Kühe melkend. Beides für sich keine Rekordwerte, aber zusammengenommen. Es hat sich langsam angedeutet und als ich heute früh die Ergebnisse des nachmittaglichen Melkens nachgekuckt habe und es heute früh auch viel Milch gab, war es endlich soweit. Erstmals in der Boberower Gesichte über 9.000 l am Tag abgeliefert:

9.033,3 l

Benjamin



Sonntag, 6. September 2015

Angeber-Putzerei

Meine Kollegen meinten es wäre Langeweile, ich halte es eher für ein exklusives Hobby: Das Saubermachen der Milchleitung.
Wie ich die neue Beobachtungsplattform für die Milchkontrolle (siehe Post vom 24.08.2015) begutachtet habe fiel mir auf wie schmutzig doch die Milchleitung von oben ist. Im Inneren des Karussells wird selten sauber gemacht, weil relativ wenig Dreck reinkommet, bisher als nur vor der monatlichen Milchkontrolle mal der Boden.
Durch das Abkärchern der Plattform wird aber ein feiner Schmierfilm reingewirbelt, der sich überall festsetzt, ist wie "zäher Staub".
So putze ich jetzt wenn ich Wochenenddienst habe sonntags die Milchschleuse, Milchleitung und Drehkupplung ab; dazu ist es mit der Plattform eine super Sache, da kann man dabei in der richtigen Höhe bequem sitzen. Halt ein echtes Angeber-Hobby, es gibt nicht viele, die eine 7 m-Milchleitung im Karussell saubermachen können.

Benjamin

Jung geblieben!

Kuh 1099 hat heute früh wieder ihr Halsband bekommen, das sie im Stall verloren hatte. Machte mir schon Sorgen, da der Computer einen starken Aktivitätsabfall angezeigte, aber kein Wunder, wenn das Halsband samt Aktivitätssensor irgendwo rumliegt.
Jedenfalls stand ich dann vor ihr und dachte mir: "Ist die das wirklich, die müsste doch älter sein!" Die Fellzeichnung aller Kühe kenne ich halt nicht auswendig. Habe auf meinem Handy die Ohrmarkennummer nachgekuckt und sie war es doch. Wirklich jung geblieben!

Schätzfrage: Wie alt ist diese Kuh, wie viele Laktationen und wie viel kg Lebensleistung?

Benjamin


Freitag, 4. September 2015

Spätsommersonne

Gestern Nachmittag die zur Trächtigkeitsuntersuchung anstehenden Kühe in der Spätsommersonne. Das ist das Schöne an einem modernen Melkhaus: Viel Licht und Luft.
Von den 35 vorgestellten Kühen waren nur 20 tragend, für die gleichmäßigen Abkalbungen im Jahreslauf hätte es mit der üblichen Trächtigkeitsrate und dann 24 besser gepasst. So wird es in der zweiten Aprilhälfte etwas ruhiger sein.

Benjamin

Dienstag, 1. September 2015

Raps Webcam - Teil 18

- zur Übersicht der Raps-Webcam -> hier - 

In den zwei Wochen seit dem letzten Foto ist der Ausfallraps aufgelaufen, schließlich hat es in der Zeit auch ordentlich geregnet, deutlich über 50 mm:



















Und hier mal vom Standpunkt der Raps Webcam aus um 100° gedreht, die Düdower Mutterkuhherde auf dem benachbarten Schlag:

Benjamin

Melkzeugwechsel

Der Grund für den Melkzeugtransport war der Wechsel der Melkzeuge in Boberow. Da das alte Karussell in Pinnow nur noch "Kaltreserve" ist wurden die dortigen Melkzeuge mit denen aus Boberow getauscht, die zumindest auf die Stahlteile bezogen noch Erstausstattung waren. 

Daher waren es auch 24 Melkzeuge, entsprechend der Melkplätze in den Boberower Melkständen.

In Boberow waren es bisher DeLaval HC 150. "Kurz nach der Wende modern." Mit 150 ml Sammelstückvolumen auf die damaligen Jahresleistungen von um die 5.000 kg ausgelegt, aber 9.500 haben auch durchgepasst. Gewicht rund 2,6 kg.



 
















Im Garliner Melkstand und im alten Pinnower Karussell bzw. nun in Boberow sind die DeLaval Harmony, die Ausführung des MC53 mit Zitzenbechern aus Kunststoff statt Stahl. Das bringt eine erhebliche Gewichtsersparnis (1,6 kg) und damit Arbeitsentlastung. Gleichzeitig bleibt das Melkzeug mit einem geringerem Vakuum (= euterschonender) an den Zitzen "hängen". Das Sammelstück ist mit 350 ml mehr als doppel so groß und milchflussoptimiert ("DeLaval TopFlow").



 
















Im neuen Karussell in Pinnow sind DeLaval Harmony Plus, die Ausführung des MC93 mit Kunststoffhülsen. Das Sammelstück hat 450 ml und ist trapezförmig, sodass die vorderen Zitzenbecher weiter auseinander liegen als die hinteren. Das ist eine technische Antwort darauf, dass sich züchterisch bedingt die Strichstellung bei den Kühen in den letzten Jahr(zehnt)en ungünstig entwickelt hat: Vorne auseinander, hinten zusammen. Gewicht 1,7 kg.

Benjamin

Sonntag, 30. August 2015

Zufällige Kuh

Mal wieder ein Foto von einer zufälligen Kuh, und zwar Nr. 1104, die so neugierig in die Kamera gekuckt hat.

Mit einer prognostizierten Jahresleistung von 13.000 kg und 860 Fett-Eiweiß-Kilo gehört sie zur Spitzengruppe in Boberow.
Von der Abstammung ist sie einer derer mit dem "ringförmigen Stammbaum", und zwar sind ihre beiden Großväter Halbbrüder... Da wurde irgendwann mal bei den Besamungen im April 2008 Mist gebaut.
Sie ist aktuell in der dritten Laktation, nun acht Monate in Milch und liegt momentan bei 35 kg am Tag, die 100-Tage-Leistung war bei der Milchleistungsprüfung mit glatt 5.000 kg berechnet worden.
Sie ist jetzt gut sechseinhalb Jahren alt und liegt bei rund 42.000 kg Lebensleistung. Besonderheit ist bei ihr, dass sie quasi ein Kalb ausgelassen hat, ihre erste Zwischenkalbezeit zwischen ersten und zweitem Kalb lag bei rekordverdächtigen 792 Tagen (über zwei Jahre!), zwischen zweiten und dritten bei noch immer hohen 520 Tagen und zum vierten hin werden es dann aber gute 387 sein.

Hinten rechts liegt Renda, die "Falschparkerin" (vgl. Post vom 20.08.2014), gut zu erkennen an ihrer charakteristischen Fellfärbung:

Benjamin


Freitag, 28. August 2015

Baufortschritt Futterhalle

Fotos vom aktuelle Baufortschritt der wiederaufgebauten Futterhalle in Boberow.
Ohne Tore und den fehlenden Mauerteilen ist es im Inneren noch sehr hell. Beim fehlenden Stück rechts war der Brand damals ausgebrochen und an der Rückseite wurde es mit dem Radlader eingedrückt, um an das brennende Luzerneheu in dieser Ecke heranzukommen.
Bei der Beleuchtung wurde mit der mittigen Lampenreihe auch aufgerüstet.

Benjamin




Donnerstag, 27. August 2015

Melkzeugtransport

Schätzfrage: Wieviel Melkzeuge passen in den Kofferraum eines Polo V?
Aufmerksame Kuhblog-Leser sind hier natürlich im Vorteil.

Benjamin


Montag, 24. August 2015

Andere Perspektive

Heute fand die zweite Milchleistungsprüfung im Karussell statt. Gegenüber der Premiere im Juni hat sich an der einiges geändert. In der Reihenfolge wurden die Anlagen untereinander getauscht, dass es mit den Schichten für die Leistungsprüferinnen passt.
Auf dem ersten Foto ist die Antenne für die Transponderohrmarken (siehe auch Post vom 10.08.2015) gut zu erkennen. Wenn die Kuh ihren Kopf blöd hält wird sie nicht erkannt und es wird bei der Probennahme keine Nummer angezeigt. Bei den meisten kann man von unten dann die Halsbänder erkennen, bei manchen aber auch nicht. Dafür hatten wir letztes Mal eine Leiter, um oben nachzukucken. Problem dabei war allerdings, dass jede Runde die Milchleitung vorbeikommt und die Leiter deshalb nicht stehen bleiben konnte. In der Zwischenzeit hat die Werkstatt eine große Beobachtungsplattform in der passenden Höhe gebaut, von der ich auch diese Fotos gemacht habe, über anderthalb Meter höher stehend ergibt sich da ein ganz anderer Blickwinkel.
Der Eingangsbereich mit der Hauptantenne, während die 1. Gruppe, die hochleistenden Kühe drauflaufen. Von links - alles super Kühe:
Nr. 503, 2. Laktation, 191 Tage in Milch, 15.100 kg Lebensleistung, etwas über 12.000 kg Jahresleistung, momentan 41 kg am Tag.
Nr. 541, 4. Laktation, 37 Tage in Milch, 49.500 kg Lebensleistung, Jahresleistung bestimmt über 13.000 kg, momentan 52 kg am Tag.
Nr. 551, 6. Laktation, 46 Tage in Milch, 54.100 kg Lebensleistung, Jahresleistung an die 10.000 kg, momentan 43 kg am Tag.



















Mit den Kühen auf Augenhöhe:

Benjamin


Sonntag, 23. August 2015

Vorführmähdrescher

Da der Mega dieses Jahr die 20. Saison macht und die Lexion 480 ihre 15., stehen über kurz oder lang Ersatzinvestitionen im Mähdrescherbereich an.
Dieser Tage war wieder ein Vorführmähdrescher im Einsatz und zwar ein Claas Lexion 770 TerraTrac mit V1050-Schneidwerk (10,56 m).
Am Freitagabend bin ich beim stellvertretenden Leiter des Pflanzenbaus dann eine Stunde mitgefahren.
War auf dem Schlag Heide in Boberow, wo überreifer Roggen stand, der dermaßen staubte, dass es so schmutzig wie im Raps war. Die unkalibrierte Ertragsanzeige lag zwischen 70 und 85 dt/ha bei um die 5 ha Stundenleistung.
Insgesamt ein wirklich schöner Mähdrescher, auch wenn es paar Probleme gab mit der GPS-Lenkung die vorgegebene Spur einzuhalten und der extreme Unterwuchs mit Ackerwinden von den Halmteilern zu riesigen Haufen zusammengeschoben wurde.
Die Geräuschsdämmung der Kabine ist sehr gut, bei ausgeschaltetem Dreschwerk hört man vom Motor eigentlich gar nix. Das gefederte Raupenlaufwerk (die breitere Variante mit 735 mm) bietet eine hohen Fahrkomfort; der Mähdrescher liegt wie ein Brett auf dem Acker. Und bei einer Abtankleistung von 130 l/s schmeißt der ordentlich was raus, da wird ein HW80 auf einmal recht klein.

Benjamin



Samstag, 22. August 2015

Kot-Code

Der Kot-Code ist was Spezielles bei den zuchthygienischen Untersuchungen. In Boberow laufe ich als vorne am Fressgitter mit der Liste zur Dokumentation entlang und male zu behandelnden Kühen mit dem orangenen Fettstift die jeweiligen Kürzel auf die Stirn.
In Pinnow schmiert der Tierarzt wie es die Besamer auch machen dazu Kot auf den Rücken, hat er ja einiges in der Hand, wenn er die Ultraschallsonde rauszieht.
Ist nicht nur für ihn eine gute Kennzeichnung für die Behandlungen sondern auch für die weiteren Beteiligten, um die anderen Kühe schnell wieder in den Stall bringen zu können ("wegräumen").

Das sind die verschiedenen Kennzeichnungen im Kot-Code nach Mauke:




























Benjamin