Freitag, 30. Oktober 2015
Versteckte Werbung
Das hat diese Woche der Milchfahrer mitgebracht.
Nach der erfolgreichen Auditierung für das Arlagarden-Programm (siehe Post vom 04.06.2015) durften wir das Schild an der Milchkammertür anbringen. Zwar ist bei Arla als wichtigsten Geschäftspartner der Milchbauern in der Gegend kein Geld für eine Spende an den Rinderzuchtverein da, aber für die Stallschilder mit ihrem großen Werbeeffekt, Corporate Identity halt. Auch wenn das Stallschild wohl kaum jemand sehen wird, denn wie für Arlagarden gefordert steht an der Hofeinfahrt zum Seuchenschutz ein Schild, dass niemand unbefugt das Gelände betreten darf (siehe Post vom 27.01.2015).
Benjamin
Donnerstag, 29. Oktober 2015
Embryotransfer - Teil 5
(Siehe Posts vom 07.02.2015; 14.02.2015; 18.02.2015 und 23.03.2015).
Nun kommen die Kälber zur Welt; eines davon ist Destin (nach seinem Vater Deyja benannt). Das genaue Geburtsdatum weiß ich nicht, weil er unbemerkt draußen auf der Koppel geboren wurde. Im Herdeprogramm wird als nur das Übertragungsdatum angezeigt, dass die Embryonen zu diesem Zeitpunkt schon sieben Tage alt sind wird nicht berücksichtig, dazu war er knapp drei Wochen zu früh dran. Seine Mutter (also Träger) Michaela (nun Stallnr. 1593) - übrigens eine Stallgefährtin von Gisela im Boberower Kälberstall - war zu diesem Zeitpunkt noch auf der Weide und noch nicht im Stall zur Anfütterung.
Benjamin
Mittwoch, 28. Oktober 2015
Mortellaro-Monitoring - Teil 2
Der Gesundheitsstatus hat sich in den letzten drei Wochen nicht verbessert, aber nach den allerersten Auswertungen nach der ersten Runde mit rund 6.000 Kühen wäre abzusehen, dass man passende Genorte für die Mortellaro-Anfälligkeit finden kann.
Benjamin
Montag, 26. Oktober 2015
2000er-Serie
Hieß es also wieder die Halsbänder zu wechseln und besonders wichtig die Schwänze zu kürzen. Bei zweien hatte es schon mit Nekrosen angefangen, so schmutzig waren die.
Wie die Daten auf den Boberower Computer übertragen waren habe ich eine erste Einschätzung ihrer bisherigen Leistung anhand der ersten Milchleistungsprüfung gemacht. Neun sind in Boberow geboren und die liegen im Schnitt bei der prognostizierten Jahresleistung um 420 kg über den sechs aus Pinnow und Garlin!
Wie beim Umzug ins neue Melkhaus in Pinnow angedacht (siehe Post vom 28.07.2015) werden nun seit einigen Wochen alle Halsbänder für Erstkalbende bzw. bei Reperaturen auf vierstellige Nummer umgestellt. Nachdem Anfang Oktober Nr. 1205 ihr Halsband verloren hatte und ein neues mit 2205 bekam sind diese Jungkühe nun die erste größere Gruppe die Halsbänder der 2000er-Serie mit der führenden 2 bekommen:
Benjamin
Sonntag, 25. Oktober 2015
Saure Milch
Um jedes Risisko einer Verunreinigung bis hin zu einem ganzen Stapeltank in der Molkerei auszuschließen habe ich dann die Milch in den Gulli laufen lassen. Gerade passend zur Zeitumstellung war es heute auch noch die Menge von 25 h. Geschätzt 4.950 l im Wert von 1.350 €; alles total unnötige Verluste, die Milchproduktion in Boberow könnte schon längst eingestellt sein...
Benjamin
Samstag, 24. Oktober 2015
Aktuelles Foto der Wagyus
Benjamin
Freitag, 23. Oktober 2015
Überbleibsel - Teil 2
- zur Übersicht der Überbleibsel-Serie -> hier -
Das Überbleibsel im zweiten Teil der Serie ist doch recht klein. Und zwar einzig der Herstellername auf dem Feuerlöscher neben meinem Boberower Büro. Ein ganz normaler 6kg-ABC-Pulverlöscher.
Herstellungsdatum ist laut der Prägung auf der Oberseite 1989.
Hersteller war das VEB Feuerlöschgerätewerk Neuruppin, der damalige Name der Feuerlöscherfabrik in Neuruppin, von uns aus auf dem halben Weg nach Berlin gelegen.
Die Fabrik wurde 1905 gegründet war zwischenzeitlich ein VEB und heißt heute FLN Feuerlöschgeräte Neuruppin; der Schriftzug auf den Feuerlöschern und das Logo sind immer noch gleich:
http://www.fln-neuruppin.de/
Benjamin
Montag, 19. Oktober 2015
Weizen Webcam - Teil 1
Vor langer Zeit gab es das letzte Foto der Raps-Webcam.
Zwischenzeitlich ist schon die Folgefrucht ausgesät - und zwar (Winterweich)Weizen (Triticum aestivum).
Nach dem vielen Regen in der letzten Woche sind die Pflanzen schon gut gewachsen; aktuell zwei Blätter und 5 - 8 cm Wuchshöhe.
19.10.2015; 12:54 Uhr:
Benjamin
Sonntag, 18. Oktober 2015
Stille Brunst
Benjamin
Freitag, 9. Oktober 2015
Schnappschuss
"Hallo!"
Donnerstag, 8. Oktober 2015
Mortellaro-Monitoring
Benjamin
Mittwoch, 7. Oktober 2015
Überbleibsel - Teil 1
TGL bedeutet Technische Normen, Gütervorschriften und Lieferbedingungen und ist der Vorläufer der Normen des Deutschen Instituts für Normung (DIN). In der TGL 8611 waren Vakuumpumpen, Pulsatoren und auf Blatt 4 auch die Milchkannen genormt: 20 l, Aluminium, eloxiert. In neuwertigem Zustand müssen die bestimmt schön geglänzt haben, aber nach Jahrzehnten ist die Oberfläche abgestumpft und bei manchen auch Dellen drin.
Von wann genau die Norm stammt weiß ich nicht, dürfte in den 1960ern gewesen sein, wenn auch die meisten der Kannen deutlich jünger sind.
20 Liter, gestrichen voll sind es eher 22, reichen bei den frischmelkenden Kühen in den ersten 5 Tagen nach der Kalbung zu 99,5 %. Da ist selten eine Kuh dabei wo es knapp wird.
Wegen der geringen Größe und dem leichten Aluminium ist es sehr komfortabel mit den Kannen zu arbeiten.
Der Hersteller war das VEB Impulsa in Elsterwerda, das aus der Elfa - Elsterwerdaer Fahrradfabrik - hervorging und für das gesamte RGW-Gebiet Melktechnik herstellte und bei der Entwicklung damals immer vorne dabei war, wie beim Serienbau von Melkkarussellen und der Nachmelkautomatik.
Nach der Wende kaufte der Melktechnikhersteller Gascoigne-Melotte das Werk in Elsterwerda; bestimmt für 1 DM... Als Anfang der 2000er BouMatic Gascoigne-Melotte übernahm wurde Impulsa über ein Management-Buy-Out wieder selbstständig.
http://www.impulsa-ag.de
Benjamin
Samstag, 3. Oktober 2015
Neue Serie
Und als "Westimport" fallen mir auch jetzt noch immer Dinge auf, die aus LPG-Zeiten stammen. Daher kommt in den nächsten Monaten eine Serie an Posts mit den gesammelten Fotos von Überbleibseln. Der Anfang macht meine Milchplantafel. Die hatte ich irgendwann mal reaktiviert, weil es auf den Milchviehanlagen in Garlin und Pinnow auch Tafeln gibt - auf denen zwar nur die Tage stehen - und die täglich abgeholte Milchmenge notiert wird.
Von wann die genau stammt weiß ich nicht, schätzte mal aus den 1970ern. Und nach welchem Schema die Mengen darauf notiert wurden weiß ich auch nicht, habe es mir so zurecht gelegt wie ich es für plausibel halte. Den Plan habe ich einfach nach Gefühl festgelegt; 360 Kühe Bestand zu 8.750 kg abgelieferte Milch im Jahr.
Benjamin
Freitag, 2. Oktober 2015
2-Jahres-Plan erfüllt
Der 25. war nun letzte Woche. Der Umzug ist nicht viel näher gerückt, das neue Melkkarussell läuft schon aber mit dem Stallbau wurde dank deutschem Behördenwahnsinn noch gar nicht begonnen.
Mein Ziel ist aber trotzdem erreicht.
Ich selbst bin längst fit für die Herde in Pinnow, bin ich doch seit vier Monaten deren Leiter.
Und die Kühe sind auch fit, der Abstand zwischen den Herden ist soweit geschrumpft, dass man es auf die Unterschiede in den Haltungsbedingungen und dem genetischen Niveau zurückführen kann.
Die Kennzahlen aus den Milchleistungsprüfberichten, einmal aus Boberow vom Juni 2013 und September 2015 und zum Vergleich Pröttlin (also die Herden Garlin und Pinnow zusammen) vom September 2015.
Leistung im 12-Monats-Schnitt
Kühe Milch-kg Fett-% Fett-kg Eiweiß-% Eiweiß-kg Fett+Eiweiß-kg
Jun. 2013 352 8.835 4,02 355 3,51 310 665
Sep. 2015 351 9.543 3,95 377 3,56 340 717
Pröttlin 945 9.789 3,95 387 3,58 350 737
Sep. 2015
Lebensleistung + Nutzungsdauer des lebenden Bestand zum Kontrolltag:
Kühe Milch-kg Fett-kg Eiweiß-kg Milch je Milch je Nutzungs-
Futtertag Lebenstag dauer
Jun. 2013 347 17.856 713 617 24,2 11,5 24,2
Sep. 2015 331 24.129 947 842 26,1 13,6 30,4
Pröttlin 933 22.693 887 806 27,6 13,5 27,0
Sep. 2015
Lebensleistung + Nutzungsdauer der in den letzten 12 Monaten abgegangenen Kühe:
Kühe Abgangsrate Milch-kg Fett-kg Eiweiß-kg Milch je Milch je Nutzungs-
Futtertag Lebenstag dauer
Jun. 2013 139 39,2 % 21.507 876 742 23,0 12,2 30,8
Sep. 2015 98 27,8 % 25.887 1.017 909 24,6 13,7 34,6
Pröttlin 357 37,8 % 28.237 1.132 1.010 26,1 14,5 35,6
Sep. 2015
Benjamin
Große Weiten - Teil 3
Gestern habe ich die Trockensubstanz bestimmt, denn unser Häcksler ist aktuell in der Maisernte, sodass das Gras mit einem Miethäcksler ohne Feuchtesensor gehäckselt werden soll.
Benjamin
Montag, 28. September 2015
Maiszeit
Benjamin
Samstag, 26. September 2015
Auf Seminar
Zuerst Dr. Kreher aus Bad Liebenwerda über Controlling der Eutergesundheit zur Mastitistherapie mit Arzneimitteleinsparungen und auch am Rande über das von ihm entwickelte "Stalllabor", bei dem direkt Bakterienkulturen angesetzt werden, die dann der Tierarzt noch vor der Behandlung auswerten und entsprechend reagieren kann. Womit kein blindes Behandeln mehr nötig ist um keine Zeit zu verlieren. Über das Verfahren wurde in der TopAgrar vom August 2014 berichtet.
Als zweiter Teil Prof. Geidel von der HTW Dresden über Melktechnik und -arbeit. Wo ich mich stellenweise gefragt habe was man denn im Studium dazu überhaupt gelernt hatte; dort ging es um Melkstandsbauformen inklusive Trigon- und Polygonmelkstand sowie Zitzengummis in unterschiedlicher Form. Aber mal die Hintergründe von Technik und Physiologie kurz und komplett zusammengefasst hat schon was gebracht. Dazu die Arbeitswirtschaft beim Melken, eine Herangehensweise die ich bisher auf wissenschaftlichem Niveau noch nicht gemacht hatte. "1 Minute braucht man pro Kuh, weniger geht nicht, es sei denn man rationalisiert und automatisiert Arbeitsschritte." Als Ergebnis schätze ich das Karussell in Pinnow als verfahrenstechnisch genau richtig ein, wobei da der Zufall schon seinen Anteil hat.
Benjamin
Freitag, 25. September 2015
Am Umziehen
Komplett fertig gestellt ist es doch ein Fortschritt zur ehemaligen Inneneinrichtung, die Beleuchtung der gesamten Halle ist besser und auch die Befahrbarkeit mit den verschobenen Buchtenabtrennungen.
Bloß in die Buchte mit den Trockenschnitzeln passen nur 15 t rein und rollen dann auch schon ziemlich weit raus. Wird es sich zeigen, ob es so dann im Fütterungsalltag funktioniert oder die Abtrennungen wieder abgerissen und an die ursprünglich geplanten Stelle verlegt werden müssen.
Benjamin
Kaspar & Truxi
Wie bei dem überwiegendem Teil der Zwillinge ist es ein Pärchen und damit ist das weiblich höchstwahrscheinlich (so zu 98%) eine unfruchtbare Zwicke.
Grund dafür ist das Anti-Müller-Hormon, das der männliche Embryo gebildet hat, um die stets angelegten Müller-Gänge, aus denen mal die weiblichen Geschlechtsorgane enstehen zurückzubilden. Dieses Hormon gelangt übers Blut zum weiblichen Embryo und beeinträchtigt dann dort die Entwicklung der Geschlechtsorgane.
Entsprechend gibt es dieses Problem bei zwei weiblichen Zwillingen nicht.
Kaspar, entsprechend seinem Vater Kayne benannt:
Und Truxi, entsprechend nach Truxa:
Benjamin
Montag, 21. September 2015
Aktuelles Foto von Kira
Benjamin
Schelle
06 434 AGB Schelle, von der Fellzeichnung her eindeutig von Schecke abstammend:
Benjamin
Schwester für Braunie
Benjamin
Beim Traubenlesen
Als erstes war fast schon traditionell der größte Wingert mit Müller-Thurgau dran. Mengenmäßig war es in Ordnung und von der Qualität mit 76° Oechsle, was dann Rheinhessischer Qualitätswein (QbA = Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete) gibt.
Die Sorte Müller-Thurgau wurde von Hermann Müller Ende des 19. Jahrhunderts im Thurgau gezüchtet und war in den 1970ern die meistgepflanzte Rebsorte in Deutschland und daher auch heute noch vor Riesling die Sorte mit der größten Rebfläche in Rheinhessen.
Geerntet wurde mit der betagt-robusten Technik aus Vorwende-Zeiten: Dexheimer Allrad 345 (50 PS, Bj. 82) mit der Krieger K3 (Bj. 89) und zum Transport der Deutz D 5506 (52 PS, Bj. 72) mit Beinlich BTM 6000E (6 m³, Bj. 78).
Benjamin
Montag, 14. September 2015
Doppelrekord
1. Rekord im Tagesgemelk mit 31,95 kg und damit fast ein halbes Kilo über dem Rekord von 31,48 kg am 14.07.2015 (siehe Kommentar zum Post vom 12.07.2015).
2. Rekord bei der abgelieferten Milch mit 9.228,3 l und damit fast 200 l über dem bisherigen Rekord von 9.033,3 l am 09.09.2015 (siehe Post vom 09.09.2015) der damit keine Woche gehalten hat.
Hinzu kommt, dass Boberow aktuell in der Leistung - sowohl absolut als auch energiekorrigiert - ein gutes Stück über Pinnow liegt, auch wenn der tatsächliche Vorsprung sich wegen den Problemen mit der Milchmengenmessung am Karussell nur schlecht abschätzen lässt.
Benjamin
Beim Dampfpflügen
Es gab sehr viel zu sehen:
Das LLFG für Technik und Tierhaltung mit den Forschungs- und Lehrställen und die Räume der Technikausbildung, inklusive der großen Halle für Bodenbearbeitung unter Dach.
Dann Dreschvorführungen mit rund 25 verschiedenen Dreschmaschinen unterschiedlicher Größe und Alter und allen möglichen Antriebsarten vom Göpel bis Elektromotor.
Im alten Kuhstall des Gutes die landtechnische Sammlung (Agraneum Iden) mit Maschinen die zum größten Teil aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stammen.
Höhepunkt war ganz klar die Vorführung des Dampfpflugsatzes des Agrarbildungszentrum Schönbrunn in Landshut. Mit Baujahr 1928 eher jüngere Exemplare und auf jeweils 220 PS gedrosselt. Aber die Altmärker Wische mit dem schweren Minutenböden ist angestammtes Dampfpfluggebiet und so es war nach dem Regen auch zu nass. Ein Traktor hätte bestimmt eine Riesensauerei gemacht, aber die Pfluglokomotiven stehen ja am Feldrand.
Als Dampfmaschine mit gleichmäßiger Verbrennung ist es nicht besonders laut, aber alles vibriert unter Last extrem und wenn der Untergrund rutschig ist zieht sich die Pfluglokomotive mal selbst einen halben Meter zur Seite in den Boden rein. Bei über 20 t Eigengewicht.
An das Eindrucksvolle eines Dampfpflugs kommt nun mal keine moderne Landtechnik ansatzweise heran:
Benjamin
Auf der Mela
Dieses Jahr war die Jubiläums-Mela, da nun die 25.. Ich war am Donnerstag mit meinen Kollegen gleich am ersten, noch ruhigen, Messetag dort.
Die landwirtschaftliche Branche im Nordosten ist halt doch recht überschaubar, sodass man viele Bekannte traf und von den Geschäftspartnern sehr gut verpflegt wurde.
Im krassen Gegensatz dazu stand Arla, die uns keinen Kakao spendieren wollten; wo sie den eigenen Genossen mit ihrem Arlagarden-Programm so viele Knüppel zwischen die Beine werfen und wir den Größenwahn der dänischen Bonzen im Vorstand auch dieses Jahr mit mehreren hunderttausend Euro sponsern. Also solch ein Verhalten verbirgt sich hinter dem tollen Gehört-uns-Milchbauern-Siegel http://www.arlafoods.de/uber-uns/arla-milchbauern/
Bei der RinderAllianz wurden die neuen Zuchtwerte vorgestellt, die als erste aus einer ganzen Reihe aus den Daten des ProFit-Testherdenprogramms entwickelt wurden und nun fast nach 10 Jahren die ersten Ergebnisse für die Zucht liefern. Damit haben RinderAllianz und RBB nun einen großen Vorsprung gegenüber den anderen Zuchtverbänden, die aktuell sich gerade Gedanken über Testherdenprogramme machen.
http://rinderallianz.de/news/aktuelles/news-detailseite/getarticle/detail/neue-zuchtwerte-fuer-gesuendere-kuehe/
Das diesjährige Tier der Mela war die Deutsche Holstein. Und da die Anbindehaltung in den neuen Bundesländern seit Jahrzehnten gar keine Bedeutung mehr hat wurden die Kühe nun nicht wie auf Schauen üblich angebunden sondern in einem ganz normalen Stallabteil gezeigt. Jede mit einem Halsband markiert für die Zuordnung zu den Infotafeln. Und für die ausgestellten Kälber gab es einen Tränkeautomat; man muss halt bei der Tierpräsentation nicht im 19. Jahrhundert stehenbleiben.
Benjamin
Bei den Para-Transen
Da es ein Übergang von normaler Trockensteherfütterung zur Fütterung der melkenden Kühe ist nennt man es auch Transit-Fütterung; diese Transit-Gruppe, die in der Abkalbebucht steht nennen wir im Alltagsbetrieb kurz Transen.
Einmal wöchentlich werden mittwochs Nachmittags im Trockensteherstall ("V-Halle") die Kühe, die in den nächsten 13 - 19 Tagen kalben sollen, als Transen aussortiert und in die Abkalbebucht ("Bullenstall") gebracht.
Letzte Woche war auch Truxa dabei, Besonderheit bei ihr ist, dass sie auf der anderen Stallseite in die spezielle Bucht für Paratuberkolose-positive Kühe kam. Weil sich die Kälber nur im ersten halben Jahr über Milch und Kot anstecken können wird deshalb in der Abkalbebox zwischen unbelastetem und belastetem Mist unterteilt, um das Ansteckungsrisiko zu verringern.
Benjamin
Mittwoch, 9. September 2015
Endlich: 9.000 l geknackt!
Der bisherige Rekord lag bei 8.948 l am 22.07.2013 (siehe Post vom 22.07.2013) und über die 9.000 l zum kommen war ein großes Ziel, die meiste Zeit aber sehr unrealistisch.
Die letzten Tage war die Leistung sehr gut (etwas über 30 kg) und nach den vielen Abkalbungen der letzten Monate auch entsprechend viele Kühe melkend. Beides für sich keine Rekordwerte, aber zusammengenommen. Es hat sich langsam angedeutet und als ich heute früh die Ergebnisse des nachmittaglichen Melkens nachgekuckt habe und es heute früh auch viel Milch gab, war es endlich soweit. Erstmals in der Boberower Gesichte über 9.000 l am Tag abgeliefert:
9.033,3 l
Benjamin
Sonntag, 6. September 2015
Angeber-Putzerei
Wie ich die neue Beobachtungsplattform für die Milchkontrolle (siehe Post vom 24.08.2015) begutachtet habe fiel mir auf wie schmutzig doch die Milchleitung von oben ist. Im Inneren des Karussells wird selten sauber gemacht, weil relativ wenig Dreck reinkommet, bisher als nur vor der monatlichen Milchkontrolle mal der Boden.
Durch das Abkärchern der Plattform wird aber ein feiner Schmierfilm reingewirbelt, der sich überall festsetzt, ist wie "zäher Staub".
So putze ich jetzt wenn ich Wochenenddienst habe sonntags die Milchschleuse, Milchleitung und Drehkupplung ab; dazu ist es mit der Plattform eine super Sache, da kann man dabei in der richtigen Höhe bequem sitzen. Halt ein echtes Angeber-Hobby, es gibt nicht viele, die eine 7 m-Milchleitung im Karussell saubermachen können.
Benjamin
Jung geblieben!
Jedenfalls stand ich dann vor ihr und dachte mir: "Ist die das wirklich, die müsste doch älter sein!" Die Fellzeichnung aller Kühe kenne ich halt nicht auswendig. Habe auf meinem Handy die Ohrmarkennummer nachgekuckt und sie war es doch. Wirklich jung geblieben!
Schätzfrage: Wie alt ist diese Kuh, wie viele Laktationen und wie viel kg Lebensleistung?
Benjamin
Freitag, 4. September 2015
Spätsommersonne
Von den 35 vorgestellten Kühen waren nur 20 tragend, für die gleichmäßigen Abkalbungen im Jahreslauf hätte es mit der üblichen Trächtigkeitsrate und dann 24 besser gepasst. So wird es in der zweiten Aprilhälfte etwas ruhiger sein.
Benjamin
Dienstag, 1. September 2015
Raps Webcam - Teil 18
- zur Übersicht der Raps-Webcam -> hier -
In den zwei Wochen seit dem letzten Foto ist der Ausfallraps aufgelaufen, schließlich hat es in der Zeit auch ordentlich geregnet, deutlich über 50 mm:
Und hier mal vom Standpunkt der Raps Webcam aus um 100° gedreht, die Düdower Mutterkuhherde auf dem benachbarten Schlag:
Benjamin
Melkzeugwechsel
Daher waren es auch 24 Melkzeuge, entsprechend der Melkplätze in den Boberower Melkständen.
In Boberow waren es bisher DeLaval HC 150. "Kurz nach der Wende modern." Mit 150 ml Sammelstückvolumen auf die damaligen Jahresleistungen von um die 5.000 kg ausgelegt, aber 9.500 haben auch durchgepasst. Gewicht rund 2,6 kg.
Im Garliner Melkstand und im alten Pinnower Karussell bzw. nun in Boberow sind die DeLaval Harmony, die Ausführung des MC53 mit Zitzenbechern aus Kunststoff statt Stahl. Das bringt eine erhebliche Gewichtsersparnis (1,6 kg) und damit Arbeitsentlastung. Gleichzeitig bleibt das Melkzeug mit einem geringerem Vakuum (= euterschonender) an den Zitzen "hängen". Das Sammelstück ist mit 350 ml mehr als doppel so groß und milchflussoptimiert ("DeLaval TopFlow").
Im neuen Karussell in Pinnow sind DeLaval Harmony Plus, die Ausführung des MC93 mit Kunststoffhülsen. Das Sammelstück hat 450 ml und ist trapezförmig, sodass die vorderen Zitzenbecher weiter auseinander liegen als die hinteren. Das ist eine technische Antwort darauf, dass sich züchterisch bedingt die Strichstellung bei den Kühen in den letzten Jahr(zehnt)en ungünstig entwickelt hat: Vorne auseinander, hinten zusammen. Gewicht 1,7 kg.
Benjamin
Sonntag, 30. August 2015
Zufällige Kuh
Mit einer prognostizierten Jahresleistung von 13.000 kg und 860 Fett-Eiweiß-Kilo gehört sie zur Spitzengruppe in Boberow.
Von der Abstammung ist sie einer derer mit dem "ringförmigen Stammbaum", und zwar sind ihre beiden Großväter Halbbrüder... Da wurde irgendwann mal bei den Besamungen im April 2008 Mist gebaut.
Sie ist aktuell in der dritten Laktation, nun acht Monate in Milch und liegt momentan bei 35 kg am Tag, die 100-Tage-Leistung war bei der Milchleistungsprüfung mit glatt 5.000 kg berechnet worden.
Sie ist jetzt gut sechseinhalb Jahren alt und liegt bei rund 42.000 kg Lebensleistung. Besonderheit ist bei ihr, dass sie quasi ein Kalb ausgelassen hat, ihre erste Zwischenkalbezeit zwischen ersten und zweitem Kalb lag bei rekordverdächtigen 792 Tagen (über zwei Jahre!), zwischen zweiten und dritten bei noch immer hohen 520 Tagen und zum vierten hin werden es dann aber gute 387 sein.
Hinten rechts liegt Renda, die "Falschparkerin" (vgl. Post vom 20.08.2014), gut zu erkennen an ihrer charakteristischen Fellfärbung:
Benjamin
Freitag, 28. August 2015
Baufortschritt Futterhalle
Ohne Tore und den fehlenden Mauerteilen ist es im Inneren noch sehr hell. Beim fehlenden Stück rechts war der Brand damals ausgebrochen und an der Rückseite wurde es mit dem Radlader eingedrückt, um an das brennende Luzerneheu in dieser Ecke heranzukommen.
Bei der Beleuchtung wurde mit der mittigen Lampenreihe auch aufgerüstet.
Benjamin
Donnerstag, 27. August 2015
Melkzeugtransport
Aufmerksame Kuhblog-Leser sind hier natürlich im Vorteil.
Benjamin
Montag, 24. August 2015
Andere Perspektive
Auf dem ersten Foto ist die Antenne für die Transponderohrmarken (siehe auch Post vom 10.08.2015) gut zu erkennen. Wenn die Kuh ihren Kopf blöd hält wird sie nicht erkannt und es wird bei der Probennahme keine Nummer angezeigt. Bei den meisten kann man von unten dann die Halsbänder erkennen, bei manchen aber auch nicht. Dafür hatten wir letztes Mal eine Leiter, um oben nachzukucken. Problem dabei war allerdings, dass jede Runde die Milchleitung vorbeikommt und die Leiter deshalb nicht stehen bleiben konnte. In der Zwischenzeit hat die Werkstatt eine große Beobachtungsplattform in der passenden Höhe gebaut, von der ich auch diese Fotos gemacht habe, über anderthalb Meter höher stehend ergibt sich da ein ganz anderer Blickwinkel.
Der Eingangsbereich mit der Hauptantenne, während die 1. Gruppe, die hochleistenden Kühe drauflaufen. Von links - alles super Kühe:
Nr. 503, 2. Laktation, 191 Tage in Milch, 15.100 kg Lebensleistung, etwas über 12.000 kg Jahresleistung, momentan 41 kg am Tag.
Nr. 541, 4. Laktation, 37 Tage in Milch, 49.500 kg Lebensleistung, Jahresleistung bestimmt über 13.000 kg, momentan 52 kg am Tag.
Nr. 551, 6. Laktation, 46 Tage in Milch, 54.100 kg Lebensleistung, Jahresleistung an die 10.000 kg, momentan 43 kg am Tag.
Mit den Kühen auf Augenhöhe:
Benjamin
Sonntag, 23. August 2015
Vorführmähdrescher
Dieser Tage war wieder ein Vorführmähdrescher im Einsatz und zwar ein Claas Lexion 770 TerraTrac mit V1050-Schneidwerk (10,56 m).
Am Freitagabend bin ich beim stellvertretenden Leiter des Pflanzenbaus dann eine Stunde mitgefahren.
War auf dem Schlag Heide in Boberow, wo überreifer Roggen stand, der dermaßen staubte, dass es so schmutzig wie im Raps war. Die unkalibrierte Ertragsanzeige lag zwischen 70 und 85 dt/ha bei um die 5 ha Stundenleistung.
Insgesamt ein wirklich schöner Mähdrescher, auch wenn es paar Probleme gab mit der GPS-Lenkung die vorgegebene Spur einzuhalten und der extreme Unterwuchs mit Ackerwinden von den Halmteilern zu riesigen Haufen zusammengeschoben wurde.
Die Geräuschsdämmung der Kabine ist sehr gut, bei ausgeschaltetem Dreschwerk hört man vom Motor eigentlich gar nix. Das gefederte Raupenlaufwerk (die breitere Variante mit 735 mm) bietet eine hohen Fahrkomfort; der Mähdrescher liegt wie ein Brett auf dem Acker. Und bei einer Abtankleistung von 130 l/s schmeißt der ordentlich was raus, da wird ein HW80 auf einmal recht klein.
Benjamin
Samstag, 22. August 2015
Kot-Code
In Pinnow schmiert der Tierarzt wie es die Besamer auch machen dazu Kot auf den Rücken, hat er ja einiges in der Hand, wenn er die Ultraschallsonde rauszieht.
Ist nicht nur für ihn eine gute Kennzeichnung für die Behandlungen sondern auch für die weiteren Beteiligten, um die anderen Kühe schnell wieder in den Stall bringen zu können ("wegräumen").
Das sind die verschiedenen Kennzeichnungen im Kot-Code nach Mauke:
Benjamin




































