Montag, 23. November 2015
Enkel für Braunie
Und zwar passend zu meinem Besuch auf der Neumühle hatte ihre Tochter Mai am vergangenen Dienstag gekalbt. Das vierte Kalb im Alter von knapp 5 Jahren (58 Monate). Mit 373 Tagen Zwischenkalbezeit nach ihrem dritten Kalb "Ma-xy" (siehe Post vom 31.12.2014).
Fast schon in der Familientradition war es wieder ein Bullenkalb, bei ihr das mittlerweile dritte.
Benjamin
Samstag, 21. November 2015
Fotos von der Agritechnica
Die Krone Premos 5000, eine traktorgezogene Pelletpresse. Bekam eine Goldmedaille für die energieeffiziente Auslegung der Pelletiereinrichtung. Insgesamt erinnert das Konzept an die Landtechnik-Lehrbücher Anfang der 1990er, wo das Pelletieren als wichtiger Prozess für die Erhöhung der Transportwürdigkeit von Halmgütern angesehen wurde.
Die technischen Daten schrecken mich da eher ab: 260 - 300 kW Leistungsbedarf, 5.000 kg (Kilo, nicht Tonnen!) pro Stunde. Macht dann ungefähr 1 ha Stundenleistung...
War schon lange vor der Messe vorgestellt worden: Die Fendt 1000er Serie. Konnte man nur aus großer Entfernung fotografieren, ist aber auch viel interessanter wie sich da die Menschenmassen außenrum tottreten:
Der Annaburger UniCrawler, ein Prototyp eines Raupenfahrwerkes, der unter einen normalen Muldenkipper "druntergeschnallt" wird: Der Traktor fährt mit dem Anhänger einfach auf das Fahrgestell drauf und wird verriegelt. Der Traktor fährt normal weiter und der Anhänger mit den Raupen:
Benjamin
Donnerstag, 12. November 2015
Durchsatz
Der Durchsatz wird durch die Melkgeschwindigkeit bestimmt: Bis die Kühe rum sind müssen sie fertig gemolken sein. Dabei dürfen nur die "nutzbaren" Plätze ohne Eingang, Ausgang und Ansetz-/Abnahmebereich gezählt werden.
Unser Karussell braucht ungefähr 12,5 Minuten pro Umdrehung bzw. hat 12,5 sec Taktzeit (bei 60 Plätzen rechnet sich das schön). Nutzbare Plätze sind vom Hubboden zum Ansetzen bis zur Abnahme vor dem Dipproboter 40 Stück. Macht 08:20 min mögliche Melkdauer, was die wenigsten ausschöpfen.
Der theoretische Durchsatz liegt bei ungefähr 290 pro Stunde. Die grossen Gruppen mit 180 - 185 Kühen laufen in 38 - 40 min drauf. Da aber ab und zu ein Platz leer bleibt, zum Gruppenwechsel einige freigelassen werden liegt der tatsächliche Durchsatz niedriger.
Hinzu kommt die Frischmelkergruppe, wo angehalten wird, wenn die vorige Gruppe runter ist und dann die Kälberkühe in die Kanne gemolken werden. Kostet so 10 - 12 Minuten. Vor der Sperrmilchgruppe zum Schluss müssen alle anderen fertig gemolken sein, die Milchleitung wird mit Druckluft leergeblasen und vom Tank abgeschlossen.
Und halt zum Schluss das Leerfahren der letzte Runde, wo die Zeit weiterläuft, aber keine weiteren Kühe angesetzt werden. Zusammen macht das von Melkbeginn bis -ende bei rund 200 Kühen pro Stunde.
Wie ich erstmals unsere Nachbarn von der Agrargenossenschaft Karstädt besucht habe (siehe Post vom 23.02.2014) lief deren Karussell mit 11,5 sec Takt und kam mitten in der Gruppe an die theoretischen 315 Kühe pro Stunde heran.
In der aktuellen Dairy Global ist ein Bericht über einen Hof in Kansas mit 4.500 Kühen. Mehr nicht, weil das das Karussell nicht mehr packt; und das ist auch ein PR3100 mi 60 Plätzen! Der tatsächliche Durchsatz liegt bei 355 Kühen pro Stunde. Wenn man nachrechnet reicht das gerade um alle zweimal täglich zu melken. Ist natürlich extrem sportlich!
Benjamin
Dienstag, 10. November 2015
Ausbildungsmesse
Da hat man auch mit den Standnachbarn erzählt; Osters & Voß, die als größtes Lohnunternehmen in Deutschland jedes Jahr mehrere Fachkräfte Agrarservice und Mechatroniker ausbilden und zu denen wir über die Zuckerrübenernte Geschäftsbeziehungen haben.
Richtig positiv ist mir Arla aufgefallen. Die suchten für die Molkerei in Karstädt Milchwirtschaftliche Laboranten und Milchtechnologen. Und an deren Stand gab es Kakao, stand zwar Hansano - von hier aus Norddeutschland drauf, aber wenn man sich die Registriernummer anschaute, war der in Pronsfeld bei der MUH abgefüllt - aus Eifelmilch. Mit unserem Betriebsnamen konnten sie nicht so viel anfangen, aber dann zu jeder Lieferantennummer die zugehörige Milchviehanlage nennen.
Benjamin
Samstag, 7. November 2015
Neue Lieblingskuh - Teil 2
Sein Geburtsgewicht lag bei 40 kg und der Geburtsverlauf war unbeobachtet, was für die Datenverarbeitung als "0" geführt wird und nicht in die Berechnung der Schwergeburtenrate einfließt. Beim ProFit-Programm wird von der "ehrlichen Null" gesprochen, dass man unbeobachtete Geburten nicht als leichter Verlauf mit "1" dokumentiert, was dann verzerrend wirkt. Schließlich hat der Zuchtwert Kalbung plus der RinderAllianz und RBB gerade seine Stärke durch diese genaue Datenerfassung.
Auf dem Foto hat er noch nicht seine Ohrmarken. Und die Qualität ist bescheiden, da er hier in meinem Schatten stand und zudem sehr lebhaft umhersprang:
Benjamin
Freitag, 6. November 2015
Blühende Landschaften - Teil 2
Gut zwei Jahre später der gleiche Blick über den blühenden Gelbsenfacker bei Mellen Richtung Pröttlin.
2013 wurde hier nach der Hauptfrucht Winterroggen Gelbsenf als Zwischenfrucht gesät.
2014 kam dann Silomais und für
2015 als Hauptfrucht wieder Winterroggen und nun erneut Gelbsenf als Zwischenfrucht.
Und man sieht schön die Unterschiede im jährlichen Witterungsverlauf. 2013 wurde das Foto am 3. Oktober aufgenommen, dieses Jahr am 05. November.
Benjamin
Donnerstag, 5. November 2015
Neue Lieblingskuh
Wie ich mittags in Garlin war um bei den neuen Kälbern die Ohrmarken einzuziehen habe ich ihre Ohrmarkennummer auf der Abkalbeliste gesehen, die springt mir ja sofort ins Auge. Die Tragezeit war etwas kürzer als normal; den Abkalbetermin hatte ich auf den kommenden Montag geschätzt (siehe Post vom 23.03.2015).
Habe sie auch gleich im Stall besucht und da ist sie halt was Besonderes, dass sie sich in der nervösen Jungkuhgruppe streicheln lässt. Und gross geworden ist sie auch, schliesslich hatte ich sie vor mehr als einem halben Jahr letztmals bei der Trächtigkeitsuntersuchung gesehen. Zwischenzeitlich war sie über Sommer auf Pensionsweide in Badel in der Altmark (vgl. Post vom 24.10.2013).
Als Stallnummer hat sie die 1275 bekommen, die sie bis zum Umzug nach Boberow behält.
Benjamin
Dienstag, 3. November 2015
Weizen-Webcam - Teil 2
- zur Übersicht der Weizen-Webcam -> hier -
Mal ein besonders aussagekräftiges Foto von der Weizen-Webcam beim aktuell sehr norddeutschen Wetter. Dass nicht so viele bei den ganzen schönen Fotos meinen, wir hätten hier oben 4.000 Sonnenstunden im Jahr.
Die kleinen Weizenpflanzen bilden weitere Blätter und sind jetzt zwischen 6 und 12 cm hoch.
03.11.; 14:05:
Benjamin
Montag, 2. November 2015
Überbleibsel - Teil 3
- zur Überbleibsel-Serie -> hier -
Der dritte Teil der Serie handelt von einem wirklichen Überbleibsel, das mal ürbig geblieben ist.
Dabei handelt es sich um einen Edelstahl-Milchwärmbehälter, der in Pinnow aktuell auf dem Stichfuttertisch des ältesten Stalls zwischengelagert wird, nachdem er seinen jahrelangen Stellplatz im Kälberstall für einen Materialschrank räumen musste.
Laut Typenschild fasst der Behälter 160 l, die Milch wird indirekt über ein Wasserbad erwärmt und es muss ein Rührwerk vorhanden gewesen sein.
Gebaut wurde der Behälter vom VEB Apparatebau Burg, das damals zum Kombinat Fortschritt Landmaschinen gehörte und später ins Kombinat Nogema kam, wo der Maschinenbau für die Nahrungsmittelindustrie zusammengefasst wurde.
Heute heißt die Firma Apparatebau Burg GmbH.
Das Institut für Milchforschung ist heute die Milchwirtschaftliche Lehr- und Untersuchungsanstalt Oranienburg e.V. (MLUA), wo neben der Milchanalytik im Rahmen der Lebensmittelsicherheit auch die überbetriebliche Ausbildung der Molkereifachkräfte für die neuen Bundesländern stattfindet.
http://www.mlua.de/index.php
Benjamin
Freitag, 30. Oktober 2015
Versteckte Werbung
Das hat diese Woche der Milchfahrer mitgebracht.
Nach der erfolgreichen Auditierung für das Arlagarden-Programm (siehe Post vom 04.06.2015) durften wir das Schild an der Milchkammertür anbringen. Zwar ist bei Arla als wichtigsten Geschäftspartner der Milchbauern in der Gegend kein Geld für eine Spende an den Rinderzuchtverein da, aber für die Stallschilder mit ihrem großen Werbeeffekt, Corporate Identity halt. Auch wenn das Stallschild wohl kaum jemand sehen wird, denn wie für Arlagarden gefordert steht an der Hofeinfahrt zum Seuchenschutz ein Schild, dass niemand unbefugt das Gelände betreten darf (siehe Post vom 27.01.2015).
Benjamin
Donnerstag, 29. Oktober 2015
Embryotransfer - Teil 5
(Siehe Posts vom 07.02.2015; 14.02.2015; 18.02.2015 und 23.03.2015).
Nun kommen die Kälber zur Welt; eines davon ist Destin (nach seinem Vater Deyja benannt). Das genaue Geburtsdatum weiß ich nicht, weil er unbemerkt draußen auf der Koppel geboren wurde. Im Herdeprogramm wird als nur das Übertragungsdatum angezeigt, dass die Embryonen zu diesem Zeitpunkt schon sieben Tage alt sind wird nicht berücksichtig, dazu war er knapp drei Wochen zu früh dran. Seine Mutter (also Träger) Michaela (nun Stallnr. 1593) - übrigens eine Stallgefährtin von Gisela im Boberower Kälberstall - war zu diesem Zeitpunkt noch auf der Weide und noch nicht im Stall zur Anfütterung.
Benjamin
Mittwoch, 28. Oktober 2015
Mortellaro-Monitoring - Teil 2
Der Gesundheitsstatus hat sich in den letzten drei Wochen nicht verbessert, aber nach den allerersten Auswertungen nach der ersten Runde mit rund 6.000 Kühen wäre abzusehen, dass man passende Genorte für die Mortellaro-Anfälligkeit finden kann.
Benjamin
Montag, 26. Oktober 2015
2000er-Serie
Hieß es also wieder die Halsbänder zu wechseln und besonders wichtig die Schwänze zu kürzen. Bei zweien hatte es schon mit Nekrosen angefangen, so schmutzig waren die.
Wie die Daten auf den Boberower Computer übertragen waren habe ich eine erste Einschätzung ihrer bisherigen Leistung anhand der ersten Milchleistungsprüfung gemacht. Neun sind in Boberow geboren und die liegen im Schnitt bei der prognostizierten Jahresleistung um 420 kg über den sechs aus Pinnow und Garlin!
Wie beim Umzug ins neue Melkhaus in Pinnow angedacht (siehe Post vom 28.07.2015) werden nun seit einigen Wochen alle Halsbänder für Erstkalbende bzw. bei Reperaturen auf vierstellige Nummer umgestellt. Nachdem Anfang Oktober Nr. 1205 ihr Halsband verloren hatte und ein neues mit 2205 bekam sind diese Jungkühe nun die erste größere Gruppe die Halsbänder der 2000er-Serie mit der führenden 2 bekommen:
Benjamin
Sonntag, 25. Oktober 2015
Saure Milch
Um jedes Risisko einer Verunreinigung bis hin zu einem ganzen Stapeltank in der Molkerei auszuschließen habe ich dann die Milch in den Gulli laufen lassen. Gerade passend zur Zeitumstellung war es heute auch noch die Menge von 25 h. Geschätzt 4.950 l im Wert von 1.350 €; alles total unnötige Verluste, die Milchproduktion in Boberow könnte schon längst eingestellt sein...
Benjamin
Samstag, 24. Oktober 2015
Aktuelles Foto der Wagyus
Benjamin
Freitag, 23. Oktober 2015
Überbleibsel - Teil 2
- zur Übersicht der Überbleibsel-Serie -> hier -
Das Überbleibsel im zweiten Teil der Serie ist doch recht klein. Und zwar einzig der Herstellername auf dem Feuerlöscher neben meinem Boberower Büro. Ein ganz normaler 6kg-ABC-Pulverlöscher.
Herstellungsdatum ist laut der Prägung auf der Oberseite 1989.
Hersteller war das VEB Feuerlöschgerätewerk Neuruppin, der damalige Name der Feuerlöscherfabrik in Neuruppin, von uns aus auf dem halben Weg nach Berlin gelegen.
Die Fabrik wurde 1905 gegründet war zwischenzeitlich ein VEB und heißt heute FLN Feuerlöschgeräte Neuruppin; der Schriftzug auf den Feuerlöschern und das Logo sind immer noch gleich:
http://www.fln-neuruppin.de/
Benjamin
Montag, 19. Oktober 2015
Weizen Webcam - Teil 1
Vor langer Zeit gab es das letzte Foto der Raps-Webcam.
Zwischenzeitlich ist schon die Folgefrucht ausgesät - und zwar (Winterweich)Weizen (Triticum aestivum).
Nach dem vielen Regen in der letzten Woche sind die Pflanzen schon gut gewachsen; aktuell zwei Blätter und 5 - 8 cm Wuchshöhe.
19.10.2015; 12:54 Uhr:
Benjamin
Sonntag, 18. Oktober 2015
Stille Brunst
Benjamin
Freitag, 9. Oktober 2015
Schnappschuss
"Hallo!"
Donnerstag, 8. Oktober 2015
Mortellaro-Monitoring
Benjamin
Mittwoch, 7. Oktober 2015
Überbleibsel - Teil 1
TGL bedeutet Technische Normen, Gütervorschriften und Lieferbedingungen und ist der Vorläufer der Normen des Deutschen Instituts für Normung (DIN). In der TGL 8611 waren Vakuumpumpen, Pulsatoren und auf Blatt 4 auch die Milchkannen genormt: 20 l, Aluminium, eloxiert. In neuwertigem Zustand müssen die bestimmt schön geglänzt haben, aber nach Jahrzehnten ist die Oberfläche abgestumpft und bei manchen auch Dellen drin.
Von wann genau die Norm stammt weiß ich nicht, dürfte in den 1960ern gewesen sein, wenn auch die meisten der Kannen deutlich jünger sind.
20 Liter, gestrichen voll sind es eher 22, reichen bei den frischmelkenden Kühen in den ersten 5 Tagen nach der Kalbung zu 99,5 %. Da ist selten eine Kuh dabei wo es knapp wird.
Wegen der geringen Größe und dem leichten Aluminium ist es sehr komfortabel mit den Kannen zu arbeiten.
Der Hersteller war das VEB Impulsa in Elsterwerda, das aus der Elfa - Elsterwerdaer Fahrradfabrik - hervorging und für das gesamte RGW-Gebiet Melktechnik herstellte und bei der Entwicklung damals immer vorne dabei war, wie beim Serienbau von Melkkarussellen und der Nachmelkautomatik.
Nach der Wende kaufte der Melktechnikhersteller Gascoigne-Melotte das Werk in Elsterwerda; bestimmt für 1 DM... Als Anfang der 2000er BouMatic Gascoigne-Melotte übernahm wurde Impulsa über ein Management-Buy-Out wieder selbstständig.
http://www.impulsa-ag.de
Benjamin
Samstag, 3. Oktober 2015
Neue Serie
Und als "Westimport" fallen mir auch jetzt noch immer Dinge auf, die aus LPG-Zeiten stammen. Daher kommt in den nächsten Monaten eine Serie an Posts mit den gesammelten Fotos von Überbleibseln. Der Anfang macht meine Milchplantafel. Die hatte ich irgendwann mal reaktiviert, weil es auf den Milchviehanlagen in Garlin und Pinnow auch Tafeln gibt - auf denen zwar nur die Tage stehen - und die täglich abgeholte Milchmenge notiert wird.
Von wann die genau stammt weiß ich nicht, schätzte mal aus den 1970ern. Und nach welchem Schema die Mengen darauf notiert wurden weiß ich auch nicht, habe es mir so zurecht gelegt wie ich es für plausibel halte. Den Plan habe ich einfach nach Gefühl festgelegt; 360 Kühe Bestand zu 8.750 kg abgelieferte Milch im Jahr.
Benjamin
Freitag, 2. Oktober 2015
2-Jahres-Plan erfüllt
Der 25. war nun letzte Woche. Der Umzug ist nicht viel näher gerückt, das neue Melkkarussell läuft schon aber mit dem Stallbau wurde dank deutschem Behördenwahnsinn noch gar nicht begonnen.
Mein Ziel ist aber trotzdem erreicht.
Ich selbst bin längst fit für die Herde in Pinnow, bin ich doch seit vier Monaten deren Leiter.
Und die Kühe sind auch fit, der Abstand zwischen den Herden ist soweit geschrumpft, dass man es auf die Unterschiede in den Haltungsbedingungen und dem genetischen Niveau zurückführen kann.
Die Kennzahlen aus den Milchleistungsprüfberichten, einmal aus Boberow vom Juni 2013 und September 2015 und zum Vergleich Pröttlin (also die Herden Garlin und Pinnow zusammen) vom September 2015.
Leistung im 12-Monats-Schnitt
Kühe Milch-kg Fett-% Fett-kg Eiweiß-% Eiweiß-kg Fett+Eiweiß-kg
Jun. 2013 352 8.835 4,02 355 3,51 310 665
Sep. 2015 351 9.543 3,95 377 3,56 340 717
Pröttlin 945 9.789 3,95 387 3,58 350 737
Sep. 2015
Lebensleistung + Nutzungsdauer des lebenden Bestand zum Kontrolltag:
Kühe Milch-kg Fett-kg Eiweiß-kg Milch je Milch je Nutzungs-
Futtertag Lebenstag dauer
Jun. 2013 347 17.856 713 617 24,2 11,5 24,2
Sep. 2015 331 24.129 947 842 26,1 13,6 30,4
Pröttlin 933 22.693 887 806 27,6 13,5 27,0
Sep. 2015
Lebensleistung + Nutzungsdauer der in den letzten 12 Monaten abgegangenen Kühe:
Kühe Abgangsrate Milch-kg Fett-kg Eiweiß-kg Milch je Milch je Nutzungs-
Futtertag Lebenstag dauer
Jun. 2013 139 39,2 % 21.507 876 742 23,0 12,2 30,8
Sep. 2015 98 27,8 % 25.887 1.017 909 24,6 13,7 34,6
Pröttlin 357 37,8 % 28.237 1.132 1.010 26,1 14,5 35,6
Sep. 2015
Benjamin
Große Weiten - Teil 3
Gestern habe ich die Trockensubstanz bestimmt, denn unser Häcksler ist aktuell in der Maisernte, sodass das Gras mit einem Miethäcksler ohne Feuchtesensor gehäckselt werden soll.
Benjamin
Montag, 28. September 2015
Maiszeit
Benjamin
Samstag, 26. September 2015
Auf Seminar
Zuerst Dr. Kreher aus Bad Liebenwerda über Controlling der Eutergesundheit zur Mastitistherapie mit Arzneimitteleinsparungen und auch am Rande über das von ihm entwickelte "Stalllabor", bei dem direkt Bakterienkulturen angesetzt werden, die dann der Tierarzt noch vor der Behandlung auswerten und entsprechend reagieren kann. Womit kein blindes Behandeln mehr nötig ist um keine Zeit zu verlieren. Über das Verfahren wurde in der TopAgrar vom August 2014 berichtet.
Als zweiter Teil Prof. Geidel von der HTW Dresden über Melktechnik und -arbeit. Wo ich mich stellenweise gefragt habe was man denn im Studium dazu überhaupt gelernt hatte; dort ging es um Melkstandsbauformen inklusive Trigon- und Polygonmelkstand sowie Zitzengummis in unterschiedlicher Form. Aber mal die Hintergründe von Technik und Physiologie kurz und komplett zusammengefasst hat schon was gebracht. Dazu die Arbeitswirtschaft beim Melken, eine Herangehensweise die ich bisher auf wissenschaftlichem Niveau noch nicht gemacht hatte. "1 Minute braucht man pro Kuh, weniger geht nicht, es sei denn man rationalisiert und automatisiert Arbeitsschritte." Als Ergebnis schätze ich das Karussell in Pinnow als verfahrenstechnisch genau richtig ein, wobei da der Zufall schon seinen Anteil hat.
Benjamin
Freitag, 25. September 2015
Am Umziehen
Komplett fertig gestellt ist es doch ein Fortschritt zur ehemaligen Inneneinrichtung, die Beleuchtung der gesamten Halle ist besser und auch die Befahrbarkeit mit den verschobenen Buchtenabtrennungen.
Bloß in die Buchte mit den Trockenschnitzeln passen nur 15 t rein und rollen dann auch schon ziemlich weit raus. Wird es sich zeigen, ob es so dann im Fütterungsalltag funktioniert oder die Abtrennungen wieder abgerissen und an die ursprünglich geplanten Stelle verlegt werden müssen.
Benjamin
Kaspar & Truxi
Wie bei dem überwiegendem Teil der Zwillinge ist es ein Pärchen und damit ist das weiblich höchstwahrscheinlich (so zu 98%) eine unfruchtbare Zwicke.
Grund dafür ist das Anti-Müller-Hormon, das der männliche Embryo gebildet hat, um die stets angelegten Müller-Gänge, aus denen mal die weiblichen Geschlechtsorgane enstehen zurückzubilden. Dieses Hormon gelangt übers Blut zum weiblichen Embryo und beeinträchtigt dann dort die Entwicklung der Geschlechtsorgane.
Entsprechend gibt es dieses Problem bei zwei weiblichen Zwillingen nicht.
Kaspar, entsprechend seinem Vater Kayne benannt:
Und Truxi, entsprechend nach Truxa:
Benjamin
Montag, 21. September 2015
Aktuelles Foto von Kira
Benjamin
Schelle
06 434 AGB Schelle, von der Fellzeichnung her eindeutig von Schecke abstammend:
Benjamin
Schwester für Braunie
Benjamin
Beim Traubenlesen
Als erstes war fast schon traditionell der größte Wingert mit Müller-Thurgau dran. Mengenmäßig war es in Ordnung und von der Qualität mit 76° Oechsle, was dann Rheinhessischer Qualitätswein (QbA = Qualitätswein bestimmter Anbaugebiete) gibt.
Die Sorte Müller-Thurgau wurde von Hermann Müller Ende des 19. Jahrhunderts im Thurgau gezüchtet und war in den 1970ern die meistgepflanzte Rebsorte in Deutschland und daher auch heute noch vor Riesling die Sorte mit der größten Rebfläche in Rheinhessen.
Geerntet wurde mit der betagt-robusten Technik aus Vorwende-Zeiten: Dexheimer Allrad 345 (50 PS, Bj. 82) mit der Krieger K3 (Bj. 89) und zum Transport der Deutz D 5506 (52 PS, Bj. 72) mit Beinlich BTM 6000E (6 m³, Bj. 78).
Benjamin
Montag, 14. September 2015
Doppelrekord
1. Rekord im Tagesgemelk mit 31,95 kg und damit fast ein halbes Kilo über dem Rekord von 31,48 kg am 14.07.2015 (siehe Kommentar zum Post vom 12.07.2015).
2. Rekord bei der abgelieferten Milch mit 9.228,3 l und damit fast 200 l über dem bisherigen Rekord von 9.033,3 l am 09.09.2015 (siehe Post vom 09.09.2015) der damit keine Woche gehalten hat.
Hinzu kommt, dass Boberow aktuell in der Leistung - sowohl absolut als auch energiekorrigiert - ein gutes Stück über Pinnow liegt, auch wenn der tatsächliche Vorsprung sich wegen den Problemen mit der Milchmengenmessung am Karussell nur schlecht abschätzen lässt.
Benjamin
Beim Dampfpflügen
Es gab sehr viel zu sehen:
Das LLFG für Technik und Tierhaltung mit den Forschungs- und Lehrställen und die Räume der Technikausbildung, inklusive der großen Halle für Bodenbearbeitung unter Dach.
Dann Dreschvorführungen mit rund 25 verschiedenen Dreschmaschinen unterschiedlicher Größe und Alter und allen möglichen Antriebsarten vom Göpel bis Elektromotor.
Im alten Kuhstall des Gutes die landtechnische Sammlung (Agraneum Iden) mit Maschinen die zum größten Teil aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stammen.
Höhepunkt war ganz klar die Vorführung des Dampfpflugsatzes des Agrarbildungszentrum Schönbrunn in Landshut. Mit Baujahr 1928 eher jüngere Exemplare und auf jeweils 220 PS gedrosselt. Aber die Altmärker Wische mit dem schweren Minutenböden ist angestammtes Dampfpfluggebiet und so es war nach dem Regen auch zu nass. Ein Traktor hätte bestimmt eine Riesensauerei gemacht, aber die Pfluglokomotiven stehen ja am Feldrand.
Als Dampfmaschine mit gleichmäßiger Verbrennung ist es nicht besonders laut, aber alles vibriert unter Last extrem und wenn der Untergrund rutschig ist zieht sich die Pfluglokomotive mal selbst einen halben Meter zur Seite in den Boden rein. Bei über 20 t Eigengewicht.
An das Eindrucksvolle eines Dampfpflugs kommt nun mal keine moderne Landtechnik ansatzweise heran:
Benjamin
Auf der Mela
Dieses Jahr war die Jubiläums-Mela, da nun die 25.. Ich war am Donnerstag mit meinen Kollegen gleich am ersten, noch ruhigen, Messetag dort.
Die landwirtschaftliche Branche im Nordosten ist halt doch recht überschaubar, sodass man viele Bekannte traf und von den Geschäftspartnern sehr gut verpflegt wurde.
Im krassen Gegensatz dazu stand Arla, die uns keinen Kakao spendieren wollten; wo sie den eigenen Genossen mit ihrem Arlagarden-Programm so viele Knüppel zwischen die Beine werfen und wir den Größenwahn der dänischen Bonzen im Vorstand auch dieses Jahr mit mehreren hunderttausend Euro sponsern. Also solch ein Verhalten verbirgt sich hinter dem tollen Gehört-uns-Milchbauern-Siegel http://www.arlafoods.de/uber-uns/arla-milchbauern/
Bei der RinderAllianz wurden die neuen Zuchtwerte vorgestellt, die als erste aus einer ganzen Reihe aus den Daten des ProFit-Testherdenprogramms entwickelt wurden und nun fast nach 10 Jahren die ersten Ergebnisse für die Zucht liefern. Damit haben RinderAllianz und RBB nun einen großen Vorsprung gegenüber den anderen Zuchtverbänden, die aktuell sich gerade Gedanken über Testherdenprogramme machen.
http://rinderallianz.de/news/aktuelles/news-detailseite/getarticle/detail/neue-zuchtwerte-fuer-gesuendere-kuehe/
Das diesjährige Tier der Mela war die Deutsche Holstein. Und da die Anbindehaltung in den neuen Bundesländern seit Jahrzehnten gar keine Bedeutung mehr hat wurden die Kühe nun nicht wie auf Schauen üblich angebunden sondern in einem ganz normalen Stallabteil gezeigt. Jede mit einem Halsband markiert für die Zuordnung zu den Infotafeln. Und für die ausgestellten Kälber gab es einen Tränkeautomat; man muss halt bei der Tierpräsentation nicht im 19. Jahrhundert stehenbleiben.
Benjamin
Bei den Para-Transen
Da es ein Übergang von normaler Trockensteherfütterung zur Fütterung der melkenden Kühe ist nennt man es auch Transit-Fütterung; diese Transit-Gruppe, die in der Abkalbebucht steht nennen wir im Alltagsbetrieb kurz Transen.
Einmal wöchentlich werden mittwochs Nachmittags im Trockensteherstall ("V-Halle") die Kühe, die in den nächsten 13 - 19 Tagen kalben sollen, als Transen aussortiert und in die Abkalbebucht ("Bullenstall") gebracht.
Letzte Woche war auch Truxa dabei, Besonderheit bei ihr ist, dass sie auf der anderen Stallseite in die spezielle Bucht für Paratuberkolose-positive Kühe kam. Weil sich die Kälber nur im ersten halben Jahr über Milch und Kot anstecken können wird deshalb in der Abkalbebox zwischen unbelastetem und belastetem Mist unterteilt, um das Ansteckungsrisiko zu verringern.
Benjamin
Mittwoch, 9. September 2015
Endlich: 9.000 l geknackt!
Der bisherige Rekord lag bei 8.948 l am 22.07.2013 (siehe Post vom 22.07.2013) und über die 9.000 l zum kommen war ein großes Ziel, die meiste Zeit aber sehr unrealistisch.
Die letzten Tage war die Leistung sehr gut (etwas über 30 kg) und nach den vielen Abkalbungen der letzten Monate auch entsprechend viele Kühe melkend. Beides für sich keine Rekordwerte, aber zusammengenommen. Es hat sich langsam angedeutet und als ich heute früh die Ergebnisse des nachmittaglichen Melkens nachgekuckt habe und es heute früh auch viel Milch gab, war es endlich soweit. Erstmals in der Boberower Gesichte über 9.000 l am Tag abgeliefert:
9.033,3 l
Benjamin





































