Am Freitag war ich in Schönhagen bei der PBK zu einer Konferenz zur Kälberaufzucht. Nach ihrem Besuch bei uns in Pinnow (siehe Post vom 20.03.2018) war die Entscheidung gefallen auf Ad-libitum-Tränke umzustellen. Aber wenn schon dann richtig und nach wissenschaftlichen Erkenntnissen. Daher eine Konferenz zusammen mit bekannten Betrieben und per Videoschaltung der Versuchsleiter meines Stammbetriebs Hofgut Neumühle.
Die Erkenntnisse waren nicht alle neu, aber gut zusammengefasst und die Umsetzbarkeit diskutiert:
Kolostrumversorgung als Allerwichtigstes: So schnell, so viel und so hohe Qualität wie möglich. Mit Refraktometer die Qualität bestimmen und über eine Kolostrumbank die Verfügbarkeit sicherstellen. Und die Erfahrungen, dass neugeborene Kälber direkt in der Abkalbebucht mehr saufen als wenn schon ins Iglu gebracht. (--> habe ich auf der Neumühle auch schon gemacht).
Bei Ad-libitum-Fütterung müssen die Kälber am Saufen gehalten werden, die Eimer dürfen nicht leer werden.
Für die weitere Tränkeperiode am Automaten dann ein spätes und langsames Absetzen bis hin zu 14 Wochen Alter. Aber dafür sind die allermeisten Betriebe baulich gar nicht ausgelegt, würde es ungefähr der anderthalbfachen Anzahl an Tränkekälber bedeuten. In Boberow war schon die Umstellung von 70 auf 80 Tage sehr eng.
Dann ging es für die PBK an die konkrete Umsetzung. Eine Diskussionskultur, die ich von daheim nicht kenne: Alle Beteiligten an einem Tisch und das Ziel klar - weitere Verbesserung. Wie und was zu machen ist. Kein Ach Nee, Vielleicht, Vielleicht doch nicht. Kurz und bündig der Beschluss, dass endlich eine Eimerwaschmaschine angeschafft wird (siehe Post vom 23.11.2016). Und im Anschluss auch gleich bestellt; "Soll ich für Euch auch eine mitbestellen?" Einen Platz dafür ließe sich in der neuen Kälberküche bestimmt noch integrieren.
Benjamin
Montag, 16. April 2018
Sonntag, 15. April 2018
Delpro-Schulung
Mit den Delpro als Programm fürs Melkkarussell arbeiten wird seit über zwei Jahren (siehe Post vom 10.03.2016), es läuft rund nachdem wir seit Ewigkeiten keine neue Version bekommen haben, die immer erstmal tagelang Probleme bereiteten.
Am Donnerstag bekamen wir die lange geplante und zwischenzeitlich wieder vergessene Schulung dafür. War weniger eine klassische Einweisung als vielmehr zwischen Fortgeschrittenen-Kurs und Problemdiskussion.
Es ging hauptsächlich um die ganzen Probleme: Dass Delpro keine Listen automatisch aktualisieren kann, z.B. die Übersicht der Kühe mit Aktivitätsalarm, sodass ein automatischer Druck keinen Sinn macht. Das gleiche bei der MLP, wo sich mit einer Hotkey-Funktion beholfen wird, die aber ab und an abstürzt.
Aber es gab auch Sachen, die wir in den letzten beiden Jahren im Programm nicht gefunden hatten:
Die Eingabe von Milchmengen: "Sie können die Milchmengen ändern." "Manipulieren?" Mir kamen aber trotzdem gleich die frischabgekalbten Kühe in den Sinn, die in die Kanne gemolken werden und nicht über die Milchmengenmessung laufen. Da könnte man die Schätzungen direkt ins System eingeben.
Dann wirklich eine Arbeitserleichterung: Das Eintippen von Tierlisten für Aktionen, z.B. das tägliche Eingeben für das Raussortieren zur Besamung. Das machten wir bisher entweder bei jedem einzelnen Tier oder suchten sie aus der Liste des gesamten Bestands raus.
Auch die ganzen Auswertungsmöglichkeiten im Hintergrund, was bei den Übersichtslisten für die Melkzeiten usw. alles hintendran gespeichert ist.
Nach so langer Zeit Learning-by-Doing ist man nicht ganz ahnungslos, aber es gab paar interessante Erkenntnisse. Und hoffentlich gelangt unser Mängelbericht in die richtigen Hände.
Ein Diagramm, das ich bisher nicht kannte. Die ganze Melkzeit ist dargestellt; auf der X-Achse die Zeit, auf der Y-Achse die einzelnen Plätze. Jede gemolkene Kuh ist in einem Strich dargestellt, von Erkennung, Ansetzen bis Abnahme des Melkzeugs. Sieht man sofort an der Farbe die "Falschfahrer" in einer anderen Gruppe:
Benjamin
Am Donnerstag bekamen wir die lange geplante und zwischenzeitlich wieder vergessene Schulung dafür. War weniger eine klassische Einweisung als vielmehr zwischen Fortgeschrittenen-Kurs und Problemdiskussion.
Es ging hauptsächlich um die ganzen Probleme: Dass Delpro keine Listen automatisch aktualisieren kann, z.B. die Übersicht der Kühe mit Aktivitätsalarm, sodass ein automatischer Druck keinen Sinn macht. Das gleiche bei der MLP, wo sich mit einer Hotkey-Funktion beholfen wird, die aber ab und an abstürzt.
Aber es gab auch Sachen, die wir in den letzten beiden Jahren im Programm nicht gefunden hatten:
Die Eingabe von Milchmengen: "Sie können die Milchmengen ändern." "Manipulieren?" Mir kamen aber trotzdem gleich die frischabgekalbten Kühe in den Sinn, die in die Kanne gemolken werden und nicht über die Milchmengenmessung laufen. Da könnte man die Schätzungen direkt ins System eingeben.
Dann wirklich eine Arbeitserleichterung: Das Eintippen von Tierlisten für Aktionen, z.B. das tägliche Eingeben für das Raussortieren zur Besamung. Das machten wir bisher entweder bei jedem einzelnen Tier oder suchten sie aus der Liste des gesamten Bestands raus.
Auch die ganzen Auswertungsmöglichkeiten im Hintergrund, was bei den Übersichtslisten für die Melkzeiten usw. alles hintendran gespeichert ist.
Nach so langer Zeit Learning-by-Doing ist man nicht ganz ahnungslos, aber es gab paar interessante Erkenntnisse. Und hoffentlich gelangt unser Mängelbericht in die richtigen Hände.
Ein Diagramm, das ich bisher nicht kannte. Die ganze Melkzeit ist dargestellt; auf der X-Achse die Zeit, auf der Y-Achse die einzelnen Plätze. Jede gemolkene Kuh ist in einem Strich dargestellt, von Erkennung, Ansetzen bis Abnahme des Melkzeugs. Sieht man sofort an der Farbe die "Falschfahrer" in einer anderen Gruppe:
Benjamin
Donnerstag, 12. April 2018
Neues von Sakura
Sakura ist zwar nicht unsere jüngste Wagyu, aber die letzte aus Embryotransfer Stammende, die entsprechend bei der Milchproduktion geboren wurde. Anfangs war sie ein kleines Kalb von 20 kg, das nicht recht wachsen wollte und es ein ziemliches Theater um die Abstammung gab (siehe Post vom 11.05.2017).
Seit letzter Woche ist sie im Boberower Jungviehstall.
Heute hat Sakura Geburtstag und ist ein Jahr alt geworden.
Und mit einem Jahr jetzt ist sie die schönste Wagyu die wir bisher hatten: Sehr harmonische Proportionen und ein glattes, glänzendes Fell. Im Gegensatz zu den Anderen, die alle recht scheu sind kommt sie immer her und lässt sich streicheln.
Graue Wagyu-Zunge:
Benjamin
Seit letzter Woche ist sie im Boberower Jungviehstall.
Heute hat Sakura Geburtstag und ist ein Jahr alt geworden.
Und mit einem Jahr jetzt ist sie die schönste Wagyu die wir bisher hatten: Sehr harmonische Proportionen und ein glattes, glänzendes Fell. Im Gegensatz zu den Anderen, die alle recht scheu sind kommt sie immer her und lässt sich streicheln.
Graue Wagyu-Zunge:
Benjamin
Montag, 9. April 2018
Hautfarben
Ein Foto von letzter Woche, als Nr. 1080 noch in der Pinnower Abkalbebucht stand und ihre Haut so schön in der Mittagssonne glänzte. Sie hat nämlich so gut wie gar keine Haare. Bei so vielen Kühen hat man halt manchmal seltene und seltsame Sachen dabei. Bei ihr fing es vorletztes Jahr an dass sie lauter Stellen bekam an der die Haare ausfielen. Konnte aber keine Ursache dafür gefunden werden und ansonsten ist sie ja gesund. Irgendwann war sie fast komplett nackt.
Man sieht an ihr mal die Hautfarbe der Schwarzbunten: Unter dem schwarzen Fell grau und unter dem weißen helles Rosa. Paar Haare hat sie aber noch, z.B. auf der Nase oder in den Ohren.
Benjamin
Man sieht an ihr mal die Hautfarbe der Schwarzbunten: Unter dem schwarzen Fell grau und unter dem weißen helles Rosa. Paar Haare hat sie aber noch, z.B. auf der Nase oder in den Ohren.
Benjamin
Sonntag, 8. April 2018
Probefahrt abgeschlossen
Die Probefahrt mit dem Milchtaxi ist mittlerweile abgeschlossen und es wurde vor drei Wochen endlich gekauft. Das ist jetzt die dritte Neuinvestition in die Milchproduktion seit ich dabei bin; die anderen waren der erste Silagetrockner und das Kälberauto.
Als bestes der Angebote wurde der Vorführer übernommen und mit der SmartMix-Funktion nachgerüstet, um flexibler beim Personal sein zu können. Dass es für Vertretungen einfacher mit der Bedienung ist.
Und der Service von Holm&Laue ist wirklich super: Nicht nur dass sie so lange Geduld hatten bis bei uns die offizielle Entscheidung zur Investition fiel; die Nachrüstung war eigentlich für die kommende Woche abgesprochen gewesen wegen dem ganzen Stress nach Ostern, waren dann aber jetzt am Dienstag schon da.
Als erstes wurde die Konzentration vom Milchpulver hochgesetzt. Mit dem SmartMix zeigte sich nämlich, dass nicht die vorgesehenen 160 g sondern nur 120 g pro Liter genommen wurde. Da war die Tabelle zur Dosierung falsch berechnet gewesen...
35 Kälber füttern in einer halben Stunde vom Wasser einfüllen bis Reinigung einschalten, ohne viel Bücken nach Eimern und Schlepperei.
Das Milchtaxi auf seinem Parktplatz in der Kälberküche des alten Kälberstalls, wo die benötigte Steckdose angebracht wurde:
Benjamin
Als bestes der Angebote wurde der Vorführer übernommen und mit der SmartMix-Funktion nachgerüstet, um flexibler beim Personal sein zu können. Dass es für Vertretungen einfacher mit der Bedienung ist.
Und der Service von Holm&Laue ist wirklich super: Nicht nur dass sie so lange Geduld hatten bis bei uns die offizielle Entscheidung zur Investition fiel; die Nachrüstung war eigentlich für die kommende Woche abgesprochen gewesen wegen dem ganzen Stress nach Ostern, waren dann aber jetzt am Dienstag schon da.
Als erstes wurde die Konzentration vom Milchpulver hochgesetzt. Mit dem SmartMix zeigte sich nämlich, dass nicht die vorgesehenen 160 g sondern nur 120 g pro Liter genommen wurde. Da war die Tabelle zur Dosierung falsch berechnet gewesen...
35 Kälber füttern in einer halben Stunde vom Wasser einfüllen bis Reinigung einschalten, ohne viel Bücken nach Eimern und Schlepperei.
Das Milchtaxi auf seinem Parktplatz in der Kälberküche des alten Kälberstalls, wo die benötigte Steckdose angebracht wurde:
Benjamin
Samstag, 7. April 2018
Junglandwirtetreff
Gestern waren wir auf der Milchviehanlage in Pinnow Gastgeber der ersten Veranstaltung diesen Jahres des Prignitzer Junglandwirtetreffs. Eine lose Runde, um die junge Generation in der zweiten Reihe auf den Betrieben zu vernetzen.
Zunächst gab es eine Führung über die Anlage, mit der Biogasanlage, Fischanlage und den Ställen. Da waren sie schnell der Meinung, dass mit der geplanten Konzentration der Milchkühe in Pinnow es mit neuem Kälberstall und Kuhstall nicht getan sein, sondern auch ein neuer Trockensteherstall, Abkalbestall und Futterhalle benötigt wird. Die Standardantwort wie immer: "Mir ist das bewusst!"
Danach wurde vor dem Melkhaus gegrillt und im Schulungsraum in geselliger Runde gefachsimpelt. Wo die meisten Pflanzenbauer sind konnte ich nicht ganz so mithalten, aber eine Abwechslung zum reinen Herdenmanager-Umfeld war es auch mal.
Ganz optimistisch wurde der nächste Termin auf Juni festgesetzt vor der Getreideernte, wo bei uns eh vom 1. Schnitt Ackergras Ende April (dieses Jahr nicht) bis zum Körnermais im Oktober durchgehend Ernte ist.
Benjamin
Zunächst gab es eine Führung über die Anlage, mit der Biogasanlage, Fischanlage und den Ställen. Da waren sie schnell der Meinung, dass mit der geplanten Konzentration der Milchkühe in Pinnow es mit neuem Kälberstall und Kuhstall nicht getan sein, sondern auch ein neuer Trockensteherstall, Abkalbestall und Futterhalle benötigt wird. Die Standardantwort wie immer: "Mir ist das bewusst!"
Danach wurde vor dem Melkhaus gegrillt und im Schulungsraum in geselliger Runde gefachsimpelt. Wo die meisten Pflanzenbauer sind konnte ich nicht ganz so mithalten, aber eine Abwechslung zum reinen Herdenmanager-Umfeld war es auch mal.
Ganz optimistisch wurde der nächste Termin auf Juni festgesetzt vor der Getreideernte, wo bei uns eh vom 1. Schnitt Ackergras Ende April (dieses Jahr nicht) bis zum Körnermais im Oktober durchgehend Ernte ist.
Benjamin
Freitag, 6. April 2018
Richtung 10-Tonner
Tinas Erfolgsgeschichte wird fortgesetzt!
Heute war große Trächtigkeitsuntersuchung. 39 Kühe waren dran, weil letztmals vor drei Wochen und da hatte sich einiges aufgestaut. Weihnachten und Ostern sind im ganzen Jahresablauf die größten Störfaktoren, zwei Feiertage auf einmal bringen den Arbeitsrhythmus total durcheinander.
Tina war auch dabei und ist mit ihrem 10. Kalb tragend, vom Bullen Gunvald (Weißblauer Belgier). Der Kalbetermin wird um den 16. November rum sein. Das ist gerade die Woche in der EuroTier ist... Aber wenn die beste Kuh kalbt müssen eh die besten Leute eingeteilt werden.
Nach dem Etappenziel 100.000 Liter geht sie jetzt in Richtung 10-Tonner. 10 Tonnen Milchfett und -eiweiß. Momentan hat sie rund 7.600 kg, ist also noch ein gutes Stück bzw. äußerst ambitioniertes Ziel.
Und der Richtigkeit halber: Bei ihr werden die 10 Tonnen vor den 150.000 Liter kommen wie bei den meisten anderen Kühen auch.
Auf die nächsten erfolgreichen Jahre!
Benjamin
Heute war große Trächtigkeitsuntersuchung. 39 Kühe waren dran, weil letztmals vor drei Wochen und da hatte sich einiges aufgestaut. Weihnachten und Ostern sind im ganzen Jahresablauf die größten Störfaktoren, zwei Feiertage auf einmal bringen den Arbeitsrhythmus total durcheinander.
Tina war auch dabei und ist mit ihrem 10. Kalb tragend, vom Bullen Gunvald (Weißblauer Belgier). Der Kalbetermin wird um den 16. November rum sein. Das ist gerade die Woche in der EuroTier ist... Aber wenn die beste Kuh kalbt müssen eh die besten Leute eingeteilt werden.
Nach dem Etappenziel 100.000 Liter geht sie jetzt in Richtung 10-Tonner. 10 Tonnen Milchfett und -eiweiß. Momentan hat sie rund 7.600 kg, ist also noch ein gutes Stück bzw. äußerst ambitioniertes Ziel.
Und der Richtigkeit halber: Bei ihr werden die 10 Tonnen vor den 150.000 Liter kommen wie bei den meisten anderen Kühen auch.
Auf die nächsten erfolgreichen Jahre!
Benjamin
Donnerstag, 5. April 2018
100.000 Liter - Teil 2
Gesterm kamen die Ergebnisse der Milchleistungprüfung vom März aus Verden zurück, gleich eingespielt und nachgekuckt was bei Tina steht. Ihre Lebensleistung berechnet zum Montag letzter Woche:
Benjamin
Benjamin
Dienstag, 3. April 2018
Es wird Frühling
Es ist April und endlich hält auch der Frühling bei uns Einzug. Am 1. gab es noch passend zu Ostern Schnee, der aber bis Mittag weggeschmolzen war. Und heute 17 Grad, etwas Sonne und am Abend auch gleich ein Gewitter.
Die Boberower Störche sind auch schon da, dieses Jahr deutlich früher, sodass sie quasi noch mitten im Winter bei Schnee und Nachtfrost ankamen. Den einen sah ich am Montag letzter Woche, den zweiten dann dienstags. Ist für die ein Glücksspiel bei welchem Wetter sie ankommen wenn sie da unten in Afrika losfliegen. Und dieses Jahr hatten sie nunmal Pech.
Jetzt ist der Winter vorbei. Mit dem Weideauftrieb dürfte bis Anfang Mai dauern, so wenig wie das Gras bisher gewachsen ist:
Benjamin
Die Boberower Störche sind auch schon da, dieses Jahr deutlich früher, sodass sie quasi noch mitten im Winter bei Schnee und Nachtfrost ankamen. Den einen sah ich am Montag letzter Woche, den zweiten dann dienstags. Ist für die ein Glücksspiel bei welchem Wetter sie ankommen wenn sie da unten in Afrika losfliegen. Und dieses Jahr hatten sie nunmal Pech.
Jetzt ist der Winter vorbei. Mit dem Weideauftrieb dürfte bis Anfang Mai dauern, so wenig wie das Gras bisher gewachsen ist:
Benjamin
Montag, 2. April 2018
Neuer Kaffeeröster
Habe jetzt einen neuen "Kaffeeröster". Vor knapp vier Jahren habe ich mit dem Koster-Tester (siehe Post vom 02.07.2014) mit der Trockensubstanzbestimmung begonnen.
Was eines der zentralen Bestandteile des Fütterungscontrollings ist hatte ich da erst eingeführt: Die Trockensubstanz der Silagen bestimmen um danach die Rationen zu korrigieren, denn die Mischwagen werden nach Frischmasse beladen und die Kühe verdauen nach Trockenmasse. Wenn die Trockensubstanz der Silagen schwankt verändert sich damit auch die Ration.
Sagte ich damals das der außen primitiv aussieht und innen nicht so sehr hatte ich mich doch arg getäuscht: Anfang März ging der kaputt, das Gebläse lief noch aber die Heizspirale nicht mehr. Die war nämlich gerissen. Das Ding aufgeschraubt und sofort als Totalschaden eingestuft, denn wie das im Inneren "zusammengebruzzelt" war, auf dem Stand des 19. Jahrhunderts. Dass man sowas legal nach Deutschland einführen darf oder ging der etwa am Zoll vorbei...
Der neue Trockner ist da bedeutend höherwertiger verarbeitet und was man von außen erkennen kann vom Stand der Technik gefühlte 150 Jahre moderner. Für die interessierten Kuhblogleser: Es ist ein Droge stof tester von Bakhuis koudetechniek aus den Niederlanden, die Milchtanks und Kühltechnik vertreiben und auch den Trockner herstellen. Vertrieben wird er in Deutschland u.a. von ForFarmers, über die ich ihn bezogen habe.
Koster-Tester (links; kaputt) und Bakhuis Droge stof tester (gleich in Benutzung):
Benjamin
Was eines der zentralen Bestandteile des Fütterungscontrollings ist hatte ich da erst eingeführt: Die Trockensubstanz der Silagen bestimmen um danach die Rationen zu korrigieren, denn die Mischwagen werden nach Frischmasse beladen und die Kühe verdauen nach Trockenmasse. Wenn die Trockensubstanz der Silagen schwankt verändert sich damit auch die Ration.
Sagte ich damals das der außen primitiv aussieht und innen nicht so sehr hatte ich mich doch arg getäuscht: Anfang März ging der kaputt, das Gebläse lief noch aber die Heizspirale nicht mehr. Die war nämlich gerissen. Das Ding aufgeschraubt und sofort als Totalschaden eingestuft, denn wie das im Inneren "zusammengebruzzelt" war, auf dem Stand des 19. Jahrhunderts. Dass man sowas legal nach Deutschland einführen darf oder ging der etwa am Zoll vorbei...
Der neue Trockner ist da bedeutend höherwertiger verarbeitet und was man von außen erkennen kann vom Stand der Technik gefühlte 150 Jahre moderner. Für die interessierten Kuhblogleser: Es ist ein Droge stof tester von Bakhuis koudetechniek aus den Niederlanden, die Milchtanks und Kühltechnik vertreiben und auch den Trockner herstellen. Vertrieben wird er in Deutschland u.a. von ForFarmers, über die ich ihn bezogen habe.
Koster-Tester (links; kaputt) und Bakhuis Droge stof tester (gleich in Benutzung):
Benjamin
Sonntag, 1. April 2018
10 Jahre mit Rindern
Heute feiere ich mein 10-jähriges "Kuhjubiläum". Allgemein auf Rinder bezogen, wo Mutterkühe nur am Rande vorkamen: Am 1. April 2008 begann ich mein Vorpraktikum für das Studium auf Hofgut Neumühle - das ich bis heute als meinen Stammbetrieb ansehe. Zunächst war es neben den Mutterkühen, Mastbullen, auch der Schafhaltung vor allem der Kälberversuch zur Trocken-TMR (siehe auch Post vom 13.03.2016).
In den letzten zehn Jahren hat sich vor allem zahlenmäßig was getan und nach wie vor gilt: Ein Leben ohne Kühe ist möglich, aber sinnlos.
Benjamin
In den letzten zehn Jahren hat sich vor allem zahlenmäßig was getan und nach wie vor gilt: Ein Leben ohne Kühe ist möglich, aber sinnlos.
Benjamin
Samstag, 31. März 2018
Aktueller Baufortschritt - Teil 2
Momentan gehen die Arbeiten am neuen Kälberstall in Pinnow so rasch voran, dass ich zwar den Baufortschritt mitbekomme, wenn ich mehrmals täglich dran vorbeilaufe, aber zu ausführlichen Begutachtungen komme ich zu selten.
Der Teil für die Kälberboxen ist betoniert und die Wände für die Kälberküche gemauert:
Der Teil für die Gruppenhaltung sieht grundlegend anders aus als noch vor zwei Wochen: Die Güllekanäle wurden betoniert und aufgemauert, die Pfosten für die Buchtenabtrennungen gesetzt, Anfang dieser Woche die Spaltenböden verlegt und schon die eine Seite aufgefüllt und die Bewehrung für den Boden des Tiefstreuteils:
Benjamin
Der Teil für die Kälberboxen ist betoniert und die Wände für die Kälberküche gemauert:
Der Teil für die Gruppenhaltung sieht grundlegend anders aus als noch vor zwei Wochen: Die Güllekanäle wurden betoniert und aufgemauert, die Pfosten für die Buchtenabtrennungen gesetzt, Anfang dieser Woche die Spaltenböden verlegt und schon die eine Seite aufgefüllt und die Bewehrung für den Boden des Tiefstreuteils:
Benjamin
Freitag, 30. März 2018
Neue Frisur
Heute war Feiertag und frei für mich. Und wenn ich Zeit habe mache ich mal Sachen zu denen ich normalerweise nicht komme.
Bei dem schönen Wetter, nach Nachtfrost war es mittags sonnig und acht Grad warm habe ich in Sargleben zur Besamungszeit als die Färsen im Fressgitter standen ihnen die Schwänze geschoren. In diesem Alter sind die noch recht sauber und mit der Akkuschermaschine geht es auch sehr gut.
In einer der Gruppen läuft auch Hokkaido mit. Sie ist mittlerweile 33 Monate alt und nach diversen Spülungen für Embryonen immer noch nicht tragend, dafür aber total fett und gefühlt breiter als hoch. Sie hat entsprechend schlechte Erfahrungen mit dem Fressgitter gemacht und ist sehr misstrauisch. Wie ich mit der Reihe durch war hatte sie sich doch noch eingefangen und auch den Schwanz geschoren bekommen. Sie hat noch ihr Winterfell mit so schöner Wolle und mit der Schermaschine in der Hand und den Fettstiften in der Jackentasche...
RZV ist die Abkürzung für die Rinderzucht- und Vermarktungs-GmbH Pröttlin, die Tochtergesellschaft für die Mutterkühe:
Benjamin
Bei dem schönen Wetter, nach Nachtfrost war es mittags sonnig und acht Grad warm habe ich in Sargleben zur Besamungszeit als die Färsen im Fressgitter standen ihnen die Schwänze geschoren. In diesem Alter sind die noch recht sauber und mit der Akkuschermaschine geht es auch sehr gut.
In einer der Gruppen läuft auch Hokkaido mit. Sie ist mittlerweile 33 Monate alt und nach diversen Spülungen für Embryonen immer noch nicht tragend, dafür aber total fett und gefühlt breiter als hoch. Sie hat entsprechend schlechte Erfahrungen mit dem Fressgitter gemacht und ist sehr misstrauisch. Wie ich mit der Reihe durch war hatte sie sich doch noch eingefangen und auch den Schwanz geschoren bekommen. Sie hat noch ihr Winterfell mit so schöner Wolle und mit der Schermaschine in der Hand und den Fettstiften in der Jackentasche...
RZV ist die Abkürzung für die Rinderzucht- und Vermarktungs-GmbH Pröttlin, die Tochtergesellschaft für die Mutterkühe:
Benjamin
Nach Werneuchen - Teil 2
Zweiter Teil des Praxisseminars waren Vorträge zur Sensortechnik in der Milchviehhaltung. Halt Landwirtschaft 4.0; das Thema wird zunehmend bedeutender.
Der erste Vortrag war von Hrn. Fasching von der Höheren Bundes-Lehr- und Forschungsanstalt (HBLFA) Raumberg-Gumpenstein in der Steiermark; neben der BOKU in Wien die bedeutenste Adresse für Agrarforschung in Österreich. Dass dort viel zur Sensortechnik geforscht wird wusste ich, denn im Studium hatte ich dortige Studien zur Pansen-pH-Messungen gelesen.
Da in Österreich 500.000 Kühe von 30.000 Betrieben gehalten werden gibt es einerseits wenige größere Betriebe, die klassisches Anwendungsfeld für Sensortechnik sind aber dafür sehr viele im Nebenerwerb geführte Milchviehbetriebe, bei denen die Sensortechnik den größten Teil des Tages die Überwachung übernehmen soll. Eine solche Herangehensweise war auch der Grund für die Entwicklung von Smartbow.
Es ging um die verbreitesten Möglichkeiten von Aktvititäts- und Wiederkaumessung, Sensitivität und Spezifität und auch die schon öfters gehörte Aussage, dass heute nicht mehr die eigentlichen Sensoren entscheidend sind sondern die Algorithmen dahinter, die die Daten auswerten und die Alarmmeldungen generieren. Aus diesem Grund wäre SCR mit Heatime im Markt auch führend, weil sie einfach die meiste Erfahrungen haben.
Der zweite Vortrag war von Hrn. Plesse, der bei Förster Technik das Smart Calf System mitentwickelt hat (siehe auch Post vom 23.11.2016; bzw. bei Förster).Im Grundsatz war mir das alles schon bekannt, aber nochmal eine detailreiche Erläuterung.
Das System besteht aus drei Komponenten:
1. Activity Box mit dem beweglich gelagerten Nuckel. Dadurch kann das Kalb wie am Euter der Kuh stoßen und anhand der ausgeübten Kraft kann recht gut auf den Gesundheitszustand geschlossen werden. Ist nachrüstbar und würde um die 800 € kosten.
2. Smart Neckband. Das Transponderhalsband für die Kälber mit Aktivitätsmessung. Und der Lampe oben drauf, damit können alle Kälber "beleuchtet" werden, die nicht genug gesoffen haben etc. Bzw. ganz aktuell mit neuem Fieberthermometer - scheinbar mit Transponder - kann dann die Temperatur vollelektronisch dem Kalb zugeordnet und im System gespeichert werden. Oder auch bei Impfungen die Dokumentation.
3. Smart Water Station. Die Ermittlung der Wasseraufnahme jedes Kalbes. Einmal ob es zu wenig oder zu viel (Durchfall) säuft und dann das individuelle Ansteuern der Abtränkekurve jeden einzelnen Kalbs anhand der Pansenentwicklung. Denn wenn der Pansen "rund" läuft und aus dem Kalb ein Wiederkäuer geworden ist braucht es deutlich mehr Wasser für die Fermentation. Auch hier die wissenschatliche Erkenntnis, dass eine Tränkedauer von 10 oder sogar nur 8 Wochen den physilogischen Gegebenheit in keinster Weise entsprechen.
Benjamin
Der erste Vortrag war von Hrn. Fasching von der Höheren Bundes-Lehr- und Forschungsanstalt (HBLFA) Raumberg-Gumpenstein in der Steiermark; neben der BOKU in Wien die bedeutenste Adresse für Agrarforschung in Österreich. Dass dort viel zur Sensortechnik geforscht wird wusste ich, denn im Studium hatte ich dortige Studien zur Pansen-pH-Messungen gelesen.
Da in Österreich 500.000 Kühe von 30.000 Betrieben gehalten werden gibt es einerseits wenige größere Betriebe, die klassisches Anwendungsfeld für Sensortechnik sind aber dafür sehr viele im Nebenerwerb geführte Milchviehbetriebe, bei denen die Sensortechnik den größten Teil des Tages die Überwachung übernehmen soll. Eine solche Herangehensweise war auch der Grund für die Entwicklung von Smartbow.
Es ging um die verbreitesten Möglichkeiten von Aktvititäts- und Wiederkaumessung, Sensitivität und Spezifität und auch die schon öfters gehörte Aussage, dass heute nicht mehr die eigentlichen Sensoren entscheidend sind sondern die Algorithmen dahinter, die die Daten auswerten und die Alarmmeldungen generieren. Aus diesem Grund wäre SCR mit Heatime im Markt auch führend, weil sie einfach die meiste Erfahrungen haben.
Der zweite Vortrag war von Hrn. Plesse, der bei Förster Technik das Smart Calf System mitentwickelt hat (siehe auch Post vom 23.11.2016; bzw. bei Förster).Im Grundsatz war mir das alles schon bekannt, aber nochmal eine detailreiche Erläuterung.
Das System besteht aus drei Komponenten:
1. Activity Box mit dem beweglich gelagerten Nuckel. Dadurch kann das Kalb wie am Euter der Kuh stoßen und anhand der ausgeübten Kraft kann recht gut auf den Gesundheitszustand geschlossen werden. Ist nachrüstbar und würde um die 800 € kosten.
2. Smart Neckband. Das Transponderhalsband für die Kälber mit Aktivitätsmessung. Und der Lampe oben drauf, damit können alle Kälber "beleuchtet" werden, die nicht genug gesoffen haben etc. Bzw. ganz aktuell mit neuem Fieberthermometer - scheinbar mit Transponder - kann dann die Temperatur vollelektronisch dem Kalb zugeordnet und im System gespeichert werden. Oder auch bei Impfungen die Dokumentation.
3. Smart Water Station. Die Ermittlung der Wasseraufnahme jedes Kalbes. Einmal ob es zu wenig oder zu viel (Durchfall) säuft und dann das individuelle Ansteuern der Abtränkekurve jeden einzelnen Kalbs anhand der Pansenentwicklung. Denn wenn der Pansen "rund" läuft und aus dem Kalb ein Wiederkäuer geworden ist braucht es deutlich mehr Wasser für die Fermentation. Auch hier die wissenschatliche Erkenntnis, dass eine Tränkedauer von 10 oder sogar nur 8 Wochen den physilogischen Gegebenheit in keinster Weise entsprechen.
Benjamin
Samstag, 24. März 2018
Nach Werneuchen - Teil 1
Aus Platzmangel wurde sich damals gegen ein konventionelles Melkzentrum mit Karussell entschieden sondern für Melkroboter. Ausgelegt ist der Stall für 700 Kühe in vier Gruppen mit 4 Melkrobotern; GEA MIone, 2x mit drei Boxen und 2x mit vier Boxen.
In der Gestaltung des Stalls und dem Management gibt es für einen Roboterbetrieb einige Besonderheiten:
- Absolut freier Kuhverkehr, der Roboter steht einfach am Ende der Gruppe, es gibt nur Hubtore, um mal Kühe abgrenzen zu können
- Keinerlei Selektionmöglichkeiten, bis auf die Klauenpflege finden alle Arbeiten an der Kuh in der Gruppe statt. Dafür mit Kuhortungssystem (CowView) um nicht lange suchen zu müssen.
- Die 4 Gruppen werden nicht wie bei Robotern üblich als eigenständige Herden geführt sondern als klassische Leistungsgruppen der TMR-Fütterung.
- Extreme Ausrichtung auf Arbeitszeiteinsparung; es werden nur wenige Kühe zum Melken geholt und nicht mit voller Auslastung gearbeitet, um nächtliche Ausfälle einzelner Roboterboxen erst in der Frühschicht beheben zu können.
- Frischabgekalbte Kühe werden zunächst noch im alten Melkstand gemolken bevor es in den Roboterstall geht, Erstkalbende über sechs Tage um sie zunächst an das Melken zu gewöhnen.
Insgesamt ein moderner, sehr durchgeplanter Stall mit umfassendem Konzept dahinter und die deutliche Aussage: "Umbaulösungen taugen nichts, die sind immer ein Kompromiss!"
Roboter in der Hochleistungsgruppe:
Der Stall hat sieben Liegeboxenreihen mit zwei Futtertischen. Vierreiher (Tail-to-Tail) mit außenliegenden Futtertischen und auf der anderen Seite nochmal ein Dreireiher. Hell und luftig mit neugierigen Kühen:
Benjamin
Dienstag, 20. März 2018
Besuch aus Schönhagen
Vor vier Wochen waren wir in Schönhagen gewesen, um uns dort die CalfTel-Boxen anzuschauen (siehe Post vom 24.02.2018). Dabei erzählten meine Kolleginnen ganz überzeugt von der Ad-libitum-Tränke mit saurem Milchpulver, die wir seit Ende letzten Jahres in Pinnow füttern. Davon sehr angetan nahm das der diensthabende Herdenmanager zum Anlass einen Gegenbesuch zu planen. Man kennt sich ja und so ist das relativ unkompliziert abgesprochen.
Heute war dann der Besuch passend zu unserer nachmittaglichen Tränkezeit, der gesamte Schönhagener Kälbertrupp war gekommen. Mit dem Milchtaxi (noch immer als Vorführer...) ging das Anmischen und ausdosieren natürlich sehr schnell. Die Konsistenz und auch der Geschmack wurden begutachtet und die ganzen Zahlen besprochen - Mengen, Uhrzeiten und Konzentration.
Zwei der Kälber ließen sich es auch nicht nehmen ihre 6 Liter in einem Zug wegzusaufen, um zu zeigen, dass es dann noch einen Nachschlag gibt. Gemäß dem Motto in der modernen Kälberfütterung: "Viel hilf viel!"
Wir hoffen, dass wir einige Anregungen geben konnten!
Benjamin
Heute war dann der Besuch passend zu unserer nachmittaglichen Tränkezeit, der gesamte Schönhagener Kälbertrupp war gekommen. Mit dem Milchtaxi (noch immer als Vorführer...) ging das Anmischen und ausdosieren natürlich sehr schnell. Die Konsistenz und auch der Geschmack wurden begutachtet und die ganzen Zahlen besprochen - Mengen, Uhrzeiten und Konzentration.
Zwei der Kälber ließen sich es auch nicht nehmen ihre 6 Liter in einem Zug wegzusaufen, um zu zeigen, dass es dann noch einen Nachschlag gibt. Gemäß dem Motto in der modernen Kälberfütterung: "Viel hilf viel!"
Wir hoffen, dass wir einige Anregungen geben konnten!
Benjamin
Sonntag, 18. März 2018
100.000 Liter - Teil 1
Man muss die Triumphe feiern wie sie fallen.
Und jetzt kommt der größte in diesem Jahr, den ich bereits im Neujahrspost habe anklingen lassen, da er sich abzeichnete.
In den letzten knapp fünf Jahren konnte ich trotz des schlechten Stalls, schlechten Futters - aktuell mal nicht - und anderer Widrigkeiten einige Erfolge verzeichnen:
- Das Fitmachen der Boberower Kühe für die bis heute immer noch nicht erfolgte Zusammenlegung der Herden (siehe Post vom 02.10.2015)
- in der Bestenliste des LKVs vertreten (siehe Post vom 02.12.2016).
- die 30.000 kg Abgangsleistung (siehe Post vom 07.12.2016); mittlerweile sind es 33.200 kg.
- trotz des schlechten Erstkalbealters, das nach wie vor bei 28,5 Monaten liegt, die Lebenstagsleistung von 15 kg (siehe Post vom 11.07.2017); mittlerweile sind es 15,7 kg.
Gestern kam die erste Kuh überhaupt dazu, die es auf über 100.000 kg Lebensleistung gebracht hat.
Es ist die Nr. 1099, die den eifrigen Kuhbloglesern ein Begriff ist. Mit fast 12 Jahren unsere älteste Kuh und seit mehreren Jahren die mit der höchsten Lebensleistung und hinter vorgehaltener Hand designierte 100.000er. Bei 75.000 kg ist man mit solchen Prognosen noch vorsichtig.
Am 19. Februar war Milchkontrolle und der LKV berechnete eine Lebensleistung von 99.222 kg. Das rechnete ich dann weiter, dass es an diesem Wochenende 100.000 sein müssten.
Letzte Woche bekam sie einen Namen: Tina, nach ihrem Vater Ticket. Langform 22057 AGB Tina. Bisher hatte sie noch keinen Namen, da ich stets nur Kälber und neu hinzugekommene Kühe benannt habe und nie rückwirkend. Aber eine 100.000er braucht einfach einen Namen.
Am Freitag rechnete ich nochmal nach und für Samstagnachmittag würden die 100.000 voll werden.
Um Punkt 17:00 machte sie die 100.000 voll. Ganz genau habe ich es nicht getroffen da ein wenig unkoordniert. Im Melkterminal hatte ich alle Lampen einprogrammiert, dass sie definitiv auffällt. Tat sie aber nicht... Bis ich meine Kamera geholt hatte war sie schon drüber:
Offizielles Foto zum Melken des 100.000. Liters:
Benjamin
Und jetzt kommt der größte in diesem Jahr, den ich bereits im Neujahrspost habe anklingen lassen, da er sich abzeichnete.
In den letzten knapp fünf Jahren konnte ich trotz des schlechten Stalls, schlechten Futters - aktuell mal nicht - und anderer Widrigkeiten einige Erfolge verzeichnen:
- Das Fitmachen der Boberower Kühe für die bis heute immer noch nicht erfolgte Zusammenlegung der Herden (siehe Post vom 02.10.2015)
- in der Bestenliste des LKVs vertreten (siehe Post vom 02.12.2016).
- die 30.000 kg Abgangsleistung (siehe Post vom 07.12.2016); mittlerweile sind es 33.200 kg.
- trotz des schlechten Erstkalbealters, das nach wie vor bei 28,5 Monaten liegt, die Lebenstagsleistung von 15 kg (siehe Post vom 11.07.2017); mittlerweile sind es 15,7 kg.
Gestern kam die erste Kuh überhaupt dazu, die es auf über 100.000 kg Lebensleistung gebracht hat.
Es ist die Nr. 1099, die den eifrigen Kuhbloglesern ein Begriff ist. Mit fast 12 Jahren unsere älteste Kuh und seit mehreren Jahren die mit der höchsten Lebensleistung und hinter vorgehaltener Hand designierte 100.000er. Bei 75.000 kg ist man mit solchen Prognosen noch vorsichtig.
Am 19. Februar war Milchkontrolle und der LKV berechnete eine Lebensleistung von 99.222 kg. Das rechnete ich dann weiter, dass es an diesem Wochenende 100.000 sein müssten.
Letzte Woche bekam sie einen Namen: Tina, nach ihrem Vater Ticket. Langform 22057 AGB Tina. Bisher hatte sie noch keinen Namen, da ich stets nur Kälber und neu hinzugekommene Kühe benannt habe und nie rückwirkend. Aber eine 100.000er braucht einfach einen Namen.
Am Freitag rechnete ich nochmal nach und für Samstagnachmittag würden die 100.000 voll werden.
Um Punkt 17:00 machte sie die 100.000 voll. Ganz genau habe ich es nicht getroffen da ein wenig unkoordniert. Im Melkterminal hatte ich alle Lampen einprogrammiert, dass sie definitiv auffällt. Tat sie aber nicht... Bis ich meine Kamera geholt hatte war sie schon drüber:
Offizielles Foto zum Melken des 100.000. Liters:
Benjamin
Mittwoch, 14. März 2018
Versackt
Passiert halt mal, dass man sich mit dem Traktor festfährt. In dem Fall wirklich mitten auf der Milchviehanlage in Pinnow, wenn halt eins zum anderen kommt:
- Der fleißige Kollege fährt beim Füttern mal an der zentralen Güllepumpe vorbei, um zu kucken ob da alles läuft und will dann auf der Wiese umdrehen
- nach mal wieder ordentlich Regen war die etwas aufgeweicht
- die kleinen Räder am Futtermischwagen haben ein doch erheblichen Bodendruck
- der Allrad nicht mehr geht (naja der Mega hat auch über 33.000 Betriebsstunden...)
- und kaum noch Profil auf den Reifen ist
Dann hilft auch ein 7,4 l-Sisu nicht mehr.
Aber mit dem großen Radlader von der Biogasanlage konnte er auf den Weg zurückgeschleppt werden.
Nichts kaputt gegangen und über den Rest wächst wieder Gras drüber.
Benjamin
- Der fleißige Kollege fährt beim Füttern mal an der zentralen Güllepumpe vorbei, um zu kucken ob da alles läuft und will dann auf der Wiese umdrehen
- nach mal wieder ordentlich Regen war die etwas aufgeweicht
- die kleinen Räder am Futtermischwagen haben ein doch erheblichen Bodendruck
- der Allrad nicht mehr geht (naja der Mega hat auch über 33.000 Betriebsstunden...)
- und kaum noch Profil auf den Reifen ist
Dann hilft auch ein 7,4 l-Sisu nicht mehr.
Aber mit dem großen Radlader von der Biogasanlage konnte er auf den Weg zurückgeschleppt werden.
Nichts kaputt gegangen und über den Rest wächst wieder Gras drüber.
Benjamin
Samstag, 10. März 2018
Aktueller Baufortschritt
Der aktuelle Baufortschritt im ehemaligen Melkzentrum/neuen Kälberstall in Pinnow. Die letzte Wochen wurde wegen dem Frost nicht weitergebaut.
Im hinteren Bereich des ehemaligen Karussells werden die Rohre für die Entwässerung verlegt. Vorne werden vier Reihen CalfTel-Boxen hinkommen für die kleinen Kälber in Einzelhaltung und an der rechten Wand entlang wird die Kälberküche gebaut. Die "War-room-Beleuchtung" vom Innenbereich des Karussells ist immer noch da:
Der vordere Bereich in den die Gruppenhaltung kommt. Wird nach dem Vorbild des Boberower Jungviehstall beidseitig des Futtertischs als Zweiflächenbucht gebaut, vorne Laufbereich mit Spalten und hinten Liegebereich mit Tiefstreu. Für die Güllekanäle ist die Bewehrung der Böden eingebaut und im Hof lagern die Paletten mit den Schalungssteinen:
Benjamin
Im hinteren Bereich des ehemaligen Karussells werden die Rohre für die Entwässerung verlegt. Vorne werden vier Reihen CalfTel-Boxen hinkommen für die kleinen Kälber in Einzelhaltung und an der rechten Wand entlang wird die Kälberküche gebaut. Die "War-room-Beleuchtung" vom Innenbereich des Karussells ist immer noch da:
Der vordere Bereich in den die Gruppenhaltung kommt. Wird nach dem Vorbild des Boberower Jungviehstall beidseitig des Futtertischs als Zweiflächenbucht gebaut, vorne Laufbereich mit Spalten und hinten Liegebereich mit Tiefstreu. Für die Güllekanäle ist die Bewehrung der Böden eingebaut und im Hof lagern die Paletten mit den Schalungssteinen:
Benjamin
Freitag, 9. März 2018
Probefahrt mit Milchtaxi - Teil 2
In Sachen Milchtaxi geht es weiter: Seit letzter Woche haben wir in Pinnow ein Milchtaxi als Vorführer. Großartig Beziehungen braucht man nicht, in der Kuhbranche im Nordosten kennt man sich halt und da war es ein kurzes Telefonat: "Könnte ich ein Milchtaxi als Vorführer haben?" und sollte eigentlich auch noch am selben Tag geliefert werden! Kam jedoch was dazwischen und es wurde dann montags drauf.
Ein top Service!
Erste Erkenntnis: In unserem uralten Kälberstall gibt es nur eine vernünftige Steckdose, an das es angeschlossen werden kann und die ist von der Kälberküche aus gesehen am falschen Ende.
Meine Kolleginnen haben sich schnell eingearbeitet damit und nutzen die Vorteile voll aus: Mit der gleichmäßigen Tränketemperatur und -konzentration wurde es dahingehend optimiert wovon die Kälber am meisten saufen - so richtig ad libitum. Ist halt nicht mehr das Glück für ein Kalb dabei welchen Eimer beim Anrühren es erwischt.
Nun habe ich Angebote eingeholt, was die Übernahme des Vorführeres kosten würde oder ein Neues in Wunschaustattung und noch die Nachrüstung am Vorführer der Smart-Mix-Funktion. Dies ist eine elektronische Füllstandsmessung, anhand der der Bordcomputer ausrechnen kann wieviel Milchpulver hinzugegeben werden muss.
Benjamin
Ein top Service!
Erste Erkenntnis: In unserem uralten Kälberstall gibt es nur eine vernünftige Steckdose, an das es angeschlossen werden kann und die ist von der Kälberküche aus gesehen am falschen Ende.
Meine Kolleginnen haben sich schnell eingearbeitet damit und nutzen die Vorteile voll aus: Mit der gleichmäßigen Tränketemperatur und -konzentration wurde es dahingehend optimiert wovon die Kälber am meisten saufen - so richtig ad libitum. Ist halt nicht mehr das Glück für ein Kalb dabei welchen Eimer beim Anrühren es erwischt.
Nun habe ich Angebote eingeholt, was die Übernahme des Vorführeres kosten würde oder ein Neues in Wunschaustattung und noch die Nachrüstung am Vorführer der Smart-Mix-Funktion. Dies ist eine elektronische Füllstandsmessung, anhand der der Bordcomputer ausrechnen kann wieviel Milchpulver hinzugegeben werden muss.
Benjamin
Mittwoch, 7. März 2018
Abschied von Gabi
AGB 48037 Gabi, im letzten Jahr auch "dicke Gabi" genannt war doch schon etwas Besonderes.
Sie hat es auf gerade einmal eine Laktation gepackt - aber was für eine!
Geboren am 30.07.2012 in Boberow, kalbte sie erstmals - war aber leider eine Totgeburt - am 13.02.2015 in Garlin und kam 01.07.2015 zurück nach Boberow.
Fruchtbarkeitsmäßig lief es bei ihr überhaupt nicht gut und als sie bei der Trächtigkeitsuntersuchung am 08.04.2016 wieder nicht tragend war habe ich sie aussortiert: Zwar mit noch 29 Liter als Jungkuh eine gute Persistenz, aber schon 420 Melktage und sehr gut konditioniert. Also die Aussichten sie doch noch tragend zu bekommen waren schlecht.
Dann kam die überragende Persistenz zum tragen: Sagt man normalerweise als Faustregel, dass eine Mehrkalbskuh nach der Laktationsspitze jeden Monat 3 Liter in der Tagesleistung runter geht und eine Erstkalbskuh um 1,5 Liter, so lag Gabi bei knapp 0,9 Liter. Und irgendwann dachte ich mir: Wo ich sie wahrscheinlich arg unterschätzt habe, darf sie jetzt zeigen wie lange sie eine Laktation ziehen kann.
Heute ging sie dann ab, bei noch 7,5 kg Tagesgemelk und nach 1.118 Melktagen - über drei Jahre bzw. 36,8 Monate.
Ihre Lebensleistung: 26.391 kg Milch mit 4,24 % Fett und 3,75 % Eiweiß in 36,8 Monaten Nutzungsdauer. Macht 8.606 kg Jahresleistung, 23,6 kg Futtertagsleistung und 13,1 kg Lebenstagsleistung. Auf fett/eiweißkorrigiert umgerechnet 9.291 kg im Jahr, 28.495 kg LL, 25,5 kg FTL und 14,1 kg LTL.
Die Laufbahn einer deutschen Durchschnittskuh mit nur einem statt drei Kälbern.
Wobei sie in den letzten 2 Jahren absolut pflegeleicht war, weil in einer solch stabilen Stoffwechsellage wird eine Kuh einfach nicht krank und vor allem immer dicker:
Und in ihren gesamten Ausmaßen, das Foto ist am 958. Laktationstag aufgenommen, danach hat sie noch weiter zugenommen. Zum Vergleich links von ihr Sue, die einen Tag älter ist und jetzt Ende März zum vierten Mal kalben soll:
Benjamin
Sie hat es auf gerade einmal eine Laktation gepackt - aber was für eine!
Geboren am 30.07.2012 in Boberow, kalbte sie erstmals - war aber leider eine Totgeburt - am 13.02.2015 in Garlin und kam 01.07.2015 zurück nach Boberow.
Fruchtbarkeitsmäßig lief es bei ihr überhaupt nicht gut und als sie bei der Trächtigkeitsuntersuchung am 08.04.2016 wieder nicht tragend war habe ich sie aussortiert: Zwar mit noch 29 Liter als Jungkuh eine gute Persistenz, aber schon 420 Melktage und sehr gut konditioniert. Also die Aussichten sie doch noch tragend zu bekommen waren schlecht.
Dann kam die überragende Persistenz zum tragen: Sagt man normalerweise als Faustregel, dass eine Mehrkalbskuh nach der Laktationsspitze jeden Monat 3 Liter in der Tagesleistung runter geht und eine Erstkalbskuh um 1,5 Liter, so lag Gabi bei knapp 0,9 Liter. Und irgendwann dachte ich mir: Wo ich sie wahrscheinlich arg unterschätzt habe, darf sie jetzt zeigen wie lange sie eine Laktation ziehen kann.
Heute ging sie dann ab, bei noch 7,5 kg Tagesgemelk und nach 1.118 Melktagen - über drei Jahre bzw. 36,8 Monate.
Ihre Lebensleistung: 26.391 kg Milch mit 4,24 % Fett und 3,75 % Eiweiß in 36,8 Monaten Nutzungsdauer. Macht 8.606 kg Jahresleistung, 23,6 kg Futtertagsleistung und 13,1 kg Lebenstagsleistung. Auf fett/eiweißkorrigiert umgerechnet 9.291 kg im Jahr, 28.495 kg LL, 25,5 kg FTL und 14,1 kg LTL.
Die Laufbahn einer deutschen Durchschnittskuh mit nur einem statt drei Kälbern.
Wobei sie in den letzten 2 Jahren absolut pflegeleicht war, weil in einer solch stabilen Stoffwechsellage wird eine Kuh einfach nicht krank und vor allem immer dicker:
Und in ihren gesamten Ausmaßen, das Foto ist am 958. Laktationstag aufgenommen, danach hat sie noch weiter zugenommen. Zum Vergleich links von ihr Sue, die einen Tag älter ist und jetzt Ende März zum vierten Mal kalben soll:
Benjamin
Sonntag, 4. März 2018
Traktorbrand
Eigentlich nur eine Randnotiz in meinem Arbeitsalltag, aber für den Kuhblog doch erwähnenswert: Am Mittwoch ist mir beinahe der "Käse-Trecker" abgebrannt. Frei nach dem Motto: Wenn der Pflanzenbau ständig neue Traktoren kriegt ist auch mal die Tierproduktion dran. War aber weder Absicht noch geplant sondern ein blöder Zufall. Waren nachmittags dabei hochtragende Färsen in den Bullenstall in die Abkalbebox umzustallen. Das wird normalerweise als Dienstags gemacht, da ich da aber in Groß Kreutz war dann am Mittwoch. Die ersten drei liefen brav über den Hof, aber die letzten beiden wollten gar nicht. Also einen Korridor als Treibweg bauen, auf der einen Seite den Schäffer hinparken, auf der anderen halt den Case. Der springt zwar bei -8 Grad sehr schlecht an, aber man kann es zumindest mal versuchen. Wie ich den anlassen wollte flackerte es kurz unter der Motorhaube auf und begann zu qualmen; abgestiegen und der Anlasser brannte! Nicht in voller Ausdehnung aber auch nicht dass es von alleine wieder erlischt. Erstmal fluchen statt in Panik auszubrechen. Der Feuerlöscher ist nur 5 m entfernt, aber statt die Sicherung rauszuziehen riss da die Plastiklasche ab; musste dann den vom Melkhaus holen (--> den hier) und konnte damit den Brand löschen. Mittlerweile hat der Traktor einen neuen Anlasser und fährt wieder.
Benjamin
Benjamin
Mittwoch, 28. Februar 2018
Rinderzuchtmuseum
Gestern waren wir noch kurz im Rinderzuchtmuseum. Nur kurz, weil man da eigentlich den ganzen Tag dafür braucht. Vor sechs Jahren war ich schonmal dort gewesen, als es noch mitten in Groß Kreutz war bevor es vor vier Jahren direkt ins Gebäude des RBB umzog.
Ausgestellt wird die 150-jährige Geschichte der organisierten Rinderzucht in Brandenburg mit vielen Fotos, Urkunden, Katalogen, Exponaten usw. Die gesamte Bandbreite der Entwicklung von den Herdbüchern über Milchleistungsprüfung, künstlicher Besamung, Zucht des SMR bis zur heutigen Zeit.
2012 war schon der Kopf von Eminenz ausgestellt, DER Brandenburger Bulle der 1990er Jahre. Jetzt ist auch Laudan dabei, DER deutsche Bulle der 2000er, der die Brandenburger Zucht wie kein anderer Bulle geprägt hat. Der Kuhblogleser weiß von der Bedeutung dieses Bullen, sind es bei uns mittlerweile vor allem seine Urenkelinnen, aber weiß mit schwarzen Ohrspitzen sieht man ihnen ihre Abstammung an. Außer Nr. 2054 Laura, einer späten Tochter von ihm, da sieht man es bei der Fellfärbung gar nicht.
Eine Legende:
Für die einzelnen Landesregionen gibt es Tafeln der historischen Zuchtvereine. Hier die für die Prignitz. Verband der Herdbuchgesellschaften für das schwarzbunte Niederungsvieh in der Prignitz e.V., quasi das was heute der Rinderzucht- und Besamungsverein Prignitz ist. Unsere Vorgängerbetriebe im Pröttliner Bereich müssten in der Herdbuchgesellschaft der Lenzener Elbniederung (gegr. 1896) gewesen sein.
Dabei besonders hervorzuheben das Foto von der oberen Kuh mit der Beschreibung:
Brünette 25819, geb. 27. Juni 1920
Deutscher Rekord über mehrere Jahre
Leistung 1926/27:
12.012 kg Milch, 3,53 % Fett, 424 kg Fett
Züchter und Besitzer: Hans Kofahl, Zernikow (heute Gemeinde Plattenburg)
Trotz neunzig Jahre Zucht- und Haltungsfortschritt mit einer Verdreifachung der Durchschnittsleistung würde sie als siebenjährige Kuh inmitten einer heutigen Herde durch ihre Leistung gar nicht auffallen sondern alleine durch ihre Größe.
Ein Ansporn den Rekord in die Prignitz zurückzuholen.
Benjamin
Ausgestellt wird die 150-jährige Geschichte der organisierten Rinderzucht in Brandenburg mit vielen Fotos, Urkunden, Katalogen, Exponaten usw. Die gesamte Bandbreite der Entwicklung von den Herdbüchern über Milchleistungsprüfung, künstlicher Besamung, Zucht des SMR bis zur heutigen Zeit.
2012 war schon der Kopf von Eminenz ausgestellt, DER Brandenburger Bulle der 1990er Jahre. Jetzt ist auch Laudan dabei, DER deutsche Bulle der 2000er, der die Brandenburger Zucht wie kein anderer Bulle geprägt hat. Der Kuhblogleser weiß von der Bedeutung dieses Bullen, sind es bei uns mittlerweile vor allem seine Urenkelinnen, aber weiß mit schwarzen Ohrspitzen sieht man ihnen ihre Abstammung an. Außer Nr. 2054 Laura, einer späten Tochter von ihm, da sieht man es bei der Fellfärbung gar nicht.
Eine Legende:
Für die einzelnen Landesregionen gibt es Tafeln der historischen Zuchtvereine. Hier die für die Prignitz. Verband der Herdbuchgesellschaften für das schwarzbunte Niederungsvieh in der Prignitz e.V., quasi das was heute der Rinderzucht- und Besamungsverein Prignitz ist. Unsere Vorgängerbetriebe im Pröttliner Bereich müssten in der Herdbuchgesellschaft der Lenzener Elbniederung (gegr. 1896) gewesen sein.
Dabei besonders hervorzuheben das Foto von der oberen Kuh mit der Beschreibung:
Brünette 25819, geb. 27. Juni 1920
Deutscher Rekord über mehrere Jahre
Leistung 1926/27:
12.012 kg Milch, 3,53 % Fett, 424 kg Fett
Züchter und Besitzer: Hans Kofahl, Zernikow (heute Gemeinde Plattenburg)
Trotz neunzig Jahre Zucht- und Haltungsfortschritt mit einer Verdreifachung der Durchschnittsleistung würde sie als siebenjährige Kuh inmitten einer heutigen Herde durch ihre Leistung gar nicht auffallen sondern alleine durch ihre Größe.
Ein Ansporn den Rekord in die Prignitz zurückzuholen.
Benjamin
Dienstag, 27. Februar 2018
Auf Lehrgang - Teil 10
Heute ging der Herdenmanagerlehrgang zu Ende. Nach der Prüfung gab es noch eine Übung, bei der jeder für den eigenen Betrieb anhand der Kennzahlen eine Schwachstellenanalyse samt Maßnahmenprogramm erarbeitete und vorstellte.
Es wurde noch eine Evaluierung des Lehrgangs gemacht, wo allerseits die Meinung war, dass die Zeit zu knapp gewesen ist. Von den Referenten wurden wir als harmonische Gruppe gelobt (naja...), mit guter Zusammenarbeit und sehr regem Austausch untereinander. Das wäre bei Herdenmanagerlehrgängen des IFN für andere Zuchtorganisationen nicht so. Mag vielleicht an der Mentalität in Westdeutschland liegen, dass die sich mehr als Konkurrenten statt Kollegen sehen.
Jetzt bin ich vom IFN zertifizierter Herdenmanager und fühle mich nach 4,5 Jahren Berufserfahrung erstmal auch so, war das meiste bisher eher Learning-by-Doing. Der Lehrgang hat richtig viel gebracht; sind meine theoretischen Kenntnisse zwar sehr gut, aber in der praktischen Arbeit und im Controlling besteht noch viel Bedarf/Potential. Nun gilt es das daheim umzusetzen.
Allen Herdenmanagern in Brandenburg kann ich den Lehrgang nur empfehlen! Einfach bei der RBB anfragen, den nächsten soll es im Winter 2018/19 geben.
Vor zwei Wochen haben wir ein Gruppenfoto in Schönow beim IFN gemacht, wir waren da aber nur zu acht. Vor dem Institutsgebäude stehen Modelle von einer Kuh und einer Sau, den beiden Tierarten an denen das IFN zur Fortpflanzung forscht:
Das Abschlussfoto mit den Vertretern von RBB und IFN. Und Steven, der sein Zertifikat im Kuhkostüm entgegengenommen hat; ja, wir hatten den ganzen Lehrgang über viel Spaß.
Auf die nächsten 40 Jahre gute Zusammenarbeit in der Zucht und Besamung!
Benjamin
Es wurde noch eine Evaluierung des Lehrgangs gemacht, wo allerseits die Meinung war, dass die Zeit zu knapp gewesen ist. Von den Referenten wurden wir als harmonische Gruppe gelobt (naja...), mit guter Zusammenarbeit und sehr regem Austausch untereinander. Das wäre bei Herdenmanagerlehrgängen des IFN für andere Zuchtorganisationen nicht so. Mag vielleicht an der Mentalität in Westdeutschland liegen, dass die sich mehr als Konkurrenten statt Kollegen sehen.
Jetzt bin ich vom IFN zertifizierter Herdenmanager und fühle mich nach 4,5 Jahren Berufserfahrung erstmal auch so, war das meiste bisher eher Learning-by-Doing. Der Lehrgang hat richtig viel gebracht; sind meine theoretischen Kenntnisse zwar sehr gut, aber in der praktischen Arbeit und im Controlling besteht noch viel Bedarf/Potential. Nun gilt es das daheim umzusetzen.
Allen Herdenmanagern in Brandenburg kann ich den Lehrgang nur empfehlen! Einfach bei der RBB anfragen, den nächsten soll es im Winter 2018/19 geben.
Vor zwei Wochen haben wir ein Gruppenfoto in Schönow beim IFN gemacht, wir waren da aber nur zu acht. Vor dem Institutsgebäude stehen Modelle von einer Kuh und einer Sau, den beiden Tierarten an denen das IFN zur Fortpflanzung forscht:
Das Abschlussfoto mit den Vertretern von RBB und IFN. Und Steven, der sein Zertifikat im Kuhkostüm entgegengenommen hat; ja, wir hatten den ganzen Lehrgang über viel Spaß.
Auf die nächsten 40 Jahre gute Zusammenarbeit in der Zucht und Besamung!
Benjamin
Montag, 26. Februar 2018
Auf Lehrgang - Teil 9
Heute war der vorletzte Tag des Herdenmanagerlehrgangs, diesmal wieder in Groß Kreutz bei der RBB. Thema war wieder Reproduktion; Brunstbeobachtung und Trächtigkeitsuntersuchungen, die ganzen verschiedenen Verfahren dazu. Wo dann nebenher die Handyfotos rumgezeigt wurden, was man an verlorenen Embryonen im Stall schon gefunden hat, wo ich zum Glück nicht die riesige Auswahl hatte sondern einzig das Steinkalb damals (siehe Post vom 10.12.2013).
Nachmittags ging es zum praktischen Teil zur LVAT (vgl. Post vom 19.06.2016). Eine Übung zur Exterieureinstufung von Kühen, also das was der RBB bei uns für das Testherdenprogramm bei allen erstlaktierenden Kühen macht. Erstaunlich dabei war für mich, welche doch enge Strichstellungen den Melkrobotern keine Probleme machen.
Dann in der Frischmelkergruppe die Routine der täglichen Kuhkontrolle: Aufmerksamkeit prüfen, Fieber messen, Pansenfüllung, Pansen abhören, Ketosewert messen usw. Beim Ketoswert bin ich wieder negativ aufgefallen: "Wie machen Sie das?" "Gar nicht!" Probleme die man nicht erfasst, hat man einfach nicht... Obwohl ich das vor längerer Zeit schon gelernt habe, ist es jetzt daran das endlich mal daheim umzusetzen.
Der interessanteste Teil war die Ultraschalldiagnostik. Habe ich extra Fotos davon gemacht, denn die letzten sind auch schon wieder zwei Jahre alt (siehe Post vom 08.01.2016). Das Ultraschallgerät hat das IFN ganz neu und ist was richtig Ordentliches. Mit der Dopplerfunktion sah man sogar den Blutfluss in der Nabelschnur, Venen und Arterien unterschiedlich eingefärbt.
Neben Zysten, einem 39 Tage alten Embryo auch einer von 65 Tagen. In der extrem hohen Auflösung sah man die einzelnen Wirbel. Am sich bewegenden Embryo sah es aus wie die Schnittbilder der Computertomographie. So zwei Zentimeter unter der Fingerspitze ist das Herz zu erkennen mit den beiden Herzkammern, als Foto halt ohne den Herzschlag:
Benjamin
Nachmittags ging es zum praktischen Teil zur LVAT (vgl. Post vom 19.06.2016). Eine Übung zur Exterieureinstufung von Kühen, also das was der RBB bei uns für das Testherdenprogramm bei allen erstlaktierenden Kühen macht. Erstaunlich dabei war für mich, welche doch enge Strichstellungen den Melkrobotern keine Probleme machen.
Dann in der Frischmelkergruppe die Routine der täglichen Kuhkontrolle: Aufmerksamkeit prüfen, Fieber messen, Pansenfüllung, Pansen abhören, Ketosewert messen usw. Beim Ketoswert bin ich wieder negativ aufgefallen: "Wie machen Sie das?" "Gar nicht!" Probleme die man nicht erfasst, hat man einfach nicht... Obwohl ich das vor längerer Zeit schon gelernt habe, ist es jetzt daran das endlich mal daheim umzusetzen.
Der interessanteste Teil war die Ultraschalldiagnostik. Habe ich extra Fotos davon gemacht, denn die letzten sind auch schon wieder zwei Jahre alt (siehe Post vom 08.01.2016). Das Ultraschallgerät hat das IFN ganz neu und ist was richtig Ordentliches. Mit der Dopplerfunktion sah man sogar den Blutfluss in der Nabelschnur, Venen und Arterien unterschiedlich eingefärbt.
Neben Zysten, einem 39 Tage alten Embryo auch einer von 65 Tagen. In der extrem hohen Auflösung sah man die einzelnen Wirbel. Am sich bewegenden Embryo sah es aus wie die Schnittbilder der Computertomographie. So zwei Zentimeter unter der Fingerspitze ist das Herz zu erkennen mit den beiden Herzkammern, als Foto halt ohne den Herzschlag:
Benjamin
Sonntag, 25. Februar 2018
Erdverkabelung
Was momentan in unserem Territorium los ist:
In Milow wird einer neuer Windpark gebaut und dafür werden jetzt die Anschlusskabel gelegt. Auf dem Stützpunkt in Pröttlin sind die großen Kabeltrommeln gelagert und draußen auf den Feldern die Bauabteilung unterwegs. Neben diesen beiden noch einige Bagger und ein großer Fastrac zum Transport der Trommeln.
Da habe ich mich sehr drüber geärgert; das Foto ist auf dem Acker aufgenommen, auf dem ich in den 30er Jahren die nächste Milchviehanlage bauen will. Vor drei Jahren war unser neues Karussell noch nicht fertig da habe ich schon für den Nachfolger einen Platz gesucht. Weg von der blöden Ortsrandlage, für den innerbetrieblichen Verkehr günstig gelegen und überall hin große Abstände, die Auflagen werden ja nicht besser werden. Von den fast 4.000 ha hatte ich mir ein schönes Stück rausgesucht - und genau da legen die jetzt quer das Stromkabel drüber. Damit muss für die Platzierung der Ställe nicht nur die Geländeform und die Hauptwindrichtung beachtet werden sondern auch wo das Kabel liegt... Ansonsten würde das nicht ganz so glimpflich wie das durchgebaggerte Telefonkabel damals in Boberow ausgehen. Aber man kann es auch so sehen, dass dann zumindest ein ordentlicher Stromanschluss vorhanden ist.
Benjamin
In Milow wird einer neuer Windpark gebaut und dafür werden jetzt die Anschlusskabel gelegt. Auf dem Stützpunkt in Pröttlin sind die großen Kabeltrommeln gelagert und draußen auf den Feldern die Bauabteilung unterwegs. Neben diesen beiden noch einige Bagger und ein großer Fastrac zum Transport der Trommeln.
Da habe ich mich sehr drüber geärgert; das Foto ist auf dem Acker aufgenommen, auf dem ich in den 30er Jahren die nächste Milchviehanlage bauen will. Vor drei Jahren war unser neues Karussell noch nicht fertig da habe ich schon für den Nachfolger einen Platz gesucht. Weg von der blöden Ortsrandlage, für den innerbetrieblichen Verkehr günstig gelegen und überall hin große Abstände, die Auflagen werden ja nicht besser werden. Von den fast 4.000 ha hatte ich mir ein schönes Stück rausgesucht - und genau da legen die jetzt quer das Stromkabel drüber. Damit muss für die Platzierung der Ställe nicht nur die Geländeform und die Hauptwindrichtung beachtet werden sondern auch wo das Kabel liegt... Ansonsten würde das nicht ganz so glimpflich wie das durchgebaggerte Telefonkabel damals in Boberow ausgehen. Aber man kann es auch so sehen, dass dann zumindest ein ordentlicher Stromanschluss vorhanden ist.
Benjamin
Samstag, 24. Februar 2018
Probefahrt mit Milchtaxi - Teil 1
Da meine Kolleginnen im Kälberstall mit den zum Testen angeschafften Kälberboxen (siehe Post vom 11.11.2017) nicht zufrieden sind, musste sich nach Alternativen umgesehen werden. Denn die Boxen sind schlecht sauberzumachen und das angedachte Verfahren die Boxen zum Entmisten ins Freie zu schieben ist unpraktikabel, da dann zu schwer und die Rollen werden auch nicht für alle Ewigkeiten leichtgängig bleiben. Zudem sind die für mich zu unhandlich und brauchen zu viel Platz zum "Ausparken" im Stall.
Daher machten wir am Sonnabend letzter Woche - so zwischendurch - eine Exkursion zur PBK in Schönhagen (vgl. Post vom 06.02.2016), die in ihrem alten Kälberstall seit knapp zwei Jahren Einzelboxen von Calf-Tel nutzen. In diesem modularen Stecksystem werden die Kälber in den ersten beiden Lebenswochen gehalten bevor sie in die Gruppe am Tränkeautomat kommen, genau wie wir es auch vorhaben.
Nach der Begutachtung mit Kalb, leer, Tür auf, Tür zu, Auseinander- und Zusammenbauen waren wir sehr angetan, denn die Boxen sind genau das was wir uns vorgestellt haben.
Eigentlich nur nebenbei wurde das im Kälberstall stehende Milchtaxi ausprobiert.
Obwohl das Milchtaxi erst Mitte der 2000er erfunden wurde hat es sich sehr schnell verbreitet und jeder hat eines - außer wir. Bei unserer Größenordnung wären eher zwei Stück üblich und mit den drei Höfen dann auch drei. Aber "brauchen wir nicht!". Und wenn es dicke kommt und 35 Kälber dastehen wird alles per Hand angerührt und die Eimer hingeschleppt.
Bei der Begeisterung und da bei dem Ausprobieren schon fast alle Kälber gefüttert waren musste ich dann doch etwas drängeln, dass unsere daheim auch warten:
Probefahrt mit dem Milchtaxi:
Benjamin
Daher machten wir am Sonnabend letzter Woche - so zwischendurch - eine Exkursion zur PBK in Schönhagen (vgl. Post vom 06.02.2016), die in ihrem alten Kälberstall seit knapp zwei Jahren Einzelboxen von Calf-Tel nutzen. In diesem modularen Stecksystem werden die Kälber in den ersten beiden Lebenswochen gehalten bevor sie in die Gruppe am Tränkeautomat kommen, genau wie wir es auch vorhaben.
Nach der Begutachtung mit Kalb, leer, Tür auf, Tür zu, Auseinander- und Zusammenbauen waren wir sehr angetan, denn die Boxen sind genau das was wir uns vorgestellt haben.
Eigentlich nur nebenbei wurde das im Kälberstall stehende Milchtaxi ausprobiert.
Obwohl das Milchtaxi erst Mitte der 2000er erfunden wurde hat es sich sehr schnell verbreitet und jeder hat eines - außer wir. Bei unserer Größenordnung wären eher zwei Stück üblich und mit den drei Höfen dann auch drei. Aber "brauchen wir nicht!". Und wenn es dicke kommt und 35 Kälber dastehen wird alles per Hand angerührt und die Eimer hingeschleppt.
Bei der Begeisterung und da bei dem Ausprobieren schon fast alle Kälber gefüttert waren musste ich dann doch etwas drängeln, dass unsere daheim auch warten:
Probefahrt mit dem Milchtaxi:
Benjamin
Donnerstag, 22. Februar 2018
Es geht voran!
Der Umbau des alten Melkzentrums in Pinnow zum Kälberstall geht in den letzten Wochen zügig voran. Die alte Milchkammer und das Büro neben dem Melkkarussell ("Dreiecksbüro") wurden herausgerissen und der gesamte Boden samt Spalten und Güllekeller darunter.
Vorher - Foto vom 2. August 2015 - noch mit dem Gastank; rechts auf dem Podest stand bis kurz davor der Milchtank der ans neue Melkzentrum versetzt wurde:
Und vom 15. Februar 2018, nachdem die Giebelmauer abgerissen wurde, um später wieder neu mit den angepassten Toröffnungen aufgebaut zu werden. Drinnen ist das Bodenniveau so 1 Meter unter der Umgebung, da verschwindet der Scorpion schon fast darin:
Benjamin
Vorher - Foto vom 2. August 2015 - noch mit dem Gastank; rechts auf dem Podest stand bis kurz davor der Milchtank der ans neue Melkzentrum versetzt wurde:
Und vom 15. Februar 2018, nachdem die Giebelmauer abgerissen wurde, um später wieder neu mit den angepassten Toröffnungen aufgebaut zu werden. Drinnen ist das Bodenniveau so 1 Meter unter der Umgebung, da verschwindet der Scorpion schon fast darin:
Benjamin
Mittwoch, 21. Februar 2018
Auf Lehrgang - Teil 8
Zur Kälberaufzucht gab es auch eine Betriebsbesichtigung bei der Milchviehanlage Kremmen.
Gemolken wird dort genau wie bei uns mit einem DeLaval PR3100HD mit 60 Plätzen, aber dreimal so viel Melkungen pro Tag. Größter Unterschied sind die Melkzeuge von ADF mit integrierter Dippvorrichtung (vergleichbar mit dem Apollo), womit beim Dippen eine höhere Trefferquote sichergestellt ist als mit dem Roboter.
Zweiter Unterschied ist die Waage im Rücktrieb, womit jede Kuh zwei bzw. dreimal täglich gewogen wird. Die Gewichte sind sehr aussagekräftig, da nach dem Melken immer am gleichen Punkt im Tagesrhythmus und es keine Verzerrungen durch Fressen und Saufen gibt. Dadurch haben sie neben der Milchmengenmessung und der Aktivitätsmessung einen dritten Paramter zur Gesundheitsüberwachung. Und das würde so gut funktionieren, dass brünstige Kühe schon einen Tag eher als in der Aktivtätsmessung auffallen, weil sie da schon weniger fressen und leichter sind.
Hauptthema war aber die Kälberaufzucht. Alles sehr straff organisiert. 24h-Betreuung im Abkalbestall und die Kälber müssen innerhalb von 30 Minuten Kolostrum zu saufen bekommen. Gearbeitet wird dabei mit dem Kolostrumbanksystem von Coloquick.
Für 10 Tage sind die Kälber in Einzelhaltung in Iglus und bekommen angesäuerte Vollmilch ad libitum zum Saufen. Danach kommen sie in Gruppen mit Milchbars, wo es Milchpulver dazu gibt und dann nach einiger Zeit die Menge auch begrenzt wird. Bei den vielen Kälbern ist das Milchtaxi auch etwas größer, wir haben es zwar nicht gesehen, aber das scheint so die Größe eines Multicars zu haben.
Luxus bzw. vielmehr eine sehr sinnvolle Ausstattung ist die Fußbodenheizung, die momentan bei der Renovierung des Iglubereichs installiert wird. Das Warmwasser ist mit der Biogasanlage eh vorhanden und so haben es auch bei Minusgraden die Kälber in den ersten Lebenstagen wärmer und noch viel wichtiger, es kann jederzeit ordentlich gereinigt und desinfiziert werden.
Auch für das Auge war es was, denn dort sind mehr als die Hälfte Kreuzungskälber, teilweise mit Limousin, aber der Großteil mit Weißblauen Belgiern.
Benjamin
Gemolken wird dort genau wie bei uns mit einem DeLaval PR3100HD mit 60 Plätzen, aber dreimal so viel Melkungen pro Tag. Größter Unterschied sind die Melkzeuge von ADF mit integrierter Dippvorrichtung (vergleichbar mit dem Apollo), womit beim Dippen eine höhere Trefferquote sichergestellt ist als mit dem Roboter.
Zweiter Unterschied ist die Waage im Rücktrieb, womit jede Kuh zwei bzw. dreimal täglich gewogen wird. Die Gewichte sind sehr aussagekräftig, da nach dem Melken immer am gleichen Punkt im Tagesrhythmus und es keine Verzerrungen durch Fressen und Saufen gibt. Dadurch haben sie neben der Milchmengenmessung und der Aktivitätsmessung einen dritten Paramter zur Gesundheitsüberwachung. Und das würde so gut funktionieren, dass brünstige Kühe schon einen Tag eher als in der Aktivtätsmessung auffallen, weil sie da schon weniger fressen und leichter sind.
Hauptthema war aber die Kälberaufzucht. Alles sehr straff organisiert. 24h-Betreuung im Abkalbestall und die Kälber müssen innerhalb von 30 Minuten Kolostrum zu saufen bekommen. Gearbeitet wird dabei mit dem Kolostrumbanksystem von Coloquick.
Für 10 Tage sind die Kälber in Einzelhaltung in Iglus und bekommen angesäuerte Vollmilch ad libitum zum Saufen. Danach kommen sie in Gruppen mit Milchbars, wo es Milchpulver dazu gibt und dann nach einiger Zeit die Menge auch begrenzt wird. Bei den vielen Kälbern ist das Milchtaxi auch etwas größer, wir haben es zwar nicht gesehen, aber das scheint so die Größe eines Multicars zu haben.
Luxus bzw. vielmehr eine sehr sinnvolle Ausstattung ist die Fußbodenheizung, die momentan bei der Renovierung des Iglubereichs installiert wird. Das Warmwasser ist mit der Biogasanlage eh vorhanden und so haben es auch bei Minusgraden die Kälber in den ersten Lebenstagen wärmer und noch viel wichtiger, es kann jederzeit ordentlich gereinigt und desinfiziert werden.
Auch für das Auge war es was, denn dort sind mehr als die Hälfte Kreuzungskälber, teilweise mit Limousin, aber der Großteil mit Weißblauen Belgiern.
Benjamin
Samstag, 17. Februar 2018
Auf Lehrgang - Teil 7
Am Dienstag war der sechste Tag vom Herdenmanagerlehrgang. Es ging um die Kälberhaltung mit Schwerpunkt der Geburtsbetreuung und Haltung der Tränkekälber.
Trotz Verlängerung in den Abend haben wir nicht das ganze vorgesehene Thema geschafft, zu oft kam es zu Diskussionen, wo die Referentin unterbrechen musste.
Wie ich schon öfter gesagt habe; in den letzten zehn Jahren, in denen ich mit Rindern zu tun habe hat sich die Kälberaufzucht stark von der veralteten restriktiven Fütterung zur intensiven Fütterung bis hin zur ad-libitum-Tränke geändert, um das Wachstumspotential auszuschöpfen und die Gesundheit zu fördern. Und diese Denkweise ist bei der jüngeren Generation der Herdenmanager Standard, da war sich die ganze Runde einig. Bei den Kälbern gilt nun mal: Viel hilft viel.
Da kam dann auch bei der Bewertung verschiedener Milchaustauscher der Satz: "Nullaustauscher!? (kein Magermilchpulver enthalten) - so einen Dreck kann man doch nicht Kälbern geben!"
Zu den verschiedenen Methoden des Testens von Kolostrum auf den Gehalt der Immunglobuline gab es Anschauungsmaterial: Optisches Refraktometer, elektrisches Refraktometer und Aräometer (Spindel). Wo wir das daheim gar nicht machen kannte ich es aus dem Studium bzw. aus dem Weinbau, wo es genauso gemacht wird halt mit dem Zuckergehalt im Traubensaft bzw. gärenden Wein.
Kolostrumspindel:
Fortsetzung folgt!
Benjamin
Trotz Verlängerung in den Abend haben wir nicht das ganze vorgesehene Thema geschafft, zu oft kam es zu Diskussionen, wo die Referentin unterbrechen musste.
Wie ich schon öfter gesagt habe; in den letzten zehn Jahren, in denen ich mit Rindern zu tun habe hat sich die Kälberaufzucht stark von der veralteten restriktiven Fütterung zur intensiven Fütterung bis hin zur ad-libitum-Tränke geändert, um das Wachstumspotential auszuschöpfen und die Gesundheit zu fördern. Und diese Denkweise ist bei der jüngeren Generation der Herdenmanager Standard, da war sich die ganze Runde einig. Bei den Kälbern gilt nun mal: Viel hilft viel.
Da kam dann auch bei der Bewertung verschiedener Milchaustauscher der Satz: "Nullaustauscher!? (kein Magermilchpulver enthalten) - so einen Dreck kann man doch nicht Kälbern geben!"
Zu den verschiedenen Methoden des Testens von Kolostrum auf den Gehalt der Immunglobuline gab es Anschauungsmaterial: Optisches Refraktometer, elektrisches Refraktometer und Aräometer (Spindel). Wo wir das daheim gar nicht machen kannte ich es aus dem Studium bzw. aus dem Weinbau, wo es genauso gemacht wird halt mit dem Zuckergehalt im Traubensaft bzw. gärenden Wein.
Kolostrumspindel:
Fortsetzung folgt!
Benjamin
Dienstag, 13. Februar 2018
Auf Lehrgang - Teil 6
Gestern und heute war ich wieder auf Herdenmanagerlehrgang in Schönow.
Am gestrigen Montag ging es um Controlling. Zunächst als größter Teil davon über Fruchtbarkeit mit den ganzen Kennzahlen, wie die definiert sind und deren Aussagekraft. Erkenntnis dabei: Für die Pregnancy-Rate (Brunstnutzungsrate x Erstbesamungserfolg) gibt es keinen deutschen Begriff und wir konnten uns auch auf keinen festlegen, der dann über das IFN verbreitet wird.
Als Übung wurden an einfach Betriebsbeispielen die Kennzahlen berechnet. Ich war bei der Gruppe "MVA Kittingen", 6 Kühe, alle tragend, 12.088 kg 305-Tage-Leistung, Besamungsindex 2,0, 358 Tage vorraussichtliche Zwischenkalbezeit. Als der Top-Betrieb unter den Beispielen gab es da nicht viel zu diskutieren.
Beim Controlling allgemein stellte Hr. Altenburg von der RBB eine Herdenauswertung vor, wie sie als auch für die Testherden gemacht wird. Das ist eine riesige Flut an Zahlen, aber da werden die Stärken und Schwächen des Managements ganz schnell deutlich.
Auf die Fütterung bezogen das Controlling mit den Daten der Milchleistungsprüfung und den Werte aus der Tankbeprobung der Molkerei. Bei den Einflussfaktoren auf die einzelnen Milchinhaltsstoffe ging es auch um den Eiweißstoffwechsel im Pansen, den ich dann kurzerhand komplett am Flipchart erklärt habe. Fütterung war mein Lieblingsfach im Studium und der rumenopathische Stickstoffkreislauf einer der Eckpfeiler dabei, der ständig dran kam und die Kenntnis davon man wirklich bei der alltäglichen Arbeit braucht. In meinen Unterlagen habe ich ein einziges Bild dazu gefunden, vom 15. Oktober 2008, war schon in der zweiten Woche vom Studium gewesen:
Wenn ich dazu komme mal ich es mal ausführlicher auf.
Fortsetzung folgt!
Benjamin
Am gestrigen Montag ging es um Controlling. Zunächst als größter Teil davon über Fruchtbarkeit mit den ganzen Kennzahlen, wie die definiert sind und deren Aussagekraft. Erkenntnis dabei: Für die Pregnancy-Rate (Brunstnutzungsrate x Erstbesamungserfolg) gibt es keinen deutschen Begriff und wir konnten uns auch auf keinen festlegen, der dann über das IFN verbreitet wird.
Als Übung wurden an einfach Betriebsbeispielen die Kennzahlen berechnet. Ich war bei der Gruppe "MVA Kittingen", 6 Kühe, alle tragend, 12.088 kg 305-Tage-Leistung, Besamungsindex 2,0, 358 Tage vorraussichtliche Zwischenkalbezeit. Als der Top-Betrieb unter den Beispielen gab es da nicht viel zu diskutieren.
Beim Controlling allgemein stellte Hr. Altenburg von der RBB eine Herdenauswertung vor, wie sie als auch für die Testherden gemacht wird. Das ist eine riesige Flut an Zahlen, aber da werden die Stärken und Schwächen des Managements ganz schnell deutlich.
Auf die Fütterung bezogen das Controlling mit den Daten der Milchleistungsprüfung und den Werte aus der Tankbeprobung der Molkerei. Bei den Einflussfaktoren auf die einzelnen Milchinhaltsstoffe ging es auch um den Eiweißstoffwechsel im Pansen, den ich dann kurzerhand komplett am Flipchart erklärt habe. Fütterung war mein Lieblingsfach im Studium und der rumenopathische Stickstoffkreislauf einer der Eckpfeiler dabei, der ständig dran kam und die Kenntnis davon man wirklich bei der alltäglichen Arbeit braucht. In meinen Unterlagen habe ich ein einziges Bild dazu gefunden, vom 15. Oktober 2008, war schon in der zweiten Woche vom Studium gewesen:
Wenn ich dazu komme mal ich es mal ausführlicher auf.
Fortsetzung folgt!
Benjamin
Samstag, 10. Februar 2018
Zuchtwerte
Hatte ich im letzten Post über das neue Herde plus die Einspielung der Zuchtwerte erwähnt. Am Dienstag lief beim vit in Verden wieder die Zuchtwertschätzung für die genomische Zuchtwerte von KuhVision. Kam mittags die E-Mail von der RinderAllianz dazu, dass wieder die Zuchtwerte für die frisch typisierten Kälber verfügbar sind. Dafür gibt es im Herde plus einen eigenen Menüpunkt zum Datenimport und die werden überspielt, sind nur wenige Mausklicks. In jeder Tierakte gibt es einen Unterpunkt Zuchtwerte und die wichtigsten (RZG, RZM, RZN usw.) können in den verschiedensten Tierlisten zur Bearbeitung und Auswertung angezeigt werden.
So sieht die Darstellung aus mit dem Linearprofil für das Exterieur; wobei rot nicht automatisch schlecht und grün gut ist, das Optimum liegt selten beim Maximum, manche bei genau 100, andere etwas darüber:
Benjamin
So sieht die Darstellung aus mit dem Linearprofil für das Exterieur; wobei rot nicht automatisch schlecht und grün gut ist, das Optimum liegt selten beim Maximum, manche bei genau 100, andere etwas darüber:
Benjamin
Freitag, 9. Februar 2018
Robotertauglich seit 2008
Habe ich mal wieder die Nr. 1099 gemolken und mich auch wieder über ihr tolles Euter gefreut: Perfekte Balance zwischen den Vierteln, der Euterboden absolut waagrecht, die Zitzen im richtigen Abstand und nicht schräg und auch nicht zu kurz. Kurzum eine Kuh, die man gerne im Melkstand hat, da man sie zügig und blind Vormelken (natürlich auf den Vormelkbecher kucken), abputzen und das Melkzeug ansetzen kann.
Wo nicht nur das manuelle Melken Spaß macht sondern einem sofort als Paradebeispiel für robotertauglich in den Sinn käme.
Und zudem mit fast 10 Jahren als Kuh und knapp 99.000 kg schon extrem viel gearbeitet und noch viel vor.
Benjamin
Wo nicht nur das manuelle Melken Spaß macht sondern einem sofort als Paradebeispiel für robotertauglich in den Sinn käme.
Und zudem mit fast 10 Jahren als Kuh und knapp 99.000 kg schon extrem viel gearbeitet und noch viel vor.
Benjamin
Donnerstag, 8. Februar 2018
Antje
Antje heißt mit vollem Namen 33496 AGB Antje und wurde am 23. geboren. Ihre Mutter ist Anja (siehe Post vom 04.12.2015) und daher durfte deren Taufpatin den Namen aussuchen.
Der Vater ist Cassis (siehe Ohrmarke), ein Bulle der RinderAllianz, der mir sehr gut gefällt: Vererbt er doch als einer der wenigen Bullen eine normale Größe und ist sehr gut in den funktionalen Merkmalen (RZFit 140, RZRobot 122). Da kann nur eine Traumkuh aus ihr werden.
Ihre Abstammung ist Cassis x Kayne x Jurus x Laudan x Dixie-Ned x Blacky.
Mittlerweile ist sie am Tränkeautomat und zeigt sich immer sehr vital:
Benjamin
Der Vater ist Cassis (siehe Ohrmarke), ein Bulle der RinderAllianz, der mir sehr gut gefällt: Vererbt er doch als einer der wenigen Bullen eine normale Größe und ist sehr gut in den funktionalen Merkmalen (RZFit 140, RZRobot 122). Da kann nur eine Traumkuh aus ihr werden.
Ihre Abstammung ist Cassis x Kayne x Jurus x Laudan x Dixie-Ned x Blacky.
Mittlerweile ist sie am Tränkeautomat und zeigt sich immer sehr vital:
Benjamin
Samstag, 3. Februar 2018
Der KuhWert kommt!
Am Donnerstag war ich auf einer Veranstaltung bei der RinderAllianz in Karow, wo das vit und DSP das neue Herde Plus vorgestellt haben bzw. die weitere Entwicklung. Von den rund 35 Anwesenden war ich einer von zweien die bereits damit arbeiten, wenn auch erst seit 3 Wochen komplett.
Zuerst stellte Dr. Schierenbeck vom vit kurz zusammen gefasst die bisherigen Ergebnisse aus dem Projekt KuhVision vor, denn im Herde Plus werden die genomischen Zuchtwerte direkt nach der Verrechnung automatisch eingespielt und stehen dann in den Kuhakten zur Verfügung - für das vielzitierte genomische Herdenmanagement.
Dann über den KuhWert. Dies ist ein Algorithmus, den das vit entwickelt hat um den ökonomischen Wert jeder einzelnen Kuh (und Färse) in einer Herde vergleichbar zu machen. Dafür fließen die verschiedensten Parameter wie Trächtigkeit, Milchleistung, Melktage usw. ein und vor allem das statistische Wissen. Musste ich daran denken "Wo sich 100 Millionen Tiere treffen" - so hieß 2015 die Jubiläumsaustellung zum 50-jährigen Jubiläum des Rechenzentrums in Verden, anspielend auf die gesammelte Datenmengen.
Zum 1. April soll der KuhWert starten und dann täglich aktualisiert werden, sodass man für jede Kuh einen Wert hat und Entscheidungen nicht mehr so oft nach Gefühl sondern nachvollziehbarer treffen kann.
Danach referierte Hr. Huhne von DSP Agrosoft über das neue Herde Plus, wo es vor allem um die Änderungen zum alten Herde W ging. Wo ich mich ja schon ein gutes Stück damit auskenne, waren doch wieder einige neue Sachen dabei, die ich noch nicht entdeckt hatte. Sowie die ganzen Vernetzungen zum vit, den mobilen Anwendungen und auch intern in der Datenbank, dass die Eingabewege viel kürzer geworden sind. Der Modebegriff "Landwirtschaft 4.0" wurde da so richtig greifbar.
Im Anschluss dann in lockerer Runde der Erfahrungsaustausch unter den Herdenmanagern, wie man die einzelnen Funktionen nutzt und auch über die "Papierfanatiker" gelästert, die einem mehr Arbeit produzieren als sie wegschaffen.
Auf den KuhWert bin ich wirklich gespannt, weil ich gar keine Vorstellung habe wie sich die Einflussfaktoren bei der einzelnen Kuh auswirken.
Benjamin
Zuerst stellte Dr. Schierenbeck vom vit kurz zusammen gefasst die bisherigen Ergebnisse aus dem Projekt KuhVision vor, denn im Herde Plus werden die genomischen Zuchtwerte direkt nach der Verrechnung automatisch eingespielt und stehen dann in den Kuhakten zur Verfügung - für das vielzitierte genomische Herdenmanagement.
Dann über den KuhWert. Dies ist ein Algorithmus, den das vit entwickelt hat um den ökonomischen Wert jeder einzelnen Kuh (und Färse) in einer Herde vergleichbar zu machen. Dafür fließen die verschiedensten Parameter wie Trächtigkeit, Milchleistung, Melktage usw. ein und vor allem das statistische Wissen. Musste ich daran denken "Wo sich 100 Millionen Tiere treffen" - so hieß 2015 die Jubiläumsaustellung zum 50-jährigen Jubiläum des Rechenzentrums in Verden, anspielend auf die gesammelte Datenmengen.
Zum 1. April soll der KuhWert starten und dann täglich aktualisiert werden, sodass man für jede Kuh einen Wert hat und Entscheidungen nicht mehr so oft nach Gefühl sondern nachvollziehbarer treffen kann.
Danach referierte Hr. Huhne von DSP Agrosoft über das neue Herde Plus, wo es vor allem um die Änderungen zum alten Herde W ging. Wo ich mich ja schon ein gutes Stück damit auskenne, waren doch wieder einige neue Sachen dabei, die ich noch nicht entdeckt hatte. Sowie die ganzen Vernetzungen zum vit, den mobilen Anwendungen und auch intern in der Datenbank, dass die Eingabewege viel kürzer geworden sind. Der Modebegriff "Landwirtschaft 4.0" wurde da so richtig greifbar.
Im Anschluss dann in lockerer Runde der Erfahrungsaustausch unter den Herdenmanagern, wie man die einzelnen Funktionen nutzt und auch über die "Papierfanatiker" gelästert, die einem mehr Arbeit produzieren als sie wegschaffen.
Auf den KuhWert bin ich wirklich gespannt, weil ich gar keine Vorstellung habe wie sich die Einflussfaktoren bei der einzelnen Kuh auswirken.
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