Freitag, 11. April 2025
Neumühle 2025/0,5
Mittwoch, 18. September 2024
Neumühle 2024/2
Am vergangenen Sonntag war ich mal wieder auf meinem Stammbetrieb LVAV Hofgut Neumühle, wo es im Sommer beim Tag der offenen Tür die Kühe nur von außen zu sehen gab.
Hier sieht man gut wie die Kühe in den letzten 15 Jahren seit der Inbetriebnahme des Stalls 2009 größer geworden sind. Nr. 1840 (eine der Fistelkühe) frisst hier gerade am Wiegetrog und steht dabei mit den Hinterfüßen auf der Schieberbahn, weil der Fressstand zu kurz ist. Das machen mittlerweile so gut wie alle Kühe:
Nr. 1802 in der Trockenstehergruppe. Eine riesige Kuh; von der Kondition, der Stärke und vor allem der Tiefe. Das Halsband ist im letzten Loch auch sehr eng. Als Trockensteher geht sie natürlich nicht zum Melken und danach nicht über die Waage. Das Gewicht werde ich noch nachliefern:
Eine "Glubschi" auf der Neumühle. Nr. 2157. Kühe mit Glubschaugen kommen ab und zu vor und die kennt dann auch jeder, weil sehr auffällig. Sie schielt dazu noch extrem:
Noch was Technisches: Am Mischwagen ist jetzt ein HarvestLab von John Deere verbaut. Der dient aber vorerst nur zum reinen Datensammeln. Da will John Deere wohl in diesem Anwendungsbereich der Nahinfrarotspektroskope Fuß fassen:
Benjamin
1477
Dienstag, 9. Juli 2024
TdoT Neumühle 2024
Samstag, 13. Januar 2024
CalfRail DUO
Eine Neuerung die ich zuvor auch noch nicht gesehen habe war das CalfRail DUO von Förster Technik, das die Neumühle seit letztem Frühjahr hat.
Das CalfRail ist erstmal der normale Tränkeautomat an dem nicht für die Gruppenhaltung Tränkestationen mit Nuckel in die die Kälber laufen angeschlossen sind sondern ein Roboterarm mit Nuckel der von Iglu zu Iglu (bzw. Box) mit den Kälbern in Einzelhaltung fährt.
Das CalfRail DUO ist die neuste Variante mit zwei Nuckeln, bei dem zwei Kälber in Pärchenhaltung parallel saufen können.
Benjamin
1459
Dienstag, 9. Januar 2024
Neumühle 2023/2 - Teil 3
Samstag, 6. Januar 2024
Neumühle 2023/2 - Teil 2
Auf der Neumühle habe ich natürlich auch Braunies Familie besucht.
Die Glanrinder habe ich auch besucht. Schließlich habe ich bei der Herde meine Kuhlaufbahn begonnen, noch vor der Holsteins. Die sind momentan in der Winterstallhaltung. Der Hauptstall der Mutterkuhherde ist ein Offenfront-Tretmiststall, wie er in Rheinland-Pfalz weit verbreitet ist:
Benjamin
1457
Samstag, 30. Dezember 2023
Neumühle 2023/2 - Teil 1
Heute früh war ich auf meinem Stammbetrieb LVAV Hofgut Neumühle zum Jahresendbesuch. Braunies Familie besuchen, die Neuerungen begutachten und fachsimpeln. Dort sind sie ja absolute Profis beim BCS, das sie nicht nur zum Fütterungscontrolling machen sondern regelmäßig über alle Kühe. Und dabei kemnen sie die individuellen Eigenheiten der Kühe, wie die Erstlaktierende die mit 40 kg Leistung bei BCS 2,0 immer schlecht aussieht. So haben wir auf dem Futtertisch gestanden und spaßeshalber ganz unsachlich von vorne die fressenden Kühe eingestuft. Was ohne Anspruch auf sinnvoll nutzbare Ergebnisse doch erstaunlich gut funktioniert.
Eine Überraschung gabs für mich mit dem Abschluss des Milchkontrolljahrs 2022/23. Zur Leistungsentwicklung wie ich sie so in Erinnerung habe: 2005 gab es mal 10.000 kg, 2007 (also 2008 zu meiner Praktikumszeit) 9.300, 2010 zu Zeiten meiner Bachelorarbeit fiel es wegen dem Q-Fieber auf 8.500 und stieg in den 2010ern wieder deutlich an. 2016 waren es rund 11.500 kg, wo die Kennzahlen der Jahresauswertung jahrelang vor dem Melkstand aushingen.
Jetzt sind es glatt 12.500 kg mit 3,83 % Fett und 3,45 % Eiweiß, macht 910 FEK. Bei der letzten Milchkontrolle war es ein Melkdurchschnitt von 40,8 kg mit 3,91 % Fett und 3,65 % Eiweiß. Die Zellzahl war durchschnittlich bei 128.000 und was wichtiger für die Eutergesundheit ist bei 77 % der Kühe unter 100.000.
Fortsetzung folgt!
1456
Mittwoch, 6. September 2023
Neumühle 1/2023
Freitag, 28. April 2023
15-jähriges Melkerjubiläum
Benjamin
1414
Samstag, 1. April 2023
15-jähriges Rinderjubiläum
Sonntag, 10. Juli 2022
Neumühle 1/2022 - Teil 2
Im Flur des Sozialgebäude hängen drei Urkunden für die bisherigen 100.000 Liter-Kühe: Kanda, Erding und Rom. Kanada (413) wusste ich zwar, aber nicht wann genau. Das war 2019. 2020 dann Erding (825?), von der Stallnummer her kurz nach meinem Praktikum 2008 geboren. Ob sie beim Luzerneversuch 2010 dabei war weiß ich nicht genau. Rom war 2011er Jahrgang; Kanada und Erding gibt es beide noch und sind jetzt als Rentnerkühe im Bullenstall; also nicht bei den Bullen sondern eher bei den Mutterkühen:
Eine kleine Tour durch den Stall habe ich nach dem Melken auch noch gemacht. Im Jungviehstall habe ich erstmals nach all den Jahren den Futteranschieberoboter (Wasserbauer Butler Gold) in Aktion gesehen. Die erste Runde fährt er morgens um 9:30 und da war ich bisher nie da gewesen. Als Besonderheit hat der Butler Gold die Schnecke und hinten dran ist eine Schiebeleiste und die finde ich gibt ziemliche Schleifgeräusche von sich. Das Arbeitsergebnis ist soweit in Ordnung.
Benjamin
Mittwoch, 6. Juli 2022
Neumühle 1/2022 - Teil 1
Dienstag, 28. Juli 2020
Neumühle 1/2020 - Teil 3
Die Besamungsfärsen und Kühe sind jetzt mit Smartbow (-> Link) als Sensorsystem zur Brunst- und Gesundheitsüberwachung ausgestattet. Bisher war es Heatime gewesen von dem manche Kühe noch das Halsband umhaben und zwischenzeitlich auch die Vorserienmodelle von InnoCow (siehe auch Post vom 10.04.2019).
Smartbow ist eine Firma aus Österreich, die vor einiger Zeit von Zoetis übernommen wurde, die verstärkt in anderen Bereiche der Tiergesundheit expandieren. Weg vom reinen Pharmageschäft hin zu Sachen wie Gesundheitszuchtwerte oder auch Gesundheitsüberwachung.
Smartbow sind Senosoren als Ohrmarke, ca. 5 x 3 cm groß. Am Ohr befestigt ermöglicht es die Aktivtitätsüberwachung genauso wie am Halsband oder am Fuß. Und auch das Wiederkauen kann so gemessen werden: Kaut die Kuh wieder wackeln dabei die Ohren in einem sehr gleichmäßigen Rhythmus, den das System erkennen kann.
Es gab auch mal die Variante Eartag Life, dafür gab es auf der EuroTier 2016 eine Goldmedaille. Das war eine normale Ohrmarke als Tierkennzeichnung in die der Sensor integriert war. Seitdem habe ich aber nichts mehr davon gehört, wurde scheinbar nicht zu Serienreife fertigentwickelt.
So sieht die Sensorohrmarke aus:
Und hier bei Matilda im rechten Ohr (ganz schön voll). Die Sensoren sind immer am oberen Ohrrand nach unten gerichtet eingezogen:
Zweite große Neuerung ist eine Fahrzeugwaage, und zwar eine LKW-Waage MOBIL von Kilomatic (-> Link).
Bisher gabe es drei Fahrzeugwaagen auf Neumühle: Vor dem Getreidespeicher, in der Scheune vom Bullenstall und in Verängerung des Futtertischs im Schafstall (alter Kuhstall), unter der ich damals als Praktikant sauber gemacht habe. Aber alle drei nur für einen einzelnen Anhänger geeignet. Dagegen ist die neue Waage für einen ganzen Zug geeignet.
Prinzipiell ist die mobil und kann in Einzelteile zerlegt transportiert werden. Es scheint jedoch eine feste Installation werden, denn einerseits ist sie festgeschraubt und dann wird noch eine Umfahrung links auf dem Grünstreifen gebaut. Wahrscheinlich eine einfachere Lösung als eine ebenerdige Waage mit Fundamenten:
Benjamin
Sonntag, 26. Juli 2020
Neumühle 1/2020 - Teil 2
Ihre Enkelin Mai hat am 10. Juli zum vierten Mal gekalbt und befand sich am 12. Juli als ich zu Besuch war noch in der Abkalbebox:
Leistungsmäßig zeigt sie weiterhin was genetisch in den Holsteins steck, wenn man sie das nur durch gute Fütterung und Haltung ausschöpfen lässt.
In der dritten Laktation gab sie in 399 Tagen 16.537 kg Milch mit 4,62 % Fett und 3,59 % Eiweiß, das sind energiekorrigiert 17.924 kg ECM. Pro Tag sind das 44,9 kg, etwas weniger als in der 2. Laktation, da waren es 45,8 kg,
Ihre 305-Tage-Leistung lag bei 13.383 kg mit 4,46 % Fett und 3,48 % Eiweiß, energiekorrigiert 14.164 kg ECM. Und 1063 Fett-Eiweiß-Kilo.
Die 100-Tage-Leistung waren 5.056 kg mit 4,28 % Fett und 3,12 % Eiweiß, sind 5.129 kg ECM.
Bei der letzten Milchkontrolle vor dem Trockenstellen gab sie 33 kg mit 5,76 % Fett und 3,93 % Eiweiß. Und bei der letzten Wiegung wog sie 761 kg.
Nach drei Laktationen kommt sie auf eine Lebensleistung von 45.746 kg mit 4,52 % Fett und 3,55 % Eiweiß. Das sind 22,1 kg Lebenstagsleistung und 33,8 kg Futtertagsleistung seit der ersten Kalbung; wegen ihrer hohen Inhaltsstoffe nochmal energiekorrigiert 23,6 kg LTL und 36,1 kg FTL.
Ihre Tochter Matilda ist mittlerweile 15 Monate alt und in der Besamungsgruppe der Färsen:
Das vierte Kalb von Mai war nach Matilda ihr zweites Kuhkalb und hat bisher keinen Namen, nur schon die Stallnummer 2044 zugteilt bekommen. Den Vater habe ich auch nicht nachgeschaut...
Aber im Computer stand bei Mai unter Kalbungen der Kommentar zu Erstversorgung: 3 Liter Kolostrum alleine gesoffen und dann noch 1 Liter gedrencht. Denn auch hier gilt wieder einer meiner Lieblingssprüche: Nur was man dokumentiert kann man auch managen.
Wie Braunie eine kleine Blesse auf der Stirn:
Die Zuchtkälber bekommen nur noch eine Ohrmarke und ins andere Ohr ein Transponder, auf dem auch die Lebendohrmarkennummer steht und abgespeichert ist.
Das ist mittlerweile auch in Rheinland-Pfalz erlaubt eine der Ohrmarken durch eine Transponder zu ersetzen. Und auch nur noch der Knopf, vergleichbar mit den Transponderohrmarken für die Tiererkennung am Melkkarussell (siehe Post vom 07.05.2015), während in Niedersachsen die Rückseite der männliche Teil der normalen Ohrmarke ist (siehe Post vom 16.06.2019) und in Luxemburg der Transponder in die normale Ohrmarke integriert (siehe Post vom 13.07.2019).
Fortsetzung folgt!
Benjamin
















