Mittwoch, 10. Juli 2013

Gestern, Heute, Morgen

Am heutigen Tag bekam ich neben dem Heute auch das Gestern und Morgen der Agrar Boberow mit.
Das Heute war wieder ein Stück mehr Routine in der Verwaltung der Kühe und Kälber, daneben nicht so alltägliche Dinge wie das Abholen eines Bigbags mit Kälberschrot vom Hauptmilchviehbetrieb, wo heute die Schrotmühle da war. Außerdem ist als mein erstes eigenes Projekt die Optimierung der Kälberhaltung angelaufen, wo ich recht freie Hand habe und nach Gesprächen mit der Tierärztin und meinem "Milchviehberater" in der alten Heimat ein neues Konzept aufgestellt habe, das es nun umzusetzen gilt.
Das Gestern war wieder eine der vielen interessanten Geschichten einer meiner Kollegen, als wir es über seinen einen Traktor, einen alten, aber voll ausgestatteten Zetor 5211 hatten, den er als Nebenerwerbslandwirt fährt. Über die Traktoren, die früher auf der Milchviehanlage liefen: Famulus, Zetor, Belarus, GT124 und die Robustheit des Belarus, als mal einer ohne Wasser und Öl und überladenem Anhänger auf dem Rückweg von der Stärkefabrik in Karstädt-Dallmin mit rotglühendem Motor stehen blieb. Abgeschleppt und am nächsten Tag einfach Wasser und Öl nachgefüllt und weiter ging es.
Das Morgen dann, als mein Chef vielleicht fünf Minuten vor dem geplanten Feierabend noch zu mir kam und wir es fast eine Stunde lang neben organisatorischen Sachen auch über Detailfragen der Zukunftspläne für die Genossenschaft hatten. Kurz zusammengefasst: Hier im Blog wird es weiterhin viele Interessante Sachen zu berichten geben!
Es hat sich in meinem Tagesablauf schon fast etabliert, dass ich zwischen halb elf und elf wenn das Milchauto kommt ein wenig mit dem Fahrer erzähle. Denn es ist natürlich der Höhepunkt des Tages, wenn das Ergebnis der vielen Arbeit der Kühe, der Mannschaft und vielleicht auch meiner Verwalterei so sichtbar wird. Typisch für fast ganz Ostdeutschland sind die 18t-LKW mit 24t-Anhänger die meist im Zug fahren, auch wenn dafür sogar in Boberow der Hof gerade zum Wenden reicht. Die Milch geht in die Arla-Molkerei (Hansa-Milch/Hansano) nach Karstädt, also gerade zwei Ortschaften und 13 km weiter. Dort können pro Jahr an die 180 Mio. kg Milch verarbeitet werden, wobei das Werk aktuell nicht ganz ausgelastet ist. Und die Milch der Boberower Kühe wird zu Milchpulver, Konzentrat und Sahne verarbeitet.

Benjamin

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