Diese Woche wurden durch die Baubrigade die Klauenbäder rekonstruiert.
Ursprünglich waren es an den beiden Ausgängen des Melkstands in den Boden eingelassene Betonwannen. Eine ohne Ausfluss und bei der anderen wurde dieser schnell stillgelegt, weil die Kühe immer die Plastikabdeckung zertraten. So mussten dann beide nach jedem Melken immer leergeschaufelt werden. Irgendwann wurden dann bei dem einen kurzerhand die vordere Schwelle abgerissen und das andere mit Beton zugegossen und später auf beide Klauenbäder aus Stahl montiert. An diesen nagte auch der Zahn der Zeit oder besser gesagt das Gewicht der Kühe, sodass nun was Vernünftiges her musste. So wurden die Klauenbäder in ihrer urspünglichen Ausführung rekonstruiert und beide mit einem großdimensionierten Abfluss versehen. Die Gummistopfen sind versenkt angebracht und werden von einem zusätzlichen massiven Stahldeckel geschützt. Die ersten Testläufe verliefen außerordentlich zufriedenstellend. Die Klauenbäder sind zudem Erprobungsmuster für den neuen Kuhstall.
Benjamin
Sonntag, 25. Mai 2014
Samstag, 24. Mai 2014
Ausgetrickst
Kuh 1324 ist eine echte Spezialistin. Gestern war sie zur Besamung dran. Im Fressgitter fängt sie sich ganz normal ein und frisst bis sie keine Lust mehr hat. Dann legt sie den Kopf schräg nach links und das rechte Ohr nach hinten und schlägt mehrmals nach oben bis sie den Verriegelungshebel erwischt und den Kopf rausziehen kann, was insgesamt nur ein paar Sekunden dauert. Dann legt sie sich im Laufgang hin und kaut. So sperrte ich sie dann an das kleine Fressgitter, das für Behandlungen genutzt wird, eigentlich um sie dort später leichter in die Ecke treiben zu können. Bloß dort muhte sie unablässig, weil sie nicht aus dem Fressgitter rauskam. Denn das ist dort in die andere Richtung angeschlagen und mit dem linken Ohr kann sie es nicht aufmachen! Entsprechend beleidigt kuckt sie auf dem Foto:
Benjamin
Benjamin
Freitag, 23. Mai 2014
Halbes Heuwetter
Die letzten Tage war sommerliches Wetter mit an die 30 Grad. Dies wurde genutzt um Heu zu machen, wenn auch nur 45 ha, weil von letztem und sogar vorletztem Jahr noch einiges übrig ist.
Heute war es für die Quaderballenpresse aber noch zu feucht, sodass nach ein paar Ballen stattdessen in Rundballen gepresst wurde.
Die Hauptpresse (daneben gibt es die Zweitpresse - siehe Post vom 19.07.13 - und eine variable Rundballenpresse) ist eine Krone BigPack 120-80 (= 120 x 80 cm Presskanal) mit Schneidwerk. Gebaut 1996, lief dann bei verschiedenen Lohnunternehmen und kam Anfang der 2000er nach Boberow.
Zu Saisonbeginn war noch zu viel reibender Rost auf den blanken Metallteilen im Presskanal, sodass der Ballenausstoßer den letzten Ballen nicht rausdrücken konnte. Wurde dieser halt mit dem Teleskoplader herausgezogen.
Benjamin
Heute war es für die Quaderballenpresse aber noch zu feucht, sodass nach ein paar Ballen stattdessen in Rundballen gepresst wurde.
Die Hauptpresse (daneben gibt es die Zweitpresse - siehe Post vom 19.07.13 - und eine variable Rundballenpresse) ist eine Krone BigPack 120-80 (= 120 x 80 cm Presskanal) mit Schneidwerk. Gebaut 1996, lief dann bei verschiedenen Lohnunternehmen und kam Anfang der 2000er nach Boberow.
Zu Saisonbeginn war noch zu viel reibender Rost auf den blanken Metallteilen im Presskanal, sodass der Ballenausstoßer den letzten Ballen nicht rausdrücken konnte. Wurde dieser halt mit dem Teleskoplader herausgezogen.
Benjamin
Dienstag, 20. Mai 2014
Duckers Enkel
Nachdem Miklas Nachwuchs verschollen ist, wobei ich davon ausgehe, dass sie doch in der Abkalbebucht plattgetrammelt wurden, gibt es neue Kätzchen auf dem Hof: Und zwar zwei Junge von Waltraud, besser bekannt unter ihrem alten Namen Walter. Duk halte ich für den Vater bzw. Großvater bzw. Großonkel und damit ginge der Inzuchtkoeffizient ziemlich Richtung 1...
Bloß hat Waltraud scheinbar kein Interesse an ihnen, sodass ihre Mutter Ducker sie kurzerhand übernommen hat.
Da sich Ducker streicheln lässt und ich an ihrem Nest paarmal täglich vorbeikomme werden sie zur Prägung intensiv "oageknodscht" (angefasst).
Den Stresstest haben die beiden auch schon bestanden, als gestern die Baubrigade das neue Klauenbad baute saßen sie den ganzen Vormittag über nur einen Meter entfernt vom Lärm der Stemmhämmer und Trennschleifer.
Benjamin
Bloß hat Waltraud scheinbar kein Interesse an ihnen, sodass ihre Mutter Ducker sie kurzerhand übernommen hat.
Da sich Ducker streicheln lässt und ich an ihrem Nest paarmal täglich vorbeikomme werden sie zur Prägung intensiv "oageknodscht" (angefasst).
Den Stresstest haben die beiden auch schon bestanden, als gestern die Baubrigade das neue Klauenbad baute saßen sie den ganzen Vormittag über nur einen Meter entfernt vom Lärm der Stemmhämmer und Trennschleifer.
Benjamin
Montag, 19. Mai 2014
Trächtigkeitsuntersuchung Färsen
Heute nahm mich mein Chef mit zu den Trächtigkeitsuntersuchungen bei den Färsen sowie bei der kleinsten der drei Milchviehanlagen.
Bin mitgelaufen um mir alles anzukucken, habe bloß die Ohrmarkennummern angesagt und die tragenden Färsen angemalt für den bevorstehenden Weideauftrieb.
Von den Färsen waren in den letzten 4 Wochen insgesamt genau 50 tragende zusammengekommen, was deutlich überdurchschnittlich ist. Diese werden passend zum Jahreswechsel kalben, wo man Zeit hat, weil außenrum die Welt stillsteht.
Der Besamungsstall einer der Jungrinderanlagen, früher ein Schweinestall, heute stehen darin 80 zu besamende Färsen:
Als zweite Station ein Pensionsbetrieb im Nachbarort, auf dem weitere 55 unserer Färsen stehen.
Benjamin
Bin mitgelaufen um mir alles anzukucken, habe bloß die Ohrmarkennummern angesagt und die tragenden Färsen angemalt für den bevorstehenden Weideauftrieb.
Von den Färsen waren in den letzten 4 Wochen insgesamt genau 50 tragende zusammengekommen, was deutlich überdurchschnittlich ist. Diese werden passend zum Jahreswechsel kalben, wo man Zeit hat, weil außenrum die Welt stillsteht.
Der Besamungsstall einer der Jungrinderanlagen, früher ein Schweinestall, heute stehen darin 80 zu besamende Färsen:
Als zweite Station ein Pensionsbetrieb im Nachbarort, auf dem weitere 55 unserer Färsen stehen.
Benjamin
Sonntag, 18. Mai 2014
Schrot abkippen
Der Getreideschrot für die Kühe (75 % Roggen, 25 % Triticale) wird nach dem wöchentlichen Schroten im Getreidelager in Pinnow in 2 HW80 nach Boberow gefahren und zunächst einmal in der Heulagerhalle untergestellt. Nach Bedarf wird dann in die Buchte in der Futterhalle abgekippt. Normalerweise wird dafür der "große Russe" (Belarus MTS 82 Turbo) verwendet, aber da dieser aktuell vom Boberower Stützpunkt abgezogen wurde blieb nur der Käse-Trecker (Case 640A) übrig. Normalerweise gehöre ich nicht zu den "unter 200 PS geht nix", aber da hatte ich auch Bedenken. Und doch: 3,5 t mit 52 PS können 25 t ohne Wühlerei ziehen, wenn auch nur in Schrittgeschwindikeit, weil als West-Trecker natürlich ohne Druckluftbremsanlage.
Zusammengefasst: In der Prignitz ist es flach!
Benjamin
Zusammengefasst: In der Prignitz ist es flach!
Benjamin
Freitag, 16. Mai 2014
Kühl und wohlriechend
So knapp kann man das Ergebnis meines ersten Tests des separierten Gärrestes als Liegeboxeneinstreu zusammenfassen.
Letzte Woche wurde der Separator zur Produktion der Einstreu nach Boberow umgesetzt und im Laufe der letzten Tage an das ganze Güllesystem angeschlossen. Heute wurde das erste mal abgepresst und dieses Separat fuhr ich testweise in den Stall. Wie ich vor dem Haufen stand hatte ich zunächst Bedenken, da der separierte Gärrest im Gegensatz zur Bullengülle in Klumpen aus dem Separator kommt. Aber das Einstreugerät ist nicht verstopft und ganz frisch war es noch nicht derart durchgegoren, dass man sich die Finger dran verbrennen könnte. Angenehm kühl, wie der Gärrest im Behälter auch sein dürfte und der Geruch nahm einen auch nicht den Atem.
Einzig der Trockensubstanzgehalt dürfte etwas höher sein.
Die Brücke des Anhängers auf dem der Separator ursprünglich stand wurde passend in die Halle integriert:
Da fliegts und dampft kaum:
Benjamin
Letzte Woche wurde der Separator zur Produktion der Einstreu nach Boberow umgesetzt und im Laufe der letzten Tage an das ganze Güllesystem angeschlossen. Heute wurde das erste mal abgepresst und dieses Separat fuhr ich testweise in den Stall. Wie ich vor dem Haufen stand hatte ich zunächst Bedenken, da der separierte Gärrest im Gegensatz zur Bullengülle in Klumpen aus dem Separator kommt. Aber das Einstreugerät ist nicht verstopft und ganz frisch war es noch nicht derart durchgegoren, dass man sich die Finger dran verbrennen könnte. Angenehm kühl, wie der Gärrest im Behälter auch sein dürfte und der Geruch nahm einen auch nicht den Atem.
Einzig der Trockensubstanzgehalt dürfte etwas höher sein.
Die Brücke des Anhängers auf dem der Separator ursprünglich stand wurde passend in die Halle integriert:
Da fliegts und dampft kaum:
Benjamin
Donnerstag, 15. Mai 2014
Im Maifeld
Als dritte und letzte Station
meiner Eifeltour war ich bei der Familie Rueben, den Züchtern vonTableau, einem der
ganz großen Rotbunt-Bullen der letzten Jahre. In unmittelbarer Nachbarschaft der
bekanntem Burg Eltz gelegen, die auf der Rückseite der 500DM-Scheine aus den 1960er
abgebildet war. Und nur einen halben km vom Moseltal entfernt, wo man aber vom
Stall aus über die 200 m tiefe Schlucht einfach hinwegsieht.
Sie nahmen sich stolze zweieinhalb Stunden Zeit um mir den Stall in allen Details zu zeigen, ganz ehrlich mit allen Abänderungen und Verbesserung die sie vorgenommen haben. Auf was man bei der technischen Ausstattung achten soll und von was die Finger lassen. Wie halt überall kriegt der harte landwirtschaftliche Alltag irgendwann alles kaputt – die entscheidende Frage ist bloß wann. Schon allein wegen diesen ganzen berichteten Erfahrungen hat sich mein Urlaub gelohnt. Meines Wissens nach der größte Kuhstall in Rheinland-Pfalz:
Benjamin
Sie nahmen sich stolze zweieinhalb Stunden Zeit um mir den Stall in allen Details zu zeigen, ganz ehrlich mit allen Abänderungen und Verbesserung die sie vorgenommen haben. Auf was man bei der technischen Ausstattung achten soll und von was die Finger lassen. Wie halt überall kriegt der harte landwirtschaftliche Alltag irgendwann alles kaputt – die entscheidende Frage ist bloß wann. Schon allein wegen diesen ganzen berichteten Erfahrungen hat sich mein Urlaub gelohnt. Meines Wissens nach der größte Kuhstall in Rheinland-Pfalz:
Benjamin
Mittwoch, 14. Mai 2014
In der Schnee-Eifel
Als zweite Station meiner Tour durch die Eifel stand der Betrieb der Familie Collas an, wo mein Bruder nun arbeitet. Im Dreiländereck Rheinland-Pfalz - Nordrhein-Westfalen - Belgien gelegen, "oben drauf" auf fast 600 m über N.N. und eine absolut nasse Ecke mit über 1.000 mm Niederschlag; "kalt-gemäßigter Berg-Regenwald".
Einen modernen Stall kann man ohne Einbeziehung von Altbausubstanz auf der grünen Wiese wirklich sehr überschaubar und klar strukturiert bauen.
Aber neben allen modernen Standards ist es eine mehr als dämliche Idee vom Stallplaner auf die ganzen Laufflächen eine Art Kopfsteinpflaster draufzubetonieren. So eine Rutschpartie will ich für "meine" Kühe definitiv nicht!
Praktische wie unpraktische Details konnte er mir viele nennen: „Der Besamer hat als Linkshänder bei der Palpation Rail echt Pech gehabt.“:
36 m Stallbreite passen einfach nicht ganz aufs Foto. Vorne und hinten vom Stall sind Außenfuttertische, die bei beständigerem Wetter (das es tatsächlich gibt!) genutzt werden:
´
Bei dem vielen Wind stehen nicht nur neben, sondern auch mitten auf dem Hof Windräder:
Einen modernen Stall kann man ohne Einbeziehung von Altbausubstanz auf der grünen Wiese wirklich sehr überschaubar und klar strukturiert bauen.
Aber neben allen modernen Standards ist es eine mehr als dämliche Idee vom Stallplaner auf die ganzen Laufflächen eine Art Kopfsteinpflaster draufzubetonieren. So eine Rutschpartie will ich für "meine" Kühe definitiv nicht!
Praktische wie unpraktische Details konnte er mir viele nennen: „Der Besamer hat als Linkshänder bei der Palpation Rail echt Pech gehabt.“:
36 m Stallbreite passen einfach nicht ganz aufs Foto. Vorne und hinten vom Stall sind Außenfuttertische, die bei beständigerem Wetter (das es tatsächlich gibt!) genutzt werden:
´
Bei dem vielen Wind stehen nicht nur neben, sondern auch mitten auf dem Hof Windräder:
Benjamin
In der Westeifel
Auf meiner Stallbesichtigungstour
durch die Eifel war ich zunächst bei der Familie Meutes. Mit einer
Lebensleistung von um die 60.000 kg und vielen Dutzend verkauften Zuchtbullen
im Jahr für viele der beste Milchviehbetrieb in Rheinland-Pfalz.
In den neuen Stall und das Melkzentrum sind die Kühe im vergangen Oktober eingezogen; aber beim Zustand des ganzen Hofs, bis hin zum ältesten Stall von Anfang der 1970er scheint es, als wäre es gerade gestern Abend gewesen - und das an jedem Tag. Solch einen ordentlichen und saubern Betrieb hab ich noch nie gesehen, würde man den Hof fegen käme bestimmt keine Schrotschaufel voll zusammen.
Besonders interessant fand ich das automatische Selektionssystem, wo unter anderem brünstige Kühe nach Aktivitätsmessung und Milchanalyse aussortiert werden in eine von mehreren Buchten; alles vollwertige Stallabteile mit Liegeboxen und Futtertisch:
Auch wenn man es nicht glaubt, dieses Karussell dürfte schon geschätzt 80.000 Melkungen hinter sich haben:
In den neuen Stall und das Melkzentrum sind die Kühe im vergangen Oktober eingezogen; aber beim Zustand des ganzen Hofs, bis hin zum ältesten Stall von Anfang der 1970er scheint es, als wäre es gerade gestern Abend gewesen - und das an jedem Tag. Solch einen ordentlichen und saubern Betrieb hab ich noch nie gesehen, würde man den Hof fegen käme bestimmt keine Schrotschaufel voll zusammen.
Besonders interessant fand ich das automatische Selektionssystem, wo unter anderem brünstige Kühe nach Aktivitätsmessung und Milchanalyse aussortiert werden in eine von mehreren Buchten; alles vollwertige Stallabteile mit Liegeboxen und Futtertisch:
Auch wenn man es nicht glaubt, dieses Karussell dürfte schon geschätzt 80.000 Melkungen hinter sich haben:
Benjamin
Dienstag, 13. Mai 2014
Im Ried
Mit die nächsten Kühe von
meiner alten Heimat aus sind die eines Studienkollegen schon
jenseits des Rheins in Hessen. Also morgens zum Melken hin und mehr zugekuckt
als geholfen und über das Neuste geschwätzt. Und eine Runde mit zum Düngen der
Zuckerrüben in die Rheinauen gefahren. Dafür braucht man nicht zwingend 220 PS mit
Anhängestreuer und aktivem N-Sensor.
Dieses Jahr war ein erhöhter Bedarf, da durch das große Hochwasser im letzten Jahr, das dort die Äcker vor dem Deich um 2 m überflutet hatte, kaum noch verfügbare Nährstoffe vorhanden waren.
Benjamin
Dieses Jahr war ein erhöhter Bedarf, da durch das große Hochwasser im letzten Jahr, das dort die Äcker vor dem Deich um 2 m überflutet hatte, kaum noch verfügbare Nährstoffe vorhanden waren.
Benjamin
Auf Kuhurlaub
Jetzt war ich wieder ein
paar Tage auf Kuhurlaub. Also im Urlaub bei anderen Kühen, um mir quer durch
Rheinland-Pfalz zum Thema Stallbau verschiedene Sachen anzukucken, wobei das recht
praktisch ist, weil dort mit der kürzeren Melkdauer bei den Familienbetrieben
bei einem Drittel der Kuhzahl ähnliche Melkzentren gebaut werden wie hier im Nordosten.
Und mal eines der angeforderten Fotos aus meiner alten Heimat. Der Blick über das Rheintal, im Vordergrund Gundheim und am Horizont der Odenwald. Die Hälfte der Fläche sind Weinberge und Windräder gibt es derart viele, dass ich seit Ende der 2000er nicht mehr die genaue Zahl weiß, dürften aber mittlerweile in ganz Rheinhessen fast mehr sein als Kühe.
Und mal eines der angeforderten Fotos aus meiner alten Heimat. Der Blick über das Rheintal, im Vordergrund Gundheim und am Horizont der Odenwald. Die Hälfte der Fläche sind Weinberge und Windräder gibt es derart viele, dass ich seit Ende der 2000er nicht mehr die genaue Zahl weiß, dürften aber mittlerweile in ganz Rheinhessen fast mehr sein als Kühe.
Benjamin
Mittwoch, 7. Mai 2014
Elefantenkäfig - Teil 2
Der Elefantenkäfig ist mittlerweile richtig in Betrieb: Alle drei Abteile wurden schon benötigt, um Kühe für die Klauenpflege "zwischenzuparken" und auch die Laderampe wurde schon benutzt und passt von den Abmessungen her sehr gut.
Die Ausstattung ist jetzt komplett: Die Tore aus nicht verzinktem Stahlprofil wurden grundiert und in einem hellen Grau gestrichen und heute dann kamen für die nebenanliegende zentrale Güllesammelgrube mit der Pumpe und dem Rührwerk die neuen Abdeckgitter aus der Werkstatt. Da diese Grube gleichzeitig der Waschplatz für die Schaufeln der Lader ist durfte ich heute als erster das neue Gitter einsauen.
Benjamin
Benjamin
Dienstag, 6. Mai 2014
Rebecca
Dagegen war die Benennung von Alis langsam: Bei Rebecca dauerte es genau 4 Stunden! Just in time - ein weiteres Lieblingskalb bestellt und ich hatte zufälligerweise gerade eins parat.
Morgens ging es rund: Drei Abkalbungen auf einmal. Parallel dazu schrieb um kurz vor halb sieben Fabienne noch vor der Schule unter den letzten Post (vom 05.05), dass ich doch das nächste Kuhkalb Rebecca nennen könnte.
Das las ich allerdings erst in meiner Frühstückspause, als die Kälber schon benannt waren. Gerade passend kalbten aber noch mal eine Kuh und eine Färse; also insgesamt fünf Kalbungen heute, von 27 Vorraussichtlichen im Mai. Habe ich mir von den beiden ein passendes ausgesucht, was leicht war, denn das andere ist ein Bullenkalb - Antario. Übrigens dieses nächste Kalb mit A im Namen, weswegen für Alis im Januar damals auch schon von der Benennungsregel abgewichen wurde. Um halb elf, wo ich gerade am Silo war wo mein Handy etwas Empfang hat, konnte ich dann simsen: "Rebecca ist da!"
Und hier nun das versprochene Foto; das allereste von ihr, da war sie vielleicht eine Stunde alt. Hinter ihr ihre Mutter 1097.
Benjamin
Morgens ging es rund: Drei Abkalbungen auf einmal. Parallel dazu schrieb um kurz vor halb sieben Fabienne noch vor der Schule unter den letzten Post (vom 05.05), dass ich doch das nächste Kuhkalb Rebecca nennen könnte.
Das las ich allerdings erst in meiner Frühstückspause, als die Kälber schon benannt waren. Gerade passend kalbten aber noch mal eine Kuh und eine Färse; also insgesamt fünf Kalbungen heute, von 27 Vorraussichtlichen im Mai. Habe ich mir von den beiden ein passendes ausgesucht, was leicht war, denn das andere ist ein Bullenkalb - Antario. Übrigens dieses nächste Kalb mit A im Namen, weswegen für Alis im Januar damals auch schon von der Benennungsregel abgewichen wurde. Um halb elf, wo ich gerade am Silo war wo mein Handy etwas Empfang hat, konnte ich dann simsen: "Rebecca ist da!"
Und hier nun das versprochene Foto; das allereste von ihr, da war sie vielleicht eine Stunde alt. Hinter ihr ihre Mutter 1097.
Benjamin
Montag, 5. Mai 2014
Guntram
Heute gab es für mich zwischen Kleinkram auf dem Hof und Büroarbeit eine Premiere: Komplexere Geburtshilfe. Jule, eine der Färsen, war am Kalben und es kam nur ein Vorderbein raus, musste Geburtshilfe geleistet werden. Normalerweise bin ich dabei der Assistent. Früher als Praktikant musste ich den Schwanz halten und heute als Anlagenleiter habe ich routinierte Kollegen - und halte wieder den Schwanz. Bloß war der Springer mit seinen 30 Jahren Erfahrung in der Geburtshilfe nicht erreichbar, weil er heute mit seinen Kumpels eine Gutsherrentour über ihre Ländereien machte. Also war ich dran das Kalb rauszuholen. Das linke Vorderbein und der Kopf lagen normal, aber das rechte Vorderbein war ganz zurückgezogen hinter den Beckenknochen. Galt es das mal theoretisch Gelernte zur Korrektur von Fehllagerungen in die Praxis umzusetzen: Mit den anatomischen Zeichnungen vor Augen und die Hände irgendwo mitten drin, natürlich dreidimensional.
Hat zwar etwas gedauert bis alles richtig lag, aber klappte doch recht gut und Kuh und Kalb waren wohlauf - ein Bullenkalb; nach seinem Vater Guarini (also Halbbruder von Gisela) Guntram genannt.
Guntram im Alter von zwei Tagen:
Benjamin
Hat zwar etwas gedauert bis alles richtig lag, aber klappte doch recht gut und Kuh und Kalb waren wohlauf - ein Bullenkalb; nach seinem Vater Guarini (also Halbbruder von Gisela) Guntram genannt.
Guntram im Alter von zwei Tagen:
Benjamin
Freitag, 2. Mai 2014
Wiederkäuer
Viel Neues gibt es aktuell nicht zu berichten; diese Woche wird der Grünroggen für die Biogasanlage gehäckselt. Das Wetter ist deutlich kühler als zu Beginn der Woche: Nun ist es Mai und der Sommer schon vorbei.
Dann schreibe ich heute für Fabienne etwas Vorbereitendes für ihren Grundkurs Kuh:
Warum kauen Kühe wieder? Kühe fressen hauptsächlich faserige Pflanzen (Gras, Stroh, Maisstängel), die schwer verdaubar sind. Dabei lässt die Kuh von den vielen Bakterien, die in ihrem Pansen (Erster Magen) leben, vorverdauen. Was diese nicht kleinbekommen wird noch einmal durchgekaut. Und das Kauen hat einen wichtigen Nebeneffekt, der eigentlich der Haupteffekt ist: Im dabei gebildeten Speichel (mehrere Eimer voll am Tag) ist Natriumbicarbonat enthalten. Dies ist ein Salz, das dazu dient den Säuregehalt im Pansen im für die Bakterien richtigen Bereich zu halten. Denn wird es zu sauer sterben die Bakterien ab und die Kuh bekommt arge Verdauungsprobleme.
13 bis 14 Stunden am Tag sollen die Kühe liegen und die meiste Zeit davon wiederkauen:
Benjamin
Dann schreibe ich heute für Fabienne etwas Vorbereitendes für ihren Grundkurs Kuh:
Warum kauen Kühe wieder? Kühe fressen hauptsächlich faserige Pflanzen (Gras, Stroh, Maisstängel), die schwer verdaubar sind. Dabei lässt die Kuh von den vielen Bakterien, die in ihrem Pansen (Erster Magen) leben, vorverdauen. Was diese nicht kleinbekommen wird noch einmal durchgekaut. Und das Kauen hat einen wichtigen Nebeneffekt, der eigentlich der Haupteffekt ist: Im dabei gebildeten Speichel (mehrere Eimer voll am Tag) ist Natriumbicarbonat enthalten. Dies ist ein Salz, das dazu dient den Säuregehalt im Pansen im für die Bakterien richtigen Bereich zu halten. Denn wird es zu sauer sterben die Bakterien ab und die Kuh bekommt arge Verdauungsprobleme.
13 bis 14 Stunden am Tag sollen die Kühe liegen und die meiste Zeit davon wiederkauen:
Benjamin
Montag, 28. April 2014
Sonntag, 27. April 2014
Über 10.000 l mit 20 BP!
Wer ein wirklicher Profi ist zeigt sich erst fernab der Gunststandorte und die Agp Lübesse beweist das eindrucksvoll: Die Gegend würde ich mal als "übelste Sandbüchse" einstufen. Neben dem Grünland überwiegend auf Niedermoorflächen sind das meiste Ackerland grundwasserferne Sandböden mit im Schnitt nur 20 Bodenpunkten. Entsprechend sind die Hauptkulturen Roggen und Mais, wobei es je nach Witterung Roggen- und Maisjahre gibt. 2013 war ein Roggenjahr und der Mais brachte 16 t pro ha - Frischmasse wohlgemerkt!!!
Aber diese schwierige Futtersituation ist kein Hindernis für sehr gute Leistungen - im letzten Milchjahr wurden durchschnittlich 9.400 kg ECM abgeliefert mit weiter steigender Tendenz.
Die Milchkühe stehen samt Jungvieh und den Broilern unter einem Dach der großen ehemaligen Jungrinderaufzuchtanlage aus den 1970ern. Trotz der niedrigen Bauhülle ist mit offenen Firsten, Giebelseiten und Ventilatoren das Stallklima ausgesprochen gut.
Letztes Jahr wurde ein neues Melkzentrum mit einem Lemmer-Fullwood Rotary Abreast 60er-Außenmelker, das über Rückhaltebügel für eine zweite Runde verfügt angebaut.
Als Inspiration habe ich mir die Gestaltung des K0-Stalls für die Kälber bis 2 Wochen mitgenommen: Hell, luftig, gut zu reinigen und genügend Platz für das Milchtaxi.
150 m Futtertisch:
Benjamin
Aber diese schwierige Futtersituation ist kein Hindernis für sehr gute Leistungen - im letzten Milchjahr wurden durchschnittlich 9.400 kg ECM abgeliefert mit weiter steigender Tendenz.
Die Milchkühe stehen samt Jungvieh und den Broilern unter einem Dach der großen ehemaligen Jungrinderaufzuchtanlage aus den 1970ern. Trotz der niedrigen Bauhülle ist mit offenen Firsten, Giebelseiten und Ventilatoren das Stallklima ausgesprochen gut.
Letztes Jahr wurde ein neues Melkzentrum mit einem Lemmer-Fullwood Rotary Abreast 60er-Außenmelker, das über Rückhaltebügel für eine zweite Runde verfügt angebaut.
Als Inspiration habe ich mir die Gestaltung des K0-Stalls für die Kälber bis 2 Wochen mitgenommen: Hell, luftig, gut zu reinigen und genügend Platz für das Milchtaxi.
150 m Futtertisch:
Benjamin
Samstag, 26. April 2014
Bei der Agp Lübesse
Diese Woche war ich als Begleitung meines Chefs mit beim Management-Seminar der RinderAllianz, was deren erste Veranstaltung nach der Fusion von RMV und RSA war. Neben den Vorträgen und Diskussionen gab es auch eine Betriebsbesichtigung der entsprechenden Liga: Bei der Agp (Agrarproduktgesellschaft) Lübesse, zwischen Schwerin und Ludwigslust am Rande der Lewitz gelegen. Ein wirklich breit aufgestellter 2.300 ha-Betrieb: Neben Pflanzenbau und Milchvieh umfangreiche Gefügelhaltung mit Junghennenaufzucht, Legehennen und Broilern, einer Biogasanlage, überregional bedeutendem Kartoffel- und Zwiebelhandel sowie außerlandwirtschaftliche Aktivitäten mit einer Tankstelle, Auto- und Fahrradwerkstätten.
Die Besichtigung fand themenbezogen auf der Milchviehanlage in Mirow statt.
Weitere Informationen unter: http://www.agp-luebesse.de
Fortsetzung folgt!
Benjamin
Die Besichtigung fand themenbezogen auf der Milchviehanlage in Mirow statt.
Weitere Informationen unter: http://www.agp-luebesse.de
Fortsetzung folgt!
Benjamin
Freitag, 25. April 2014
Billionen Blüten
Wo in Südrheinhessen durch die Lössböden und die Nähe zur Südzucker in Offstein die Vorzüglichkeit der Zuckerrübe den Raps in ein Nischendasein drängt blühen aktuell in der Prignitz tausende Hektar, dass man sich gar nicht daran satt sehen kann.
Nun kommt das Bild vom Raps in der Vollblüte, bei wolkenlosem Himmel in der Abendsonne. Der Blick geht über einen Teil der insgesamt 140 ha hinweg, da an dieser Stelle mehrere nebeneinanderliegende Flächen mit Raps bestellt sind. Am Horizont kann man in über einem Kilometer Entfernung die Getreidesilos in Pinnow erkennen.
Benjamin
Nun kommt das Bild vom Raps in der Vollblüte, bei wolkenlosem Himmel in der Abendsonne. Der Blick geht über einen Teil der insgesamt 140 ha hinweg, da an dieser Stelle mehrere nebeneinanderliegende Flächen mit Raps bestellt sind. Am Horizont kann man in über einem Kilometer Entfernung die Getreidesilos in Pinnow erkennen.
Benjamin
Donnerstag, 24. April 2014
Umsiedlung
Mikla, die Katze die sich als "Chefin" der Abkalbebucht sieht, hat seit letzter Woche Nachwuchs. Drei Stück und von der Fellzeichnung her zu urteilen dürfte Duk der Vater sein. Dass sie jetzt zur anstehenden Abkalbesaison der Färsen den Weg zur Nahrungsquelle nicht zu weit hat legte sie das Nest direkt in der Abkalbebucht an, auf dem Sockel an der Wand. Dort fühlte sie sich beim Ausmisten nicht mehr sicher und schaffte ihre Jungen auf die andere Seite, direkt hinter den Barren unter das Abtrenntor. Dieser Ort war mir dann zu unsicher und ich siedelte die Kätzchen in den Kälberstall um, was Mikla aber nicht annahm und mit ihnen wieder woanders hinzog, an einen mir bislang unbekannten Ort.
Mittwoch, 23. April 2014
Nicht ganz richtiger Bulle
Mal wieder was von den richtigen Bullen, wo zumindest einer davon nicht ganz richtig im Kopf ist. Der hing heute früh mit dem Kopf zwischen den Rohren der Buchtenabtrennung fest: Ohren angelegt und vowärts durch und rückwärts mit aufgestellten Ohren nicht mehr raus. Gut zureden mit Plastikrohr und Forkenstiel half nicht und da hatte mein Kollege, der für die tierischen Härtefälle zuständig ist, lauter Lösungsansätze:
1. "Einen Strick hinten rum und mit dem Trecker rausgezogen, da läuft der brav mit" - "Wir können einen Zuchtbullen nicht kastrieren."
2. "300 € und der hängt heute Mittag in meinem Kühlhaus." - "Geht auch nicht."
3. Mit einem hydraulischen Wagenheber das Gatter aufweiten; was wir dann gemacht haben und auch funktionierte.
Benjamin
1. "Einen Strick hinten rum und mit dem Trecker rausgezogen, da läuft der brav mit" - "Wir können einen Zuchtbullen nicht kastrieren."
2. "300 € und der hängt heute Mittag in meinem Kühlhaus." - "Geht auch nicht."
3. Mit einem hydraulischen Wagenheber das Gatter aufweiten; was wir dann gemacht haben und auch funktionierte.
Benjamin
Dienstag, 22. April 2014
Weideauftrieb
Heute war es für die Trockensteher endlich soweit: Nachdem der See fast ganz ausgetrocknet und das Gras ordentlich gewachsen ist durften sie wieder auf ihre Weide.
Benjamin
Benjamin
Montag, 21. April 2014
Kuhbürstenersatz
Einige von Euch werden Odin kennen, den ehemaligen Glanvieh-Deckbullen der LVAV Hofgut Neumühle. Während der Winterzeit im Stall war er 1100 kg pure Gemütlichkeit. Bloß kein Stress und die Annehmlichkeiten wie das Wälzen im frischen Stroh und Streicheleinheiten mit Besen und Laubrechen genießen.
Zwei der Charolaisbullen, die aktuell in Boberow aufgestallt sind ähneln Odin nicht nur von der Farbe und Statur her (wenn auch paar hundert kg leichter), sondern sie lassen sich auch mit dem Besen bürsten.
Benjamin
Zwei der Charolaisbullen, die aktuell in Boberow aufgestallt sind ähneln Odin nicht nur von der Farbe und Statur her (wenn auch paar hundert kg leichter), sondern sie lassen sich auch mit dem Besen bürsten.
Benjamin
Sonntag, 20. April 2014
Besuch aus Gundheim
Da die Lehrer in den Osterferien Zeit haben besuchte mich an diesem Wochenende meine Schwester zusammen mit meinem Vater. Das Wetter war gerade passend, am Samstagmorgen zwar noch etwas frisch und dunstig, nachmittags dafür umso schöner mit viel Sonne und dazu aktuell noch die Löwenzahn- und Rapsblüte, also alles in Gelb-Grün. Es gab eine kleine Betriebsbesichtigung von nur knapp sechs Stunden.
Bloß von meinen Liebligsviechern hätte ich Truxa im Vorfeld bescheid sagen sollen, denn sie wollte nicht zu mir gelaufen kommen, am Wochenende hat sie das einfach nicht in ihrem Tagesplan.
Das Fazit des Besuchs: Schöne Gegend mit großen Entfernungen und bei den Futtermengen scheißen die Kühe doch erstaunlich viel, das hört man nicht nur ständig im Stall, es wurde auch von einem Teil der Gülleflotte des Lohnunternehmers verdeutlicht, die über das Wochenende mit den großen Selbstfahrern am Technikstützpunkt abgestellt war.
Benjamin
Im Pinnower Kuhstall:
Und in Boberow zur Tränkezeit bei der hungrigen Julka, die ungedulidg auf ihren Eimer wartete:
Bloß von meinen Liebligsviechern hätte ich Truxa im Vorfeld bescheid sagen sollen, denn sie wollte nicht zu mir gelaufen kommen, am Wochenende hat sie das einfach nicht in ihrem Tagesplan.
Das Fazit des Besuchs: Schöne Gegend mit großen Entfernungen und bei den Futtermengen scheißen die Kühe doch erstaunlich viel, das hört man nicht nur ständig im Stall, es wurde auch von einem Teil der Gülleflotte des Lohnunternehmers verdeutlicht, die über das Wochenende mit den großen Selbstfahrern am Technikstützpunkt abgestellt war.
Benjamin
Im Pinnower Kuhstall:
Und in Boberow zur Tränkezeit bei der hungrigen Julka, die ungedulidg auf ihren Eimer wartete:
Donnerstag, 17. April 2014
Drumherum: Killersheep
Aufgenommen im Grabower Umland; zuerst dachte ich: Was für ein passionierter Zaunbauer! Eisenbahnschwellen als Pfosten, neun Reihen Stacheldraht und oben abschließend noch ein 1-Zoll-Rohr. Was der Zaun wohl aushalten soll? Da fiel mir das Icelandic Killersheep ein, was sich andererseits wahrscheinlich nicht durch Zäune egal welcher Art aufhalten ließe, wofür auch spricht, dass auf der Koppel keine (mehr) zu sehen waren.
Wer dem Killersheep noch nicht begegnet ist, so sieht es aus:
Benjamin
Wer dem Killersheep noch nicht begegnet ist, so sieht es aus:
Benjamin
Mittwoch, 16. April 2014
Lissi
Das war heute mal wieder ein schöner Feierabend: Mit Lissi, dem jüngsten Kalb und draußen vor dem Iglu herrliches Wetter. Passend kurz vor dem Ende der abendlichen Melkzeit wurde sie geboren und mit anderthalb Stunden soff sie schon fleißig, auch wenn es etwas mehr hätte sein können. Und wie ich die Flasche in der Kälberkammer wieder aufgefüllt habe hatte sie zwischenzeitlich schon das Darmpech rausgeschissen. Insgesamt für mich ein zufriedenstellender Start.
Auch sie ist nach ihrer Mutter benannt (Litane von Litani).
Benjamin
Auch sie ist nach ihrer Mutter benannt (Litane von Litani).
Benjamin
Dienstag, 15. April 2014
Exterieureinstufung
Heute wurden sechs Jungkühe im Exterieur für die Zuchtwertschätzung eingestuft. Dies lief aber über den RMV, weil die Kühe aus dessen Herdbuch stammen bevor sie nach Boberow und damit in das von Brandenburg übergingen. Erster Eindruck: "Da steht ja schon Excellent drauf" - was die höchste Stufe im Schönheitsideal ist, einer Rangierung unabhängig von der Zuchtwertschätzung. Das "EX", das ich hinten auf die Küge gemalt hatte stand aber für Exterieureinstufung und diente zur Unterscheidung gegenüber den zu besamenden Kühen mit "B". Alle sechs haben sich recht passabel geschlagen und keine ihrem Vater etwas Schlechtes angelastet. Bloß sah man auch wieder was das Aussehen bringt: Nicht viel, denn sie gehören allesamt zu den (deutlich) weniger fleißigen Erstlaktierenden.
Benjamin
Benjamin
Montag, 14. April 2014
Janita
Das jüngste Kuhkalb ist Janita, geboren am Samstag. An sie habe ich mehr als hohe Erwartungen, sie ist für mich eine designierte 100.000er. Ihre Mutter Janina ist eine meiner Lieblingskühe und die leistungsstärkste in Boberow - mit einem RZM von 133, in genau 6 Jahren in 5 Laktationen knapp 70.000 kg mit 5.000 kg Inhaltsstoffen; damit hat sie die höchste Lebensleistung der Herde. Und das Alter sieht man ihr nicht an. Für diese herausragende Stellung bekam sie als einzige der altangestammten Kühe von mir einen Namen vergeben, was ich ansonsten nur bei neugeborerenen Kälbern und neuen Kühen nach der ersten Kalbung mache.
Und auch Janita kann auf einen vielversprechenden Stammbaum zurückblicken: Guarini als Vater - ihre Fellzeichnung lässt da keinen Zweifel - der die Zellzahlschwäche ihrer Mutter hoffentlich mehr als ausgleicht. Dann auch bei ihr Jocko Besn als Urgroßvater und Cook als Ururgroßvater, der Bulle mit den meisten 100.000-l-Töchtern in Brandenburg.
Benjamin
Und auch Janita kann auf einen vielversprechenden Stammbaum zurückblicken: Guarini als Vater - ihre Fellzeichnung lässt da keinen Zweifel - der die Zellzahlschwäche ihrer Mutter hoffentlich mehr als ausgleicht. Dann auch bei ihr Jocko Besn als Urgroßvater und Cook als Ururgroßvater, der Bulle mit den meisten 100.000-l-Töchtern in Brandenburg.
Benjamin
Samstag, 12. April 2014
Drumherum: Robustrassen
Mal ein Kuhfoto aus Mecklenburg-Vorpommern: Highland Cattle und Galloways auf den Eldewiesen.
Benjamin
Benjamin
Freitag, 11. April 2014
Elefantenkäfig
Seit Montag vorläufig und seit Mittwoch nun vollständig ist der Elefantenkäfig in Gebrauch. Es ist der Verbindungsgang vom Vorwartehof des Melkstandes zum Stall mit den Abkalbe- und Krankenboxen. Zuvor was es einfacher Sandweg, der sich bei jedem Regenschauer in tiefen Matsch verwandelte. Auffüllen mit frischem Material brachte auch keinen Erfolg.
Nun wurde der Weg betoniert und um die zentrale Güllesammelgrube ein neues Gatter gebaut. Zudem wurde im hinteren Bereich (links) eine Bucht abgezäunt, in denen zur Klauenpflege anstehende Kühe warten können. Theoretisch kann mit den beiden Toren (das zweite ist nicht im Bild) eine weitere Bucht abgegrenzt werden. Der Weg ist gleichzeitig als Laderampe ausgelegt, da das Verladen bisher immer von engen Stallgängen aus erfolgte.
Der Name Elefantenkäfig rührt von der besonders stabilen Ausführung her: 3"-Pfosten, 2,5"-Rohre und 60mm-Profile für die Tore. Wie immer wenn gebaut wird, dann halt richtig!
Benjamin
und zum Vergleich vorher (bei trockenem Wetter!):
Nun wurde der Weg betoniert und um die zentrale Güllesammelgrube ein neues Gatter gebaut. Zudem wurde im hinteren Bereich (links) eine Bucht abgezäunt, in denen zur Klauenpflege anstehende Kühe warten können. Theoretisch kann mit den beiden Toren (das zweite ist nicht im Bild) eine weitere Bucht abgegrenzt werden. Der Weg ist gleichzeitig als Laderampe ausgelegt, da das Verladen bisher immer von engen Stallgängen aus erfolgte.
Der Name Elefantenkäfig rührt von der besonders stabilen Ausführung her: 3"-Pfosten, 2,5"-Rohre und 60mm-Profile für die Tore. Wie immer wenn gebaut wird, dann halt richtig!
Benjamin
und zum Vergleich vorher (bei trockenem Wetter!):
Donnerstag, 10. April 2014
Generalversammlung Rinderzuchtverband
Heute war ich nur morgens und abends für Organisatorisches in Boberow, dazwischen in Groß Kreutz zur jährlichen Generalversammlung des Rinderzuchtverbandes Berlin-Brandenburg eG (RZB), der der RBB übergeordneten Zuchtorganisation. Ich war in meiner Funktion als Bereichsleiter Milchproduktion als Vertretung für die Geschäftsführung der Agrar Boberow dort.
Nach dem Grußwort des Ministers - schon im Landtagswahlkampf ("Der Landwirtschaftsminister ist für die Landwirtschaft da!") gab es die Berichte von Vorstand und Aufsichtsrat. RZB und RBB geht es wirtschaftlich gut. Abstimmungen gab es auch über Satzungsänderungen, da der Wortlaut aufgrund von Gesetzesänderungen angepasst werden musste sowie eine Ausweitung des Tätigkeitsgebietes auf Polen, weil Kunden der polnischen Tochterfirma zum Spermavertrieb ins Herdbuch wollen.
Abschließend gab es noch zwei Fachvorträge, einmal vom Geschäftsführer des VIT über den Stand der genomischen Selektion; die ist ein voller Erfolg: Der Zuchtfortschritt hat sich verdoppelt, aber in den nächsten Jahren stehen einige systembedingte Veränderung an. Und danach ein Vortrag über effiziente Arbeitsorganisation mit klar geregelten Zuständigkeiten und schriftlichen Arbeitsanweisungen: "Ja, das haben sie alle genau so gelernt - vor der Wende."
Und ich traf einen ehemaligen Studienkollegen von der Agrargenossenschaft Ranzig, die neben drei anderen Betrieben für ihre Verdienste in der Zucht mit dem Ehrenpreis des Verbandes ausgezeichnet wurde.
Benjamin
Nach dem Grußwort des Ministers - schon im Landtagswahlkampf ("Der Landwirtschaftsminister ist für die Landwirtschaft da!") gab es die Berichte von Vorstand und Aufsichtsrat. RZB und RBB geht es wirtschaftlich gut. Abstimmungen gab es auch über Satzungsänderungen, da der Wortlaut aufgrund von Gesetzesänderungen angepasst werden musste sowie eine Ausweitung des Tätigkeitsgebietes auf Polen, weil Kunden der polnischen Tochterfirma zum Spermavertrieb ins Herdbuch wollen.
Abschließend gab es noch zwei Fachvorträge, einmal vom Geschäftsführer des VIT über den Stand der genomischen Selektion; die ist ein voller Erfolg: Der Zuchtfortschritt hat sich verdoppelt, aber in den nächsten Jahren stehen einige systembedingte Veränderung an. Und danach ein Vortrag über effiziente Arbeitsorganisation mit klar geregelten Zuständigkeiten und schriftlichen Arbeitsanweisungen: "Ja, das haben sie alle genau so gelernt - vor der Wende."
Und ich traf einen ehemaligen Studienkollegen von der Agrargenossenschaft Ranzig, die neben drei anderen Betrieben für ihre Verdienste in der Zucht mit dem Ehrenpreis des Verbandes ausgezeichnet wurde.
Benjamin
Mittwoch, 9. April 2014
Beginn der Rapsblüte
An diesem Rapsacker von 50 ha fahre ich zweimal täglich vorbei. In den letzten Tagen kann man beim Wachsen wirklich zuschauen. Am letzten Mittwoch sah ich die ersten Blüten und von Tag zu Tag verfärbt sich der Acker mehr von grün zu gelb.
Neben der Rapsblüte beginnt nun auch die Maisaussaat, heute sah ich den ersten Traktor des Nachbarbetriebs mit einer Maissämaschine.
Und auch der Bau der künftigen Anschlussstelle Groß Warnow der A14 hat in diesen Tagen begonnen.
Benjamin
Neben der Rapsblüte beginnt nun auch die Maisaussaat, heute sah ich den ersten Traktor des Nachbarbetriebs mit einer Maissämaschine.
Und auch der Bau der künftigen Anschlussstelle Groß Warnow der A14 hat in diesen Tagen begonnen.
Benjamin
Dienstag, 8. April 2014
Banda & Bandy
Mehr als eine ganze Trächtigkeit bin ich nun schon hier oben in der Prignitz. Heute gibts Fotos von Banda (Mädchen) und Bandy (Junge), unseren jüngsten Zwillingskälbern und zudem die ersten, die aus einer Besamung stammen, die unter meiner Leitung in Boberow stattfand.
Die beiden sind Kalb Nr. 6 und 7 für ihre Mutter 1321. Der Vater ist Banesto, daher auch die Namen, die mit Ban... anfangen. Dass die so ähnlich sind zeugt von meinem besonders kreativen Benennungsschema: Anhand der Namenslisten des Vit für Bullen und Kühe sowie einer Liste, welche Namen schon vergeben wurden. Am Namen des Vaters orientiert und was noch frei ist.
Die Besamung fand während meiner ersten Arbeitswoche am 4. Juli statt durch den Vertretungsbesamer und war ein Erstbesamungserfolg. Sein Kollege stellte dann am 11. September die Trächtigkeit fest. Und am Samstag vor einer Woche wurden sie geboren, 13 Tage vor dem errechneten Termin.
Benjamin
Banda:
Bandy:
Die beiden sind Kalb Nr. 6 und 7 für ihre Mutter 1321. Der Vater ist Banesto, daher auch die Namen, die mit Ban... anfangen. Dass die so ähnlich sind zeugt von meinem besonders kreativen Benennungsschema: Anhand der Namenslisten des Vit für Bullen und Kühe sowie einer Liste, welche Namen schon vergeben wurden. Am Namen des Vaters orientiert und was noch frei ist.
Die Besamung fand während meiner ersten Arbeitswoche am 4. Juli statt durch den Vertretungsbesamer und war ein Erstbesamungserfolg. Sein Kollege stellte dann am 11. September die Trächtigkeit fest. Und am Samstag vor einer Woche wurden sie geboren, 13 Tage vor dem errechneten Termin.
Benjamin
Banda:
Bandy:
Montag, 7. April 2014
Etappensieg - Teil 4
Meinen Kollegen hatte ich versprochen, dass wenn die Kühe in der Milchleistungsprüfung besser abschneiden als die der anderen Herden wieder gefeiert wird.
Heute in der Mittagspause bei Kaffee und Kuchen verlass ich dann auch die Zahlen aus dem Prüfbericht (hier MiLP statt MLP genannt), den ich morgens auf der Zentralverwaltung abgeholt hatte:
Die Tageleistung am Prüftag vor zwei Wochen lag bei 28,5 kg mit 4,17 % Fett und 3,55 % Eiweiß, der Landesschnitt bei 29,2 kg mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß. Energiekorrigiert sind es aber 29,3 zu 29,2 kg, also ganz leicht überdurchschnittlich.
Die Jahresleistung der letzten 12 Monate betrug 9.145 kg mit 3,86 % Fett und 3,50 % Eiweiß, macht 673 kg Fett+Eiweiß (FEK), der Landesschnitt lag bei 9.152 kg mit 4,02 % Fett und 3,37 % Eiweiß, was 676 FEK sind. Also da leicht unterdurchschnittlich.
Dazu die ganzen anderen Parameter zur Leistungsverteilung nach den Laktationszahlen, Fruchtbarkeit und Lebensleistung sind auch fast alle leicht überdurchschnittlich und manche näheren sich dem Schnitt der besten 25 % an.
Die Zahlen sind zwar noch nicht zufriedenstellend, jedoch deren positive Tendenz.
Benjamin
Heute in der Mittagspause bei Kaffee und Kuchen verlass ich dann auch die Zahlen aus dem Prüfbericht (hier MiLP statt MLP genannt), den ich morgens auf der Zentralverwaltung abgeholt hatte:
Die Tageleistung am Prüftag vor zwei Wochen lag bei 28,5 kg mit 4,17 % Fett und 3,55 % Eiweiß, der Landesschnitt bei 29,2 kg mit 4,0 % Fett und 3,4 % Eiweiß. Energiekorrigiert sind es aber 29,3 zu 29,2 kg, also ganz leicht überdurchschnittlich.
Die Jahresleistung der letzten 12 Monate betrug 9.145 kg mit 3,86 % Fett und 3,50 % Eiweiß, macht 673 kg Fett+Eiweiß (FEK), der Landesschnitt lag bei 9.152 kg mit 4,02 % Fett und 3,37 % Eiweiß, was 676 FEK sind. Also da leicht unterdurchschnittlich.
Dazu die ganzen anderen Parameter zur Leistungsverteilung nach den Laktationszahlen, Fruchtbarkeit und Lebensleistung sind auch fast alle leicht überdurchschnittlich und manche näheren sich dem Schnitt der besten 25 % an.
Die Zahlen sind zwar noch nicht zufriedenstellend, jedoch deren positive Tendenz.
Benjamin
Sonntag, 6. April 2014
Zweimal Elde
Mal ein Foto vom Sonntagsspaziergang zwischen Kuchenbacken und Überarbeitung des Anpaarungsplans.
Von der Fresenbrügger Kanalbrücke aus nach Süden blickend. Die Müritz-Elde-Wasserstraße ist hier als Kanal ausgeführt und ca. 20 m breit. Wie so oft besonders viel Verkehr.
Am linken Bildrand kann man die Alte Elde (dort so 15 m breit) erkennen.
Benjamin
Von der Fresenbrügger Kanalbrücke aus nach Süden blickend. Die Müritz-Elde-Wasserstraße ist hier als Kanal ausgeführt und ca. 20 m breit. Wie so oft besonders viel Verkehr.
Am linken Bildrand kann man die Alte Elde (dort so 15 m breit) erkennen.
Benjamin
Samstag, 5. April 2014
Etappensieg - Teil 3
Es war doch kein einmaliger Sonderfall, dass die Boberower Herde in der Februar-MLP das beste Ergebnis des "Kombinats" ablieferte (Post vom 03.03.). In der März-MLP schaffte sie eine Wiederholung, wenn auch mit einem weniger deutlichen Vorsprung. Diesmal waren es 28,5 kg pro Kuh mit 4,16 % Fett und 3,55 % Eiweiß und der gleitende Schnitt der vergangenen 12 Monate ist somit auf eine Jahresleistung von 9.159 kg gestiegen. Die weiteren Zahlen bekommen ich, wenn ich am Montag dann die Kopie des offiziellen Berichts auf der Verwaltung abhole.
Mit der Auswertung durch die Teile des Herde-Programms, die ich nicht auf dem Computer habe, sind die Kühe auch stoffwechselmäßig in einem so guten Zustand wie seit über einem Jahr nicht mehr.
Langsam muss ich mir doch Gedanken machen, wie ich das mit den Urkunden für die Erfolge handhabe, weil der Platz am Schwarzen Brett wir langsam knapp.
Benjamin
Mit der Auswertung durch die Teile des Herde-Programms, die ich nicht auf dem Computer habe, sind die Kühe auch stoffwechselmäßig in einem so guten Zustand wie seit über einem Jahr nicht mehr.
Langsam muss ich mir doch Gedanken machen, wie ich das mit den Urkunden für die Erfolge handhabe, weil der Platz am Schwarzen Brett wir langsam knapp.
Benjamin
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