Samstag, 9. September 2017

Neue Milchtankstelle

Endlich gibt es die Fortsetzung zum Post vom 19.07.2017.

Milchtankstellen sind ein oft diskutiertes Thema bezüglich Direktvermarktung und meistens ist das Argument dagegen: Zu abgelegener Standort! 
Familie Schmidt dagegen hat mit ihrem Hof den idealen Standort, an der Straße zwischen Lampertheim und Worms gelegen, mit vielleicht ähnlich viel Verkehr wie bei uns auf der B5.

Nach längeren Planungen haben sie jetzt in die Direktvermarktung investiert und einen Milchautomat angeschafft.
Hier eine Nahaufnahme, die ich vor der Inbetriebnahme gemacht hatte, noch ohne das Hoflogo:







 

















Und das offizielle Foto, das mir Christian freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat: Familienfoto samt Jungrind vor der Milchtankstelle. Wobei ich mich aber frage, warum er als Schon-immer-Rotbuntzüchter gerade eine schwarzbunte Färse genommen hat:








 











Für die Kuhblog-Leser aus dem Südwesten nochmal deutlicher lesbar:

Familie Christian Schmidt
An der Wormser Straße 75
68623 Lampertheim

täglich 06 - 22 Uhr.

Dort kommt man im nördlichen Rhein-Neckar-Gebiet an Rohmilch, frisch von der Kuh (aber Abkochpflicht!). Nach mittlerweile fast neun Jahren Bekanntschaft und ungezählten Besuchen kann ich sagen: Immer beste Qualität und Geschmack!


Benjamin

Freitag, 8. September 2017

Altersschwache Schermaschine

Im Streben nach Perfektion und Professionalität wird man viel zu oft von den Kleinigkeiten und Unwichtigkeiten des Alltags aufgehalten. Aber dann gibt es Situationen, in denen man sagt: "Jetzt reichts!" So auch gestern früh beim Trockenstellen in Pinnow, die Kühe waren diesmal sehr unruhig und ständig hatte ich die verschissenen Schwänze im Gesicht. Mich wundert es immer wieder, wie wenig sich meine Kollegen daran stören.
Ich bin der Einzige, der Schwänze schneidet mit den Schafscheren, die sind billig und robust und zumindest in Boberow habe ich das Schwanzproblem damit halbwegs im Griff. In Pinnow sieht es dagegegen deutlich schlechter aus.
Nun war es soweit für den Umstieg auf eine Schermaschine, da gründlicher, schneller und sicherer als mit der Schere. Vor einigen Jahren hatte ich eine alte Schermaschine in einem der Schränke entdeckt, noch aus den Zeiten als viel Zuchtvieh verkauft wurde und die davor immer geschoren wurden. Die ist noch von Alfa Laval, das Ende der 1990er in DeLaval umbenannt wurde. Ich schätze mal vor 15 Jahren letztmals verwendet. Aber recht sauber, bloß der Scherkopf war abmontiert und ich musste den wieder dran bauen - hatte ich noch nie gemacht. Jedenfalls bekam ich sie ohne Probleme zum Laufen, wenn auch erstaunlich laut. Und da keine Akkuschermaschine sondern ganz klassisch mit Kabel bastelte ich mir dafür eine Schlaufe an den Gürtel - 130er Ballengarn hält die deutsche Landwirtschaft zusammen! 
Das Schwänzeschere macht richtig Spaß damit und die sehen sehr ordentlich aus. Nach fünf Kühen fiel der Scherkopf ab - sauber machen, wieder anbauen und die Schrauben richtig fest anziehen. Dann lief es für 30 Kühe richtig gut und dann gab es Probleme, dass der Motor nur noch in halbwegs waagrechter Position lief. Das muss sich nächste Woche die Werkstatt mal ankucken.

Benjamin

Dienstag, 5. September 2017

Nachzuchtbegutachtung

So, die Urlaubszeit ist vorbei und ich komme wieder dazu Posts im Kuhblog zu schreiben.
Am 19. Oktober findet in der Brandenburghalle in Paaren die diesjährige "Blickpunkt Rind" statt, die Verbandsschau von RZB bzw. RBB. Dabei werden auch Nachzuchtgruppen gezeigt, von den töchtergeprüften Besamungsbullen des RBB Töchter aus dem Testeinsatz, die dann in der ersten oder auch schon zweien Laktation sind. Also alles Halbschwestern und so ausgewählt, dass sie vom Typ her sehr ähnlich sind und das charakteritische Äußere der Töchter dieses Bullen repräsentieren.
Als Testherdenbetrieb sind wir mit unserer Datenerfassung nicht nur Motor des Zuchtfortschritts sondern haben auch zur Präsentation dieses dafür geeignete Kühe zu stellen. Gestern waren dann die Zuchtinspektoren da und haben die aus dem Herdbuch ausgesuchten Kühe die passen könnten begutachtet: Elf Töchter der Bullen Banesto, Beladi und One-Red (der mit dem VRC-Gen, daher drei Rotbunte). Rebecca als Banesto-Tochter war rausgefallen, da sie als Dreistrich mit einem zurückgebildeten Euterviertel nicht symmetrisch aussieht. Insgesamt wurden ganze sechs Kühe als gut befunden und gehen nun in die Endauswahl Anfang Oktober, wo dann aus dem ganzen Land die zu präsentierenden Gruppen zusammengestellt werden.

Benjamin

Sonntag, 27. August 2017

Triticale Webcam - Teil 14

- zur Übersicht der Triticale-Webcam -> hier - 

Mittlerweile sind die Stoppeln bearbeitet und das Ausfallgetreide ist schon 5 bis 10 cm gewachsen. Rechts vor der Baumgruppe ist ein dunkler Fleck, hier war ein Teil wegen der schlechten Befahrbarkeit stehen gelassen und erst in den letzten Tagen von der "Restetruppe" gemäht worden.

26.08., 12:53:

Benjamin

 

Mittwoch, 23. August 2017

Problemloser Start

Kuh Nr. 1099 hat mit mittlerweile 93.000 kg Lebensleistung die höchste der Boberower Herde und ist "designierte" 100.000er. 
Entsprechend nervös war ich zur jetzt anstehenden Kalbung. Auf der Abkalbeliste extra deutlich markiert, dass die Bedeutung klar wird.
Heute war es dann soweit und lief richtig gut: Nachmittags unter Überwachung, die sehr gewissenhafte Kollegin im Kälberstall und ein flotter komplikationsloser Geburtsverlauf. Hat dann gleich ordentlich Kuhtrank bekommen und nach dem Melken noch ihr zusätzliches Calcium gegen Milchfieber.

Ein Kuhkalb, habe ich mich sehr drüber gefreut, denn die besten Kälber kommen von den alten Kühen. Es hat noch keinen Namen, muss ich morgen bei der Anmeldung raussuchen.

Den Augenblick der eigentlichen Geburt habe ich verpasst, hier war es 2 - 3 Minuten alt:

Benjamin


Donnerstag, 17. August 2017

Schwergeburt

Schwergeburten und Geburtshilfe kommen öfters vor, aber Fotos habe ich davon keine gehabt, weil halt dann einfach keine Zeit dafür ist. Bis jetzt.
Aktuell ist mein Bruder bei uns in Pinnow auf Urlaub, mal andere Kühe sehen und mit Herde zu arbeiten.
Am Dienstag waren wir am "Transen sortieren" und zunächst kuckte ich mal wie viele Kühe in den einzelnen Abkalbebuchten waren, um sie dann passend zu verteilen. 
Dabei war Nr 446 beim Kalben und die Klauen vom Kalb schauten nach oben, also wahrscheinlich die Hinterbeine = Hinterendlage und da muss geholfen werden, weil die Gefahr besteht, dass während der Geburt die Nabelschnur zu früh abreißt und das Kalb noch in der Kuh erstickt.
Zunächst die Kuh eingefangen, wo mein Bruder das System mit den zwei Toren zwischen den Buchten als Fangstand sehr praktisch findet, wobei mir ein spezielles Fanggitter (vgl. Post vom 14.11.2016) lieber wäre, weil man so immer über das Tor klettern muss um an die Kuh zu kommen.
Als erstes genaue Kontrolle über die Lage des Kalbes, die Fersen waren zu greifen und der Schwanz, als doch rückwärts. Dann den Geburtsstrick an die Beine angebunden und mit dem Geburtshelfer rauszugezogen. Da die Kuh gut mitgepresst hat ging es recht flott. 
Das geborene Kalb noch kopfüber über das Tor gehängt, um den Schleim, den sie rückwärts als schlucken, besser auszuspucken zu können.
Weiblich und 38 kg schwer. Hat alles gut überstanden:

Ein Foto vom Benjamin bei der Geburtshilfe; hat halt schon Seltenheitswert. Die Kuh ziwschen den beiden Toren und mit der Querstange fixiert, dass sie einen nicht über den Haufen rennt. Daneben noch das Material: Geburtshelfer, Eimer mit warmem Wasser und Geburtsstrick, Eimer kaltes Wasser.

Hier bin ich gerade bei der Kontrolle der Lage:



Samstag, 12. August 2017

Ronja

Ronja (33403 AGB Ronja) ist das zweite Kalb von Rebecca und das erste, das in Boberow geboren wurde. 
Ihre Abstammung ist Medon x Banesto x Junker.

Als ich nach der Kalbung von Angel Fabienne nach dem Namen für das Kalb - Alice - fragte, meinte sie gleich, dass Rebecca ja schon trocken stehen müsste und lieferte eine Liste mit Namensvorschlägen mit. Davon legte ich mich bei einem Kuhkalb auf Ronja fest.

Ronja wurde dann am letzten Freitag geboren. War eine Schwergeburt. Rebecca hörte mittendrin auf und so kontrollierte ich den Fortgang: Das Kalb war steckengeblieben, da in der normalen Vorderendlage die Beine nicht ganz ausgestreckt waren und so die Ellenbogen zu breit sind. Habe es dann "schnell rausgezogen", was nicht heißen soll, dass es übereilte unnötige Geburtshilfe war. Sondern routiniert und alleine ohne assistierenden Kollegen. 

Da heute Fabienne in Boberow bei ihren Großeltern war haben wir dann ein Foto für den Blog gemacht. Ronja war zunächst etwas zurückhaltend, hat dann aber eifrig an den Fingern genuckelt. Ein vitales und munteres Kalb. Auf der Stirn hat sie eine kleine herzförmige Blesse und auf dem Kreuzbei eine weiße Raute und von den Vorderbeinen abgesehen ist ihre Fellzeichnung absolut symmetrisch.

Benjamin


 

Mittwoch, 9. August 2017

Hype

Hatte ich vor fast genau einem Jahr im Kuhblog geschrieben, dass ihr euch die Fellzeichnung von Tom genauer ansehen sollt (siehe Post vom 08.08.2016), so kommt heute der Vergleich: Und zwar in der aktuellen Veröffentlichung zur Zuchtwertschätzung 8/2017 der RinderAllianz. Dort steht nämlich Tom unter dem Namen Hype (von seinem Vater Harper) als neuer Bulle drin.
Vor einem Jahr waren die ersten Zuchtwerte nach seiner Typisierung Verschlusssache und damals mit über 160 in Deutschland ganz oben dabei. 
Und so was bleiben dann auch Interna, schließlich ist aus dem Kalb noch kein Bulle geworden und in einem Jahr kann schon einiges passieren.
Dass da jetzt ein RZG von 154 (nach Bullenkatalog 153?) rauskommt liegt an der letzten Basisanpassung, wo die Vergleichspopulation zwischenzeitlich "aktualisiert" wurde und insgesamt 4 weitere Zuchtwertschätzungen.

Benjamin

Montag, 7. August 2017

Foto von Alice

Für die fleißigen Kubloglesern aus Mockzig gibt es ein längst überfälliges Foto von Alice. Mittlerweile ist sie 2 Monate alt und im 2. Abteil am Tränkeautomat in der Abtränkephase bei noch ca. 3 Liter am Tag.

So fotogen wie Alis ist sie bei weitem nicht, ich musste ziemlich rennen, dass ich ein halbwegs annehmbares Foto hinbekommen habe:

Benjamin

Sonntag, 6. August 2017

Triticale Webcam - Teil 13,5

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Noch ein paar Fotos vom Triticalemähen und Strohpressen am Freitag; nicht aus dem üblichen Blickwinkel, aber die Technik größer drauf.

Claas Xerion 4000 Trac VC und Claas Lexion 480 beim Abtanken. Die HW80 haben Mehrzweckaufbauten und nicht die hohen Schwerhäckselaufbauten und sind trotzdem nicht klein (15t), aber hinter dem Xerion wirken sie so:




















Claas Lexion 650 und Claas Lexion 750:




















Mähen und Pressen parallel: Claas Lexion 480, John Deere 7830 mit Claas Quadrant 2200, Claas Arion 640 CIS mit großem Ballenwagen und Case 721 C. Nicht auf dem Bild ist der Zettelmeyer ZL 602, der die Ballenstapel zusammensetzte:

Benjamin

Samstag, 5. August 2017

Triticale Webcam - Teil 13

- zur Übersicht der Triticale-Webcam -> hier - 

Wie vorletztes Jahr beim Raps und letztes Jahr beim Weizen hatte ich auch dieses Jahr das Glück die Mähdrescher in der Triticale fotografieren zu können.
Herausforderung waren die feuchten Bedingungen, nach mehr als 400 mm Regen im Juni und Juli ist der Boden stellenweise sehr aufgeweicht und da reichten für einen HW80-Zug die normalen 120 kW nicht aus und es wurden auf dem Acker 250 - 300 kW davorgehängt, so auch der Xerion.
Auf dem Foto umfährt der Lexion 650 am rechten Rand gerade eine solche nasse Stelle:

04.08., 13:25:





















Am späten Nachmittag konnte ich dann auch noch das Strohpressen und -aufladen fotografieren. Das Pressen erfolgte schon parallel zum Mähen, links am Horizont ist gerade der Lexion 480 zu sehen:

04.08., 17:37:




















Benjamin

Montag, 31. Juli 2017

Seljalandfoss

Der Seljalandfoss ist ein Wasserfall in Südisland der über einen Felsvorsprung herabfällt, sodass man hintendran entlanggehen kann.
Nicht ganz so viel Wasser und auch nicht so hoch war es gestern früh als bei einem heftigen Gewitter am Pinnower Frischabkalberstall die Regenrinne überlief.
 
Während meine Bekannten in Süddeutschland unter einer Dürre leiden hatten wir hier alleine im Juni und Juli geschätzt zwischen 400 und 500 mm Regen. Seit zwei Wochen war die Ernte unterbrochen, weil es ständig regnete. Großteils der Raps und Teile des Getreides sind ins Lager gegangen und es wurde schon der Strohsparbefehl ausgegeben - das Gerstenstroh wurde zum Füttern gepresst aber vom anderen ist ungewiss wie viel eingefahren werden kann und was auf dem Acker breitgehäckselt werden muss.
Gestern Abend begann dann die Ernte im Raps; unter widrigsten Bedingungen mit den aufgeweichten Böden, stellenweise war es Mähdrescherversenken.

Benjamin



Sonntag, 30. Juli 2017

Separateinstreu

Am Interessantesten bei der LPG Schleusingen fand ich die Trocknung des Gärresteseparats zur Einstreu für die Rinder.

Nach einem Pressschneckemseparator wie wir in auch haben geht das Separat in einen Durchlauftrockner, der mit der Abwärme der Biogasanlage betrieben wird. Hinten kommt dann der Gärrest trocken raus (so 90% Trockensubstanz +/-):





















Durch den geringen Restwassergehalt hat es eine enorme Saugwirkung und wird zur Einstreu sämtlicher Liegeboxen und einem Großteil der Tiefstreuställe genommen. Außer dem zweiten Teil der Transitgruppe (aus Platzgründen geteilte Gruppe), den Abkalbeboxen und den Tränkekälber. Diese werden aus hygienischen Gründen mit Stroh eingestreut, weil man nie ganz sicher sein ob auch wirklich alle Keime von der Biogasanlage "abgekocht" wurden.
Bei den routinemäßigen Untersuchungen auf Keime kamen aber bisher immer beste Werte heraus.

So lässt sich viel Stroh als Einstreumaterial einsparen, wenn auch mit großem technischen Aufwand. Aber dort hat die Rinderproduktion halt einen hohen Stellenwert.

Der Trockensteherstall mit Kühen auf Gärresteseparat als Tiefstreu; ist eine alten Bergehalle:

Benjamin




Samstag, 29. Juli 2017

Nach Schleusingen

Wichtigste Station am letzten Wochenende als ich meinen Bruder besuchte war die Besichtigung der Milchviehanlage der LPG Schleusingen, wo er seit knapp zwei Jahren die Tierproduktion leitet.
Neben der Milchproduktion betreibt der Betrieb Marktfruchtbau und eine Biogasanlage, und im Betriebsverbund gibt es noch einen Sauenbetrieb und einen Landhandel.

Mit einer Leistung von über 800 Fett-Eiweiß-Kilo pro Kuh und Jahr gehören sie zur Spitzengruppe in Thüringen und das obwohl 90 % der Kuhställe umgebaute Altgebäude aus den 1970ern sind mit allen Kompromissen bei Platz und Stallklima. Da sah ich was gutes Management und Organisation ausmacht und kam mir daneben mal wieder stümperhaft vor.

Durch die Mittelgebirgslage gibt es keinen Platz einen gesamten Hof eben anzulegen. Überall sind Terrassen und Rampen:





















Die Kühe sind auf recht viele Ställe in verhältnismäßig kleinen Gruppen verteilt. Unter anderem sind die Trockenstehergruppen in alten Bergehallen auf Tiefstreu. Da wurde er mal gefragt, ob sie Koesling-Anderson als Beratungsfirma haben, weil die würden empfehlen in alle möglichen Ecken Kühe hinzustellen. Das ist übrigens die Firma, die zwei Jahre lang nicht merkt, dass ein Vertrag gekündigt wurde.

Der neuste Stall ist der für das Jungvieh. Sieht etwas schief aus auf dem Foto, weil der Futtertisch nicht genau in der Stallmitte liegt. Rechts kann man die Liegeboxen in Kammaufstallung erkennen. Das kenne ich auch Schleswig-Holstein. Vor 15 - 20 Jahren war das bei Jungviehställen modern, weil man bei nicht zu engen Gängen so die meisten Liegeboxen pro Fläche unterkriegt. Bloß ist das ungünstig zu bewirtschaften und hat ein schlechtes Fressplatzverhältnis.
Was für ein Luxus: Steckdosen im Stall; da müssen keine unzulässig lange Verlängerungskabel gelegt werden:




















Fortsetzung folgt!

Benjamin

Freitag, 28. Juli 2017

Untoter Telefonanschluss

Aktuelle Erkenntnis: Firmenübernahmen haben ordentlich zu erfolgen, dass nicht noch Jahre später Probleme und Ungereimtheiten auftauchen.
So mit den Telefonanschlüssen in Boberow. Die Verwaltung wurde damals aufgelöst, das Telefon kam weg und es wurde eine Rufumleitung ins Stallbüro geschaltet. Offiziell gab es nur noch den dortigen Telefonanschluss und das würde auch erklären warum immer alle möglichen Leute bei mir anrufen, weil die Nummer der ehemaligen Verwaltung noch im Umlauf ist.
Jetzt hatte die Telekom die alten Veträge gekündigt - scheinbar ist es für die unvorstellbar, dass das mal so 25 Jahre problemlos durchläuft. 
Jedenfalls sollte dann der neue Router angeschlossen werden und wegen der Adresse (ebenfalls so undurchsichtig) stand unser IT-Betreuer im alten Verwaltungsgebäude und der eigentlich abgeschaltete Anschluss hatte Telefon und DSL in vollem Umfang.

Der neue Router kam dann ins Stallbüro und bei der Installation wurde auch eine Nummer dem Faxgerät zugewiesen, die ich bisher nicht gewusste habe weil damit als immer nur gesendet worden war.

Benjamin

Dienstag, 25. Juli 2017

Nach Erlau

Am Wochenende war ich auf Besuch bei meinem Bruder in Erlau bei Suhl.
Einmal quer durch die Republik, von Grabow aus ganze 430 km; und da die A14 ja nur bis Karstadt geht bis Magdeburg über Land, hat entsprechend gedauert. Aber die Fahrt hat richtig Spaß gemacht und war recht kurzweilig, Deutschland ist halt einfach schön.
Im Harzvorland zwischen Alsleben und Sandersleben (Grenze Salzlandkreis zu LK Mansfeld-Südharz) das Landschaftsrelief und die Böden wie in Rheinhessen und die Flächenstruktur wie in der Prignitz, und genauso wenig Verkehr, dass man mal anhalten kann um ein Foto zu machen aus dieser Mischung aus Alter und Neuer Heimat. Nachteil dort: Absolute Ackerbaugegend und keine Kühe...




















Dann bin ich erstmals durch den Thüringer Wald gefahren; Mittelgebirge kommt halt von Gebirge und beschreibt nur die absolute Höhe und nicht wie steil die Berge sind. Die Autobahn zwischen Ilmenau und Suhl besteht fast zur Hälfte aus Tunneln.
Und auch die Gegend südlich von Suhl ist landschaftlich sehr reizvoll, bestimmt schön zum Wandern und auch dort zu leben, bloß zum Arbeiten nicht. Wie mein Bruder meinte: "Wir sind nach EU-Agrarrecht benachteiligtes Gebiet: Kleinstrukturiert, alles schepp (rheinhessisch für Hanglage), schlechter Boden und trocken."

Meine Schwester war auch noch aus dem Südwesten gekommen und so haben wir in Thüringen ein Familientreffen gemacht, wo alle mal wieder zusammen waren. Ein wirklich gelungenes Wochenende!

Fortsetzung folgt.

Benjamin

Montag, 24. Juli 2017

Triticale Webcam - Teil 12

- zur Übersicht der Triticale-Webcam -> hier - 

Wieder ein aktuelles Fotos vom Triticaleacker.

Zur Zeit ist das Wetter recht wechselhaft; die Ernte ist daher unterbrochen. Es bräuchte mal ein paar Tage trocken-warmes Wetter.

24.07.2017, 17:05:

Benjamin

Samstag, 22. Juli 2017

Neumühle 4/2017

Wieder ein schöneres Thema und zwar über den Besuch am letzten Sonntag auf meinem Stammbetrieb Hofgut Neumühle.

Erste Frage war gleich, ob ich jetzt auch Herde Plus hätte. Ja, aber schon wieder nicht mehr. Und auch sie hätten Probleme damit und haben das alte Dairyplan weiterhin zur Sicherheit parallel laufen. Zum aktuellen Stand von Herde Plus muss ich im Kuhblog mal was schreiben. Also demnächst.

Mittlerweile setzen sie auch Wasser in der TMR ein, um die Mischung generell homogener zu bekommen.

Zu Braunies Familie: Die besteht aktuell ja nur noch aus zwei: Ihrer Enkelin Mai und ihrer jüngsten Schwester Elle; und beide sind jetzt tragend!

Und auch hatten wir es wieder mal über den Kuhkomfort. Bei den Jungrindern werden nach 8 Jahren nun die Gummimatten ausgewechselt; da wird nicht diskutiert ob die 15 oder 20 Jahren halten sondern gewechselt wenn sie nicht mehr weich genug sind.
Bei uns liegen viele Kühe schräg in den Boxen wegen der zu kurzen Länge und lassen den Schwanz in den Laufgang hängen und wedeln sich den Dreck dann überall hin. Daher wollte ich ein Foto von diesem tollen Anblick machen: Bei 15 Boxen in der Reihe liess nur eine den Schwanz raushängen (die vorderste). Aber zog ihn dann rein, dass es auf dem Foto für den Kuhblog auch ordentlich aussieht.

Benjamin

Freitag, 21. Juli 2017

Fetotomie

Heute habe ich erstmals eine Fetotomie mitgemacht, zu Deutsch Fruchtzerteilung. Nach über 9 Jahren mit Kühen und mehreren tausend Abkalbungen war nun eine dabei, bei der das Kalb nicht anders rauskam und das zwischenzeitlich verstorbene Kalb im Inneren der Kuh zersägt werden musste.

Abänderung vom 24.07.17: Auf Wunsch meiner Geschäftsführung habe ich den Rest vom Post wegzensiert. Kann sich jeder seinen Teil dazu denken...

Benjamin

Mittwoch, 19. Juli 2017

In Südhessen

Am Samstag war ich wie in fast jedem Urlaub in der alten Heimat bei meinem ehemaligen Studienkollegen in Südhessen; Kühe gibt es dort halt nicht in an jeder zweiten Ecke.

Große Probleme gibt es dort momentan mit der Trockenheit. Wir haben mit Überschwemmungen zu kämpfen und dort regnet es viel zu wenig. Bis Mitte Juli sind es langjährig rund 350 mm Niederschlag, letztes Jahr waren es bis dahin über 500 und dieses keine 200!
Entsprechend läuft die Beregnung und da half ich vor dem Melken noch einen Regner auf dem Zuckerrübenacker neben dem Hof aufzubauen. Genauso wie daheim, nur halt etwas kleiner: Eine Beregnungsgasse und den Schlauch auch nur halb abgewickelt.

Da bin ich mit dem kleinen Traktor (JD 5720) hinterher gefahren; der hat schmale Pflegebereifung und zieht dann den Werfer durch den Bestand - ohne Fahrgassen - ans andere Feldende:


























Fortsetzung folgt!

Benjamin

Montag, 17. Juli 2017

Im Hunsrück

So, ich bin aus dem Urlaub zurück und da geht es weiter mit dem Kuhblog.

Meine erste Station vom Urlaubsprogramm am Freitag hatte nichts mit Kühen zu tun. Nach zwei Jahren war ich mal wieder bei meinem Studienkumpel von der Bioenergie Hunsrück. Neben einem ganz allgemeinen Besuch halt schauen, was sich verändert hat. Die Biogasanlage ist kräftig gewachsen, was 2011 mit einem Motor von 250 kW begann sind heute drei mit zusammen rund 1 MW. Davon läuft einer mit gut 450 kW im Dauerbetrieb und die anderen beiden stehen für die flexible Produktion nach Netzanforderung bereit. Die Wärme wird fast zu 100% genutzt; ein vorbildliches Wärmekonzept: Zuerst an das Nahwärmenetz der Energiegenossenschaft Kappel, die zudem ein Hackschnitzelheizwerk für die Verbrauchsspitzen hat (siehe Post vom 06. Juli 2015).
Die weitere Wärme, vor allem im Sommer, wird über einen Wärmetauscher zur Trocknung in
Abrollbehältern genutzt, momentan noch für Hackschnitzel, wenn die Ernte richtig anfängt dann für Getreide:





















Mit der Vergrößerung der Biogasanlage wurde auch das Silo für die Kosubstrate höher, sodass der Frontlader nicht mehr reichte und ein Teleskoplader angeschafft wurde.

Beim großen Güllefass, mit dem die Gesellschafter der Biogasanlage den Gärrest auf ihren Äckern ausbringen war gerade eine Lamelle am Kompressor gebrochen. Da half ich dann beim wechseln. Dabei waren sie inklusive Aus- und Einbau sehr routiniert, das käme meist einmal im Jahr so vor.

Benjamin

Dienstag, 11. Juli 2017

15 kg Lebenstagsleistung!

Ende letzten Jahres, nachdem in Boberow die 30.000 kg Lebensleistung der abgegangenen Kühe erreicht worden war (siehe Post vom 07.12.2016), hatte ich als nächstes Ziel die 15 kg Lebenstagsleistung gesetzt, aber dafür keinen Zeitraum festgelegt. 15 kg Milch pro Lebenstag, die Leistung als Kuh auf die jeden Tag als Kalb/Färse/Kuh umgerechet, also was pro Stallplatz "rumkommt" gilt mit als die wichtigste Wirtschaftlichkeitsschwelle.

Die 15 kg Lebenstagsleistung der in den letzten zwölft Monaten abgegangen Kühe wurde nun erreicht. Erst jetzt, da unser Erstabkalbealter nach wie vor viel zu hoch ist und da muss die Lebensleistung auf die zusätzlichen "Färsentage" umgelegt werden. Bei den abgegangen Kühen lag es im Schnitt bei 27,7 Monaten, wären es die vorgesehenen 24 Monate, würde die Lebenstagsleitung schlagartig von 15,1 auf 16,0 kg steigen.

Seit zwei Jahren warte ich auf den "Großen Knall": Die Kühe werden älter und das durchschnittliche Alter und Lebensleistung in der Herde steigt, damit müsste die Lebensleistung der abgegangenen Kühe irgendwann sprunghaft ansteigen. Weil bei den Abgängen kommt es verzögert an, da die Kühe halt älter werden und erst später abgehen.

Wie ich nun einen Vergleich zwischen den letzten Jahren aufgestellt habe kam als Ergebnis raus, dass es gerade mitten im "Großen Knall" ist.
Die Jahre sind als von Juli bis Juni als, weil ich damals im Juli in Boberow angefangen habe.
Futtertagsleistung ist auf die Tage als Kuh bezogen, egal ob melkend oder trockenstehend. Anteil Produktive Lebensphase ist der Anteil vom Leben als Kuh im Gegensatz zur Zeit als Kalb und Färse, da schlägt sich das schlechte Erstabkalbealter auch nieder:

Jahr     Anzahl        Anzahl     Lebens-  Nutzungs- Lebenstags- Futtertags- Anteil produktiver
            Kalbung     Laktation  leistung     dauer        leistung        leistung     Lebensphase
13/14       3,0              2,6      24.233 kg 34,6 Mon.   12,9 kg         22,9 kg         56,1 %
14/15       3,2              2,7      26.145 kg 35,9 Mon.   13,6 kg         23,9 kg         56,9 % 
15/16       3,3              2,7      27.292 kg 36,8 Mon.   13,9 kg         24,3 kg         57,1 %
16/17       3,5              3,0      31.052 kg 39,8 Mon.   15,1 kg         25,6 kg         59,1 %

Der Anstieg hat sich eigentlich in allen Kennzahlen pro Jahr verdoppelt.

Benjamin                

Sonntag, 9. Juli 2017

Triticale Webcam - Teil 11

- zur Übersicht der Triticale-Webcam -> hier - 

Die Triticale reift weiter ab, auch wenn sie auf dem Foto schon ganz reif aussieht, so sind die Körner und vor allem das Stroh noch grün und es braucht noch vielleicht 3 Wochen.

Am Mittwoch wurde mit der Ernte der Gerste begonnen.

Wuchshöhe ca. 90 cm, mit der fortschreitenden Reife wird es etwas weniger.

09.07., 13:37:

Benjamin


(was übrigens der 800. Post im Kuhblog ist)

Sonntag, 2. Juli 2017

Prignitztierschau 2017

Heute waren wir auf der diesjährigen Prignitztierschau in Blüthen. Das Wetter war nicht das allerbeste, aber wenigsten trocken nach dem ganzen Regen der letzten Tage. Das Schönste war wieder das Außenrum: Man traf so viele Bekannte, gefühlt waren wieder die ganzen mit der Rinderhaltung in der Prignitz Beschäftigten da.

Die Landgenossenschaft Pröttlin war mit 8 Holsteins vertreten, die Agrar Boberow mit zwei Holsteins und die Rinderzucht- und Vermarktung mit Yokohama (siehe Post vom 11.08.2014) und ihrem Kalb Yoko bei der Fleischrinderausstellung.

Eine besonderen Erfolg konnten wir auch verbuchen, für mich recht überraschend: Boberow holte den Pokal für die höchste Durchschnittsleistung, gestiftet von unserem Besamungsverein.
75743 AGB Bosse mit einer Durchschnittsleistung von 12.713 kg. Dass sie zu den Fleißigen gehört wusste ich, aber dass keine der gut 40 anderen Kühe höher liegt hatte ich nicht erwartet:

Benjamin



Freitag, 30. Juni 2017

Land unter

Ein klassisches Unwetter war es nicht, aber es gab eine amtliche Wetterwarnung vor "ergiebigem Dauerregen". Innerhalb von 24 h waren es um die 130 l Regen pro Quadratmeter! Laut meinen Kollegen das größte derartige Ereignis seit den Regenfällen, die 2002 zum Elbhochwasser führten.

Morgens dachte ich mir: "Es regnet ja immer noch!" Und als ich in Pinnow aus dem Auto stieg stand ich mitten im Wasser, denn im Hof stand es gute 10 cm hoch. Die Regenwasserbecken waren so voll wie noch nie und fast vor dem Überlaufen, sodass es sich über den Gully im Hof hinaus zurück staute. Später pumpte die Werkstatt einen halben Meter ab in den Teich an der Einfahrt.
Bedenken hatte ich, dass bei einem Überlauf in die Zwischengrube der Karussellentwässerung - die sich neben den Regenwasserbecken befindet - der Subway absäuft und es in die Technikschächte läuft. Das hatte ich mehrfach im Verlauf des Morgens kontrolliert und es ist zum Glück nichts passiert.
Auf der Anlage in Garlin musste im Hof mit dem Güllefass Wasser abgesaugt werden, dass das Milchauto bis ans Melkhaus fahren konnte.

Die Löcknitz trat schon über die Ufer und eine der Mutterkuhherden musste umgetrieben werden.
Auch der Beginn der Getreideernte wird sich auch verzögern, bis die Äcker wieder halbwegs befahrbar sind.

Normalerweise ist die Wasseroberfläche im Regenwasserbecken gut einen Meter unter der Kante:

Benjamin






















Ergänzung vom 02.07.2017:

Die Autobahn ist in beide Richtungen gesperrt, weil es an der Trasse in Dammlage bei Karstädt beidseitig großflächige Erdrutsche bis unter den Seitenstreifen gab:

Donnerstag, 29. Juni 2017

Triticale Webcam - Teil 10

- zur Übersicht der Triticale-Webcam -> hier - 

Die Triticale reift weiter ab. Anfang der Woche war durchgehend sonniges und warmes Wetter, da ging es schnell voran. Jetzt haben wir ordentlich Regen bekommen.
Das Foto ist von gestern, da war es schon zugezogen und schwül.
An paar wenigen Stellen ist die Triticale ins Lager gegangen, am linken Bildrand kann man solch eine Stelle erahnen.

Aktuelle Wuchshöhe: 95 cm.

28.06.2017, 16:25:

Benjamin

Sonntag, 25. Juni 2017

Einstufung

Eine der wichtigsten Empfehlungen der Bestandsuntersuchung in Pinnow (siehe Post vom 06.04.2017) war die Einteilung der Gruppen nach Kondition, weil bei der Rückenfettdickenmessung eine sehr starke Streuung herauskam. War zwischen nicht gemessen, da kein Fett vorhanden bis 38 mm alles dabei gewesen.
Also die Gruppen nicht mehr nur nach Leistung einteilen sondern auch nach Kondition, sprich ob die Kuh noch zunehmen darf oder nicht mehr. Die Fütterungsgruppen sind dabei die Energiestufen, von der Hochleistungsgruppe zur Altmelkergruppe hin mit abnehmender Energiedichte.

Für die nächste Gruppensortierung habe ich jetzt die Einstufung nach BCS (Body Condition Score) gemacht. Wollte das eigentlich am Rücktrieb vom Karussell machen, wobei der 12-sekunden-Takt mir etwas eng erschien. Andererseits ist man dann aber auch schneller fertig.
Neben dem Selektionstor war ein schlechter Platz, weil die Kühe aus Neugierde stehen blieben um zu kucken, was ich da mache. Stellte mich daher nach wenigen Minuten an den Ausgang vom Karussell, wo es zudem den Vorteil hat, dass man direkt auf die wichtigsten Körperstellen für die Einstufung blickt: Lendenwirbel, Hüfthöcker, Sitzbeinhöcker und Schwanzwurzel.
In der Einstufung bin ich gar nicht geübt und mit meinen Zahlen gehe ich im Nachhinein davon aus, dass ich die Abstufung nicht fein genug hinbekommen habe und tendenziell zu gute Konditionen aufgeschrieben habe. Aber die dünnen, zu dünnen, fetten und zu fetten Kühe der einzelnen Gruppen habe ich trotzdem gefunden. Es war erschreckend zu sehen, wie die Kondition innerhalb der Gruppen streut, wenn man mal genau drauf achtet und alle Kühe der Reihe nach sieht.
So wird auch meine Gisela in die 2. Mittlere Leistungsgruppe kommen, weil sie für die 1. doch schon deutlich zu fett geworden ist. 


Ein Foto dazu, extra von der 737 - nach wie vor unsere einzige Rotbunte in Pinnow - sie ist sehr gut konditioniert (habe ich BCS 3,75 aufgeschrieben), daneben die Kuh ist deutlich schlechter (BCS 2,25). Über die Einstufung lässt sich jetzt streiten, aber beide werden die Gruppen wechseln, einmal niedrigere und einmal mehr Energiedichte im Futter.

Benjamin



Freitag, 23. Juni 2017

Foto von Apolla

Endlich bin ich mal dazu gekommen ein aktuelles Foto von meiner Apolla zu machen. Habe den Eindruck vom "Braunie-Effekt", dass sie am Kopf langsam dunkler wird.

Etwas sehr unvorteilhaft das Foto, aber es stehen keine anderen Kälber vor ihr:

Benjamin


Donnerstag, 22. Juni 2017

2. Schnitt 2017

Auch wenn es heute ein Unwetter gab und der zweite Schnitt für einige Stunden unterbrochen werden musste, so ging es in den letzten Tagen ordentlich voran: Trocken und bei Temperaturen bis zu 27 °C lag das gemähte Gras teilweise keine 10 h zum Anwelken.
Mengenmäßig sieht es auch gut aus, durch den vielen Regen in den vier Wochen seit dem ersten Schnitt waren die Bestände sehr gut gewachsen.

Beim Häckseln im "Vorgarten" der Pinnower Milchviehanlage; morgens gemäht und abends kurz nach sechs gehäckselt:




















Wo was weggefahren wird muss auch wieder was hin - Düngung nach Entzug. Das Schleppschlauchfass vom Lohnunternehmer am Mittwochmorgen beim Ausbringen von Gärrest der Pinnower Biogasanlage auf der Wiese gegenüber vom Triticaleacker, die am Montag gemäht und Dienstagfrüh gehäckselt wurde. Das ist quasi das Gras, das letztes Jahr geerntet wurde und durch die Kühe und die Biogasanlage gegangen ist und da schließt sich der Nährstoffkreislauf:

Benjamin

Mittwoch, 21. Juni 2017

Mahnfeuer

Heute Abend war ich beim Mahnfeuer gegen die Ausbreitung des Wolfes in Steesow. Auf einer Wiese unserer Nachbarn direkt an der Landesgrenze zwischen Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg, aus denen die Verbände der Weidetierhalter die Veranstaltung initiiert hatten, um deutlicher auf die aktuellen Missstände mit Rechtsunsicherheit und mangelnden Entschädigungen aufmerksam zu machen. Trotz des recht spontanen Rahmens war es mit geschätzten 150 Personen (in der Mecklenburger Provinz!) gut besucht, dazu Presse und Rundfunk und von politischer Seite der Staatssekretär aus Schwerin, der den ganzen Unmut abbekam. Da merkte man schon den "Volkszorn"  derer, die mit den Problemen in der Realität leben müssen.
Dass der politische Prozess vorankommt, den Wolf in geregelte und verträgliche Bahnen zu lenken.
Und dass es in Zukunft im Kuhblog wie im letzen Post Fotos von unseren Kühen auf der Weide geben kann.

Das Feuer, das symbolisch für das archaische Lagerfeuer steht, das wilde Tiere fernhalten soll:

Benjamin



Sonntag, 18. Juni 2017

Flatternde Plastiktüte

Am Freitag machten die Boberower Trockensteher wieder eine "illegale Versammlung". Ich sah, wie einige sehr zielstrebig über die Weide trabten. Da jede Ansammlung von mehr als drei Kühen verdächtig ist musste ich das entsprechend kontrollieren. Schließlich werden die nicht gemolken und haben entsprechend den ganzen Tag über Zeit auf dumme Ideen zu kommen.
Zuerst erinnerte es mich an die Hunde-Geschichte (vgl. Post vom 03.04.2016):




















Wie ich dann zwischen ihnen stand sah ich den Grund für die Aufregung: Der starke Wind hatte eine Plastiktüte von außen an den Maschendraht geweht, die nun vor sich hin flatterte. Und diese Bewegung hatte die Kühe neugierig gemacht.
Da hatte ich die Tüte dann mitgekommen, Ordnung muss halt sein. Sie schauten noch etwas ratlos, bevor sich die Versammlung auflöste:

Benjamin