Am Wochenende war ich wieder mit meinem "Exkursionstrupp" unterwegs und zwar in Eldena bei Familie Verheijen.
Höhepunkt der Besichtigung war der Melkstand: Ein DeLaval Endurance Doppel-40-Side-by-Side. War lange Zeit - bis letztes Jahr - der größte Melkstand in ganz Deutschland. Ich hatte ja in Idaho viele Melkstände dieser Größenordnung gesehen, aber vor einer 30 m langen Melkergrube (aber mit ebenerdigen Eingang) steht man halt nicht aller Tage:
Im Subway (Keller) unten drunter die ganze Technik, jeweils die Melkstandseiten unabhängig voneinander. Und im Gegensatz zu den Amerikanern mit Milchmengenmessung, nicht die Infrarotmessgeräte (DeLaval MM27BC) wie bei unserem Karussell in Pinnow sondern die klassichen Wiegetassen (DeLaval MM15, vgl. Post vom 24.12.2015) wie in den Boberower Melkständen - aber halt 80 auf einmal.
Das ganze Fruchtbarkeitsmanagement mit Besamungen, Trächtigkeits- und Sterilitätsuntersuchungen ist an das Reproteam der RinderAlllianz ausgelagert. Die Brunsterkennung erfolgt mit Heatime von SCR.
Eine absolute Besonderheit, wie ich sie im Nordosten noch nicht gesehen hatte, ist die klassische Sommerfütterung mit Frischgras, um Futterverluste und -kosten zu reduzieren. Dafür wird eine intensiv genutzte Wiese - inklusive Bewässerung - direkt neben der Anlage bis zu neunmal im Jahr geschnitten. Morgens wird TMR gefüttert und nachmittags dann Gras, wobei die Altmelker und Jungvieh ausschließlich Gras bekommen:
Montag, 18. Juli 2016
Sonntag, 17. Juli 2016
Schnappschüsse KW 28
Zwei tierische Schnappschüsse von dieser Woche:
Schnappschuss am Dienstag
Eines von Waltrauds Jungen, Weißspitze (da weiße Schwanzspitze als Unterscheidungsmerkmal zu Schwarzspitze) lag lässig im Trog am Fressgitter der Selektionsbox und schaute uns zwischen den Kühen hindurch bei der Arbeit zu. Ganz nach dem Motto: "Nur kein Stress, ich krieg meine Milch heute Nachmittag auch ohne was zu arbeiten.":
Schnappschuss am Mittwoch
Trat ich im Bullenstall (= Abkalbestall) auf dem Futtertisch beinahe auf ein junge Mehlschwalbe, die noch nicht fliegen konnte und bestimmt aus dem Nest gefallen war. In dem Stall ist die schlechteste Luft und dort sind dann die meisten Schwalben, entweder man muss vor den Tieffliegern den Kopf einziehen oder kriegt was von oben ab:
Benjamin
Schnappschuss am Dienstag
Eines von Waltrauds Jungen, Weißspitze (da weiße Schwanzspitze als Unterscheidungsmerkmal zu Schwarzspitze) lag lässig im Trog am Fressgitter der Selektionsbox und schaute uns zwischen den Kühen hindurch bei der Arbeit zu. Ganz nach dem Motto: "Nur kein Stress, ich krieg meine Milch heute Nachmittag auch ohne was zu arbeiten.":
Schnappschuss am Mittwoch
Trat ich im Bullenstall (= Abkalbestall) auf dem Futtertisch beinahe auf ein junge Mehlschwalbe, die noch nicht fliegen konnte und bestimmt aus dem Nest gefallen war. In dem Stall ist die schlechteste Luft und dort sind dann die meisten Schwalben, entweder man muss vor den Tieffliegern den Kopf einziehen oder kriegt was von oben ab:
Benjamin
Samstag, 16. Juli 2016
Geburtshelfer
Neben Fabienne habe ich jetzt durch ihren Cousin Tom Verstärkung auf der Milchviehanlage in Boberow bekommen, denn er macht ebenfalls bei seiner Oma Ferien.
Zusammen bilden sie die Jugendbrigade "Goldene Zukunft", die der Jugendbrigade "Schwarze Zukunft" nachfolgt; aber jünger, fleißiger und viel interessierter.
Am Donnerstag halfen sie mir bei einer Schwergeburt. Bei Kuh Nr. 1236 war das Kalb stecken geblieben, da es die Vorderbeine nicht ausgestreckt hatte. Einfach zu korrigieren und dann rauszuziehen, wobei es schneller geht, wenn man helfende Hände dabei hat.
Am Iglu vom Kalb: 06565 AGB Cita (Citizien x Strobel x Gustav x Ticket), 41,8 kg Geburtsgewicht:
Benjamin
Zusammen bilden sie die Jugendbrigade "Goldene Zukunft", die der Jugendbrigade "Schwarze Zukunft" nachfolgt; aber jünger, fleißiger und viel interessierter.
Am Donnerstag halfen sie mir bei einer Schwergeburt. Bei Kuh Nr. 1236 war das Kalb stecken geblieben, da es die Vorderbeine nicht ausgestreckt hatte. Einfach zu korrigieren und dann rauszuziehen, wobei es schneller geht, wenn man helfende Hände dabei hat.
Am Iglu vom Kalb: 06565 AGB Cita (Citizien x Strobel x Gustav x Ticket), 41,8 kg Geburtsgewicht:
Benjamin
Donnerstag, 14. Juli 2016
Neue Kälberwaage
Für die Milchviehanlage in Boberow haben wir jetzt eine Kälberwaage, weil für das Testherdenprogramm die Geburtsgewichte der Kälber erfasst werden müssen.
Es handelt sich um eine KW-1 von Haase Tränken: Eine Kälbertransportkarre mit eingebauter Waage. Die sah ich erstmals als Neuheit auf der Eurotier 2010, wo es eine Silbermedaille dafür gab und ich es mir als sehr praktische Lösung merkte.
Wobei wir die Ausführung mit großen Rädern haben, weil der Hof doch recht viele Unebenheiten hat.
Bisher erfolgte der Transport der Kälber in einem Handwagen, in den man wegen der Höhe ein Kalb nur sehr schwer alleine reinlegen konnte und zudem wird der auch genommen, um den Mist aus den Kälberboxen und Iglus zum Misthaufen zu fahren. Also eine äußerst unprofessionelle Kombination in der Benutzung. Foto siehe Post vom 28.01.2014. Da lag es nahe, statts einer stationären Waage den Kälberwagen mit Wiegefunktion zu beschaffen.
Am Montag holte ich den an den Stützpunkt gelieferte Kälberwagen ab und die Batterie des Wiegeterminals wurde geladen. Dabei handelt es sich um eine handelsübliche Waage von Ohaus (Defender 3000 XtremeW); dazu gab es eine CD mit der 46-seitigen Bedienungsanleitung, weil die eigentlich doch viel mehr kann als simples Kälberwiegen.
Erste Fahrt gestern durch meine Assistentin (Fabienne macht aktuell wieder Kuhurlaub). Kamen in den letzten Wochen für Boberower Verhältnisse unglaublich viele Kälber auf die Welt und jetzt gab es keines, um die Waage auszuprobieren. Daher nahmen wir das jüngste Kuhkalb, die drei Tage alte Toppi (daher mit Ohrmarken). Sie wog 49,1 kg und auch die Erkenntnis, dass ein mobiles Kalb in der vermeintlich glatten Edelstahlwanne aufstehen kann:
Heute Morgen konnte ich bei Bohle es dann endlich mit einem neugeborenen Kalb ausprobieren. Mit 50,1 kg doch schon sehr schwer, aber ich hab noch nie so einfach ein Kalb zum Iglu gebracht.
Benjamin
Es handelt sich um eine KW-1 von Haase Tränken: Eine Kälbertransportkarre mit eingebauter Waage. Die sah ich erstmals als Neuheit auf der Eurotier 2010, wo es eine Silbermedaille dafür gab und ich es mir als sehr praktische Lösung merkte.
Wobei wir die Ausführung mit großen Rädern haben, weil der Hof doch recht viele Unebenheiten hat.
Bisher erfolgte der Transport der Kälber in einem Handwagen, in den man wegen der Höhe ein Kalb nur sehr schwer alleine reinlegen konnte und zudem wird der auch genommen, um den Mist aus den Kälberboxen und Iglus zum Misthaufen zu fahren. Also eine äußerst unprofessionelle Kombination in der Benutzung. Foto siehe Post vom 28.01.2014. Da lag es nahe, statts einer stationären Waage den Kälberwagen mit Wiegefunktion zu beschaffen.
Am Montag holte ich den an den Stützpunkt gelieferte Kälberwagen ab und die Batterie des Wiegeterminals wurde geladen. Dabei handelt es sich um eine handelsübliche Waage von Ohaus (Defender 3000 XtremeW); dazu gab es eine CD mit der 46-seitigen Bedienungsanleitung, weil die eigentlich doch viel mehr kann als simples Kälberwiegen.
Erste Fahrt gestern durch meine Assistentin (Fabienne macht aktuell wieder Kuhurlaub). Kamen in den letzten Wochen für Boberower Verhältnisse unglaublich viele Kälber auf die Welt und jetzt gab es keines, um die Waage auszuprobieren. Daher nahmen wir das jüngste Kuhkalb, die drei Tage alte Toppi (daher mit Ohrmarken). Sie wog 49,1 kg und auch die Erkenntnis, dass ein mobiles Kalb in der vermeintlich glatten Edelstahlwanne aufstehen kann:
Heute Morgen konnte ich bei Bohle es dann endlich mit einem neugeborenen Kalb ausprobieren. Mit 50,1 kg doch schon sehr schwer, aber ich hab noch nie so einfach ein Kalb zum Iglu gebracht.
Benjamin
Mittwoch, 13. Juli 2016
Weizen Webcam - Teil 11
- zur Übersicht der Weizen-Webcam -> hier -
In den letzten Tagen ist der Weizen weiter abgereift und der ganze Acker nun von gelber Farbe. Bis zur Ernte wird es noch einige Zeit dauern, da die Körner noch nicht hart sind.
12.07.2016, 17:08:
Benjamin
Montag, 11. Juli 2016
Weitere Ergebnisse Besamungsvesuch
Beim Besamungsversuch sind jetzt bei drei Trächtigkeitsuntersuchungen Versuchskühe dabei gewesen. (vgl. Posts vom 15.04.2016 und 10.06.2016)
Die bisherigen Ergebnisse:
35 Kühe mit Gefriersperma besamt, davon 22 tragend , macht 62,9 %.
12 Kühe mit Frischsperma bvesamt, davon 8 tragend, macht 66,7%.
Das sind 6 % mehr, als in Größenordnung der landläufig vermuteten 5 %. Aber die Pinnower Grundgesamtheit ist noch immer zu klein, da müssen wir noch paar Monate abwarten.
Ende Juni war eine der zuständigen Wissenschaftlerinnen von der FU Berlin bei uns, um sich über den Stand des Versuchs bei uns zu informieren. Laut ihren Aussagen waren zu diesem Zeitpunkt in allen teilnehmenden Betrieben 800 der benötigten 3.000 Besamungen zusammen. Vermutet daher, dass der Versuch noch bis Ende des Jahres andauern wird.
Benjamin
Die bisherigen Ergebnisse:
35 Kühe mit Gefriersperma besamt, davon 22 tragend , macht 62,9 %.
12 Kühe mit Frischsperma bvesamt, davon 8 tragend, macht 66,7%.
Das sind 6 % mehr, als in Größenordnung der landläufig vermuteten 5 %. Aber die Pinnower Grundgesamtheit ist noch immer zu klein, da müssen wir noch paar Monate abwarten.
Ende Juni war eine der zuständigen Wissenschaftlerinnen von der FU Berlin bei uns, um sich über den Stand des Versuchs bei uns zu informieren. Laut ihren Aussagen waren zu diesem Zeitpunkt in allen teilnehmenden Betrieben 800 der benötigten 3.000 Besamungen zusammen. Vermutet daher, dass der Versuch noch bis Ende des Jahres andauern wird.
Benjamin
Samstag, 9. Juli 2016
Gebärmuttervorfall - Teil 2
Wer auch immer in den letzten Tagen nach "Gebärmuttervorfall Bilder" gegoogelt hat: Das ist nicht lustig!
Das Suchergebnis war auf den Post vom 28.08.2014 bezogen, wo es einen Gebärmuttervorfall in Boberow gegeben hatte. Betroffene Kuh 1141 wurde danach übrigens wieder tragend, auch wenn es an die 200 Tage und 4 Besamungen brauchte.
Damals sagten die Tierärzte zur Häufigkeit: "Hat man alle 2 bis 3 Jahre mal einen Fall." Was ich als "Bei 1 von 1.000 Abkalbungen" interpretierte.
Und weil jemand unbedingt Fotos vom Gebärmuttervorfall sehen wollte dauert es bloß 580 Kalbungen bis gestern morgen: Kuh 1344 hatte Donnerstag zum 5. Mal gekalbt, was eine Schwergeburt war, weil ein recht großes Kalb und die Vorderbeine ziemlich verdreht. Und gestern morgen dann ein Gebärmuttervorfall, zum Glück noch ganz frisch:
Sie zeigte sich nicht besonders kooperativ und es war ein längerer Kampf bis alles wieder reingestopft war; wenn ich selber auch nur als Vet-Assi nebendran stand und das Material reichte.
So sieht es danach aus, wo die Scham zugeklammert ist, dass die Gebärmutter drinnen bleibt. Mit Plastikklemmen statt der üblichen aus Stahl, was nicht besonders stabil wirkt:
Benjamin
Das Suchergebnis war auf den Post vom 28.08.2014 bezogen, wo es einen Gebärmuttervorfall in Boberow gegeben hatte. Betroffene Kuh 1141 wurde danach übrigens wieder tragend, auch wenn es an die 200 Tage und 4 Besamungen brauchte.
Damals sagten die Tierärzte zur Häufigkeit: "Hat man alle 2 bis 3 Jahre mal einen Fall." Was ich als "Bei 1 von 1.000 Abkalbungen" interpretierte.
Und weil jemand unbedingt Fotos vom Gebärmuttervorfall sehen wollte dauert es bloß 580 Kalbungen bis gestern morgen: Kuh 1344 hatte Donnerstag zum 5. Mal gekalbt, was eine Schwergeburt war, weil ein recht großes Kalb und die Vorderbeine ziemlich verdreht. Und gestern morgen dann ein Gebärmuttervorfall, zum Glück noch ganz frisch:
Sie zeigte sich nicht besonders kooperativ und es war ein längerer Kampf bis alles wieder reingestopft war; wenn ich selber auch nur als Vet-Assi nebendran stand und das Material reichte.
So sieht es danach aus, wo die Scham zugeklammert ist, dass die Gebärmutter drinnen bleibt. Mit Plastikklemmen statt der üblichen aus Stahl, was nicht besonders stabil wirkt:
Benjamin
Freitag, 8. Juli 2016
Gerste mähen
Die Getreideernte ist mittlerweile in vollem Gange; wenn es vom Wetter her passt.
Gestern Nachmittag wurde der Gerstenacker in Pinnow gemäht. Ist der Acker im Vordergrund vom Foto im Post vom 26.06.2016; jetzt in Gegenrichtung von der Milchviehanlage aus fotografiert.
Habe ich erstmals unseren neuen Mähdrescher (Lexion 750) in Aktion gesehen.
Von links: Lexion 480 mit C750, Arion mit 2 HW80, Lexion 750 mit V930 und Lexion 650 mit V750:
Benjamin
Gestern Nachmittag wurde der Gerstenacker in Pinnow gemäht. Ist der Acker im Vordergrund vom Foto im Post vom 26.06.2016; jetzt in Gegenrichtung von der Milchviehanlage aus fotografiert.
Habe ich erstmals unseren neuen Mähdrescher (Lexion 750) in Aktion gesehen.
Von links: Lexion 480 mit C750, Arion mit 2 HW80, Lexion 750 mit V930 und Lexion 650 mit V750:
Benjamin
Dienstag, 5. Juli 2016
TdoT Hofgut Neumühle - Teil 2
Beim Milchviehstall gab es eine Kuhshow, bei der in einem kleinen Schauring zwei Kühe aus der Herde vom Stallleiter vorgeführt wurden und der Versuchsleiter dazu erklärte.
Die erste war Nr. 1260 Kaebel, in der zweiten Laktation:
Die zweite war Nr. 413 Kanada. Vom Namen her kannte ich sie noch aus der Milchleistungsprüfung bei meiner Bachelorarbeit. Sie wurde vorgeführt, weil sie für ihr Alter noch sehr gut aussieht.
Mal wieder eine Schätzfrage: Wie alt ist diese Kuh? Wieviel Lebensleistung? Welche Laktation? Schätzungen Bitte unten in die Kommentare schreiben!
Beim nachmittaglichen Melken zukucken von der Empore auf dem Melkstand. Die Perspektive ist schon besonders, hatte ich bisher auch nur einmal während des Melkens dort oben gestanden:
Benjamin
Die erste war Nr. 1260 Kaebel, in der zweiten Laktation:
Die zweite war Nr. 413 Kanada. Vom Namen her kannte ich sie noch aus der Milchleistungsprüfung bei meiner Bachelorarbeit. Sie wurde vorgeführt, weil sie für ihr Alter noch sehr gut aussieht.
Mal wieder eine Schätzfrage: Wie alt ist diese Kuh? Wieviel Lebensleistung? Welche Laktation? Schätzungen Bitte unten in die Kommentare schreiben!
Beim nachmittaglichen Melken zukucken von der Empore auf dem Melkstand. Die Perspektive ist schon besonders, hatte ich bisher auch nur einmal während des Melkens dort oben gestanden:
Benjamin
Montag, 4. Juli 2016
TdoT Hofgut Neumühle -Teil 1
Am Sonntag war Tag der offenen Tür bei der LVAT Hofgut Neumühle. Da ich letztmals 2008 dabei war passte es jetzt genau im Urlaub. Also nicht morgens um fünf zum Melken sondern erst um halb elf.
War richtig viel los. Die einzelnen Lehrwerkstätten hatten entsprechend ihr Programm und Stände mit Ausstellern aus Industrie und Verbänden: Schafhaltung, Milchvieh, Mutterkühe. Außer bei der Schweinehaltung, wo aus hygienischen Gründen das Schweinemobil da war, aber mit Neumühler Läufern drinnen.
Landmaschinen waren auch auf dem Gelände überall ausgestellt. John Deere aus Kaiserslautern war da mit fünf Gespannen groß aufgefahren und hat es doch ein wenig übertrieben. Neben dem Getreidespeicher, wo früher mal ein Demonstrationsbeet gewesen war stand diese Kombination, die für die Prignitz bestimmt und für die Nordpfalz definitiv übertrieben ist:
Zur Lehrwerkstätte Mutterkuhhaltung gehört auch der Kälberstall und die Mastversuche. Im Versuchsstall für die Kälber habe ich vor und während des Studiums etliche Zeit verbracht. Seitdem hat sich auch einiges verändert: Es wurden zwei weitere Tränkestationen eingebaut, um die beiden Gruppen noch einmal unterteilen zu können und es ab neue Tröge. Und ganz wichtig: Mal wieder schwarzbunten Kälber statt Fleckvieh; siehe zum Vergleich Foto im Post vom 13.03.2016:
Der Glanrind-Züchterverband führte einen Zugochsen vor, weil das Glanrind als Dreinutzungsrasse vor dem Zweiten Weltkrieg den Großteil der landwirtschaftlichen Arbeiten in Rheinland-Pfalz leistete. Da wird man schon neidisch, wenn man ein solch gut zu handhabendes Rind sieht und erstaunt war ich auch über die Geschwindigkeit vor dem Leiterwagen. Nicht so gemütlich wie ich es gewohnt bin sondern zügigen Schrittes mit vielleicht 4 km/h:
Und natürlich traf ich auch viele Bekannte, vor allem Studienkollegen, die dort in der näheren Umgebung leben und arbeiten.
Fortsetzung folgt!
Benjamin
War richtig viel los. Die einzelnen Lehrwerkstätten hatten entsprechend ihr Programm und Stände mit Ausstellern aus Industrie und Verbänden: Schafhaltung, Milchvieh, Mutterkühe. Außer bei der Schweinehaltung, wo aus hygienischen Gründen das Schweinemobil da war, aber mit Neumühler Läufern drinnen.
Landmaschinen waren auch auf dem Gelände überall ausgestellt. John Deere aus Kaiserslautern war da mit fünf Gespannen groß aufgefahren und hat es doch ein wenig übertrieben. Neben dem Getreidespeicher, wo früher mal ein Demonstrationsbeet gewesen war stand diese Kombination, die für die Prignitz bestimmt und für die Nordpfalz definitiv übertrieben ist:
Zur Lehrwerkstätte Mutterkuhhaltung gehört auch der Kälberstall und die Mastversuche. Im Versuchsstall für die Kälber habe ich vor und während des Studiums etliche Zeit verbracht. Seitdem hat sich auch einiges verändert: Es wurden zwei weitere Tränkestationen eingebaut, um die beiden Gruppen noch einmal unterteilen zu können und es ab neue Tröge. Und ganz wichtig: Mal wieder schwarzbunten Kälber statt Fleckvieh; siehe zum Vergleich Foto im Post vom 13.03.2016:
Der Glanrind-Züchterverband führte einen Zugochsen vor, weil das Glanrind als Dreinutzungsrasse vor dem Zweiten Weltkrieg den Großteil der landwirtschaftlichen Arbeiten in Rheinland-Pfalz leistete. Da wird man schon neidisch, wenn man ein solch gut zu handhabendes Rind sieht und erstaunt war ich auch über die Geschwindigkeit vor dem Leiterwagen. Nicht so gemütlich wie ich es gewohnt bin sondern zügigen Schrittes mit vielleicht 4 km/h:
Und natürlich traf ich auch viele Bekannte, vor allem Studienkollegen, die dort in der näheren Umgebung leben und arbeiten.
Fortsetzung folgt!
Benjamin
Sonntag, 3. Juli 2016
Heuballen fangen
Zweite Station bei meinem Urlaubsprogramm war ein Besuch bei Familie Landau in Groß-Gerau (siehe auch Post vom 17.09.2014).
Neben dem Begutachten der Kühe war ich auch draußen im Feld mit unterwegs. Wurde zusammen mit einem anderen Lohnunternehmen Heu gepresst auf einer Fläche der Stadt Groß-Gerau, das dann an den Tiergarten geht. Die Wiese ist mitten im eigentlich flachen Ried ein kleiner steiler Hang, den ich allenfalls als für einen Bullenkoppel tauglich befinden würde. Da ist der Traktor mehr am Umdrehen als am Pressen. Und ganz wichtig der zweite mit Frontlader der sofort die Ballen auffängt, dass die nicht irgendwo hin rollen:
Danach ging es an einen im landschaftsbaulichen Lohnbetrieb renaturierten Klärteich der ehemaligen Zuckerfabrik Groß-Gerau, in dem ein Bachlauf mit Kiesbänken angelegt wurde und nun sich die verschiedensten Tiere tummeln.
Abschließend noch beim Cousin zwei Orte weiter vorbeigeschaut, der ebenfalls zu den sehr wenigen Milchbauern der Gegend gehört. War mir sofort sehr sympathisch, denn da wird mit 70 Kühen eine ganz klassische TMR-Fütterung mit drei Leistungsgruppen durchgeführt. Bisher hatte ich in dieser Größenordnung nur irgendwelche Fütterungskompromisse kennen gelernt.
Benjamin
Neben dem Begutachten der Kühe war ich auch draußen im Feld mit unterwegs. Wurde zusammen mit einem anderen Lohnunternehmen Heu gepresst auf einer Fläche der Stadt Groß-Gerau, das dann an den Tiergarten geht. Die Wiese ist mitten im eigentlich flachen Ried ein kleiner steiler Hang, den ich allenfalls als für einen Bullenkoppel tauglich befinden würde. Da ist der Traktor mehr am Umdrehen als am Pressen. Und ganz wichtig der zweite mit Frontlader der sofort die Ballen auffängt, dass die nicht irgendwo hin rollen:
Danach ging es an einen im landschaftsbaulichen Lohnbetrieb renaturierten Klärteich der ehemaligen Zuckerfabrik Groß-Gerau, in dem ein Bachlauf mit Kiesbänken angelegt wurde und nun sich die verschiedensten Tiere tummeln.
Abschließend noch beim Cousin zwei Orte weiter vorbeigeschaut, der ebenfalls zu den sehr wenigen Milchbauern der Gegend gehört. War mir sofort sehr sympathisch, denn da wird mit 70 Kühen eine ganz klassische TMR-Fütterung mit drei Leistungsgruppen durchgeführt. Bisher hatte ich in dieser Größenordnung nur irgendwelche Fütterungskompromisse kennen gelernt.
Benjamin
Freitag, 1. Juli 2016
Rekordkühe kucken
Momentan bin ich wieder auf Urlaub in der alten Heimat in Rheinhessen. Da es natürlich nicht ohne Kühe geht müssen andere als die eigenen besucht werden.
Auf einen Besuch habe ich mich besonders gefreut: Zu Familie Angne nach Winnweiler.
Als ich nach dem Abitur das Vorpraktikum fürs Studium auf der LVAV Hofgut Neumühle absolvierte und gerade meine erste praktische Erfahrungen in der Kälberaufzucht sammelte nahm mich mein Ausbilder an einem Abend dorthin mit. Dort sah ich nicht nur erstmals eine Kalbung (ja da war erst im April 2008!) sondern auch die ganzen alten Kühe - durchschnittliche Abgangsleistung jenseits der 50.000 kg. Seit 1991 hat der Betrieb bis heute insgesamt 12 100.000l-Kühe hervorgebracht, davon auch 10-Tonner und 150.000l-Kühe. Auf die Größe bezogen mehr als Manker und Iden!
Darunter damals Roxi, die bis heute den Lebensleistung-Europarekord der Rotbunten mit 176.000 kg hält.
Als ich 2014 in der Milchrind den Jahresabschluss der DLQ gelesen habe und bei den Dauerleistungskühen auf dem ersten Platz bei den Rotbunten: Rugby, Angne, Winnweiler. Eine von Roxis Töchtern, die damals kurz vor den 100.000 gestanden hatte. "Die Kuh kennst Du!" sagte ich mir. Als ich im Jahresabschluss 2015 wieder von ihr las, mit mittlerweile 171.000 kg, beschloss ich, dass ich sie doch besuchen sollte.
So war ich dann gestern in Winnweiler. Am Südrand der Gegend, die meine Großmutter als "Die ald Weld" nannte. Dort ist es sehr hügelig, sodass bei 660 mm Niederschlag seit Jahresbeginn mangels Befahrbarkeit noch nicht an allen Hängen der erste Schnitt gemacht werden konnte und das Ende Juni!
300.000 kg Lebensleistung mit zwei Kühen auf einem Foto hinzukriegen ist mehr als etwas Besonderes:
Hier rechts liegt Stella, eine Rotviehkuh mit 127.000 kg Lebensleistung, aktuell von einem Glanrindbullen tragend.
Bei Familie Angne läuft nämlich die Milchviehhaltung aus und ist momentan in Umstellung auf Mutterkuhhaltung mit Glanrind, um das absolute Grünland zu verwerten. Und da gehen die 100.000er dann über Verdrängungskreuzung auch darin auf.
Links dann Rugby, als Rentnerkuh trockenstehend und nicht mehr tragend. Mit 173.000 kg hält sie den Lebensleistungsrekord der lebenden Rotbunten in Deutschland und bisher war nur ihre Mutter Roxi knapp besser (so um die 3.000 kg Lebensleistung):
Die beiden Rassen zeigen auch die Zuchtgeschichte bei Familie Angne. Ursprünglich wie in der Gegend üblich hielten sie Glan-Donnersberger. Der damalige lokale Schlag des Glanrinds als klassische Zweinutzungsrasse; wo auch in den 1950er auf der LVA Neumühle versucht wurde über Veredlungskreuzung mit dänischem Rotvieh eine moderne Milchrasse daraus zu züchten.
Später züchteten sie die Herde über Verdrängungszucht um, hälftig mit Rotvieh (Angler alter Zuchtrichtung) und hälftig Rotbunte (Doppelnutzung). Irgendwann waren es dann Red Holstein, als es nicht mehr anderes gab und dann auch die gesamte Herde, da die Rotviehkühe mit der Zeit immer kleiner wurden. Aber trotz Holstein Rotbunt hat sich bei einige Kühen wie Stella über mehrere Generationen die rote Farbe gehalten.
Ein wirklich schöner Ausflug in die Welt der hohen Lebensleistung und auch ein Rückkehr in die Anfänge meiner Kuhzeit; den stallindividuellen Geruch habe ich sofort wiedererkannt!
Benjamin
Auf einen Besuch habe ich mich besonders gefreut: Zu Familie Angne nach Winnweiler.
Als ich nach dem Abitur das Vorpraktikum fürs Studium auf der LVAV Hofgut Neumühle absolvierte und gerade meine erste praktische Erfahrungen in der Kälberaufzucht sammelte nahm mich mein Ausbilder an einem Abend dorthin mit. Dort sah ich nicht nur erstmals eine Kalbung (ja da war erst im April 2008!) sondern auch die ganzen alten Kühe - durchschnittliche Abgangsleistung jenseits der 50.000 kg. Seit 1991 hat der Betrieb bis heute insgesamt 12 100.000l-Kühe hervorgebracht, davon auch 10-Tonner und 150.000l-Kühe. Auf die Größe bezogen mehr als Manker und Iden!
Darunter damals Roxi, die bis heute den Lebensleistung-Europarekord der Rotbunten mit 176.000 kg hält.
Als ich 2014 in der Milchrind den Jahresabschluss der DLQ gelesen habe und bei den Dauerleistungskühen auf dem ersten Platz bei den Rotbunten: Rugby, Angne, Winnweiler. Eine von Roxis Töchtern, die damals kurz vor den 100.000 gestanden hatte. "Die Kuh kennst Du!" sagte ich mir. Als ich im Jahresabschluss 2015 wieder von ihr las, mit mittlerweile 171.000 kg, beschloss ich, dass ich sie doch besuchen sollte.
So war ich dann gestern in Winnweiler. Am Südrand der Gegend, die meine Großmutter als "Die ald Weld" nannte. Dort ist es sehr hügelig, sodass bei 660 mm Niederschlag seit Jahresbeginn mangels Befahrbarkeit noch nicht an allen Hängen der erste Schnitt gemacht werden konnte und das Ende Juni!
300.000 kg Lebensleistung mit zwei Kühen auf einem Foto hinzukriegen ist mehr als etwas Besonderes:
Hier rechts liegt Stella, eine Rotviehkuh mit 127.000 kg Lebensleistung, aktuell von einem Glanrindbullen tragend.
Bei Familie Angne läuft nämlich die Milchviehhaltung aus und ist momentan in Umstellung auf Mutterkuhhaltung mit Glanrind, um das absolute Grünland zu verwerten. Und da gehen die 100.000er dann über Verdrängungskreuzung auch darin auf.
Links dann Rugby, als Rentnerkuh trockenstehend und nicht mehr tragend. Mit 173.000 kg hält sie den Lebensleistungsrekord der lebenden Rotbunten in Deutschland und bisher war nur ihre Mutter Roxi knapp besser (so um die 3.000 kg Lebensleistung):
Die beiden Rassen zeigen auch die Zuchtgeschichte bei Familie Angne. Ursprünglich wie in der Gegend üblich hielten sie Glan-Donnersberger. Der damalige lokale Schlag des Glanrinds als klassische Zweinutzungsrasse; wo auch in den 1950er auf der LVA Neumühle versucht wurde über Veredlungskreuzung mit dänischem Rotvieh eine moderne Milchrasse daraus zu züchten.
Später züchteten sie die Herde über Verdrängungszucht um, hälftig mit Rotvieh (Angler alter Zuchtrichtung) und hälftig Rotbunte (Doppelnutzung). Irgendwann waren es dann Red Holstein, als es nicht mehr anderes gab und dann auch die gesamte Herde, da die Rotviehkühe mit der Zeit immer kleiner wurden. Aber trotz Holstein Rotbunt hat sich bei einige Kühen wie Stella über mehrere Generationen die rote Farbe gehalten.
Ein wirklich schöner Ausflug in die Welt der hohen Lebensleistung und auch ein Rückkehr in die Anfänge meiner Kuhzeit; den stallindividuellen Geruch habe ich sofort wiedererkannt!
Benjamin
Sonntag, 26. Juni 2016
Nach dem Gewitter
Das Foto ist aus einem ähnlichen Blickwinkel zur MVA Pinnow aufgenommen wie das mit den Mutterkühen im Post vom 6. April 2015.
Auf dem Acker kam 2015 nach der abgeweideten Zwischenfrucht Silomais und danach für 2016 vierzeilige Wintergerste.
Die Gerste ist in der Hitze und Trockenheit der letzten Wochen schnell abgereit, sodass am Freitag der neue Mähdrescher noch ausprobiert werden konnte, gut zwei Wochen früher als langjährig normal. Danach gab es ein kurzes Hitzgewitter, wovon die hier so schön in der Abendsonne glitzernden Regentropfen an den Grannen stammen:
Benjamin
Auf dem Acker kam 2015 nach der abgeweideten Zwischenfrucht Silomais und danach für 2016 vierzeilige Wintergerste.
Die Gerste ist in der Hitze und Trockenheit der letzten Wochen schnell abgereit, sodass am Freitag der neue Mähdrescher noch ausprobiert werden konnte, gut zwei Wochen früher als langjährig normal. Danach gab es ein kurzes Hitzgewitter, wovon die hier so schön in der Abendsonne glitzernden Regentropfen an den Grannen stammen:
Benjamin
Freitag, 24. Juni 2016
Weizen Webcam - Teil 10
- zur Übersicht der Weizen-Webcam -> hier -
Der Weizenacker nimmt jetzt eine graugrüne Färbung von den Ähren an.
Wuchshöhe 70 - 80 cm, Milchreife.
Ist nicht ganz der übliche Blickwinkel, ca. einen halben Meter tiefer, da die Äste der Bäume ziemlich runterhängen.
23.06.16, 13:33, bei 32°C:
Benjamin
Donnerstag, 23. Juni 2016
Festumzug - Teil 2
Pinnow war zum Dorfgeburtstag schön geschmückt. Ich hatte ja die Wochen zuvor schon den Aufbau der Dekoration täglich gesehen.
Eine kleine Auswahl, die ich fotografiert habe:
Vieles wurde aus Strohballen gebaut, wie diese Schnecke aus Rund- und Kleinballen:
Außerdem viele Puppen, entweder stehend bei der Arbeit oder sitzend bei einem Feierabendbier. Hier stellvertretend eine arbeitende und es steht auch eine Milchkanne dabei. Das erstaunte mich wirklich wie viele Milchkannen jeglicher Größe noch so vorhanden sind:
Unser Technikleiter hatte drei Puppen in die Frontladerschaufel seines HT 140 gestellt. Ähnlichkeiten mit lebenden Personen sind rein zufällig:
Benjamin
Mittwoch, 22. Juni 2016
Festumzug - Teil 1
Da Pinnow 750 Jahre alt wird (siehe auch Post vom 11.05.2016) fand nun das Festwochenende statt.
Am Sonnabend war der große Festumzug. Laut Zeitung sollen um die Tausend Leute dagewesen sein, ich war selbst sehr erstaunt, gefühlt war die halbe Prignitz da, solche Menschenmassen bin ich im ruhigen Nordosten irgendwie nicht mehr gewohnt...
Höhepunkt war der Festumzug mit an die 40 Teilnehmern, vom Pröttliner Kindergarten bis zu Abordnungen aus den umliegenden Dörfern. Wir von der Landgenossenschaft Pröttlin waren mit drei Gespannen dabei.
Waren die vorletzte Zugnummer und hier sieht man zumindest einen Teil des Zuges auf der Straße zur Milchviehanlage:
Vor heimischer Kulisse; unser erstes Gespann, der Traktor mit den Mähwerken fuhr ein Stück weiter vorne. Hier zu sehen links das Pinnower Feuerwehrauto, der Spritzentraktor und auf dem Tieflader die Dreschmaschine eines Kollegen, ein Familienerbstück von seinem Ururgroßvater. Auf dem Schild steht "LPG Alt-Pinnow", die ein früher Vorgänger unserer heutigen Genossenschaft war.
Und noch der Traktor mit zwei (!) Anhängern für die Mannschaft, vom Chef persönlich gefahren.
Benjamin
Am Sonnabend war der große Festumzug. Laut Zeitung sollen um die Tausend Leute dagewesen sein, ich war selbst sehr erstaunt, gefühlt war die halbe Prignitz da, solche Menschenmassen bin ich im ruhigen Nordosten irgendwie nicht mehr gewohnt...
Höhepunkt war der Festumzug mit an die 40 Teilnehmern, vom Pröttliner Kindergarten bis zu Abordnungen aus den umliegenden Dörfern. Wir von der Landgenossenschaft Pröttlin waren mit drei Gespannen dabei.
Waren die vorletzte Zugnummer und hier sieht man zumindest einen Teil des Zuges auf der Straße zur Milchviehanlage:
Vor heimischer Kulisse; unser erstes Gespann, der Traktor mit den Mähwerken fuhr ein Stück weiter vorne. Hier zu sehen links das Pinnower Feuerwehrauto, der Spritzentraktor und auf dem Tieflader die Dreschmaschine eines Kollegen, ein Familienerbstück von seinem Ururgroßvater. Auf dem Schild steht "LPG Alt-Pinnow", die ein früher Vorgänger unserer heutigen Genossenschaft war.
Und noch der Traktor mit zwei (!) Anhängern für die Mannschaft, vom Chef persönlich gefahren.
Benjamin
Dienstag, 21. Juni 2016
Kälber-Express
Aktuell geht es rund mit Abkalbungen in Pinnow. Die ganzen Kühe die wir Anfang Mai trockengestellt haben kalben jetzt, seit Mittwoch waren es schon 21.
Bei einer solchen Abkalbespitze wird dann auch mal schnell ein neugeborenes Kalb auf die Pritsche des Kälberautos gelegt. Und da das niedrig genug ist kann man bequem damit in den alten Kälberstall bis vor die jeweilige Abteiltür fahren.
Kälber-Express halt.
Benjamin
Bei einer solchen Abkalbespitze wird dann auch mal schnell ein neugeborenes Kalb auf die Pritsche des Kälberautos gelegt. Und da das niedrig genug ist kann man bequem damit in den alten Kälberstall bis vor die jeweilige Abteiltür fahren.
Kälber-Express halt.
Benjamin
Sonntag, 19. Juni 2016
Bei der LVAT Groß Kreutz - Teil 2
Eine Besonderheit für eine Lehranstalt ist in Groß Kreutz das überwiegende Melken mit Robotern.
Der kleinere Kuhstall für gut 55 Kühe, in dem seit letztem Jahr auch ein Melkroboter steht. Man kann es auf dem Foto nicht besonders gut erkennen, aber es sind überall Sensoren montiert, die zur Emissionsmessung dienen:
Der Hauptkuhstall ist auch etwas Besonderes. Und zwar war der 1999 der allererste Stall in Deutschland der für Melkroboterbetrieb gebaut wurde, alles davor waren Umbauten. Wie damals modern als vierreihiger Liegeboxenlaufstall mit separatem Fressgang für gelenkten Kuhverkehr zu den Robotern gebaut. Wurde dann aber recht schnell auf freien Kuhverkehr umgestellt. Vor zwei Jahren wurde auf der anderen Seite des Futtertisches ein Tiefstreubereich für Vorbereiter und Abkalbeboxen angeschleppt.
Die Boxen sind als Hochboxen ausgeführt, die Tiefboxenbewirtschaftung ist ja beim Roboterbetrieb sehr aufwändig. Es wurde viele Liegemattentests für die DLG durchgeführt (Signum-Test):
Ein klassischer Melkstand gibt es auch, aber dieser wird in der Regel nur halbseitig für eine Handvoll frischmelkende Kühe und Kranke benutzt. Wenn Melkausbildungen stattfinden werden entsprechend Kühe von den Robotern abgezogen, die wären den Systemwechsel gewohnt und entsprechend geht das ohne Probleme.
Auf der linken Seite Multilactor von Silikonform und rechts normale Melkzeuge von SAC. In diesen Melkstand werden auch die Milchmengenmessgeräte im Rahmen der Zulassungsverfahren durch das ATB in Bornim getestet:
Benjamin
Der kleinere Kuhstall für gut 55 Kühe, in dem seit letztem Jahr auch ein Melkroboter steht. Man kann es auf dem Foto nicht besonders gut erkennen, aber es sind überall Sensoren montiert, die zur Emissionsmessung dienen:
Der Hauptkuhstall ist auch etwas Besonderes. Und zwar war der 1999 der allererste Stall in Deutschland der für Melkroboterbetrieb gebaut wurde, alles davor waren Umbauten. Wie damals modern als vierreihiger Liegeboxenlaufstall mit separatem Fressgang für gelenkten Kuhverkehr zu den Robotern gebaut. Wurde dann aber recht schnell auf freien Kuhverkehr umgestellt. Vor zwei Jahren wurde auf der anderen Seite des Futtertisches ein Tiefstreubereich für Vorbereiter und Abkalbeboxen angeschleppt.
Die Boxen sind als Hochboxen ausgeführt, die Tiefboxenbewirtschaftung ist ja beim Roboterbetrieb sehr aufwändig. Es wurde viele Liegemattentests für die DLG durchgeführt (Signum-Test):
Ein klassischer Melkstand gibt es auch, aber dieser wird in der Regel nur halbseitig für eine Handvoll frischmelkende Kühe und Kranke benutzt. Wenn Melkausbildungen stattfinden werden entsprechend Kühe von den Robotern abgezogen, die wären den Systemwechsel gewohnt und entsprechend geht das ohne Probleme.
Auf der linken Seite Multilactor von Silikonform und rechts normale Melkzeuge von SAC. In diesen Melkstand werden auch die Milchmengenmessgeräte im Rahmen der Zulassungsverfahren durch das ATB in Bornim getestet:
Benjamin
Donnerstag, 16. Juni 2016
Bei der LVAT Groß Kreutz - Teil 1
Zweiter besichtigter Betrieb beim Testherdentag war die Lehr- und Versuchsanstalt für Tierzucht und Tierhaltung e.V. (LVAT) in Groß Kreutz.
Vorher konnte ich es nicht so recht einschätzen, weil man allgemein weniger über die dortige Forschung hört als bei anderen Versuchsbetrieben. Grund dafür ist die Organisationsform als Verein und daher wird im Auftrag geforscht, größtenteils für staatliche Stellen.
Am Eingang befindet sich als Blickfang die Herde der Fleischziegen und zwar Burenziegen. Diese wären ideal gegen Verbuschung, weil die jegliches Gehölz totkriegen:
Ursprünglich wurde die Anlage 1973 für Testbullen des Schwarzbunten Milchrinds gebaut, wo diese die Eigenleistungsprüfung in der Aufzucht durchliefen.
Heute werden für Fleischrinder (neben Schweinen und Schafen) Mastleistungsprüfungen durchgeführt. Hier der Blick in den Stall für die Herkunftsprüfung. Ein normaler L201, der 1992 im ersten Umbauschritt in Groß Kreutz modernisiert wurde. Am anderen Ende ist eine Waage und ein Stand für die Rückfettdickenmessung per Ultraschall.
Sieht man auf dem Foto nicht, aber in der Buchte links vorne sind Uckermärkerfärsen, mit denen ein Versuch zur Mast mit Futterresten aus der Milchproduktion gemacht wird:
Benjamin
Vorher konnte ich es nicht so recht einschätzen, weil man allgemein weniger über die dortige Forschung hört als bei anderen Versuchsbetrieben. Grund dafür ist die Organisationsform als Verein und daher wird im Auftrag geforscht, größtenteils für staatliche Stellen.
Am Eingang befindet sich als Blickfang die Herde der Fleischziegen und zwar Burenziegen. Diese wären ideal gegen Verbuschung, weil die jegliches Gehölz totkriegen:
Ursprünglich wurde die Anlage 1973 für Testbullen des Schwarzbunten Milchrinds gebaut, wo diese die Eigenleistungsprüfung in der Aufzucht durchliefen.
Heute werden für Fleischrinder (neben Schweinen und Schafen) Mastleistungsprüfungen durchgeführt. Hier der Blick in den Stall für die Herkunftsprüfung. Ein normaler L201, der 1992 im ersten Umbauschritt in Groß Kreutz modernisiert wurde. Am anderen Ende ist eine Waage und ein Stand für die Rückfettdickenmessung per Ultraschall.
Sieht man auf dem Foto nicht, aber in der Buchte links vorne sind Uckermärkerfärsen, mit denen ein Versuch zur Mast mit Futterresten aus der Milchproduktion gemacht wird:
Benjamin
Mittwoch, 15. Juni 2016
Nach Damsdorf
Zur Testherdentagung gehört auch immer eine Betriebsbesichtigung; es waren sogar gleich zwei Betriebe.
Der erste war der Biohof zum Mühlenberg in Damsdorf. Der ehemalige Name Wessels GbR war mir aus den Bestenlisten des LKV bekannt. Die Firmengruppe Wessels betreibt Ackerbau, Milchviehhaltung, Biogas, Lohnarbeiten, Pensionspferdehaltung und auch Pensionsställe für Exportvieh der RBB.
Da die Bullenkälber in Zukunft behalten werden sollen und als Weideochsen das Fleisch in die Direktvermarktung gehen soll sind die Absatzchancen als Biofleisch im Potsdamer Umland besser. Daher befindet sich die gesamte Rinderproduktion momentan in Umstellung auf biologische Produktionsweise und ab 1. Juli geht die Milch zur Gläsernen Molkerei nach Münchehofe.
Auf den leichten Standorten ("Brandenburger Sandbüchse") ist ganzjährige Weidehaltung möglich für die Frühtrockensteher und das Jungvieh ab 8 Monaten inklusive Deckbullen dabei weil die nicht künstlich besamt werden.
In Zukunft dann auch hofnah für die melkenden Kühe.
Da der Bio-Mais als dominierende Grundfutterkomponente bei 110 kg/ha erlaubter Stickstoffdüngung nicht allzu viel taugt wird entsprechend auf Anwelk- und Luzernesilage gesetzt. Bei angestrebten 7,0 MJ NEL und 25% XP und das alles in Rundballen bei maximaler Verdichtung für entsprechenden Gärerfolg bei erzielten Ballengewichten von 800 kg! (Krone Comprima V150 XC X-treme).
Es wurden noch einige besondere Kühe gezeigt, unter anderem eine 120.000er, wo der Betrieb bei einer erreichten Lebensleistung von 42.000 kg und einer Lebenstagsleistung von 18,5 kg (3. Platz in BB) bisher 18 100.000l-Kühe (4. Platz in BB) hervorgebracht hat.
Blick auf den Futtertisch im Hauptstall, links melkenden Kühe in dreireihiger Liegeboxenaufstallung, rechts Tiefstreu mit abgesetzten Kälbern und vorne die Vorbereitergruppe und Abkalbeboxen (so wie die Boberower Transen):
Benjamin
Der erste war der Biohof zum Mühlenberg in Damsdorf. Der ehemalige Name Wessels GbR war mir aus den Bestenlisten des LKV bekannt. Die Firmengruppe Wessels betreibt Ackerbau, Milchviehhaltung, Biogas, Lohnarbeiten, Pensionspferdehaltung und auch Pensionsställe für Exportvieh der RBB.
Da die Bullenkälber in Zukunft behalten werden sollen und als Weideochsen das Fleisch in die Direktvermarktung gehen soll sind die Absatzchancen als Biofleisch im Potsdamer Umland besser. Daher befindet sich die gesamte Rinderproduktion momentan in Umstellung auf biologische Produktionsweise und ab 1. Juli geht die Milch zur Gläsernen Molkerei nach Münchehofe.
Auf den leichten Standorten ("Brandenburger Sandbüchse") ist ganzjährige Weidehaltung möglich für die Frühtrockensteher und das Jungvieh ab 8 Monaten inklusive Deckbullen dabei weil die nicht künstlich besamt werden.
In Zukunft dann auch hofnah für die melkenden Kühe.
Da der Bio-Mais als dominierende Grundfutterkomponente bei 110 kg/ha erlaubter Stickstoffdüngung nicht allzu viel taugt wird entsprechend auf Anwelk- und Luzernesilage gesetzt. Bei angestrebten 7,0 MJ NEL und 25% XP und das alles in Rundballen bei maximaler Verdichtung für entsprechenden Gärerfolg bei erzielten Ballengewichten von 800 kg! (Krone Comprima V150 XC X-treme).
Es wurden noch einige besondere Kühe gezeigt, unter anderem eine 120.000er, wo der Betrieb bei einer erreichten Lebensleistung von 42.000 kg und einer Lebenstagsleistung von 18,5 kg (3. Platz in BB) bisher 18 100.000l-Kühe (4. Platz in BB) hervorgebracht hat.
Blick auf den Futtertisch im Hauptstall, links melkenden Kühe in dreireihiger Liegeboxenaufstallung, rechts Tiefstreu mit abgesetzten Kälbern und vorne die Vorbereitergruppe und Abkalbeboxen (so wie die Boberower Transen):
Benjamin
Montag, 13. Juni 2016
Melkrekorde
Dieser Tage wurden in Boberow gleich zwei neue Melkrekorde aufgestellt.
Der bisherige Rekord lag bei 31,48 kg/Kuh/Tag am 14. Juli 2015 (siehe Kommentar zum Post vom 12.07.2015).
Aktuell merkt man, was gutes Grundfutter bewirken kann: Bis morgen früh noch wird die Anwelksilage vom ersten Schnitt des 2015 angesäten Welschen Weidelgrases (siehe Post vom 02.10.2015) gefüttert, die zwar recht feucht ist aber sehr hohe Energie- und Eiweißgehalte hat. Nachdem in den letzten Tagen die Temperaturen wieder gesunken sind und die Kühe aus dem Hitzestress rauskamen läuft es jetzt so richtig rund:
Am Samstag/Sonntag 31,89 kg und am Sonntag/Montag 32,21 kg Melkdurchschnitt!
Und obwohl wegen den vielen trockenstehenden Kühen für die Abkalbungen im Juli so wenige Kühe gemolken werden wie selten zuvor hat es heute für die 8.000 l abgelieferte Milch gereicht.
Benjamin
Der bisherige Rekord lag bei 31,48 kg/Kuh/Tag am 14. Juli 2015 (siehe Kommentar zum Post vom 12.07.2015).
Aktuell merkt man, was gutes Grundfutter bewirken kann: Bis morgen früh noch wird die Anwelksilage vom ersten Schnitt des 2015 angesäten Welschen Weidelgrases (siehe Post vom 02.10.2015) gefüttert, die zwar recht feucht ist aber sehr hohe Energie- und Eiweißgehalte hat. Nachdem in den letzten Tagen die Temperaturen wieder gesunken sind und die Kühe aus dem Hitzestress rauskamen läuft es jetzt so richtig rund:
Am Samstag/Sonntag 31,89 kg und am Sonntag/Montag 32,21 kg Melkdurchschnitt!
Und obwohl wegen den vielen trockenstehenden Kühen für die Abkalbungen im Juli so wenige Kühe gemolken werden wie selten zuvor hat es heute für die 8.000 l abgelieferte Milch gereicht.
Benjamin
Sonntag, 12. Juni 2016
Kiras Geburtstag
Kira, eines der Kälber mit besonderem Namen (siehe auch Posts vom 13.06.2015 und 21.09.2015) wird heute ein Jahr alt.
Momentan ist ihre Fellfarbe genau wie die ihrer Halbschwestern von einem kräftigen Rot, wobei ich davon ausgehe, dass sie wieder heller werden.
Benjamin
Momentan ist ihre Fellfarbe genau wie die ihrer Halbschwestern von einem kräftigen Rot, wobei ich davon ausgehe, dass sie wieder heller werden.
Benjamin
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