Donnerstag, 14. April 2016
Kälber-Trocken-TMR - Teil 2
Haben 750 kg angemischt, weil man dafür dann genau einen Sack Mineralfutter braucht.
Da ich daneben stand, um nachzurechnen, ob die einprogrammierte Rezeptur auch stimmt habe ich mal ein Foto vom Mischwagenbeladen gemacht, hatte ich bisher tatsächlich noch keines:
Blick von oben in den Futtermischwagen, wegen des hohen Anteils an Getreideschrot staubte es schon ziemlich. Für Keenan typisch die Bauart als Haspelmischer, wobei der Easi-feeder 115 (11,5 m³) eine zweiteilige Haspel hat, der Easi-feeder 140 (14 m³), wie er als Feststoffdosierer für die Boberower Biogasanlage dient eine dreitteilige (siehe auch Post vom 29.07.2013).:
Also mal sehen, wie die Kälber nach der ersten Neugier davon fressen werden.
Benjamin
Mittwoch, 13. April 2016
Fuchsbilder
Einmal mittags wie ich von Pinnow nach Boberow gefahren bin wieder auf der Wiese gegenüber vom Weizenacker; bloß nur mit dem Handy, weil der Rucksack mit der Kamera im Kofferraum lag:
Und dann auf dem Rückweg nochmal; er war da immer noch unterwegs, wahrscheinlich hatte es mit dem Mittagessen noch nicht so recht geklappt:
Benjamin
Dienstag, 12. April 2016
Weizen-Webcam - Teil 7
- zur Überischt der WeizenWebcam -> hier -
Endlich ist der Frühling auf den Äckern angekommen. Der Weizen hat begonnen zu schossen; die Wuchshöhe beträgt aktuell 20 cm.
11.04.2016; 08:11:
Benjamin

Donnerstag, 7. April 2016
Platz an der Sonne
Da sucht man sich auf der Südseite einen Platz mit Aussicht wo man das Wetter genießen kann:
Benjamin
Mittwoch, 6. April 2016
Melken von oben
Gestern dann habe ich endlich mal ein Foto vom Obergeschoss aus gemacht während dem Melken. Habe auf dem Kontrollbildschirm es genau so abgepasst, dass es mitten in einer Gruppe war und so waren auch alle Plätze belegt, also 58 von 60, mehr gehen nicht sonst wäre der Ausgang blockiert.
Und für meine Kamera ist es nach wie vor zu groß um alles draufzukriegen:
Benjamin
Sonntag, 3. April 2016
Auf den Hund gekommen
Dir drei standen immer noch am Zaun als ich hinkam; in den Zeiten der Wolfsplage muss man halt wachsam sein:
Benjamin
Donnerstag, 31. März 2016
TU+
Bei der Trächtigkeitsuntersuchung heute in Pinnow ging ich neben Ohrmarkenkontrolle und die Schwänze robotertauglich kürzen zeitweise vorne entlang und sagte die Halsbandnummer an. Aus dem Augenwinkel sah ich nur, dass eine Kuh zwei Plätze weiter sich streckte um an mir zu schnuppern; hält man dann nebenher mal die Hand näher hin und da sah ich, dass auf den Ohrmarken 84 170 stand, die Nummer springt mir sofort ins Auge, denn das ist meine Gisela!
Üblicherweise bereite ich die Trächtigkeitsuntersuchung in Pinnow nicht vor, sodass ich es nicht parat hatte, dass sie heute mit dabei ist.
Und sie ist auch tragend; Trächtigkeitsuntersuchung war positiv, kurz: TU+.
Besamt wurde sie zweimal, das zweite Mal am 16. Februar mit dem Testbullen Dylan.
Macht überdurchschnittlich gute 103 Tage Zwischentragezeit, bei einer vorraussichtlichen Zwischenkalbezeit von ca. 381 Tagen und das Kalb wird um den 20. November rum Geburtstag haben.
Dazu noch ein Foto davon, wenige Sekunden vor der Diagnose; wenn auch nur mit der Handykamera gemacht:
Benjamin
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Mittwoch, 30. März 2016
Mal Frühling - mal nicht
Ein schönerer Moment am letzten Samstag, wo es durchgehend sonnig war. Die Mutterkühe - und die bereits geborenen Kälber - der Herde "Kiesgrube" südlich des Pinnower Silos:
Benjamin
Freitag, 25. März 2016
Lebensrettende Verstopfung
Kolostrum hat es gut gesoffen, ist für ein Zwillingskalb doch recht schwer und zudem keine Zwicke, weil beides Mädchen waren, sodass es momentan beste Aussichten hat.
Benjamin
Mittwoch, 23. März 2016
Nach Gressow, Teil 2
Aber in Gressow gibt es einige Besonderheiten, um die es im zweiten Teil hier geht.
Die Kreuzungszucht. Es wurden verschiedenste Kreuzungssysteme ausprobiert, u.a. mit den Rassen Braunvieh, Montbeliard und Dänisches Rotvieh.
Wenn ich es mir richtig behalten habe kommen bei einer Rotationskreuzung von Holstein mit diesen Rassen genau in der genannten Reihenfolge dann zum Schluss Kühe raus die alles können außer Milch zu geben.
Dagegen ist man mit den Holstein-Braunvieh-Kreuzungen sehr zufrieden.
Aktuell wird viel mit Weißblauen Belgiern für Mastanpaarungen besamt, da bei der jungen Herde nicht so viel Remontierung benötigt wird.
Auf dem Foto ist eine Holstein-Braunvieh-Kreuzung (Danke für die Korrektur!) in der Abkalbebucht, dürfte jetzt zum zweiten Kalb sein:
Die Kälber werden allesamt in Iglus gehalten, bis sie im Alter von 2 Wochen den Hof verlassen. Getränkt wird mit einem Milchtaxi (H&L Milchtaxi 3.0 260l) und da bei der Kälberaufzucht im ersten halben Lebensjahr gilt: "Viel hilft viel!" wird da auch nicht gegeizt. Ziel ist es möglichst viel Tockenmasse über die Tränke in die Kälber zu bekommen. Dazu wird 200 g Pulver im Liter (!!!), bzw. 250 g auf einen Liter getränkt. Ist schon fast Sahne und ginge nur mit wenigen Milchaustauschern (Sprayfo Royal mit 50% Magermilchpulver).
Benjamin
Dienstag, 22. März 2016
Nach Gressow, Teil 1
Von der Milchleistung liegen sie mittlerweile energiekorrigiert über 10.000 kg, und das obwohl die Herde nach Aufstockung mit einem hohen Jungkuhanteil noch relativ jung ist. Größenmäßig sind es um einiges mehr Kühe als in Pinnow.
Da aber dort nur die melkenden Kühe, die zur Vorbereitungsfütterung (Transen) und die Kälber bis 14 d stehen ist die Anlage doch sehr übersichtlich mit kurzen Wegen.
Nach dem wöchentlichen Trockenstellen werden die Kühe auf einen anderen Standort gefahren und auf der Rücktour kommen die zur Vorbereitungsfütterung mit. Und die Kälber gehen nach zwei Wochen ebenfalls auf eine andere Anlage.
Links einer der beiden modernisierten L203, der andere ist außerhalb des Bilds, dann der vor zwei Jahren bezogene Bauabschnitt mit den Sozialgebäude wo dahinter die Kälberiglus stehen, das Melkhaus mit dem Abkalbestall in Verlängerung und der große Hauptstall ganz rechts.
Der gesamte Hof ist sehr sauber und ordentlich:
Der Hauptstall ist vom Layout ein ganz normaler Doppel-3-Reiher mit vier Gruppen. Planbefestigte Laufgänge aus Gussasphalt mit Kombischiebern an Ketten und Tiefliegeboxen mit Kalk-Stroh-Einstreu, wozu es auf dem Hof gleich zwei Einstreugeräte gibt, weil in die schmalen hinteren Gänge der alten Ställe das große Schlagkräftige nicht reinpasst.
In Stallmitte wurden Fressgitter zur Besamung und Trächtigkeitsuntersuchung nachgerüstet, weil es im Selektionsbereich hinter dem Melkstand keine Fangmöglichkeit gibt. Und in den Gruppen den Kühen hinterherzurennen ist viel zu stressig:
Montag, 21. März 2016
Kleine Ausfahrt
John Deere vermarktet in ihrem Verständnis als High-Tech-Marke die Serie 5E als allerprimitivsten Traktor, aber in der Version mit Kabine inklusive Radio und Klimaanlage, dem 12+12-Wendegetriebe sowie dem Frontlader von Stoll ist der für die Größenklasse mehr als komfortabel und gut ausgesattet. Nach gerade einmal 7,5 Betriebsstunden ist die Schaltung aber noch etwas schwergängig.
Ein schöner Traktor mit super Übersicht:
Benjamin
Sonntag, 20. März 2016
Weizen Webcam - Sonderfolge
- zur Übersicht der Weizen-Webcam -> hier -
Heute gibt es eine Sonderfolge der Weizen-Webcam.
Ist zwar nicht auf dem Weizenacker aufgenommen, sondern auf dem Acker gegenüber der Straße (siehe auch Post vom 01.09.2015).
Zum Revier dieses Fuchses gehört auch der Weizenacker und man sieht ihn oft am hellichsten Tag darauf rumlaufen, was auch immens wichtig ist, denn durch den langen, aber sehr milden Winter sind die Mäusebestände jetzt schon extrem stark.
Das Foto ist aber gestellt, ich habe nach ihm gerufen, dass er mal herkucken soll.
Und auch stellvertretend für die ganzen Tiere die man ständig im Feld sieht; der beste Beweis für die Artenvielfalt in unserer Kulturlandschaft.
Benjamin
Freitag, 18. März 2016
Doppelt überdurchschnittlich!
Da war nicht nur der Bericht drin und die obligatorischen Flyer über die verschiedenen angebotenen Dienstleistungen sondern auch das Stallschild für die überdurchschnittliche Milchleistung. Habe mich sehr drüber gefreut, wo es doch mit die symbolträchtigste Auszeichnung ist und man auf anderen Höfen neidisch draufblickt. Aber dann war es eine noch viel größere Überraschung, dass im Umschlag für Boberow auch ein Schild drin war! Zwar weiß man, wo die Leistung liegt und die mittlerweile über Landesschnitt ist, aber das mit dem Stallschild hatte ich gar nicht im Hinterkopf.
Und vor zweieinhalb Jahren wo es vom Niveau im unteren Mittelfeld mit dem schlechten Futter bergab statt -auf ging hätte ich das für das darauffolgende Kontrolljahr niemals für möglich gehalten.
Muss nur noch ein geeigneter Platz für die Schilder gefunden werden, ich habe ja noch einige aus vergangenen Tagen im Schreibtisch liegen, wo in Brandenburg noch Herden mit knapp 8.000 kg Jahresleistung ausgezeichnet wurden (siehe Post vom 25.12.2014).
Alphabetisch sortiert links für die Agrar GmbH Boberow und rechts für die Landgenossenschaft Pröttlin eG. Die Schilder sind übrigens auf der Rückseite mit dem Betriebsnamen markiert:
Benjamin
Sonntag, 13. März 2016
Kälber-Trocken-TMR
Ein Foto von damals, aufgenommen am 9. April 2008:
Da dachte ich noch nicht, dass so gute Ergebnisse bei dem Versuch rauskommen werden, die mich dann von der Trocken-TMR überzeugten, noch dass ich es irgendwann in der praktischen Fütterung in einer Größenordnung von mehreren hundert Kälbern jährlich umsetzen werde.
In Pinnow werden die Tränkekälber jetzt mit einer Trocken-TMR gefüttert, zusammengesetzt aus folgenden Komponenten:
45 % Getreideschrot (3/4 Roggen, 1/4 Triticale)
20 % Luzerneheu
16 % Rapsextraktionsschrot
10 % Sojaextraktionsschrot
5 % Glycerin; um die Kraftfutterkomponenten an die Luzerne zu binden
4 % Mineralfutter
So sieht die gemischte Ration aus:
Und das Ergebnis sieht man schon gut: Die Kälber nehmen es gerne an. Obwohl diese Gruppe schon älter ist und mitten in der Aufzucht umgestellt wurde. Links liegt noch der Rest der Schrotmischung die bisher in der getrennten Vorlage gefüttert wurden - Schrot, Kuh-TMR, Heu - und die Kälber aussuchen konnten was sie fressen wollen und was nicht; mit allen negativen Folgen:
Benjamin
Donnerstag, 10. März 2016
Delpro
Da nun die Aktualisierung und der Support von Alpro ausläuft musste auf Delpro umgestellt werden.
Der erste Eindruck von Delpro: Heute muss alles bunt sein und das Entwicklungsziel war bestimmt 30.000 Kühe ohne Herdenmanagementprogramm verwalten zu können. Es wirkt alles sehr komplex und aufgebläht. So sind bis zu 8 tägliche Melkungen möglich (bei Alpro 4) oder man kann pro Kalbung die Ohrmarken für bis zu 5 Kälber eingeben (gabs in Alpro nicht).
Sind momentan dabei unsere Arbeitslisten wieder zu erstellen und in die normalen Routinen wie mit Alpro zurückzufinden.
Erster Rückschlag dabei: Die automatische Aktualiserung der Aktivitätsdaten im 15 Minuten-Takt geht nicht mehr, muss jetzt per Hand gemacht werden.
So sieht der neue Startbildschirm im Programm aus mit den schönen Grafiken. Man beachte die Säulen in der Mitte für die Dauer der Melkzeiten. Links sind es drei, weil das Programm zu Beginn anderthalb Tage zusammenzählte:
Benjamin
Montag, 7. März 2016
Auf dem richtigen Weg
Wo bis letztes Jahr man in Gross Warnow rechts abbog nach Pinnow und geradeaus auf der B5 blieb, muss man nun links abbiegen um auf der B5 zu bleiben und fährt geradeaus Richtung Pinnow und soll an der Auffahrt auf die Autobahn wechseln. Aber das wussten die ganzen Navis nicht und dort stand nur ein Wegweiser "A14 Magdeburg", wohin man irgendwann fahren können soll.
Und so fuhren viele geradeaus und wendeten irgendwo in Pinnow, an der Einfahrt zum Kieswerk, zum Ferkelgut/Milchviehanlage oder auch noch am Silo.
Da scheinbar dabei doch zu viel kaputt gefahren wurde, sind jetzt Wegweiser an der Autobahnauffahrt angebracht worden:
Benjamin
Freitag, 4. März 2016
Ururenkel unterwegs
Das Melken selbst war für mich doch etwas langweilig, da Lehrlinge von der überbetrieblichen Ausbildung dabei waren und dazu die wöchentliche Milchleistungsprüfung für die Versuchskühe, sodass auf 18 Melkplätze 6 Personen kamen.
Danach war ich noch bei der Trächtigkeitsuntersuchung dabei und "Ma-xy", Braunies Enkelin (siehe Post vom 31.12.2014) ist jetzt auch tragend. Die nächste Generation also, Urenkel von Braunie und Ururenkel von Leoni und hoffentlich ein Kuhkalb, wo die Familie ja arg zu Bullenkälbern neigt. Und die Tierärztin meinte, sie wäre doch etwas fett, worüber ich nur lachen konnte: "Die ist nicht mal 16 Monate alt, die kann noch gar nicht fett sein."
Von 17 zur Trächtigkeitsuntersuchung vorgestellten Kühen und Färsen waren 15 tragend. Ganze 88%. "Jo, akzeptabel." Muss man halt als total normal darstellen, dass es beim nächsten Mal wieder so gut wird.
Mai hat es genauso wie ihre Namensvetterin 1104 in Boberow ganz blöd erwischt: Mastitis bei über 60 kg, geht jetzt aber wieder auf Richtung 50 zu.
Leoni ist auch tragend, mit dem mittlerweile zehnten Kalb. Sie ist jetzt über 12 Jahre alt, und dass die links von ihr knapp drei Jahre alt ist und die rechte vier, da sieht man den großen Altersunterschied nicht besonders deutlich:
Benjamin
Donnerstag, 3. März 2016
Testherdenauswertung 2015
Drei Hauptergebnisse kann ich da zusammenfassen:
1. Es wurden mehr Diagnosen erfasst und der Anteil der Einordnung in nicht näher aufgeschlüsselte hat stark abgenommen, was eine verbesserte Dokumentation bedeutet.
2. Das Erstkalbealter ist mit jetzt 29,0 Monaten weiterhin zu hoch und das höchste aller Testherdenbetriebe. Auch das aus den Färsengewichten berechnete Erstbesamungsgewicht liegt mit 502 kg fernab der landläufig angestrebten 400 - 420 kg, wo die anderen Testherden zwischen 385 und 445 kg liegen. Und das ganze nur weil der Stallneubau in Pinnow verzögert wird und sich die dafür vorgesehenen Kühe als Färsen vor der Besamung stauen.
3. Der auf dem Testherdentag vorgestellte Einflüsse (siehe Post vom 26.01.2016) des Exterieurs sieht einzelbetrieblich deutlich anders aus, eher in die Richtung die man allgemein erwartet hat. Dies dürfte einerseits Verzerrung durch das hohe Erstabkalbealter sein als auch Ergebnis der Zucht. Wäre bei mehreren Testherden aufgefallen, dass bei der Zucht die jeweiligen Gegebenheit überproportional berücksichtigt werden, eine Art "innerbetrieblichen Evolution".
Benjamin
Mittwoch, 2. März 2016
Zitzengummiwechsel
Weil ich gerade die Lufteinlassventile an den Sammelstücken kontrollierte meinten der Servicemonteur und der für die Melktechnik zuständiger Kollege zurecht, dass ich als Produktionsleiter wissen müsste, wie das gemacht wird.
Mit dem richtigen Montagewerkzeug und natürlich der Übung dabei dürfte das zügig gehen. Die neuen Zitzengummis und Schläuche wurden vorher im Spülbecken in warmem Wasser zwischengelagert um bei Außentemeperaturen nahe dem Gefrierpunkt flexibel genug zu sein.
Richtig motivierend ist dann die Airwash-Melkzeugzwischendesinfektion. Wenn alles wieder zusammengebaut ist werden die kurzen Milchschläuche zwischen Zitzenbecher und Sammelstück an einer definierten Stelle durchgeschnitten und dazwischen die Injektordüsen fürs Airwash reingesteckt oder besser gesagt reingequält. Wo es über abertausende Melkungen an dieser Stelle nie auseinanderfällt sollte man sich denken können wie schwer es zusammen geht. Gedulds-Fleißarbeit.
Und ganz stolz ein Foto vom fertigen Melkzeug, wo ich zu Dreiviertel (ein Viertel gezeigt bekommen, die anderen selber gemacht) die Gummis getauscht habe:
Benjamin
Dienstag, 1. März 2016
Kühe umsetzen
Diesmal waren es mit 31 Kühen auf einmal so viele wie selten zuvor. Die Kühe wurden auf dem Treibweg zwischen alten und "neuem" Stall, der "Autobahn" (siehe Post vom 22.03.2014) abgeladen und in den Nachwartehof im Melkzentrum gebracht. Dort wurden die Nummern der Aktivitätsmesser (die in Garlin ohne Funktion waren) abgelesen, verbliebene Fliegenohrmarken aus der Weidesaison abgeschnitten, die Transponderohrmarken eingezogen und ganz wichtig die Schwänze gekürzt, schließlich wird auf dem Karussell Side-by-Side von hinten gemolken, wo nichts im Weg sein darf.
Danach kamen die Kühe in die Gr. 2, der ersten mittleren Leistungsgruppe, wo schon durch Umsortieren extra Platz gemacht worden war.
Nachmittags ging es dann für sie zum ersten Mal aufs Karussell, wozu als neben dem Treiber ein zweiter Einweiser gebraucht wird. Morgen früh wird es schon flüssiger laufen, und morgen Nachmittag fast routiniert.
Und dann wird für die 31 Kühe auf dem Karussell vielleicht 6,5 Minuten gebraucht, in Garlin im Fischgrätenmelkstand dürften es 26 gewesen sein!
Für diejenigen, die unbedingt mal Transponder einziehen wollen und es noch nie zeitlich geklappt hat ein Foto von der Aktion. Wo ich die niedrige Mauer des Rücktriebs als Planungsfehler einstufe, weil die vom Melken zurückkomenden Kühe ständig drüberkucken und stehenbleiben; in diesem Fall ist es eine super Ablage fürs Material:
Benjamin
Sonntag, 28. Februar 2016
Wo sich Fuchs und Hase...
So saß am Donnerstagmorgen die ganze Tierproduktion im Schulungsraum versammelt zur alljährlichen Arbeitsschutzunterweisung. Dabei hatten die meisten nebenher den Hof im Blick, um zu sehen, wann Futter gebracht wird usw. Als dann jemand sagte: "Da läuft ein Fuchs!" Mitten am Tag lief der in aller Ruhe die Straße vor dem Melkzentrum (vgl. Post vom 25.07.2016) entlang und bog dann auf den Acker ab.
Könnte vielleicht der gleiche gewesen sein, den ich schon mehrmals morgens am anderen Dorfende ganz entspannt auf der Straße habe sitzen sehen.
Das wirkt schon ein wenig provinziell, wenn das Wild über den Hof maschiert, aber andererseits der beste Beweis für die Artenvielfalt in den großräumigen Kulturlandschaften.
Benjamin
Mittwoch, 24. Februar 2016
Verblühte Landschaften
Aktuell ist das Wetter sehr wechselhaft, von strahlendem Sonnenschein bis Platzregen mehrmals am Tag, wäre es 15 Grad wärmer könnte man Aprilwetter dazu sagen bzw. in Rheinhessen im Mai.
Und da kommen teilweise tolle Lichtverhältnisse zustande, wie hier in der Morgensonne. Im Vordergrund ist das umgegrubberte Vorgewende.
"Ach wie schee is Brandeburg!":
Benjamin
Montag, 22. Februar 2016
Super Kundenservice
Daher fragten wir bei den einzelnen Hersteller der Reinigungsmittel an, ob in den von uns verwendeten Produkten QAVs enthalten sind. Die schickten dann Erklärungen zurück, dass keine QAVs enthalten sind. Schnell und formlos, man will ja schließlich weiterhin verkaufen.
Besonders überrascht war ich von der Firma Finktec, von der wir Reinigungsmittel für die Milchtanks beziehen. Auf deren Internetseite schrieb ich in das 08/15-Kontaktformular das Anliegen mit den betroffenen Produktnamen und keine Stunde später hatte ich in meinem E-Mail-Fach eine von der Zulassungsabteilung unterzeichnete Erklärung über die QAV-Freiheit. Was für ein toller Kundenservice!
Benjamin
Dienstag, 16. Februar 2016
Yamamoto in Boberow
Streicheln lassen sie sich nicht, aber Hokkaido ist zwar scheu aber trotzdem halt neugierig:
Benjamin
Samstag, 13. Februar 2016
Testherde
Nun wird die Agrar Boberow rückwirkend zum 01. Februar ins RBB plus-Testherdenprogramm aufgenommen und zwar in die höchste Erfassungsstufe mit allen Gesundheitsdaten.
Am Donnerstag wurden die Rahmenbedingungen abgeklärt, was insbesondere die Kapazität zur Anpaarung mit Testbullen war und die Unterschiede zum mecklenburger Programm. Dies ist einmal die Exterieureinstufung sämtlicher Erstkalbskühe, auch die die nicht von Testbullen Abstammenden als Vergleich und die Anpaarung von Testbullen an Färsen.
Jetzt spielt Boberow in der Zucht auch ganz oben mit und meine Kühe werden ihren Beitrag zum Zuchtfortschritt leisten, wie er nicht größer möglich ist.
Benjamin
Freitag, 12. Februar 2016
Nach Schönhagen - Teil 3
Drohenaufnahmen bieten einen schönen Überblick: An die 45 t Walzgewicht auf dem Silo, die Schräge sehr lang gezogen und mit Seitenfolien:
Aus einem anderen Blickwinkel Hintergrund die Biogasanlage und das Windrad sowie Quaderballensilage, in die entweder feuchtere Partien gepresst werden um das eigentliche Grassilo homogen zu halten und Luzerne, die zusammen mit Trockenschlempe (Protigrain) als einheimisches Eiweißfutter Sojaschrot ersetzt.
Und abschließend noch ein Foto, das ich schon vorher kannte, weil es das Motiv für September 2015 vom RBB-Kalender war: Guarana. Wie vom Namen es sich vermuten lässt ist ihr Vater Guarini, also eine Halbschwester zu meiner Gisela:
Benjamin
Dienstag, 9. Februar 2016
Nach Schönhagen - Teil 2
Der Futtertisch mit einem Fress-Liegeplatzverhältnis von 1 : 2,5, wo die Kühe im 24h-Betrieb in Schichten fressen; ich sah zumindest keinen freien Platz. Bei dem entsprechenden Durchsatz pro Fressplatz (so 130 kg am Tag!) und dem schmalen Futtertisch wird viermal täglich gefüttert. Bei der hohen Leistung gibt es nicht so die klassischen Leistungsgruppen sondern es wird nach der Frischmelkergruppe nach Laktationsnummer sortiert (1, 2-4, 5+) und Zellzahl (< 100.000; > 100.000). Links ist der Abkalbestall zu erkennen.
Und ein Foto vom Jungviehstall. Von der Aufstallung her ähnlich wie der in Boberow: Zweiflächenbuchten mit Fressbereich auf Spaltenboden und Liegebereich in Tiefstreu. Aber halt fast 20 Jahre moderner, arbeitswirtschaftlich effektiver und mit Aussenfuttertischen. Alles sehr hell und luftig und ein Dach ist heutzutage nur noch ein Wetterschutz. Hier sind die Färsen ab knapp einem dreiviertel Jahr, dann zur Besamung und kommen tragend in den Stall links davon:
Fortsetzung folgt!
Benjamin
Montag, 8. Februar 2016
Weizen Webcam - Teil 6
- zur Überischt der Weizen-Webcam -> hier -
Die Tage werden nun länger und die Sonne geht jetzt um die Zeit auf, wenn ich morgens von Boberow nach Pinnow fahre.
War nicht die übliche Uhrzeit und Fahrtrichtung, aber vom Licht passte es so schön.
Wo der Winter wahrscheinlich rum ist sind zumindest bei einem flüchtigen Blick keine Auswinterungen zu erkennen.
08.02.; 07:53:
Benjamin
Samstag, 6. Februar 2016
Nach Schönhagen - Teil 1
Sind mit über 11.500 kg pro Kuh und Jahr in der Spitzengruppe von Brandenburg und der leistungsstärkste Betrieb in der gesamten Prignitz, die ja über 2.100 km² groß ist und einen Milchkuhbestand von mehr als 17.000 hat.
Mit Altanlagen ist so salopp daher gesagt, dazu zählt man schnell alles was älter als 30 Jahre ist. In Schönhagen ist bis auf den vor zwei Jahren neu gebauten Jungviehstall sowie die Biogasanlage alles alte Bausubstanz, teilweise noch aus den 1950ern mit deckenlastigen Bergeräumen, wo man aber (mit viel Handarbeit) die Kälber mit guten Aufzuchtergebnissen halten kann.
Und der Haupt-Kuhstall ist ein Umbau zum Fünfreiher mit einem Fress-Liegeplatzverhältnis von 1 : 2,5 und darin laufen dann die Hochleistungsgruppen. Insgesamt fiel beim Rundgang auf, dass alle Tiergruppen, sowohl Färsen als auch Kühe von der Größe und Kondition her sehr homogen sind.
Danach gings an die Zahlen: Prüfbericht der Milchleistungsprüfung, Rationen und Kennzahlen, wo ich dann nicht so mitreden konnte. "Wie, Du weißt als Produktionsleiter nicht, wo Deine Kosten liegen?" "Die Geheimhaltung der finanziellen Verhältnisse ist halt wichtiger als dass ich die Einsparpotentiale mobilisieren kann." Tja, bei solch einem Unterschied im Niveau merkt man, dass man trotz allem doch ein Krauter ist, wenn auch ein großer...
Ich habe schon viele Betriebsbesichtigungen gemacht, aber noch keine war so beeindruckend und nirgends war soviel mehr Sein als Schein.
Fortsetzung folgt!
Benjamin
Donnerstag, 4. Februar 2016
Überbleibsel - Teil 8
- zur Übersicht der Überbleibsel-Serie -> hier -
Mal wieder ein Überbleibsel.
Und zwar der große Schaltschrank im Boberower Melkhaus. Schon alleine an den durchgestrichenen Beschriftungen der Blechdeckel kann man die Umbauarbeiten daran erkennen. Dies bezog sich vor allem auf den Abbau der Antriebsmotoren für die Futterbänder als der Ställe von Anbinde- auf Laufstallhaltung umgebaut wurde.
Es sieht halt sehr abschreckend aus, wenn man davor steht. Als mal das Computersystem der Melkstände abgestürzt war wollte der Servicemonteur das ganz klassisch am Schaltschrank beheben und wie er dann davor stand: "Nein, das muss irgendwie auch anders gehen." Wo wir dann den Computer resetet haben und das auch geholfen hat.
Die offenen Kästen sind einmal links für den FI-Schalter, der nie zugeschraubt wird, weil der besonders beim Güllerühren im Stall gerne mal rausfliegt und es dann doch zu viel Arbeit ist den Deckel für zwei Monate wieder draufzuschrauben. Und bei dem anderenn sind die Sicherungen für die Milchpumpen und Spülautomaten drin, wo letztens was repariert werden musste.
Das Typenschild ist vom VEB Elektroschaltgeräte Grimma, wie oft man die sieht muss dort bestimmt dreiviertel der ganzen Elektroinstallation hergestellt worden sein.
Benjamin



































