Jetzt kommt eine Fortsetzung des Posts zu Mastitisimpfung (siehe Post vom 17.06.2026).
Denn ich habe doch ein Praxisbeispiel eines Betriebs, der seine Kühe gegen Mastitis impft.
Ziel dabei ist es die Häufigkeit und Schwere von Mastitiden zu reduzieren.
Im Gegensatz zu den Impfstoff von Boehringer wird ein betriebsspezifischer Impfstoff verwendet, der auf die im Betrieb vorkommenden Varianten von St. aureus, E.Coli und Sc. uberis angepasst ist. Halbjährlich wird eine neue Charge produziert, dafür werden Erreger aus BU-Proben (bakteriologische Untersuchung) isoliert. Vorrangig aus den Proben von Kühen mit schwerer Mastitis, weil bei diesen Erreger die Impfung nicht so gut gewirkt hatte.
Das Impfschema:
- einmal im Monat wird bei den Färsen, die 70 bis 100 Tage tragend sind mit der Grundimmunisierung begonnen.
- drei Wochen später werden diese Färsen zur TU2 (nur die Tragenden) ein zweites Mal geimpft um die Grundimmunisierung abzuschließen.
- Jede Woche werden die jeweiligen Kühe beim Trockenstellen geimpft und dazu die Färsen, die noch sechs Wochen bis zum vorraussichtlichen Kalbetermin haben.
- einmal im Monat werden die Kühe geimpft, die vor 5 - 6 Monaten gekalbt haben.
So wird ab den niedertragenden Färsen ungefähr halbjährlich geimpft.
Benjamin
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