Donnerstag, 18. Juni 2015

Trockenstellen XL

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Gestern früh haben wir erstmals im neuen Melkhaus Kühe trocken gestellt. Da wegen dem Umzug letztmals vor drei Wochen trockengestellt wurde und dann noch im August ganze 80 Abkalbungen anstehen waren es gleich 40 Kühe.
Beim Melken haben wir sie aussortieren lassen und zum Schluss noch mal eine Runde aufs Karussell geschickt. Wenn alle auf der Plattform stehen wird angehalten, um in bequemer Arbeitshöhe die Trockensteller und Zitzenversiegler einzuspritzen. Ein ganz ausgereiftes Konzept hatten wir bei dieser Premiere noch nicht gehabt, waren wir von den Abläufen bisher als im Fischgrätenmelkstand und Innenmelkerkarussell gewesen. So sind wir zu viert - die beiden Melker der Frühschicht und die beiden Produktionsleiter - recht chaotisch rumgewuselt. 
Wichtigste Erkenntnis: 3 2,5-Zoll-Rohre sind einem Kotblech deutlich unterlegen; meine Arbeitsliste hatte es auch erwischt.

Benjamin

Sonntag, 14. Juni 2015

Erster Belgier

Nach Garlin und Pinnow gab es nun auch in Boberow das erste Kreuzungskalb aus Deutsche Holstein und Weißblaue Belgier.
Früher waren diese Masthybriden Kreuzungen aus SMR und Uckermärkern. Dafür wurden die weniger guten Kühe genommen. Bei uns jetzt hingegen werden die Kühe mit schlechterer Fruchtbarkeit genommen, meist aber der 4. Besamung, weil das Fleischrindersperma fruchtbarer ist. Da dann Mast- und keine Zuchtkälber herauskommen lässt man die weniger fruchtbaren Kühe so auch indirekt in der Herde aussterben.

Die Weißblauen Belgier sind für ihr starkes Muskelwachstum bekannt, in der Kreuzung mit einer milchbetonten Rasse wie den Holsteins fällt es aber trotzdem schon an den neugeborenen Kälbern auf. Sie sind mit 50 - 55 kg rund 10 kg schwerer als die reinrassigen Holsteins und insgesamt größer und muskulöser.
Das Weißblau ist eine Farbbezeichnung für die Fellfarbe, die Grundfarbe ist weiß.und stellenweise sind graue und weiße Haare gemischt, wobei diese leicht bläulich schimmern. Kann man hier am Kopf gut erkennen:

Benjamin



Mischmasch

Nach den Richtlinien von Arlagarden ist es aus Seuchenschutzgründen nicht erlaubt Rinder zusammen mit Schweinen oder Geflügel in einem Stall zuhalten. Da wir nur Rinder halten betrifft uns das nicht.
Und zum Glück sind Katzen dabei nicht erwähnt, weil die sind mit den Kühen gemischt im Stall.

Es gilt: Für jeden eine eigene Liegebox:

Benjamin



Samstag, 13. Juni 2015

Kira

Gestern kam wieder eines der "Geburtstagskälber", die am Geburtstag der zugehörigen Taufpatin geboren sind. Am Dienstag hatte es für Stephanie wie schon letztes Jahr nicht geklappt; es wurden zwar drei Kälber geboren, aber alles Bullenkälber.
Aber dann gestern für Kira, da gab es sogar richtig Auswahl: Ein Färsenkalb in Pinnow und zwei in Boberow, wovon eins rotbunt ist, was ich dann auch genommen habe.

Also "58483 AGB Kira", geboren am 12.06., Vater ist OneRed (der mit dem VRC-Gen), Mutter die Nr. 1260:

Benjamin


Dahingewurschtel

Wurden in den letzten Tagen noch die neue Waschmaschine für die Eutertücher und das sich automatisch reinigende Klauenbad in Betrieb genommen ging heute einiges schief.
Beim morgendlichen Melken verschloss das Selektionstor den Rücktrieb. Warscheinlich hielt eine auszusortierende Kuh ihr Ohr kurz vor die Antenne und zog den Kopf zurück und da sie dann nicht unter der Lichtschranke durchging blieb das Tor zu, egal wie viel Kühe von hinten drängelten. Konnte nur noch das Selektionstor umgangen werden und keine Kühe wurden mehr herraussortiert. Die Fehlenden für die Besamung mussten im Stall eingesammelt werden.
Abends gab es einen Notausstopp am Karussell, bloß es fuhr danach nicht mehr an, weil durch die starken Spannungsschwankungen die die Biogasanlage verursacht beim Starten der Antriebsmotoren immer die Sicherungen rausflogen. Gab über eine Stunde Stillstand, bis der Servicemonteur da war und gezeigt hat wie das dann zu überbrücken ist; weil von der ganzen verbauten Technik vom Kuhtreiber bis zu den Güllepumpen habe ich bis auf die Waschmaschine keine einzige Bedienungsanleitung.

Morgens stehen die Kühe im Fressgitter des Selektionsbereichs zur Besamung bereit. Die Rohre an denen die Tröge hängen wurden jetzt ein Stück nach unten versetzt, weil die werden darin nur eingehängt und die Kühe hängten sie immer wieder aus, wenn sie den Schrot aufgefressen hatten.

Benjamin

 

Mittwoch, 10. Juni 2015

TSR in Aktion

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Seit Montagnachmittag arbeitet auch der Zitzensprühroboter. Im Gegensatz zum Melkroboter, wo jede Kuh per Handsteuerung vermessen werden muss ist es hier fast schon Plug&Play. Der Roboter ist mit der Plattform gekoppelt und weiß daher wann genau der nächste Platz kommt.
Viele Kühe können aber noch nicht gesprüht werden, weil sie noch vom Innenmelkerkarussell gewohnt schräg auf den Plätzen stehen und damit die Ideallinie des Roboters blockieren.
Und dann noch zu lange Schwänze, wodurch die Kamera die Zitzen nicht mehr sieht. Daher habe ich mich heute mal hingestellt und am Ende des Karussells einem Teil der Kühe die Schwänze gekürzt. Gab zwei volle Eimer mit verschissenen Haaren.

Benjamin


Raps Webcam - Teil 10

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Der Raps ist nun ganz abgeblüht und die ersten Blätter im Bereich der unteren Stängel abgeblüht. Das Feld ist recht unscheinbar geworden und farblich aus größerer Entfernung nicht mehr vom Roggen zu unterscheiden.

Aktuelle Wuchshöhe weiterhin im Durchschnitt bei knapp 140 cm, da wächst jetzt nichts mehr weiter.

10.06.2015, 16:48 Uhr:

Benjamin

Dienstag, 9. Juni 2015

Vorbereitung Milchleistungsprüfung

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Übernächste Woche wird die erste Milchleistungsprüfung im neuen Melkkarussell stattfinden. Daher fuhren wir heute zu unseren Nachbarn von der Agrargenossenschaft Karstädt, um uns dort den Ablauf anzuschauen. Als erstes fiel mir auf, dass man die fast 4 Jahre, die deren Karussell älter ist in den Details der Ausführung deutlich erkennt.
Bei uns wir es einen Tablet-PC geben, auf dem dann via WLAN vom Hauptcomputer aus Melkplatz, Kuhnummer und die Probenflaschen in der jeweiligen Kiste angezeigt werden, da braucht man die Zettel nur noch als Reserve. In Karstädt hat jeder Melkplatz neben dem Milchmengenmessgerät noch ein eigenes Melkplatzterminal, an dem die Probenflasche und Kiste angezeigt werden, wenn die Leistungsprüfer die Probe nehmen.
Bei 280 Kühen pro Stunde waren die beiden nicht gehetzt unterwegs. Natürlich erleichtert die Subwayausführung mit der gesamten Technik auf Brusthöhe die Arbeit sehr. Weite Wege sind es auch nicht; kurz vor dem Ausgang des Karussells, wo die Kühe ausgemolken sind, steht das Regal mit den Kisten. Die sind gruppenweise sortiert, sodass immer nur eine oder zwei gebraucht werden:

Benjamin


Sonntag, 7. Juni 2015

Aktuelles vom Melken

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Heute war das sechste und siebte Melken im neuen Karussell. Es wird langsam routinierter, was besonders am Durchsatz zu sehen ist. Waren es am Donnerstagnachmittag von der ersten bis zur letzten Kuh 97 pro Stunde gewesen waren es heute Morgen schon 180.
Das Melkkarussell wurde auch schon auf schneller geschaltet, auf so 14,5 Minuten pro Umdrehung. Da die meisten Kühe mittlerweile sehr gut drauflaufen und eher angehalten werden muss weil zwei in den gleichen Platz wollen. Waren es bei den mittleren und niederleistenden Gruppe ein Durchsatz von 140 in 36 Minuten, was 233 in einer Stunde entspricht und ungefähr 3/4 des angestrebten Zielwertes von 315 für diese Gruppen ist, wie ihn unsere Nachbarn in Karstädt erreichen (siehe Post vom 23.02.2014). Und das bereits nach vier Tagen!

Der eigentlich begrenzende Faktor ist dann der Melker auf Position 1, der vormelkt und die Euter abputzt. Der zweite Melker, der die Melkzeuge ansetzt, rückt recht schnell auf und wird daher dann alle Arbeit die nebenher beim Melken anfällt (Eutertücher waschen, zwischendurch sauber machen etc.) übernehmen:



Da sind wir einer der allerersten Betriebe in Deutschland, die den Karussell-Bildschirm von DeLaval in einer funktionsfähigen Serienausführung haben. Alle 60 Melkplätze werden angezeigt, mit verschiedensten Farben für Melkfortschritt, Gruppenzugehörigkeit usw., rechts sind Informationen zu angewählten Kühen, wo man auch das Selektionstor steuern kann und in der Mitte eine fortlaufende Liste der Milchleistung, wenn die Kühe vom Karussell runtergehen:




















Weil die Kühe nun weitaus besser auf das Karussell laufen muss im Vorwartehof nicht mehr so viel per Hand nachgetrieben werden und die Kollegen saßen dann zu Beginn der Gruppe auf dem Kuhtreiber und fuhren mit. Mein Spruch dazu: "Die Werkstatt muss unbedingt morgen die Flaschenhalter anschweißen.":

Benjamin


Erster Besuch

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Gestern Nachmittag hatte ich den ersten Besuch zur Begutachtung des neuen Melkkarussells in Aktion: Und zwar von meiner "Assistentin" Fabienne. Sie war zur Jugendweihe ihrer Großcousine in Boberow und da zweigten wir mal drei Stunden ab, um das Pinnower Melkhaus zu besichtigen. Ich stand zwar die meiste Zeit am Steuerpult aber bei der Behebung der ersten größeren Störung - der falschen Reihenfolge der Melkzeiten - spannte ich sie gleich mit ein.
Ein Foto im Inneren, nun endlich mit den Kühen im Hintergrund, musste natürlich auch sein:

Benjamin




Samstag, 6. Juni 2015

Fortschritte

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Von Melkzeit zu Melkzeit klappt das Melken auf dem neuen Karussell besser. Heute stand schon niemand mehr am Ausgang und 99,5 % der Kühe gingen alleine runter. Die Besonderheit des PR3100 HD haben sie schon nach drei Durchgängen raus: Durch die angewinkelten Plätze können sie den Ausgangsbereich sehen und stehen schon ganz hinten an den Begrenzungsrohren um gleich raustreten zu können (Foto im Post vom 23.02.2014). Drehten sich zunächst noch etliche nach rechts (= 195° Winkel) gehen jetzt alle nach links rum herunter (165° Winkel). 
Beim Raufgehen sind jetzt alle der drei Zugänge zum Eingangsbereich offen und wenn es gut läuft ist den Kühen der 15-Sekunden-Takt zu langsam. Haben teilweise in acht Minuten eine halbe Umdrehung gepackt, trotz Stoppzeiten ab und an.
Mit dem Verständnis für die ganze Bedienungsmöglichkeiten wird es von Melkzeit zu Melkzeit auch besser; wo wir von der Selektionsmöglichkeit beim Melken schon eifrig Gebrauch gemacht haben: "Die steht in der falschen Gruppe, sortieren wir aus".
Heute Nachmittag gab es ziemliche Verzögerungen, weil das Karussell nicht anging und beim zweiten Versuch auf die Melkzeit morgen früh umschaltete, wo die ganzen Einstellungen dann falsch waren. Musste das Karussell leer laufen und nochmal neu gestartet werden.

Um vier Uhr in der Morgendämmerung; da die Fenster im Bereich des Karussells nach Nordosten ausgerichtet sind ist später dann alles ins Rot der Morgensonne getaucht:

Benjamin


Freitag, 5. Juni 2015

Erstes Melken!

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Jetzt kommt ein Post, der schon vor dem Start des Kuhblogs geplant war und nur das genaue Datum fehlte: Über die allererste Melkzeit im neuen Karussell.
In der ganzen Aufregung habe ich weder auf die Uhr geschaut noch mir die Kuh aufgeschrieben, die als erste aufs Karussell ging, aber am 05.06.2015, kurz nach 15:00 Uhr war es so weit: Das Karussell wurde in Betrieb genommen. Schon ein besonderes Gefühl wenn man so lange darauf gewartet und es dann wirklich rund ging.
Hatte oft gesagt, dass das ganze Melkhaus nur ein einziges Mal richtig sauber ist und zwar bevor die Kühe reinkommen. Ich hatte zwar nicht drauf gewettet, aber bin fest davon ausgegangen, dass die erste am Ende des Treibweges den Schwanz hebt. Und so war es auch. Wegen der Aufregung haben sie derart geschissen, da war nach der erste Runde alles vollgeschissen und man schon fast dran zweiflte das jemals wieder wegzukriegen.

Das Rauf- und Runtergehen von der Plattform ging besser als ich vermutet hatte, auch wenn drei Treiber dafür nötig waren. Das größere Problem war der Kuhtreiber, ist ja ganz schön mit der Pneumatik für die Sicherheitsabschaltung bei zu großem Gegendruck. Wenn 200 Kühe gemeinsam dagegen drücken klappt der einfach hoch und ist nutzlos. Die Kühe standen am unteren Ende des Vorwartehof dicht gedrängt und kuckten in die falsche Richtung. Das band die meisten Leute und kostete richtig Zeit.
Aber mit dem nötigen Personal, das mit allem drum und dran zwischen 12 und 15 Leute waren dauerte es ungefähr genauso lange wie auf dem kleinen Karussell, was aber als nur 2 Melker waren.
Abends um halb neun gab es vor den letzten 100 Kühen von der Firma AMS noch einen Imbiss zu Stärkung.

Kurz vor drei Uhr laufen die ersten Kühe der Frischmelkergruppe den neuen Treibweg zum Melkhaus entlang, an der Spitze Kuh 403:



















Kurz nach drei Uhr sind die ersten Kühe schon auf dem Karussell:




















Zwischendrin mal im Subwaybereich und ringsrum die Kühe, die auf einen runter kucken. Viel mehr Fotos gibt es vom ersten Melken nicht, da ich einfach keine Zeit zum Fotografieren hatte:

Benjamin


Audit bestanden

Gestern stand das Audit für QM-Milch und Arlagarden in Boberow an. Gerade passend zur in Pinnow stattfindenden Bestandsklauenpflege und der Inbetriebnahme des neuen Karussells blieb mir nur gernügend Zeit die nötigen Unterlagen zusammenzusuchen bzw. von der Verwaltung abzuholen. Trotzdem habe ich schlecht geschlafen deswegen.
Aber die Sorgen mit der alten Anlage und dem ganzen eingegangenen Kompromissen waren völlig unbegründet, bei QM gab es 61 von den möglichen 66 Punkten. Und bei Arlagarden wurde es vorläufig genehmigt mit Änderungsauflagen, wovon ich aber sagen kann, dass die meisten praxisferne Anforderungen betreffen.

Benjamin

Donnerstag, 4. Juni 2015

Hammertag

Auch wenn ich heute einen Hammertag mit mehr als zwei Schichten hatte ganz aktuell das Neuste für meine Stammleser und Follower: Das neue Melkkarussell ist eingemolken! Es war zwar ein Kraftakt mit einem Haufen Leuten aber es sind ohne Schäden alle Kühe gemolken worden. Und wir waren nur marginal langsamer als die normale Schicht auf dem kleinen Karussell, wenn auch mit sechsmal so großer Mannschaft.
Fotos habe ich (am Anfang) auch gemacht; die gibts die nächsten Tage!

Benjamin

Mittwoch, 3. Juni 2015

Geschichte riechen

Ein Milchviehbetrieb musste in den Niederlanden auch besucht werden, schließlich auch dort die wichtigste Produktionsrichtung der Landwirtschaft und ein wichtiger Markt für die Firma Kuhn mit ihren Futtererntemaschinen.
Dazu ging es nach Lütjewinkel in Nordholland zu Familie Buter. Lütjewinkel war mir ein Begriff, denn ich kenn zufällig ihren Nachbar.

Der Betrieb hat momentan 230 Milchkühe auf ca. 190 ha Land, wovon für die Niederländischen Milchviehregionen untypisch mehr als ein Drittel Ackerland ist, worauf auch Silomais angebaut wird und Flächen getauscht werden, auf denen dann Tulpenzwiebeln produziert werden (waren aber zu spät für die Blüte).

In Holland ist es immer recht windig, sodass die Kälberiglus von einer Mauer aus Silosteinen umgeben sind. Daneben das Melkhaus mit einem Doppel-16er-Melkstand von Boumatic (XpressWay Side-by-Side):




 














Die Kühe laufen im Sommer tagsüber auf der Weide, ist zwar aufwändiger aber die Molkerei Friesland Campina - die übrigens ein Werk direkt in Lütjewinkel hat - zahlt dafür pro kg einen Cent mehr. Hier kommen die Kühe flotten Schrittes zum nachmittaglichen Melken zurück. Und wieder der Treibweg schön am Wasser gelegen:




 














Aktuell wird ein neuer Stall angebaut, weil es auf dem Hof recht eng ist mit einem Güllekeller darunter. Auch wenn heute mehr als 10 km vom Meer entfernt wurde das Land dort vor rund 500 Jahren gewonnen, aber das merkt man heute noch gut: Der Aushub riecht deutlich nach Strand:

Benjamin

Dienstag, 2. Juni 2015

In den Poldern

Wenn man schon mal in den Niederlanden ist muss man zumindest mal ein kurzes Stück durch die Polder fahren. Auf dem Weg von Geldern nach Holland kamen wir durch das Südliche Flevoland. Die geradlinige, rechtwinklige Aufteilung erkennt am Boden nicht so gut, aber die Landschaft ist doch sehr "ordentlich". Dass man unter dem Meeresspiegel ist merkt man erst, wenn man auf den Deich hinauffährt und auf der anderen Seite das Wasser obenan steht.

Hier auf der Fahrt von Lelystad nach Enkhuizen über den Markerwaarddeich, der das Markermeer (links) vom Ijsselmeer (rechts) trennt und eigentlich der Außendeich des nie fertigebauten Markerwaard-Polders werden sollte. Und bei einer etwas kräftigeren Brise war doch trotz flachem Binnenmeer ein beachtlicher Seegang mit schäumenden Wellenkronen:

 


















In Enkhuizen, also schon in Holland besuchten wir das Zuiderzeemuseum, wo in einem Ausstellungsteil und einem Freilichtmuseum das Leben rund um die ehemalige Zuiderzee im 18. und 19. Jhd. dargestellt wird bevor diese in das Poldergebiet mit den Restmeeren umgewandelt wurde.
Zuerst ging es vom Eingangsbereich mit der Fähre über die Bucht zum Museum.

Das Museumsdorf ist einem Fischerstädtchen nachgebaut mit Häusern aus allen früheren Küstenregionen. Mit den Kanälen wirklich absolut kitschig und wurde auch schon als Filmkulisse verwendet:



 















Leider waren die Tulpen schon verblüht sonst wäre das Bild perfekt gewesen: Deich, Kanal, Schafe und Windmühle. Die Mühle diente zur Entwässerung mit einer archimedischen Schraube und war bis nach dem 2. Weltkrieg für ganze 50 ha zuständig:




 















An der Hafenmole Kalköfen; fast schon naheliegend, dass Muschelschalen als Rohstoff dienen:

Benjamin

Montag, 1. Juni 2015

Kleines Karussell

Passend zum heutigen Internationalen Tag der Milch wollte ich über die Inbetriebnahme des neuen Melkkarussells schreiben. Bloß wegen Softwareproblemen verzögert sich der Start um einige Tage.
Da habe ich also noch etwas Schonfrist, nachdem ich gestern die Leitung der Milchviehanlage Pinnow komplett übernommen habe und nun an drei Standorten (meistens abwesend) bin.

Jetzt kommen mal Fotos vom bisherigen Karussell in Pinnow. Ich sag klein dazu, weil so alt ist es gar nicht; glaube Baujahr 2001, zumindest hab ich das geantwortet als mich mein Chef fragte: "Benjamin, wann haben wir das Karussell gebaut?" - als wäre ich schon damals dabei gewesen.

Es ist ein DeLaval HBR mit 32 Plätzen. Ein klassisches Innenmelkerkarussell mit Fischgrätenanordnung:





















Der Vorwartehof befindet sich mit dem Nachwartebereich und den Technikräumen in der alten Futterhalle. Ausgestattet ist er mit einem Kreistreiber, einer doch recht seltenen Bauart mit einem rotierenden Treibegatter. Dies hat den Vorteil die ungünstigen Platzverhältnisse auszunutzen, weil die Kühe eigentlich in einem 90° Winkel laufen. Zudem kann die nächste Gruppe einfacher hintendran gestellt werden; hier ist das Eingangstor offen und die nächste Gruppe wird gerade geholt:

Benjamin


Sonntag, 31. Mai 2015

Raps Webcam - Teil 9

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In der letzten Woche ist der Raps abgeblüht, nur noch am Rand sieht man mehr als einzelne Blüten. Man riecht nun auch den kreuzblütlertypischen Senfgeruch.
Wuchshöhe weiterhin bei 130 - 160 cm; aber jetzt wachsen die Bäume am Wegesrand von oben ins Bild hinein.

Benjamin


Auf der Überholspur...

...so kann ich den Besuch an der Universität Wageningen zusammenfassen. 
Dort war die zweite Station der Tour durch die Niederlande.
Die Universität Wageningen hat international einen sehr guten Ruf und ist eigentlich schon ein Synonym für niederländische Agrarforschung.
Der Campus am Rand von Wageningen heißt WUR - Wageningen University and Research Center. Die Universität und neun kommerzielle Forschungsinstitute, die den jeweiligen Fachbereichen zugeordnet sind. An der glitzernden Hochhäusern sieht man den Jahresumsatz von über 700 Mio. € doch sehr deutlich, bei rund 15.000 Studenten, Doktoranden und Wissenschaftlern, wovon der größte Teil die Landwirtschaft und verwandte Gebiete umfassen.

Waren im Bereich der Agrotechnologie, die ganze Robotikforschung. Gab eine Vorlesung zum Thema Ernteroboter für Früchte - von Erdbeeren bis Pilzen - und die Vorstellung von Robotern, die im Rahmen von Semesterarbeiten programmiert werden. Einer zur selbstständiger Steuerung in Maisreihen und einer zum Einsammeln verlegter Eier in Hühnerställen.

Anschließend noch eine Demonstration im Freiland von einem Roboter, der Ausfallkartoffeln (auf Englisch übrigens volunteer potatoes) in Zuckerrübenfeldern suchen soll. Die Technik wurde in Labor entwickelt und soll nun an die Lichtverhältnisse unter freiem Himmel adaptiert werden. Gerade wurde die Spurführung entlang der Zuckerrübenreihen getestet, wo die unterschiedliche Reflektionen der Blätter gegenüber dem Boden genutzt wird. Auf dem Bildschirm sieht das Signal der Kamera wie ein Radarecho aus. Die rote Schnur rechts dient als Referenz für die Abweichung zur Ideallinie auf dem Hinweg:



















Das Haupthochhaus mit der Bibliothek:



















Und ein Blick von oben über einen Teil des Campus. Bei dieser Gebäudeausstattung, ohne drinnen die Roboter gesehen zu haben, da kann die deutsche Agrarforschung eigentlich schon gleich einpacken:

Benjamin






Samstag, 30. Mai 2015

Bei Kuhn Geldrop

Erste Station der Tour von TopAgrar "Jugend trifft Landtechnik" war das Kuhn-Werk in Geldrop, wo von 350 Mitarbeitern Ballenpressen, Ballenwickler, Trommelmähwerke und Maishäcksler gebaut werden, die sowohl als Kuhn und in hellgrün als Deutz-Fahr-Maschinen verkauft werden sowie die Quaderballenpressen auch über John Deere.
Ursprünglich war es die Fabrik von PZ (Piet Zweegers), zwischentzeitlich dann Greenland, Kverneland und nun seit einigen Jahren Kuhn, sodass manche der Mitarbeiter schon bei der vierten Firma arbeiten, aber noch immer im selben Werk.

Zunächst gab es Vorträge mit sehr interessanten Diskussionen zur Grassilagequalität aus land- und verfahrenstechnischer Sicht. Da hatte ich aber schon eine krasse Postítion mit "19 % Trockensubstanz muss man auch verkraften können".

Am Mittwoch gab es dann eine Führung durch das Werk mit Schwerpunkt auf der neuen Endmontagehalle mit der noch nicht fertiggestellten Pulverbeschichtungsanlage: Alles lichtdurchflutet, geräumig, klimatisiert und auf die Logistik optimiert.
Einige Vorserienmaschinen gab es dabei auch zu sehen, die dann im November auf der Agritechnica in Hannover offiziell vorgestellt werden.

Deutz-Fahr Compacmaster und Kuhn i-BIO (Bale in one), nur die Farbe unterscheidet sich. Diese Presswickelkombination klappt nach dem Pressen die Presskammer nach oben und wickelt dann den Ballen in gleicher Position ein. Ohne einen seperaten Wicklertisch baut sie dadurch sehr kompakt und leicht, ist aber um einiges langsamer, weil nicht gleichzeitig gepresst und gewickelt werden kann. Hielt das daher für eine Nischenlösung, war aber 2014 für Kuhn zumindest in NRW der meistverkaufte Typ an Presswickelkombinationen:



















Der erste in Serie gebaute Trommelmäher der Welt von 1963, wofür PZ berühmt wurde und es bis heute (als Kuhn) ist. Bilder davon kannte ich, aber in 3D sind 85 cm Arbeitsbreite wirklich nicht groß:

Benjamin



Donnerstag, 28. Mai 2015

Zuiderzeemuseum

Heute gab es auf der Tour durch die Niederlande auf dem Weg nach Nordholland einen Zwischenstopp im Zuiderzeemuseum in Enkhuizen. Dies ist ein Freilichtmuseum, in dem ein holländisches Dorf aus dem 18./19. Jhd. nachgebaut ist, inklusive Windmühle und Kanälen. Wirkt absolut kitschig und würden im Hafen noch ein paar Ostindienfahrer liegen wäre das Bild perfekt. Fotos folgen!

Benjamin

Dienstag, 26. Mai 2015

Live aus NL

Heute Abend melde ich mich aus den Niederlanden. Bin aktuell dort unterwegs mit TopAgrar im Rahmen der Aktion "Jugend trifft Landtechnik" bei Kuhn. Waren heute erstmal im Werk in Geldrop bei Eindhoven, wo die Pressen und Wickler gebaut werden. Ganz in der Nähe ist übrigens auch die Fabrik von DAF. Gab Vorträge über Grundfutterqualität und Silierung auf einem extrem praxisbezogenen Niveau inklusive angeregter Diskussionen zwischendrin.
Morgen gibts eine Werksführung und danach gehts zur Uni in Wageningen.

Benjamin

Ganz interessiert

Noch ein paar Fotos von der Besichtigungstour nach der Einweihungsfeier, wo das Jungvieh ganz interessiert in die Kamera gekuckt hat und es echt schöne Aufnahmen geworden sind, die natürlich in den Kuhblog müssen:

Kälber in Garlin, das rotbunte links ist übrigens das erste der VRC-Kälber (siehe Post vom 06.02.2015):



















In Boberow die tragenden Färsen auf der Trockensteherweide:

Benjamin


Montag, 25. Mai 2015

Einweihungsfeier

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Am Samstag hatte ich meine private Einweihungsfeier für das neue Melkhaus veranstaltet, da ich zur offiziellen in Holland sein werde (Bericht folgt!). So konnte ich auch eine Delegation aus meiner alten Heimat begrüßen.
Nach nun elf Monaten Bauzeit war es noch nicht ganz fertig, das wird es erst zur Inbetriebname am nächsten Montag sein.
Zuerst in gemütlicher Runde bei Kuchen (mit Boberower Milch gebacken) im Konferenzraum und dann die Führung durchs Gebäude bis auf den Bereich direkt ums Karussell herum, weil dort gerade der Boden gestrichen wurde. Anschließend die Besichtigungstour über die drei Milchviehanlagen in Pinnow, Garlin und Boberow sowie zum Traktoren-Kucken auf den Stützpunkt nach Pröttlin. Entsprechend lange hat es gedauert, insgesamt über 8 Stunden, aber am Nachmittag bei schönem Wetter.

Mein Vater hat eifrig Fotos gemacht, die Größe kommt durch das Weitwinkelobjektiv so richtig zur Geltung.

Aber auch das Karussell kriegt man mit dem Weitwinkel immer noch nicht ganz drauf. Rechts sieht man den schon gestrichenen Boden in Dunkelblau - Standard-Farbton von DeLaval halt:

















Im Inneren des Karussells im Subwaybereich; wie gemacht zum "360°-Strunze":

















Und noch ein Schnappschuss aus Garlin: Ich hatte gesagt, dass sie die Füße ordentlich heben sollen weil die Kühe Angst vor dem schleifenden Geräusch der Schuhüberzieher haben:

Benjamin



Sonntag, 24. Mai 2015

Raps Webcam - Teil 8

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Es ist der gleiche Blickwinkel auf das Rapsfeld wie immer. Bloß diesmal mit meinem Vater und Geschwistern im Vordergrund. War eine spontane Idee, weil wir nach der Einweihungsfeier des neuen Melkhauses und der anschließenden Runde über alle Anlagen abends auf dem Rückweg von Boberow dran vorbei kamen.

Der Raps wächst nun in der Höhe stark auseinander, die einzelnen Pflanzen reichen von 130 - 160 cm und haben die meisten Blüten schon verloren, trotzdem sieht der Acker noch gelb aus, wenn auch nicht mehr so intensiv wie zur Vollblüte.

23.05., 20:04:

Benjamin

Nr. 8 + 9

Alles ab der 7. Kalbung ist nicht mehr ganz alltäglich, weil von solch alten Kühe nur alle paar Wochen mal eine zur Kalbung kommt. So nun am Freitag Nr. 1237, die wir die letzten Tage als nur "fette Wanze" oder "bekloppte Dicke" gerufen haben. Einen richtigen Namen hat sie nicht, weil mit mittlerweile neuneinhalb Jahren war sie schon altgedient, als ich mit den Benennungen angefangen habe.
Waren für sie die Kälber Nr. 8 (männlich) und Nr. 9 (weiblich), Vater von den beiden ist SnakeRed und entsprechend war es schon fast wie vorherzusehen eine Schwergeburt, sind aber beide wohlauf.
Einziges Problem war, dass ich die Kälber zu spät in den Kälberstall gebracht habe und deshalb die Kuh den ganzen Vormittag über derart aufgedreht war und nicht richtig fressen und saufen wollte, was in diesem Alter und der Kondition kritisch werden kann. Ist zum Glück nix passiert.
Die Kälber haben noch keine Namen, werde ich morgen früh raussuchen bevor ich die Meldung an den Landeskontrollverband schicke.

Benjamin

Donnerstag, 21. Mai 2015

Absoluter Blindgänger

Der genomischen Zuchtwertschätzung wird die geringere Sicherheit der Zuchtwerte gegenüber den auf den Töchterleistungen basierenden angekreidet. Die Zuchtwerte sind aber weitaus sicherer als die früher für Jungbullen üblichen nur nach der Abstammung (Pedigree).
Jetzt ist mir ein drastischer Fall der geringen Sicherheit untergekommen: Der Bulle SnakeRed. Für einen Besamungsbullen eher mittelmäßig mit einigen Schwächen. Und vererbt besonders seine Größe, was auch das Problem zu sein scheint. Der Geburtsverlauf ist mit einem doch guten Wert von 115 geschätzt, bei 55 % Sicherheit. Die 45 % Unsicherheit haben wir momenten erwischt: Von den bisher 6 Geburten waren eine Verkalbung, drei Schwergeburten und dabei noch ein totes Kalb.
Bis Mitte August sollen noch 8 Kälber von ihm kommen, mal sehen...

Beim aktuellen Stand kann ich nur sagen: Finger weg!

Benjamin

Kuhexport

Das hört sich fast an wie in vergangenen Zeiten, wo eine bestimmte Anzahl an Kühen zur Devisenbeschaffung exportiert werden musste.
Nun wurden 15 Jungkühe der Exportabteilung der RinderAllianz vorgestellt. Neben der Abstammung und den Leistungswerten wird auch ganz wie im 19. Jahrhundert auf das Äußere gekuckt. Und von diesen 15 waren dann nur 5 als gut genug befunden worden; diese stehen allesamt in der Boberower Herde und drei davon sind auch in Boberow geboren. 
Der Verkauf wird wahrscheinlich nicht zustande kommen, weil bei der vorgeschriebenen tierärztlichen Untersuchung der Geburtswege und Euter möglicherweise noch eine abgelehnt werden könnte und dann der Aufwand für die wenigen Kühe zu groß wird.
Aber eine Bestätigung der Leistungen in Boberow ist es allemal!

Benjamin

Sonntag, 17. Mai 2015

Raps Webcam - Teil 7

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Der Raps ist jetzt schon am Abblühen. Beim ganzen Feld auf einen Blick fällt es in der Masse nicht auf, aber bei den einzelnen Pflanzen. Die Schoten sind schon mehr als deutlich zu sehen und die Farbe geht zum Graugrün im Frühsommer über.

Aktuelle Wuchshöhe 135 - 140 cm.

17.05., 19:46 Uhr (nicht die übliche Uhrzeit!):

Benjamin


















Donnerstag, 14. Mai 2015

Experimentelle Verfahrenstechnik

Der Separator für die Liegeboxeneinstreu ist mal wieder kaputt. Vielmehr ist es immer die Schlauchpumpe, die den Gärrest vom Behälter der Biogasanlage zum Separator pumpt. Diesmal war die Welle des Läufers undicht und es konnte zwar angesaugt aber nicht weitergefördert werden.
Nach zwei Wochen Stillstand versinken die Kühe im Stall langsam im Matsch und die Zellzahl ist auf über 300.000 angestiegen... Jetzt durfte mal mit Stroh eingestreut werden. Dazu wurden mit dem Einstreugerät, mit dem in Pinnow als die Tiefstreuställe eingestreut werden einige Quaderballen aufgelöst. Am Einstreugerät für den Hoflader ließ ich die Austragsöffnung extra vergrößern, weil als ich vor zwei Jahren mal das Rapsstroh, das die Kühe immer aus dem Futter aussortierten, damit "entsorgen" wollte war es verstopft. Aber auch mit der vergrößerten Öffnung klappte es nicht, musste also improvisiert werden.
Ich organisierte einen kleinen Zweiachsanhänger mit 1,80 m Außenbreite, um damit durch den Stall zu fahren und das Stroh von oben in die Boxen zu werfen. 

Hat weitaus besser funktioniert als erwartet; die Ergebnisse von dem Experiment:
- wurde nur die Hälfte des Strohs gebraucht, hatte mich da total verschätzt
- beim seitlichen Runterwerfen verteilt es sich recht gut, die Zeit bis wieder vollgeladen ist reicht zur feinen Verteilung
- der Anhänger könnte 5 cm schmaler sein, aber der ist so leicht, dass man den an den Engstellen per Hand passend hinschieben kann
- der Hoflader ist als Zugfahrzeug weitaus agiler als der Traktor
- am Gang, wo man auf der einen Seite nur um die Ecke auf den Futtertisch rauskommt, kriegt man den Anhänger per Hand rausgezogen
- mit der Greifzange geht das Aufladen viel besser als mit der Schaufel, mit der man das Stroh schlecht zu fassen kriegt

Als Traktorist auf dem Hoflader kann man ja nebenher fotografieren:

Benjamin 




Dienstag, 12. Mai 2015

Grünroggen häckseln

Auf einigen Flächen wird vor dem Silomais über Winter Roggen angebaut, der dann im Mai vor der Maisaussaat gehäckselt wird und dann als Substrat für die Biogasanlagen dient.
In Boberow wurde direkt neben der Milchviehanalge auf einem der Felder ein Feldsilo angelegt, wo ich heute zweimal war um Proben für die Trockensubstanzbestimmung zu holen.
Hier der Schlag "Lanzer Weg links", etwas über 20 ha groß und mehr als einen Kilometer lang:




















Am Silowalzen der altgediente Magnum, seit über zehn Jahren der Haupt-Ackerbautraktor im Boberower Bereich und der neue Xerion mit gerade mal 100 Betriebsstunden auf dem Zähler. Der frisch gehäckselte Roggen riecht sehr intensiv; gibt halt noch leider keine Fotos mit Geruch:




















Und noch ein Foto von der Trocknung für die Trockensubstanzbestimmung. Kamen 32 % dabei raus, was auch mit der Trockensubstanzmessung vom Häcksler übereinstimmte. Links liegt eine der Tüten für die Transponderohrmarken, wo ich die letzten Tage in Pinnow über 400 davon eingezogen habe; die leeren Tüten eignen sich sehr gut für die Häckselproben:

Benjamin 




Endspurt

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Beim neuen Melkhaus geht es nun in den Endspurt. Zur Einweihungsfeier in zwei Wochen dürfte es fast fertig sein. Die Umkleiden müssen nur noch eingeräumt werden, am Karussell werden die letzten Elektrosachen gemacht und der Dipproboter ist komplett.
In meinem neuen Büro stehen schon die Möbel; kackbraun lackierte Metallschränke wären mir zwecks Sauberhalten lieber gewesen. Andereseits habe ich zwar aktuell in Boberow ein Einzelbüro, aber bei schwülem Wetter und die Heizung voll aufgedreht, dass die Biogasanlage nicht durchbrennt... 
Und vor allem hier der schöne Blick durchs rechte Fenster auf den gesamten Nachwartebereich inklusive dem Selektionstor, wo man alles Wichtige sieht.

Benjamin


Samstag, 9. Mai 2015

Neue Autobahnbrücke

Am Donnerstag wurde die Brücke der künftigen Anschlussstelle Groß Warnow (siehe Post vom 15.12.2014) für den Verkehr freigegeben. Auf dem Foto geht der Blick auf die Trasse Richtung Karstädt, dieses Teilstück soll genauso wie der Abschnitt vom Dreieck Schwerin bis Grabow im Oktober fertig sein. Das Teilstück zwischen Grabow und Groß Warnow wurde noch gar nicht begonnen und der Verkehr wird dann vorerst von der jetzigen B5 übernommen.

Benjamin



Freitag, 8. Mai 2015

Raps-Webcam - Teil 6

 
Die blühenden Rapsfelder prägen momentan die Landschaft. Im Bestand summt und brummt es an allen Ecken und Enden, da ist alles unterwegs was fliegen kann.

Aktuelle Wuchshöhe: Knapp 130 cm

08.05., 13:51:

Benjamin





Donnerstag, 7. Mai 2015

Eine neue Epoche

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Heute wurden bei den ersten Kühen in Pinnow, welche gerade für die Fruchtbarkeitsuntersuchungen im Fressgitter eingefangen waren, die Transponderohrmarken eingezogen
Als Allerallererste war Nr. 3 Finja dran. Habe "Russengeneral" dazu gesagt, wie ihr linkes Ohr nun hochdekoriert ist. In Zukunft gibt es im linken Ohr nur noch die Lebendohrmarke und den Transponder, alle andere (wie z.B. aus Embryotransfer stammend) kommen dann ins rechte Ohr. Die Transponderohrmarke muss ins links Ohr, weil das Karussell im Uhrzeigersinn dreht und somit die Kühe zuerst mit dem linken Ohr - blicken ja nach innen - an der Antenne vorbeifahren und somit früher erkannt werden.
Die Erste von vielen in den kommenden Jahr(zehnten), dass ich auch ein Foto davon habe:

Benjamin


Mittwoch, 6. Mai 2015

Rebeccas Geburtstag

Heute wurde Rebecca ein Jahr alt, wenn man sich die Fotos vom letzten Frühjahr ankuckt (Posts vom 06.05.2014 und 13.06.2014) - wie die Zeit doch vergeht!

Benjamin



Dienstag, 5. Mai 2015

Tornados in Mecklenburg

Tornados sind bloß eine Bestrafung für das Leugnen des Klimawandels, irgendwo in weiter Ferne - oder doch plötzlich vor der eigenen Haustüre. Heute war der erste richtig warme Tag im Mai und entsprechend waren Gewitter angekündigt. Auf dem Heimweg fing der Starkregen an und in den Radionachrichten wurde gemeldet, dass es einige Tornados gab. Kaum daheim, kam schon der Alarm für die Feuerwehr; im Nachbarort wäre eine Windhose durchgezogen. Auf der Anfahrt sah man noch nichts, aber dann: Entlang der Bahnlinie auf einem Kilometer der Wald platt gemacht, die Kiefern einfach auf halber Höhe abgebrochen, Strommasten aus Beton umgeworfen und etliche Häuser beschädigt.
Da ging es noch glimpflich ab, in Bützow wurden große Teile der Innenstadt verwüstet.


Benjamin

Überall gleichzeitig

Jetzt geht es in die heiße Phase der Vorbereitung für das neue Karussell. Es dreht sich schon, aber die Kühe können noch nicht gemolken werden, weil sie noch die Transponderohrmarken bekommen müssen. Da das PR3100 HD für den amerikanischen Markt entwickelt wurde läuft die Tiererkennung über Ohrmarken und nicht über Halsbänder, weil das in Amerika - egal ob USA oder Mexiko - so üblich ist. Die Ohrmarken werden nächste Woche bei der Jahresblutung für die BHV1- und Paratuberkuloseuntersuchungen mit eingezogem, wenn man schon mal alle Kühe eingefangen hat. Außerdem bin ich jetzt als zur Einarbeitung auf der Anlage in Pinnow. Um die dortigen Abläufe kennenzulernen. Da bin ich den ganzen Tag kreuz und quer durchs Territorium unterwegs: Morgens in Garlin vorbei bzw. wenn dort was Größeres ansteht auch zwischendurch, bis 9 Uhr in Boberow, dann in Pinnow und ab 14 Uhr wieder in Boberow und zum Schluss noch die aktuell betriebenen Brunnen ablesen.

Benjamin

Sonntag, 3. Mai 2015