Nun zur zweiten und dritten Seite des Eutergesundheitsberichts.
Hier noch mal der Link zur Podcastfolge im Kuhverstand.
Die Zahlen noch mal im Einzelnen, mit dem 12-Monats-Durchschnitt und dem Vergleich zum oberen Viertel:
Benjamin
Nun zur zweiten und dritten Seite des Eutergesundheitsberichts.
Hier noch mal der Link zur Podcastfolge im Kuhverstand.
Die Zahlen noch mal im Einzelnen, mit dem 12-Monats-Durchschnitt und dem Vergleich zum oberen Viertel:
Benjamin
- zur Übersicht der Melkhausbau-Serie -> hier -
Gestern wurden die Milchmengenmessgeräte im Karussell kalibriert.
War das bei den MM15 mit den mechanischen Wiegetassen, wie sie in den Boberower Melkständen eingebaut sind und im alten Karussell in Pinnow, mit Gewichten zum Eichen einfach zu zügig durchzuführen ist es bei den MM27BC, die mit Nahinfrarot arbeiten komplizierter.
Bisher wurde dazu jedes einzelne Messgerät mehrmals mit definierten Mengen an Wasser ausgelitert, bei 60 Stück eine lange Geschichte. Daher wurde jetzt bei uns neben einem anderen Melkstand erstmals in Brandenburg durch den Landeskontrollverband eine datenbasierte Kalibrierung gemacht.
Seit Anfang Juli wurden alle Milchmengenmessungen - insgesamt an die 60.000 - aufgezeichnet und damit die einzelnen Messgeräte mit den Kühen untereinander verglichen, welche nach oben oder unten abweichen.
Dann berechnete ich den Referenzwert für die Gesamtabweichung, und zwar die vom Milchauto abgeholte Menge abzüglich der nicht in den Tank gemolkenen Milch. Danach gab es eine Unterschätzung von 1,36 %. Um diesen Wert wurden die Messgeräte nun korrigiert. Da die Referenz von einem einzigen Tag verzerrt sein kann, werde ich die Berechnung nun die nächste Woche täglich wiederholen.
Wirtschaftlich hat die Abweichung keine Bedeutung, weil dadurch nicht mehr Milch in den Tank kommt. Aber da das Karussell dann vom LKV für die Milchmengenerhebung in der Milchleistungsprüfung zugelassen wird macht das einen Anstieg um 130 kg Jahresleistung bzw. knapp 10 Fett-Eiweiß-Kilo.
Benjamin
- zur Übersicht der Melkhausbau-Serie -> hier -
Heute gab es die erste Milchleistungsprüfung im neuen Karussell.
Gestern hatte ich alles vorbereitet, sind zwar doppelt so viele Flaschen wie als in Boberow aber die Computerarbeit dafür die gleiche. Erstmals haben wir die Flaschen in Reihenfolge der Gruppen zuteilen lassen, was sehr viel Sucherei erspart, weil man dann jeweils nur zwei statt alle acht Kisten hat - vorrausgesetzt natürlich die Kühe sind auch in ihrer jeweiligen Gruppe.
Die ganze Milchkontrolle spielt sich im Inneren des Karussells (Subway) ab, was den großen Vorteil hat, nicht den Melkern im Weg rumzulaufen, sauber zu bleiben und eine angenehme Arbeitshöhe an der Technik zu haben.
Wenn die Kuh ausgemolken ist wird der Probennahmebecher gleich in den Messbecher umgeschüttet und nicht erst zu den Flaschenkästen getragen, was die meiste Zeit einspart. Die Probennehmer gestern Abend einzubauen war eine ziemliche Fummelarbeit, weil durch das nötige Gefälle in der Milchleitung gegenüber der Milchschleuse am "oberen Ende" sehr wenig Platz ist:
- zur Übersicht der Melkhausbau-Serie -> hier -
Übernächste Woche wird die erste Milchleistungsprüfung im neuen Melkkarussell stattfinden. Daher fuhren wir heute zu unseren Nachbarn von der Agrargenossenschaft Karstädt, um uns dort den Ablauf anzuschauen. Als erstes fiel mir auf, dass man die fast 4 Jahre, die deren Karussell älter ist in den Details der Ausführung deutlich erkennt.
Bei uns wir es einen Tablet-PC geben, auf dem dann via WLAN vom Hauptcomputer aus Melkplatz, Kuhnummer und die Probenflaschen in der jeweiligen Kiste angezeigt werden, da braucht man die Zettel nur noch als Reserve. In Karstädt hat jeder Melkplatz neben dem Milchmengenmessgerät noch ein eigenes Melkplatzterminal, an dem die Probenflasche und Kiste angezeigt werden, wenn die Leistungsprüfer die Probe nehmen.
Bei 280 Kühen pro Stunde waren die beiden nicht gehetzt unterwegs. Natürlich erleichtert die Subwayausführung mit der gesamten Technik auf Brusthöhe die Arbeit sehr. Weite Wege sind es auch nicht; kurz vor dem Ausgang des Karussells, wo die Kühe ausgemolken sind, steht das Regal mit den Kisten. Die sind gruppenweise sortiert, sodass immer nur eine oder zwei gebraucht werden:
Benjamin