Montag, 6. April 2015

Aktuelle Ansicht

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Der Baufortschritt am neuen Melkhaus mal aus 1,5 km Entfernung über einen Teil der Mutterkühe mit ihren Kälbern hinweg gesehen:
Von links nach rechts der Strohstall für die frischabgekalbten Kühe, der "alte Stall" (Typenbau L203), das bisherige Melkhaus, der "neue Stall" und das neue Melkhaus, farblich vom Wiesengrün der anderen Gebäude abgehoben:

Benjamin


Samstag, 4. April 2015

Aktuelles Foto von Angel

Wie versprochen gibt es für Fabienne heute das aktuelle Foto von Angel, also Giselas jüngerer Schwester, die mittlerweile schon 10 Wochen alt ist.. Von den drei anderen habe ich leider keine zeitnah aufgenommenen, da Nina und Alis schon nach Sargleben umgezogen sind und Rebecca einfach keine Lust auf Fotos hatte:

Benjamin


Freitag, 3. April 2015

Endlich April

Wie das Wetter hier oben ist? Die letzten Tage war es richtig ungemütlich, man konnte fast meinen, dass der Winter zurückgekehrt ist: Nachfrost, Sturm inklusive Stromausfällen und umgewehten Bäumen, Schnee und Platzregen. Jetzt ist aber auch endlich der April angekommen. Zwar nicht das allerwärmste, aber am Nachmittag ordentlich Sonnenschein und auch passend für die ersten unserer diesjährigen "Osterhasen-Kälber":

Benjamin


Die MLer

Heute mal über die "MLer", was mittlere Leistungsgruppe bedeutet. Aktuell wird ein neuer Vertretungsfütterer angelernt, und da ist die Übersicht über die einzelnen Futtergruppen im verbauten Stall zu Beginn nicht so einfach. Wo die anderen, die seit Jahren dabei sind (trifft mittlerweilen auch auf mich zu) mit den Gruppennummern um sich werfen. Daher hat er sich mit Viehmarkierungsspray die jeweiligen Rationskürzel an den Stalleinfahrten angesprüht. Hier zu sehen die ML "im großen Stall links oben". Was man hier auf dem Foto auch erkennen kann sind die massiven Pfeiler und die höhere Decke des ehemaligen Futterhauses, wo früher die Förderbänder für die Untenbandfütterung beschickt wurden.

Zu den MLern gehören alle Kühe, die noch nicht als tragend (nach Trächtigkeitsuntersuchung) erfasst wurden und weniger als 29 kg Milch am Tag geben. Aktuell liegen sie im Schnitt bei 24,8 kg.
Das bekommt jede zu fressen:
 

18 kg Maissilage 
7,5 kg Grassilage 
350 g Gerstenstroh  
4,5 kg Pressschnitzel  
1,4 kg Sojaextraktionsschrot  
1,7 kg Rapsextraktionsschrot  
1,6 kg Roggenschrot  
500 g Triticaleschrot  
850 g Körnermais
125 g Pansenpilot  
250 g Mineralfutter
40 g Salz 

Benjamin




Mittwoch, 1. April 2015

Start in die Marktwirtschaft

Heute war es soweit: Nach über 20 Jahren wurde auch bei der Milch die Marktwirtschaft eingeführt. Mit der "freien Milch" anstoßen, dass in Zukunft die Politik nicht mehr die Produktion von Lebensmitteln einschränkt oder sogar sanktioniert:

Benjamin

Montag, 30. März 2015

Kuhtreiber

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Wo in Boberow die uralte Umbaulösung von Vorwartehof äußerst ungünstig ist: Breiter als lang, seitliche Eingänge, Ecken, in denen sich Kühe verstecken können; so wird es im neuen Melkhaus von Grund auf vernünftig gebaut. Auf dem Foto im Post vom 20. Februar ist ja schön der Anstieg zu sehen. Dazu wird noch aktuell der Kuhtreiber eingebaut, ein Gatter, dass die Kühe nach vorne zum Karussell treibt und gleichzeitig zur Trennung von der nächsten Gruppe dient. Das eigentliche Gatter wird draußen zusammengebaut und das Fahrwerk, woran dieses dann hängt wurde schon auf die Schienen gesetzt. Und angebunden, dass es nicht zurückrollt:

Benjamin


Freitag, 27. März 2015

Onika

Hatte ich bisher über die rotbunten Kälber in Garlin (Post vom 06.02.2015) und die rotbunten Bullenkälber (Post vom 20.03.2015) geschrieben, so kann ich heute endlich mal ein Foto von einem rotbunten Kuhkalb aus Boberow bringen, und zwar Onika, die am Dienstag geboren wurde. Wie der Name schon vermuten lässt ist auch ihr Vater OneRed.
Ihre Mutter ist das "Dicke Einhorn", Nr. 1109. Ein Foto von ihr ist im Post vom 17.09.2013, seitdem ist sie aber noch ein ganzes Stück gewachsen, vor allem in die Breite.

Benjamin


Donnerstag, 26. März 2015

Nach Iden

Am gestrigen Mittwoch war ich erstmals in Iden, und zwar zum 40. Tag des Milchviehhalters in Sachsen-Anhalt; die Prignitz liegt halt zentral abseits, von allen landwirtschaftlich wichtigen Orten gleich weit weg. 
Natürlich war mir davor das LLFG Iden ein Begriff, als bedeutende Forschungsanstalt mit großer Geschichte und die beste Milchviehherde in Sachsen-Anhalt. Aber alleine das alte Rittergut, das den Kern der Anlage bildet ist mehr als beeindruckend (Fotos folgen bald).
Thematisch ging es um die aktuellen Entwicklungen der Milchkuhpopulation von seiten des Landeskontrollverbands und des Zuchtverbands, dann eher wenig aussagend über Eutergesundheit und dafür umso mehr aus dem Mehrländer-Jungrinderaufzuchtprojekt der ostdeutschen Forschungsanstalten, wo die metabolische Programmierung richtig schön mit Zahlen untermauert wurde. Das erste halbe Jahr Vollgas und dann bremsen.
Und zum Schluss als Vertreter des Hauses noch Thomas Engelhard über die Fütterung in Iden auf Leistung und Gesundheit, einfach nur schön zuzuhören wie es auch laufen kann, wenn von den Vorraussetzungen her (fast) alles stimmt. Wieder mal eine halbe Stunde gedanklich in der kompromisslos-konsequenten Liga unterwegs.

Benjamin

Dienstag, 24. März 2015

Milchquote erfüllt!

Vor anderthalb Jahren hätte ich es nicht für möglich gehalten die Milchquote vollzubekommen. Aber heute um 18:34 war es dann soweit, eine Woche vor Ende des allerletzten Quotenjahres waren die 100 % erreicht. Die genaue Literzahl bei der heutigen Abholung konnte ich nicht genau vorhersagen, weil mir die Fettwerte der letzten Tage fehlen, aber ich hatte mal 4.235 angenommen, und war ungefähr eine Sekunde zu langsam:



















Vor einem Jahr waren es zu diesem Zeitpunkt nur 92,5 % Quotenausnutzung gewesen. Die ca. 8,5 % über Vorjahresniveau sind einmal davon 3,5 % auf eine höhere Kuhzahl zurückzuführen, da ich die Zahl der abgegangenen Kühe verringert habe und so mehr "übrigblieben". Und die restlichen 5 % sind Leistungssteigerung.

Nachtrag vom 26.03.: Nun habe ich alle Fettwerte bis einschließlich Dienstag und die Milchquote war bei 4.723 l erfüllt, also erste eine knappe Minute später.

Benjamin

Montag, 23. März 2015

Embryotransfer - Teil 4

Heute standen die Trächtigkeitsuntersuchungen bei den Färsen an, die im Februar die Embryonen von Hedda übertragen bekommen hatten. Von den ursprünglich neun Färsen waren zwei zwischenzeitlich brünstig geworden und von den sieben übrigen waren heute sechs tragend.

Und bei den anderen Trächtigkeitsuntersuchungen aus normalen Besamungen war auch Gisela dabei. Sie ist auch tragend, von dem Bullen Kayne. Ist ein nach Brandenburg ausgewanderter Engländer und von den Zuchtwerten her für mich doch zufriedenstellend. Sie wurde am 2. Februar besamt, sodass ich als Kalbedatum den 9. November erwarte. Wären dann 26,6 Monate Erstkalbealter, zwar nicht das allerbeste, aber für unsere Verhältnisse schon gut.

Benjamin

Sonntag, 22. März 2015

Frühlingssonne

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Nachdem gestern der erste Frühlingstag bei gemütlichen 4 Grad ins Wasser gefallen war, wurde es heute nicht viel wärmer, aber dafür viel Sonnenschein. Da strahlt das Dach vom neuen Melkhaus richtig. Das ist auch der Grund, warum heute die meisten Stalldächer weiß sind: Um die Sonne zu reflektieren, damit sich das Innere nicht aufheizt. So findet ihr auch auf keinem meiner Fotos aus Idaho (mit immerhin 300 Sonnentagen im Jahr...) andersfarbige Dächer.
Und zumindest auf der Südseite ist die Schlammschlacht vorbei und der Unterbau des Hofes ist fertig:





 













Am Vorwartehof wird gerade die Technik für das Flushsystem eingebaut. An der Farbe kann man schon erkennen, dass das von GEA Houle stammt ("also Westfalia"):

Benjamin



Freitag, 20. März 2015

Sonnenfinsternis

Von der Sonnenfinsternis hat man hier oben in der Prignitz schon etwas mitbekommen. Der Himmel war wolkenlos und so war es für eine dreiviertel Stunde schon trüber, als würde man durch eine Sonnenbrille kucken und in meinem Büro mit Fenstern Richtung Nordwest merkte man es deutlich. 

Da auch das Foto von der Finsternis bei maximaler Überdeckung derart überbelichtet war, dass genau gar nix zu sehen ist hier ein Foto von den unwirklichen Lichtverhältnissen; strahlender Sonnenschein und trotzdem trüb:




 














Und der groß angekündigte Stromausfall blieb auch aus.

Benjamin

Die Roten kommen!

Jetzt gab es auch endlich in Boberow rotbunte Kälber via Vererbung des VRC-Gens (siehe Post vom 06.02.2015).
Waren jetzt beides Bullenkälber, sodass diese Farbtupfer wieder schnell aus dem Stall draußen sind.
Einmal Ontario:





 















Und der zweite, Molar. Sein Vater ist Mokabi, auch ein Bulle mit VRC-Gen, von dem ich dies nicht wusste, da er in Boberow nicht eingesetzt wurde. Seine Mutter ist einer der über den Winter aufgestallten Färsen (siehe Post vom 14.12.2014). Zwar hatte ich in Garlin schon einige Kälber von Mokabi, also Molars Halbgeschwister, die waren aber allesamt schwarzbunt:

Benjamin

Dienstag, 17. März 2015

Waffenhandel ohne Strom

Eigentlich wollte ich morgen früh wieder bei meinen Kühen sein, aber da hatte die Bahn nicht genügend Strom dafür, sodass ich es gerademal zwanzig km weit bis nach Biblis gepackt habe. Der Anschlusszug fiel wegen Oberleitungsschaden aus, also den Urlaub zwangsweise um einen halben Tag verlängert.
Aber es gab auch was zu kucken: War ein Güterzug im Bahnhof liegen geblieben, 40 Container, alle mit Explosiv-Aufklebern und US-Kennnummern. Sah schon ganz nach einem Waffentransport Richtung Ukraine aus, um den Bürgerkrieg am Laufen zu halten. Kamen auch gleich bewaffnete Marines und haben sich am Zugende aufgestellt, dass ja niemand was plündert.
In tiefsten Hinterland gescheiterte Supermacht...

Benjamin




Muskelbiopsie

Wo ich auf der Neumühle war konnte ich wieder in der Agrarforschung mitspielen bzw. etwas assistieren.
Beim aktuellen Forschungsprojekt geht es darum, durch die Fütterung von Niacin (Vitamin) vor der Kalbung eine Veränderung an den Muskelfaser herbeizuführen, dass dann später andere Fettsäuren abgebaut werden und die Stoffwechsel- und Leberbelastung niedriger ausfällt.
Wurden gerade bei zwei kurz vor der Kalbung stehenden Kühen Muskel und Leberproben entnommen, für die Muskelproben von der Keule (Bewegungsmuskulatur) und dem Rücken (Haltemuskulatur).
Wird mit der Stanze eingestochen und die entnommenen Proben in flüssigem Stickstoff eingefroren und danach in die Probenröhrchen umgefüllt:

Benjamin

Auf der Neumühle

Wenn ich schon mal auf Urlaub in Rheinhessen bin fahre ich dann auch Sonntagsmorgens zum Melken auf meinen "Stammbetrieb".
Die Herde umfasst jetzt genau 150 Kühe und somit ist der Stall auch voll. Die Leistung wurde in den letzten Monaten deutlich gesteigert und liegt nun bei rund 10.350 kg, nennenswert mehr wäre im Versuchsbetrieb nicht zu erwarten, wegen der häufigen Änderungen.

Braunies Verwandtschaft gehts gut, ihre Tochter Mai liegt in der dritten Laktation schon bei 17,3 kg Lebenstagsleistung, ihre Schwester Latte ist mittlerweile wieder tragend und ihre Mutter Leonie auch, nun mittlerweile zum neunten Mal. Mit über elf Jahren geht ist  nun langsam auf die 60.000 kg Lebensleistung zu:




















Und hier noch ein Foto von Sonne, die ihre ganze Technik präsentiert: Das weiße Halsband mit der Stallnummer und dem Insentec-Transponder für die Wiegetröge im Versuchsbereich, das schwarze Halsband mit dem Heatime für die Brunsterkennung und am Fuß den Transponder für die Erkennung im Melkstand, an der Waage und den Selektionstoren:

Benjamin

Montag, 16. März 2015

101 t/ha Zuckerrüben

War ich mal wieder in Ertragsdimensionen unterwegs, die fernab vom "Brandenburger Kanickelsand" liegen. Aktuell bin ich auf Urlaub in Rheinhessen und da war ich auch mal wieder auf Besuch bei meinem Studienkollegen in Südhessen. Direkt am Rhein die grundwasserbeeinflusste Auenböden halt. Und da war es neben Kucken fremder Kühe, dem Fachsimpeln über die Berichte der Milchleistungsprüfung auch das Bestaunen der Ertragsstatistiken: Nicht nur für 2014 einen durchschnittlichen Weizenertrag von um die 105 dt/ha sondern auch 101 t/ha bei den Zuckerrüben, bei einem bereinigten Zuckerertrag von 16,5 t/ha. Wobei der schlechteste Schlag nach dem Hochwasser vorletztes Jahr (siehe Post vom 13.05.2014) es mit 85 t stark nach unten gezogen hatte.

Benjamin

Freitag, 13. März 2015

Melktechnikprüfung

Am Dienstag gabs mal wieder die Melktechnikprüfung durch den Landeskontrollverband, wo während dem Melken an allen möglichen Stellen Vakuum und Milchfluss gemessen wurde. Im Vergleich zur letzten Überprüfung vor anderthalb Jahren hatte sich viel verbessert, vor allem wegen der höheren Milchleistung:
- so gut wie keine Kühe mehr mit verzögertem Milchfluss
- keine biomodalen Milchkurven mehr, wo durch unzulängliche Stimulation zuerst die Milch aus der Euterzisterne kommt und da später erst die aus dem Eutergewebe
- bessere Melkzeugpositionierung durch die verlängerten Schläuche
Zu beanstanden gab es relativ wenig:
- bei einem der Melkstände war der Sensor für das Vakuum-Regelventil verschmutzt
- zu hohes Vakuum von 45 kPa (= absoluter Druck 0,56 bar), aber keine Probleme mit dadurch bedingten Hyperkeratosen an den Zitzenspitzen ("Hornhaut")
- Zitzengummis mit zu großem Innendurchmesser, dadurch zu viele Lufteinbrüche gegen Melkende. Muss also beim nächsten Wechsel mal das Modell gewechselt werden.
- Die schlecht melkbaren Euter mit zu engen Zitzenabstand hinten wären ein züchterisches Problem, das es vor allem im (beeinflussten) Gebiet der Rinderzucht Mecklenburg-Vorpommern gäbe.

Benjamin

Sonntag, 8. März 2015

Erster Frühlingstag

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Gab es noch am Dienstag Glatteis so war heute der erste Frühlingstag für dieses Jahr: Schönster Sonnenschein und 17 Grad.
Da bot es sich an für die treu wartenden Leser mal wieder ein aktuelles Foto vom neuen Melkhaus zu machen. Trotz geschlossener Curtains ließ sich schon bei diesen Temperaturen die luftige Bauweise gut erahnen.
Der Blick ist von der Rückseite, im Vordergrund der Treibweg, worauf dann die Kühe vom Stall gelaufen kommen.

Benjamin


Donnerstag, 5. März 2015

Nach Güstrow

Im "Vierländereck" von BB, MV, NS und SA gelegen, bin ich eigentlich von allem gleich weit entfernt. Am Dienstag war ich in Güstrow beim Landeskontrollverband MV zum 24. Milchrindtag Mecklenburg-Vorpommern. Geschäftsbeziehungen dorthin haben wir aber auch und zwar über die Milchgüteprüfung der abgelieferten Milch. Da die Molkerei Karstädt zur Hansa-Milch gehört, die ihren Hauptsitz in Upahl (bei Grevesmühlen) hat werden die Analysen in Mecklenburg-Vorpommern gemacht.
Thematisch ging es hauptsächlich um Forschungsergebnisse der Landesforschungsanstalt, insbesondere mit dem Datenmaterial aus den Testherden, wenn das ganze schön durchgerechnet und aufbereitet ist.
Beim Aktuellen vom Rinderzuchtverband wurden eine Liste mit den höchsten Zuchtwerten weiblicher Kälber im Zuchtgebiet gezeigt und bei Blick quer drüber kam mir der Muttername eines der Kälber ziemlich bekannt vor - Jasminka. Kein Wunder, denn die gehört zur Pinnower Herde und ist wie ich nachgekuckt habe auch die Mutter der vier in Boberow stehenden Jungrinder (siehe Post vom 15.11.2014).
Zum Schluss gab es noch einen Vortrag über das Konzept eines Null-Emissionen-Stalls mit Vollklimatisierung. War total abgedreht und ich halte die Stallplatzkosten von knapp 11.000 € für extrem schöngerechnet, aber andererseits hat Vieles irgendwann mal als Spinnerei angefangen.

Benjamin

Montag, 2. März 2015

Referenzmenge erreicht

Das letzte Jahr der Milchquote geht nun endlich langsam zu Ende, sind nur noch 30 Tage. Gestern Abend wurde bei der Abholung die Referenzmenge unserer Quote überschritten, mehr als drei Wochen früher als im letzten Jahr (25. März). Da sich diese aber auf einen Fettgehalt von 4,358 % bezieht und in den letzten elf Monaten es im Schnitt 4,071 % waren kommt nun die Fettkorrektur zum tragen, weil ja eigentlich nicht die Milchmenge an sich quotiert ist sondern nur die Milchfettmenge. Danach liegt die Quotenausnutzung bei 93,6 %.

Samstag, 28. Februar 2015

Giselas Stammbaum

Für meine Gisela habe ich mal den Stammbaum aufgemalt. Ich kann ihre Ahnen bis zu 10 Generationen auch in die 1950er Jahre zurückverfolgen. Unten habe ich nur die letzten sechs Generationen bis zu ihren Ururururgroßeltern aufgemalt, weil es darüber hinaus zu komplex geworden ist. Ganz oben ist ihre Mutterlinie, ganz unten die Vaterlinie. Man sieht schon, dass einige Bullen mehrfach vorkommen und natürlich auch Starbuck und Chef II, die zudem in den früheren Generationen auch noch einige Male auftauchen. 
Insgesamt hat sie deutsche, niederländische, amerikanische und kanadische Vorfahren und da die Mutterlinie auf das SMR zurückgeht über die darin "enthaltenen" Dänischen Jerseys auch unbekannte aus Dänemark und England:

Benjamin




Freitag, 27. Februar 2015

Die Urahnen

Mal was aus dem Bereich der Hobbyzucht, wo die Abstammung mehr bedeutet als die Zuchtwerte:
Letzte Woche habe ich die Stammbäume der Kühe im Herde-Programm entdeckt. Normal werden in der Einzeltierübersicht die drei letzten Generationen angezeitgt (bis Urgroßeltern). Zusätzlich sind aber die Bullen mit ihrer Abstammung hinterlegt, soweit diese bekannt ist.
Insgesamt kann ich so die Abstammung der Kühe über bis zu zwölf Generationen hinweg bis in die 1950er Jahre zurückverfolgen.
Und mir wurde die starke Verwandschaft bei den Holsteins schlagartig sichtbar, in den stets angezeigten drei letzten Generationen sieht man das nicht, außer dass zwei der Kühe doch tatsächlich nur einen Großvater haben. Aber tief in den Stammbäumen liest man immer wieder die selben Namen, allen voran den berühmten Starbuck aus Kanada (Jahrgang 1979) und den amerikanischen Chef II (Jahrgang 1962). Auch wenn über die Bullenstammbäume nicht die Mutterlinien und damit bedeutende SMR-Bullen erfasst sind, sehe ich diese beiden nun als die Stammväter der Boberower Herde an: 94 % stammen von Starbuck ab, 96 % von Chef II und 91 % sogar von beiden. Bei einer einzigen Kuh fand ich sie nicht im Stammbaum, aber bloß weil diese von mehreren nicht verzeichneten Deckbullen abstammt.

Benjamin

Donnerstag, 26. Februar 2015

Foto von Angel

Nun gibt es endlich ein Foto von Angel. Sie ist nun 30 Tage alt und nicht ganz so anhänglich wie es Gisela in diesem Alter war.

Benjamin

Mittwoch, 25. Februar 2015

Nach Neulewin - Teil 2

Von der Milchviehanlage in Neulewin war ich wirklich überrascht, zwar ist die Herde knapp doppelt so groß und das Niveau ein gutes Stück höher als in Boberow, aber die Bedingungen doch sehr ähnlich. Die beiden Ställe für die melkenden Kühe wurden nach der Wende erweitert und umgebaut, dazwischen ein Melkhaus mit zwei nebeneinander liegenden DeLaval-Fischgrätenmelkständen (hier Doppel-8er), die Sondergruppen sind in einem separatem Stall untergebracht und müssen über den Hof gekehrt werden. Die Hochtiefboxen werden mit Separat eingestreut, aber dafür wird direkt die Gülle genommen, weil in die Biogasanlage auch Hühnertrockenkot reinkommt, was dann hygienisch bedenklich wäre.

Im Abkalbestall (ehemalige Bergehalle) waren in der Bucht der Anfütterungsgruppe einige bei der Ultraschalluntersuchung als besonders sehenswert aufgefallene Kühe aufgereiht, die dann alle von innen angekuckt wurden. Was hier eine Besonderheit ist, denn normalerweise wird das mangels Selektionsmöglichkeiten mitten in den Kuhgruppen gemacht.
Mit den Ultraschallbildern bin ich nicht so vertraut, weil ich bei uns immer zum Schreiben mit den ganzen Listen auf dem Futtertisch stehe, aber in Verbindung mit einer Leinwand hatte ich es schon mal bei der Rückenfettdickenmessung gesehen (siehe Post vom 04.12.2013). Gab es alle möglichen Störungen an den Eierstöcken zu sehen, aber am beeindruckensten war der Vergleich von einem Embryo am 36. Tag, der nur murmelgroß ist zu Zwillingen am 56. Tag, also nur 3 Wochen älter, aber schon mausgroß, sehr lebhaft ("die beißen schon") und man kann da bereits vom Echo her die Rippen zählen. In dem Zusammenhang der Ansatz bei festgestellten Zwillingsträchtigkeiten diese Information zu nutzen und die gesamte Vorbereitung der Kuh auf den früheren Kalbetermin auszurichten:

Benjamin



Dienstag, 24. Februar 2015

Nach Neulewin - Teil 1

Am Sonnabend war ich in Neulewin im Oderbruch, 5 km vor Polen. Dort veranstaltete die Agrarproduktion Oderbruch mit der betreuenden Tierarztpraxis Stumpe und Idexx Laboratories, die in der Veterinärdiagnostik tätig sind, einen Workshop zum Thema Fruchtbarkeitsmanagment. Die Einladung dazu erhielt ich über einen eher ungewöhnlichen Weg: Wurden blind Ausbildungsbetriebe in Brandenburg angeschrieben, wodurch das auch auf meinen Schreibtisch gekommen war.
Es ging hauptsächlich um den Ansatz, von den Besamungen nicht tragend gewordene Kühe möglichst schnell zu finden, um da keine Zeit zu verlieren. Dazu werden freitags Blutproben der vor 4 - 5 Wochen besamten Kühe genommen und gehen per Nachtkurier ins Idexx-Labor in Ludwigsburg (bei Stuttgart), wo ein Trächtigkeitstest gemacht wird. Die danach nicht tragenden Kühe kommen dann montags zur wöchentlichen Ultraschalluntersuchung, um zu kucken, was genau los ist. Die tragenden kommen erst die Woche darauf zur klassichen Trächtigkeitsuntersuchung, um die höhere Embryonensterblichkeit (Frühabort) in der 6. Trächtigkeitswoche zu beachten.
Nicht tragende Kühe werden dadurch ganze 2 - 3 Wochen früher gefunden als bei unserer Verfahrensweise, wenn auch bei erheblichem Mehraufwand.

Benjamin

Freitag, 20. Februar 2015

Aktueller Baufortschritt

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Der Vorwartehof wurde asphaltiert. Hier der Blick von unten vom Treibgang nach oben. An der linken Mauer kann man den Anstieg deutlich erkennen; dass sich die Kühe bergan Richtung Karussell ausrichten. In der Mitte zwischen den beiden Mauern ist der Rücktrieb, wo auch das Klauenbad hinkommt. Und rechts davon dann der Selektionsbereich.

Benjamin




Mittwoch, 18. Februar 2015

Embryotransfer - Teil 3

Gestern wurde Hedda gespült und zwar von einem ET-Spezialisten der Masterrind. Da ist die Verbandszugehörigkeit egal, weil er für ostdeutsche Verhältnisse um die Ecke wohnt und ansonsten zählt da nur das Können. Und so konnte er ganze 13 Embryonen ausspülen, wovon 9 auf die geeigneten der vorbereiteten Trägertiere übertragen wurden und 4 eingefroren. Die meisten der Embryonen waren im Morula-Stadium (~ 16 Zellen), einige schon im Blastozysten-Stadium, wo die Flüssigkeitsblase angelegt wird.
Die meiste Zeit hab ich zugekuckt und mir die Geschichten aus der hohen Zucht angehört, wo welcher Bulle herstammt, und dessen Mutter meist duch irgendwelchen Zufall für den Embryotansfer ausgewählt wurde. Gehört auch etwas Gestrunze dazu: "Gunnar sagt Dir was?" - Ist ein Bruder vom Guarini, also der Onkel von Gisela - "Ja, von dem haben wir etliche Töchter hier." "Den hab ich rausgespült!"
Auch der Vergleich der Arbeitsbedingungen, wo zu Anfangszeiten des Embryotransfers in desinfizierten und mit UV-Licht bestrahlten Labors gearbeitet wurde und bei uns heutzutage unter absoluten Feldbedingungen in den "Katakomben":

Benjamin


Samstag, 14. Februar 2015

Embryotransfer - Teil 2

Am Dienstag wurde Hedda zweimal besamt mit dem Bullen Deyja. Dieser hat zwar eine Schwäche im Kalbeverlauf, aber ansonsten sehr ausgeglichene Zuchtwerte, wo vor allem der Nutzungsdauerzuchtwert von 141 raussticht, was auch zum fast idealen Milchtyp-Zuchtwert von 106 passt.

Hier die ganze Bullenkarte bei WWS: 
http://www.wwsgermany.com/?l1=bullen&l2=Genom.%20Jungbullen%20DE&tid=600&kn=DEYJA

Und am Dienstag waren neun der insgesamt zwölf als Trägertiere synchronisierten Färsen brünstig.
Am kommenden Dienstag soll dann die Übertragung stattfinden.

Benjamin

Kran auf Fahrt

Für Spezialeinsätze ist auf der Boberower Milchviehanlage ein Bagger stationiert. Dabei handelte es sich um einen Fortschritt T 188, Ende der 1980er im Weimarer Werk gebaut, was heute zu Hydrema gehört. Im allgemeinen Sprachgebrauch wird hier Kran dazu gesagt, wahrscheinlich weil früher mit den Mobilbaggern alle größere Ladearbeiten verrichtet wurden.
Nach über einem Jahr Stillstand gab es heute wieder einen Spezialeinsatz. Bei der mitbetreuten Biogasanlage des Nachbarbetriebs war der Feststoffdosierer defekt und musste leergeräumt werden, wozu sich der Bagger am bestem eignet. Der Motor sprang bei den Minusgraden gleich an und dann wurde einer der großen Ackerschlepper vorgespannt, um nicht die große Überlandfahrt quer durchs Feld aus eigener Kraft bewältigen zu müssen.

Benjamin

Samstag, 7. Februar 2015

Embryotransfer - Teil 1

Bei Embryotransfer denkt man eher daran, wie Anfang der 1980er in Dummerstorf für die Nukleuszuchten die 10.000 l-Kühe gespült und damit der Zuchtfortschritt für ganz Deutschland gemacht wurde. So bedeutend ist der Embryotransfer längst nicht mehr wegen den viel größeren verfügbaren Datenmengen und der genomischen Selektion.
Wird aber trotzdem noch gemacht, wie bei der Färse Hedda, die einen besonders hohen Zuchtwert hat (RZG 140+). 
Und wenn man als über die Amis lästert mit ihrem Pre-Double-sonstwas-Ovsynch, wo die Kühe bis zur Trächtigkeit ein Dutzend Spritzen bekommen und man mit der Hormonmenge auch bestimmt Bullen tragend bekommen würde... Bei der zu spülenden Färse ist es nicht ganz so viel, aber auch noch vier Tage lang, um die Superovulation auszulösen. Dass nicht nur wenige sondern vielleicht 15 - 20 Eizellen springen, die dann hoffentlich befruchtet ausgepült werden können.
12 andere Färsen wurden jetzt im Zyklus als Empängertiere synchronisiert, um bei der Übertragung genauso weit zu sein.

Hier Hedda, mit grün angesprühten Ohrmarken um sie besser zu erkennen. Links von ihr - in Fahrtrichtung rechts - steht übrigens Gisela.

Benjamin


Freitag, 6. Februar 2015

Erstes VRC-Kalb

Die Farblehre der Deutschen Holstein folgt den Mendelschen Regeln: Schwarzbunt ist dominant, Rotbunt ist rezessiv. Heterozygote sind phänotypisch schwarzbunt, können aber auch rotbunt vererben, wird daher Rotfaktor genannt.

SS + SS = SS
rr + rr = rr
SS + rr = Sr

SS + Sr = 1/2 SS, 1/2 Sr
Sr + rr = 1/2 Sr, 1/2 rr
Sr + Sr = 1/4 SS, 1/2 Sr, 1/4 rr

Nun gibt es auch das VRC-Gen (Variant Red Carrier), was ein dominantes rotbuntes Allel ist. Der Bulle OneRed hat ein solches und seit letztem Mai warte ich auf das erste dadurch rotbunte Kalb. Gestern ist es nun in Garlin gekommen und auch gleich ein weibliches. In Boberow wird es noch einige Wochen dauern:

SS + SR = 1/2 SR, 1/2 SS

Bei Rotfaktor-Kühen würde es so aussehen:

Sr + SR = 1/4 SS, 1/4 SR, 1/4 Sr, 1/4 Rr

Und bei der handvoll unserer Rotbunten würde es so aussehen:

rr + SR = 1/2 Sr, 1/2 Rr 

Solange die Kuh selbst kein VRC-Gen hat sind die Hälfte der Kälber von OneRed immer rotbunt und die andere schwarzbunt, weil er zwei dominante Allele vererben kann.

Benjamin


Donnerstag, 5. Februar 2015

Bullen im Schnee

Dass der Winter die Prignitz fest im Griff hat kann man nicht so sagen, tagsüber gehen die Temperaturen teilweise über 0 Grad. Aber seit Montagabend, genau unpassend zum Gülleneujahr, liegt Schnee.
Und wo ich seit Ende 2013 auf das Foto "Bullen im Schnee" gewartet hatte und entweder kein Schnee lag, die Bullen außer Sichtweite waren oder ich schlichtweg nicht an der Koppel entlang gekommen bin, so war es dann heute endlich soweit und auch noch bei schönsten Sonnenschein.
Leider nur mit der Handykamera gemacht:

Benjamin




Dienstag, 3. Februar 2015

"Ehnschl", Giselas Schwester

Schon letztes Jahr hatte mir Fabienne eine ganze Liste geschickt mit Namensvorschlägen für weitere Lieblingskälber und dann noch mal letzte Woche drei E-Mails als Erinnerung, dann das nächste Kalb Angel zu nennen, und dass das "Ehnschl" ausgesprochen wird. Was ja klar ist, denn schließlich ist es eine Holstein und keine Angler.
Habe das letzte noch unbenannte Kalb genommen, das jetzt "58419 AGB Angel" heißt. Sie wurde am letzten Dienstag abends geboren und es passte von der Zeit wirklich perfekt: Wollte eigentlich den Fortgang der Geburt kontrolliert und habe sie noch die letzten 30 cm rausgezogen. Dann der Kuh zu Saufen gebracht und gleich zum Melkstand. Gerade 45 Minuten alt, hatte Angel schon 3,5 l Biestmilch gesoffen, also ein absoluter Traumstart.
Heute Abend hab ich noch für diesen Post ihre Abstammung nachgekuckt. Ihr Vater ist Michigan und ihr Großvater (Muttervater) Bill, ein Testbulle der damaligen RMV vor dem genomischen Zeitalter. Und jedenfalls ist der Test schief gegangen, der hat nämlich einen auf die gesamte Population bezogen unterdurchschnittlichen Zuchtwert und einen beachtlichen negativen Milchzuchtwert. Jedenfalls gleichen sich die Schwächen mit denen von Michigan (Fruchtbarkeit) sehr gut aus. Da fiel mir ein, dass auch Gisela so einen schlechten Bullen als Großvater hat und ich kuckte es nach und es war tatsächlich ebenfalls Bill. Kein Wunder, denn Gisela und Angel sind nämlich (Halb)schwestern, das 2. und 3. Kalb der namenlosen Nr. 1286.

Bilder folgen, wenn sie am Tränkeautomat ist.

Benjamin

Sonntag, 1. Februar 2015

Schöne Aussicht

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Das erste Foto von der Aussicht aus meinem künftigen Büro wo mehr zu sehen ist als nur Sand. Der Boden des Vor-/Nachwartebereichs wurde nun betoniert.
Rechts von den Mauern ist der Vorwartehof, links die Pfostenreihen sind für die Fressgitter zum Einfangen der Kühe für Besamungen etc., die mittlere davon für die Unterteilung in zwei Gruppen. Man kann das Gefälle des Bodens nach hinten erahnen; wo der Mist dann runtergespült wird (Flush-System), eine der vier Düsen dafür befindet sich genau unterhalb des Fensters.
Die seitlichen Vorhänge wurden auch schon montiert und der Vorhang am Eingangsbereich des Melkkarussells, der zwischen den Melkzeiten im Winter den ungedämmten (Vor-/Nachwartebereich) vom gedämmten Gebäudeteil (Karussell) trennt.

Benjamin


Freitag, 30. Januar 2015

Mal wieder Winter

Heute kam der Winter mal wieder für einen Tag zurück.
Den Vormittag über hat es geschneit und bis zum Abend ist es dann bei knapp über 0 Grad wieder weggeschmolzen.
Man kann halt Schnee haben ohne dass alles Mögliche eingefriert und durch die verschneiten brandenburgischen Wälder zu fahren ist auch schön anzusehen:

Benjamin



Dienstag, 27. Januar 2015

Biosicherheit Stufe 0,5

Den Stand des Seuchenschutzes und der Hygienemaßnahmen der 1980er hat man längst nicht wieder erreicht und so muss man sich über die kleinen Schritte freuen. Nach dem "niedersächsischen Leitfaden Biosicherheit in Rinderhaltungen" gibt es für die verschiedensten Maßnahmen die Stufen 1 bis 3. Insgesamt eine schöne Liste, die viel Potential aufzeigt.
Beim Teilaspekt "Betreten durch unbefugte Personen" ist es jetzt bei Stufe 2 angelangt - Warnschild + verschließbares Tor. Und wie immer wenn die Boberower Werkstatt etwas baut, wenn nicht für die Ewigkeit dann zumindest robust genug für die nächsten Jahrzehnte:

Benjamin


Sonntag, 25. Januar 2015

Neue Bullen

Dieses Jahr wurden wieder drei "richtige" Deckbullen in die Reservebuchte eingestallt, weil deren bisherige Buchte auf der Mutterkuhanlage in Zapel für die Abkalbungen der Färsen gebraucht wurde. War von mir etwas unüberlegt, weil ab Mitte März auch diese Buchte hier eigentlich für Abkalbungen genommen werden soll. Muss ich mir halt etwas einfallen lassen, wie ich dann wieder umsortiere.
Aber es wurde wenigstens ein kleines Abteil bis zur Krankenbucht der Kühe hin freigelassen, dass sich nicht wieder einer in der Abtrennung verfängt (siehe Post vom 23.04.2014).
Im Hintergrund sieht man übrigens das neue Tor, nachdem das arg in die Jahre gekommene Vorherige den Sturm am vorletzten Wochenende nicht überstanden hatte:

Benjamin


Dienstag, 20. Januar 2015

Nasenbohren

Dumme Zufälle gibts manchmal... In der zweiten Lebenswoche bekommen die Kälber eine erste Impfung gegen Rindergrippe. Dafür wird der Impfstoff in die Nase gespritzt, um dann von der Nasenschleimhaut aufgenommen zu werden. Vergleichbar mit Nasenspray.
Heute hat dabei Grata derart gezappelt, dass die Spitze der Spritze abgebrochen ist. Kommt ab und an mal vor, aber sie hatte die gleich so tief reingeschoben und konnte dann nicht mehr mit der Pinzette rausgezogen werden. 
Wurde sie nach dem Mittag sediert ("zugedröhnt") und so ohne Gegenwehr weitergemacht. Kleine Kälber haben schon sehr enge Nasenlöcher. Hier mit der Naseninnenbeleuchtung und Nasenbluten macht das Bohren doch auch:

Benjamin



Samstag, 17. Januar 2015

Aktueller Baufortschritt

- zur Übersicht der Melkhausbau-Serie -> hier - 

Im neuen Melkzentrum in Pinnow wurde jetzt die Bewehrung im Vorwarte- und Nachwartebereich ausgelegt. Auf den beiden Pfostenreihen werden dann die Schienen für den Kuhtreiber montiert. Links davon kommt der Gang zurück in den Stall und die Fressgitterreihen, wo die Kühe für Besamungen, Trächtigkeitsuntersuchung usw. eingefangen werden:

Benjamin


Donnerstag, 15. Januar 2015

Alis' Geburtstag

Ja, das ist schon ein Jahr her, dass ich Alis als erstes Kalb im Auftrag von Fabienne benannt habe. (Siehe Posts vom 15. und 18.01.2014).
Ein Jahr weiter ist sie ein gutes Stück größer und nicht mehr ganz so fotogen wie zu Kälbertagen:

Benjamin





Mittwoch, 14. Januar 2015

700 FEK geknackt

Die offiziellen Zahlen für die Milchleistungsprüfung bekomme ich erst mit den Prüfberichten, vorher mache ich mir immer nur Hochrechnungen.
Jedenfalls wurden im gleitenden 12-Monats-Schnitt für Dezember in der MLP die magischen 700 FEK (Fett-Eiweiß-Kilo) pro Kuh und Jahr erreicht.

Die Entwicklung des gleitenden 12-Monats-Schnitts über die letzten Milchleistungsprüfungen, wo immer die letzten 11 eingerechnet werden, da im Juli als keine stattfindet:

Prüfung  12-Monats-Schnitt  Milch-kg  Fett-%  Fett-kg  Eiweiß-% Eiweiß-kg  FEK
06/2014  08/2013 - 06/2014   9.060      3,91      354        3,51          318       672
08/2014  09/2013 - 08/2014   9.081      3,96      360        3,52          320       680
09/2014  10/2013 - 09/2014   9.066      3,98      361        3,53          320       681
10/2014  11/2013 - 10/2014   9.086      4,02       365        3,52         320       685
11/2014  12/2013 - 11/2014   9.139       4,04      369        3,52          322       691
12/2014  01/2014 - 12/2014   9.288      4,05       374       3,53          326       700

Benjamin

Parallelwelten

Die Kühe stehen zwar alle absolut anwesend im Stall, aber in der Verwaltung und Dokumentation können sich da ungeahnte Parallelwelten auftuen.
Heute war die zuständige Milchleistungsinspektorin des Landeskontrollverbandes für die Fehlerkorrektur da, die alle paar Monate gemacht wird. Normal geht das ganz schnell, Fehler sind sehr selten und meist durch die Ummeldung zwischen den einzelnen Milchviehanlagen bedingt. 
Dieses Mal war es aber ein großer Batzen: Bei 21 Kühen fehlten sämtliche Ergebnisse. Grund dafür: Montags machten sie in Garlin die Milchleistungsprüfung mit, wurden Dienstags für Boberow ausgewählt und Mittwochs hin gebracht, mitten in die Milchleistungsprüfung hier; und donnerstags umgemeldet. Freitags beim LKV die ganzen Daten berechnet und für diese Kühe waren für Boberow keine vorhanden.
Aber auf dem Computer sind sie ungeachtet der Betriebszugehörigkeit angekommen und so wurden diese abgeschrieben für die Korrekturformulare des offiziellen Prüfberichts.
Man merke sich für die Zukunft: Niemals Kühe zwischen den Standorten umsortieren bevor alle mit der jeweiligen Milchleistungsprüfung durch sind.
Und die 21. Kuh war niemals in Boberow gewesen und wurde wahrscheinlich fälschlicherweise vom Rinderzuchtverband umgemeldet - warum auch immer - und ist daher nur im Prüfbericht nicht in Pinnow, physisch und ihre Daten schon.

Benjamin

Dienstag, 13. Januar 2015

Vergessener Sieg

Wo ich vorletzte Woche das vergangene Jahr ausgewertet habe kam mir der Gedanke, dass bei diesem ordentlichen Leistungsanstieg doch vielleicht noch mehr Milchleistungsprüfungen im internen Vergleich "gewonnen" worden waren. Schließlich bin ich der Einzige, den das interssiert und Zugang zu den Daten hat. Bloß hatte ich es einfach vergessen, die einzelnen Monatsergebnisse zu berechnen. Und siehe da, im August war Boberow zum dritten Mal besser gewesen, wenn auch nur um ein viertel kg:

Benjamin




Donnerstag, 8. Januar 2015

Milchrindtag

Gestern war ich auf dem Tag des Milchrindhalters des Landeskontrollverband Berlin-Brandenburg und der Rinderproduktion Berlin-Brandenburg. Gab es die aktuellesten Entwicklungen aus der Milchleistungsprüfung und der Zucht, wo ich fast alle der neuen tollen Bullen kannte, weil etliche davon schon in Boberow im Einsatz sind.
Zum Hauptthema - Nutzungsdauer und Lebensleistung - gab es die verschiedensten Statistiken und vom vit (Vereinigte Informationssyteme Tierhaltung) einige schöne Berechnungen damit. Wofür man jeden Monat die Milchleistungsprüfung macht sieht man an den Erkenntnissen, die aus diesen Daten gezogen werden können. Dass die Kühe immer langlebiger werden und die abgegangenen Kühe eines Jahres bisher immer rund 500 kg mehr Lebensleistung gepackt haben als die eines davor. Und da man den Nutzungsdauerzuchtwert der Väter aller lebenden und bis Mitte diesen Jahres geborenen Kühe bzw. Färsen kennt kann man dann damit die zukünftige Entwicklung der Lebensleistung abschätzen. Die Prognose sind dann deutschlandweit 30.000 kg für das Jahr 2020, wo ich mir dieses Ziel für 2019 gesetzt habe, 2018 halte ich für etwas knapp.
Zum Schluss wurde als herausragendes Beispiel der Öffentlichkeitsarbeit eine Vorabpremiere des sehr toll gemachter Imagefilms von der Glücksburg Agrar e.G. aus Dixförda gezeigt, der erst nächste Woche offiziell auf der Grünen Woche vorgestellt wird. Übrigens ein Betrieb, der in Sachsen-Anhalt liegt und trotzdem zum Brandenburger Rinderzuchtverband gehört, wie bei uns in der brandenburger Prignitz manche zum Mecklenburger.

Benjamin

Montag, 5. Januar 2015

60 Trächtigkeiten am Tag

Nach der Milchleistung läuft es gerade in Sachen Fruchtbarkeit recht gut: Heute wurden bei den Trächtigkeitsuntersuchungen auf der großen der Milchviehanlagen und bei den Färsen zusammen genau 60 Trächtigkeiten festgestellt - an einem einzigen Tag! Wenn jetzt am Dienstag und Freitag noch die beiden anderen Milchviehanlagen anstehen dürften es insgesamt 95 trächtige Kühe und Färsen werden. Dann innerhalb einer Woche, wenn es auch die Untersuchungen für alle Besamungen sind die in einem Zeitraum von zweieinhalb bis drei Wochen gemacht wurden. Aber es liegt weit über dem üblichen Durchschnitt und damals im November müssen die Bedingungen einfach gepasst haben.

Benjamin

Aktuelles von Gisela

Gisela kam in der Woche vor Weihnachten in den Besamungsstall.
Heute bei der Trächtigkeitsuntersuchung, wo sie nicht an der Reihe war, zeigte sie sich brünstig: Hat sich selbstständig aus dem Fanggitter befreit und war mal wieder sehr zutraulich. Darauf schob ich auch ihr ganzes Verhalten, die übliche Anhänglichkeit halt. Aber sie lief derart aufgeregt umher und brüllte, dass es doch nicht zu übersehen war. Für morgen habe ich sie zur Besamung vorgemerkt.
Und sie lässt sich sehr leicht ins Fressgitter locken und festmachen, wirklich vorbildlich:

Benjamin



2015er Jahrgang

Jetzt bin ich endlich im Jahr 2015 angekommen: Habe heute die ersten Ohrmarken mit 15 beschriftet. In Sachen Ohrmarken für die Kälber gibt es zwischen den Milchviehanlagen Garlin und Boberow große Unterschiede. Erstmal die Zuständigkeit, in Garlin ist die Markierung der Kälber "Ingenieursaufgabe", das Nachziehen von verlorenen Ohrmarken bei den Kühe nicht, in Boberow ist das genau umgekehrt. In Boberow haben die Kuh- und Bullenkälber unterschiedliche Ohrmarkenserien, aktuell bei den weiblichen hinten auf "58 3xx" endend, bei den männlichen "75 0xx"; in Garlin dagegen kriegen alle die gleiche Serie "72 9xx". Zur Unterscheidung sind es Ohrmarken mit einem Feld zur individuellen Beschriftung, wo bei den Kuhkälbern der Name des Vaters draufgeschrieben wird und bei den Bullenkälbern das Geburtsdatum. Dies ist jetzt 01.15 für Januar 2015, die 04 dahinter steht für Garlin, was die Endziffern der Betriebsnummer nach der Viehverkehrsordnung sind:

Benjamin

Samstag, 3. Januar 2015

Planübererfüllung

Die Erfüllung des Plans wird leichter, wenn dieser stümperhaft ausgearbeitet wurde.
Neben der Milchleistungprüfung für die individuelle Leistung jeder Kuh ist der wichtigere Parameter die verkaufte Milch. Dafür hatte ich Anfang 2014 die alte Tafel "Staatliches Aufkommen Milch" mit den Spalten "Plan" und "Ist" reaktiviert. Und bei der Festsetzung des Plans einen groben Fehler gemacht: Liter mit kg gleichgesetzt. Normalerweise wird die Milch immer in kg gerechnet, bloß beim Milchauto geht es nach Litern. Dafür hat die Molkerei die fixe Dichte von 1.020g/l als Umrechnungsfaktor und den hab ich glatt vergessen.
Von rund 8.000 l pro Kuh im Jahr 2013 ausgehend nahm ich für den Plan 2014 8.500 kg, mehr erschien mir zu übetrieben; bloß schrieb ich immer die Liter auf und das war sehr häufig unter Plan.
Am Ende des Jahres dann doch auf kg umgerechnet war es über Plan:

Jahr                          2013    2014      Differenz
l/Kuh                        8.078   8.369      + 291 l
kg/Kuh                     8.240   8.536      + 296 kg
Fett-%                        3,95     4,09      + 0,14 %
Eiweiß-%                   3,50      3,51     + 0,01 %
kg fettkorrigiert         8.137   8.728      + 591 kg
kg energiekorrigiert  8.245   8.688      + 443 kg
F+E-kg                        614      649       +   35 kg

Der Plan für 2015 beträgt nun 8.750 kg.

Benjamin

Donnerstag, 1. Januar 2015

Neujahrsgrüße

Allen Lesern des Kuhblogs wünsche ich ein Gutes und Gesundes Neues Jahr 2015!

Benjamin