Mal ein Post über die Arbeitsorganisation im Herdenmanagement.
Da hebe ich von einem größeren Milchviehbetrieb in Südbrandenburg - den ich vor vielen Jahren mal besucht habe - gehört, dass die ohne Herdenmanager arbeiten. Der erste Gedanke dazu: "Das funktioniert niemals!". Grob die Hintergründe dieser Geschichte: Die Herdenmanagerin ging in Rente und es wurde kein Nachfolger gefunden. Also macht sie nebenher aus dem Homeoffice noch die Büroarbeit und dreimal pro Woche kommt die Tierärztin für die Bestandsbetreuung.
Mit Fernzugriff sind die Büroarbeiten ortsungebunden, zum Stand der Digitalisierung und meinen Erfahrungen siehe auch den Post vom 04.04.2021. Weitergehende Digitalisierung wäre komplett alles im Stall mit z.B. HERDEmobil und KLAUE, dass man kein Papier mehr zwischen Büro und Stall transportieren muss. Dazu Telefon, Messenger und E-Mail zur Kommunikation.
Und der Klon vom Karusselbildschirm muss auch nicht 20 m entfernt im Stallbüro stehen, der kann auch kilometerweit entfernt sein; vgl. Post vom 14.08.2015.
Herdenmanager bzw. Herdenmanagerin ist die höchste Position im Kuhstall, eine Führungskraft auf mittlerer Ebene, direkt unterhalb der Geschäftsführung. Hat meistens die höchste Qualifikation und viel Erfahrung, hält die Verbindungen zwischen den einzelnen Abteilungen und Schichten, zu den anderen Betriebszweigen und Geschäftspartnern (wie Zuchtverband, LKV, Molkerei). Hat die Verantwortung für den operativen, alltäglichen Betrieb.
Herdsman und Herdswoman, kann man auch als Herdenmanagerassistent oder Stallmeister bezeichnen, machen eigentlich fast die gleiche Arbeit, bloß den praktischen Teil und von der Büroarbeit nur die Dokumentation und Arbeitsvorbereitung.
Benjamin
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