Dienstag, 3. September 2019

Agroneum - Teil 3

Ein Teil des Agroneums ist die agrarhistorische Ausstellung von 1988, die damals den zentralen Teil des Museums bildete.
Wurden nach der Wende viele Museen als politisch unbequem eingestampft ist die Ausstellung unverändert erhalten geblieben und ein "Museum im Museum".
Von der ganzen Konzeption her ist das Design mit den Schaubildern und Schaukästen typisch 80er Jahre, wie ich es noch von etlichen Museen vor 15 - 20 Jahren kenne und im Vergleich zu den heutigen, eher kargen Ausstellungskonzepten sehr reichhaltig.

Schwerpunkt dabei ist die Entwicklung des Dorfes und Gutes Alt Schwerin in den jeweiligen geschichtlichen Zusammenhängen.

Flora und Jolanthe (um 1960) waren auch damals schon was fürs Museum:



 























Der letzte Raum stellte die damals gegenwärtige Situation Ende der 1980er Jahre dar. Die Leistungsfähigkeit der Landwirtschaft wird durch einen Schaukasten mit dem wöchentlichen Nahrungsmittelbedarfs einer Person demonstriert. Merke: Damals waren Bier und Butter die Grundnahrungsmittel: 


 
















Topaktuell waren die Exponate eines Platzes des Melkkarussells (wahrscheinlich Impulsa M500) und der Fahrerkabine eines Fortschritt E524, des damals modernsten Mähdreschers und des ersten mit computerunterstützter Steuerung. 
Diese Fixierung auf Forschung und Fortschritt ist geradezu wohltuend im Vergleich zum heutigen Populismus und Dilettantismus in der Agrarpolitik. Eine Vergangenheit mit einer besseren Zukunft, die nie so eingetreten ist.

Ein Besuch im Agroneum ist wirklich zu empfehlen!

Weitere Infos unter www.agroneum-altschwerin.de

Benjamin

2 Kommentare:

  1. Was ist denn mit NAW gemeint? Steht in dem Satz unter Flora und Jolanthe: "Jeder 20 Stunden im NAW für Flora und Jolanthe."
    Liebe Grüße Brigitte

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  2. NAW war zu der Zeit das "Nationale Aufbauwerk", in etwa ein ehrenamtlicher Arbeitseinsatz auf Baustellen.

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